Hagen Schulze

Hagen Schulze

Hagen Schulze (* 31. Juli 1943 in Tanger, Marokko) ist ein deutscher Historiker mit dem Schwerpunkt Neuere Geschichte.

Hagen Schulze studierte mittlere und neuere Geschichte, Philosophie und Politische Wissenschaft in Bonn und Kiel. 1967 promovierte er und arbeitete in den folgenden Jahren für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin und für das Bundesarchiv in Koblenz. 1977 habilitierte Schulze über das Thema Otto Braun oder Preußens demokratische Sendung. Eine Biographie“. Es folgten Lehraufträge als Privatdozent oder als Vertretung in Kiel und Berlin, ehe er 1979 zum Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin ernannt wurde. Von 2000 bis 2006 war er Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London.

Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der vergleichenden Geschichte Europas sowie dem Nationalismus im europäischen Vergleich.

Werke (Auswahl)

  • Freikorps und Republik 1918 - 1920. (= Militärgeschichtliche Studien 8). Boppard 1968, 2. verbesserte Auflage 1973.
  • Otto Braun oder Preußens demokratische Sendung. Eine Biographie. Propyläen, Frankfurt M 1977, Ullstein, Frankfurt M - Berlin 1981. ISBN 3550073550.
  • Gibt es überhaupt eine deutsche Geschichte? Berlin 1989
  • Der Weg zum Nationalstaat. Die deutsche Nationalbewegung vom 18. Jahrhundert bis zur Reichsgründung. In: Martin Broszat, Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.), Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 1985.
  • Weimar. Deutschland 1917–1933 (=Die Deutschen und ihre Nation, Bd. 4), Siedler, Berlin 1994, ISBN 3-88680-056-3.
  • Staat und Nation in der europäischen Geschichte. C.H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-38507-9.
  • Phönix Europa. Die Moderne 1740 - 2000, Berlin 1996
  • Kleine deutsche Geschichte. Mit Bildern aus dem Deutschen Historischen Museum. C. H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40999-7.
  • (Hrsg. mit Étienne François): Deutsche Erinnerungsorte, drei Bände. C.H. Beck, München 2001, ISBN 978-3406509902

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