Allrath
Allrath
Koordinaten: 51° 4′ N, 6° 38′ O51.069026.6287Koordinaten: 51° 4′ 8″ N, 6° 37′ 43″ O
Einwohner: 1.829 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1931
Postleitzahl: 41515
Vorwahl: 02181
Allrath (Nordrhein-Westfalen)
Allrath

Lage von Allrath in Nordrhein-Westfalen

St. Matthäus in Allrath

Allrath ist ein Dorf in der Stadt Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Allrath ist ein Kreuzungsdorf an der südlichen Stadtgrenze von Grevenbroich. Von Süden nach Norden verläuft die Bundesstraße 59 durch Allrath, die das Dorf in zwei Teile trennt. Hingegen zieht sich die Kreisstraße 31, aus westlicher Richtung von Neurath kommend, über Allrath nach Barrenstein. Südlich von Allrath liegt Rommerskirchen-Sinsteden. Allrath grenzt westlich gleich an die Vollrather Höhe. Diese Erhöhung ist mit einer Höhe von 187 m ü. NN die höchste Erhebung des Rhein-Kreis Neuss. Noch vor der Ortschaft Barrenstein befindet sich in östlicher Richtung die Eisenbahnlinie Köln-Rommerskirchen-Grevenbroich-Mönchengladbach.

Geschichte

Der Weihestein von 1117

Die katholische Kirche von Allrath wurde erstmals 1117 erwähnt. Damals wurde sie von dem Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenburg geweiht. Der Name Allrath wurde als Aldenrode, Aldenrayde und Aldenrath in den folgenden Jahren erwähnt. Im Jahre 1378 wurde die katholische Pfarrei Grevenbroich von der Pfarrei Allrath getrennt. 1533 wurde der Ort von der Pest heimgesucht. Bis zum Jahre 1794 gehörte das kleine Dorf zum Amt Grevenbroich im Herzogtum Jülich. 1794 wurde es von französischen Revolutionstruppen besetzt und der Mairie Grevenbroich zugeteilt. Nach dem Wiener Kongress gehörte der Ort zum Kreis Grevenbroich im Regierungsbezirk Düsseldorf. 1894 gehörte Allrath zum Amtsgericht und zur Post Grevenbroich, ab 1929 zum Landkreis Grevenbroich-Neuß. 1931 wurde die Gemeinde Allrath in die Stadt Grevenbroich eingemeindet. Die heutige Pfarrkirche wurde am 23. Juli 1967 vom Kölner Weihbischof Augustinus Frotz konsekriert.

In Allrath wurde am 28.März 1868 Josef Wasel geboren, der als Steyler Missionsbruder unter dem Namen Bruder Kostka durch seine wundersame Heilung im Heiligsprechungsprozess für den SVD-Ordensgründer, den hl. Arnold Janssen, eine bedeutsame Rolle spielte.

Einwohnerentwicklung

1885:              769 Einwohner¹
31. Mai 2005: 1.807 Einwohner²
31. Dez 2006: 1.807 Einwohner²
31. Dez 2007: 1.791 Einwohner²
31. Dez 2008: 1.869 Einwohner²
31. Dez 2009: 1.845 Einwohner²
31. Dez 2010: 1.829 Einwohner²

¹ Historische Angaben des Rhein-Kreises Neuss
² Angaben der Stadt Grevenbroich

Freizeit

  • Die Vollrather Höhe bietet zahlreiche Möglichkeiten für Spaziergänge, Radfahren, Joggen und besitzt gute Allwetterreitwege.
  • Südöstlich von Allrath befindet sich das Eisenbahnmuseum Rommerskirchen-Oekoven.
  • Außerdem gibt es zahlreiche Attraktionen im 3 Kilometer entfernt liegenden Grevenbroich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Allrath ist immer noch sehr von der Landwirtschaft geprägt.

  • Nördlich des Dorfes ist die Hydro Aluminium Deutschland GmbH mit einem Werk ansässig.
  • Südöstlich von Allrath liegt ein kleines Industriegebiet. Dort ist unter anderem die CTJ-Spedition ansässig.

Verkehr

Allrath liegt ziemlich verkehrsgünstig. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 59, von der nördlich des Dorfes die Bundesautobahn 540 abgeht.

Einrichtungen

  • Gemeinschaftsgrundschule
  • Sankt Matthäus Kindergarten
  • Städtischer Kindergarten

Literatur

  • Rolf Esser und Hans-Willi Teppler: Allrath. Geschichte(n) des Dorfes und seines Bürgerschützenvereins. Grevenbroich 2009 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Grevenbroich 21).
  • Heinrich Hubert Giersberg: Geschichte der Pfarreien der Erzdiöcöse Köln Bd XXII, Dekanat Grevenbroich, Köln, 1883
  • Theodor Stöcker: Chronik der katholischen Kirchengemeinde St.-Matthäus, Grevenbroich-Allrath. Zur Feier der Konsekration der Pfarrkirche am 23. Juli 1967. Grevenbroich 1967.
  • Karl Emsbach und Max Tauch: Kirchen, Klöster und Kapellen im Kreis Neuss (Schriftenreihe des Kreises Neuss Nr. 13), Köln, 1986
  • Heinz Ohletz: 1929-1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich. o.O., 1975.

Weblinks


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