Alexander Adolph
Alexander Adolph

Alexander Adolph (* 10. November 1965 in München), der zeitweise den Künstlernamen Nanouk C. Wilmer benutzt, ist ein deutscher Drehbuchautor und Regisseur.

Nach dem Abitur studierte er an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Rechtswissenschaften und legte das Erste und Zweite Staatsexamen ab. Schon während dieser Zeit schrieb er Hörspiele, Features und Reportagen. 1997 erhielt er für das Hörspiel „Flirt“ den internationalen Hörspielpreis U.R.T.I. (Grand Prix de la Radio).

Seit Mitte der neunziger Jahre ist Alexander Adolph vorwiegend als freier Drehbuchautor und Regisseur tätig. Das erste Drehbuch aus seiner Feder war 1996 der WDR-Tatort „Der Spezialist“. Für eine weitere Tatort-Folge „Im freien Fall“, welche Kunstfälschung zum Thema hatte, wurde Alexander Adolph 2002 mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Einen weiteren Grimme Preis erhielt er für die erste Folge „Verdecktes Spiel“ der von ihm entwickelten preisgekrönten ZDF-Reihe „Unter Verdacht“ mit Senta Berger. Für die zweite Folge dieser Reihe mit dem Titel „Eine Landpartie“ bekam er 2003 den Deutschen Fernsehpreis sowie den Juliane-Bartel-Preis. Im gleichen Jahr wurde Alexander Adolph mit dem Autorenpreis der Cologne Conference ausgezeichnet. Der nach Alexander Adolphs Drehbuch 2004 entstandene Film „Kleine Schwester“ erhielt den VFF TV-Movie Award und wurde 2005 für den Grimme-Preis nominiert.

Aufsehen erregte sein Dokumentarfilm „Die Hochstapler“: Vier wegen Betruges verurteile Straftäter sprechen darin vor laufender Kamera über ihre Taten; der Film selbst enthält sich jeder moralisierenden oder wertenden Geste und lief auf Festivals in Nyon, Amsterdam, Solothurn, London, Neuseeland und München.

Im Frühjahr 2009 kam der von Alexander Adolph geschriebene und inszenierte Spielfilm „So glücklich war ich noch nie“ mit Devid Striesow, Nadja Uhl und Jörg Schüttauf in die Kinos. Devid Striesow wurde für seine Darstellung der Hauptfigur in der Kategorie "Bester Schauspieler" für den deutschen Filmpreis nominiert.

Sein neuer Spielfilm "Der letzte Angestellte" mit Christian Berkel, Jule Ronstedt und Bibiana Beglau startet ab Oktober 2011 bundesweit im Kino.

Seit 2002 unterrichtete Alexander Adolph an der Hochschule für Fernsehen und Film München, der Internationalen Filmschule Köln sowie der Filmakademie Baden-Württemberg.

Auszeichnungen

  • 2011 Best Film und Best Director Festival Internacional de Cine de Horror dela Ciudad de México für The last employee - Der letzte Angestellte
  • 2010 Silver Melies/Melies d'Argent Filmfestival Leeds für The last employee - Der letzte Angestellte
  • 2010 Bernd Burgemeister-Preis für Kongo
  • 2007 Preis der Jury 16, Filmfest Lünen für Die Hochstapler
  • 2004 VFF Movie Award für Kleine Schwester
  • 2003 Autorenpreis der Cologne Conference
  • 2003 Deutscher Fernsehpreis für Unter Verdacht – Eine Landpartie
  • 2003 Juliane-Bartel-Preis für Unter Verdacht
  • 2003 Adolf Grimme Preis für Unter Verdacht – Verdecktes Spiel
  • 2002 Adolf Grimme Preis für Im Freien Fall

Weblinks

http://der-letzte-angestellte.de/




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