Georg Friedrich Meinhart
Georg Friedrich Meinhart

Georg Friedrich Meinhart (auch: G. Fr. Meinhard; * 4. April 1651 in Ohrdruf; † 10. April 1718 in Sondershausen) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn des Burgvogts Johann Otto Meinhart besuchte die Schule von Arnstadt. Im Anschluss bezog er 1673 die Universität Jena, erwarb dort 1675 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie und hielt philosophische Vorlesungen. 1677 begleitete er Wilhelm Ernst Tentzel an die Universität Wittenberg und wurde dort am 5. April 1680 als Adjunkt an die philosophische Fakultät aufgenommen. Jedoch berief ihn im selben Jahr der Graf Christian Wilhelm zu Schwarzburg zum Informator seiner Söhne.

In der Aussicht auf eine theologische Stellung absolvierte er am 14. März 1683 das Lizentiat der Theologie, wurde noch im selben Jahr zum Superintendenten und schwarzburger Konsistorialrat in Sondershausen. Daher promovierte er am 11. Dezember 1683 in Wittenberg zum Doktor der Theologie.[1] In seiner Tätigkeit als oberster Geistlicher in Sondershausen hielt er geistliche Synoden ab, verfasste theologische Werke und weihte am 25. November 1691 die Trinitaskirche ein.

Familie

Aus seiner Ehe mit Sohia Magdalena (* 19. Juli 1667 in Sondershausen; † 21. August 1716 ebenda), der Tochter des Hofrates Gustav Christian Happe und dessen Frau Anna Dorothea (geb. Avemann), sind fünf Kinder bekannt.

  1. Magdalena Sophia (* 11. September 1684 in Sondershausen), verh. am 21. Juni 1702 in Arnstadt mit dem Amtmann von Arnstadt Christian Rudorff
  2. Christian Friedrich (* 1. Oktober 1686 in Sondershausen)
  3. Augusta Magdalena (* 10. Januar 1689 in Sondershausen; † 9. Januar 1692 ebenda),
  4. Johanna Augusta Dorothea (* 21. April 1692 in Sondershausen; † 29. Mai 1718 ebenda) verh. am 30. September 1716 in Sondershausen mit dem Arzt Johann Friedrich Conradi
  5. Sophia Christiana (* 30. April 1699 in Sondershausen)

Werkauswahl

  1. Meditationes in Zachariae cap. IX. v. 9
  2. Disp. De Propheta Mosi pari. Jena 1675
  3. Disp. De Nasiraeis
  4. Disp. De Stichommetria verum. Wittenberg 1678
  5. Disp. De Corban ad Matth. 15, 5. und Marc 7, 11. Wittenberg 1678
  6. Disp. De Pauli Nasiraeatu. Wittenberg 1680
  7. Disp. De Selenolatria a Jeremia V II. 18 und XLIV. 17 improbata. Wittenberg 1680
  8. Disp. De dorologia sacra. 1688
  9. Disp. Meditationes ad Zach. 9, 9.
  10. Diss. Selectiora Theologiae practicae tremata exhibens. 1686
  11. Fabrica templi mystici oder der geistliche Tempelbau ex Eph. 2, 19 s. delineata et in festo Sondershusano, quo templum SS. Trinitati dedicantum, auspiciis – Comitis – Chr. Wilhelmi – de Schwarzburg – solenni ritu d. 25. Nov. 1694 inauguratur, in dissertatione synod. –in praedicto templo publice proposita
  12. Der von Jesu Joh. 3, 16 eröffnete Heil – und Trostbrunnen …, Gedächtnispredigt auf die Fürstin Maria Magdalena geb. Pfalzgräfin beim Rhein. 1690 (digitale.bibliothek.uni-halle.de)
  13. Einweihungspredigt der heiligen Dreifaltigkeitskirche in Sondershausen. 1691

Literatur

Einzelnachweise

  1. Fritz Juntke: Album Academiae Vitebergensis – Jüngere Reihe Teil 2; Halle (Saale), 1952, S. 222

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