Alois Dirnberger

Alois Dirnberger (* 23. Dezember 1823 in Benediktbeuern; † 20. November 1897 in Miesbach) war ein deutscher Maler.

Leben

Bonifatius lässt die Donareiche fällen – Fresko in der Martinskirche in Westenhofen (Schliersee)

Der Sohn eines Glasarbeiters an der Fraunhofer'schen Glashütte wurde aufgrund seines Talents 1840 an die Akademie der Bildenden Künste München vermittelt. Er war hier Schüler von Wilhelm von Kaulbach und Karl Theodor von Piloty. In München heiratete er auch seine Frau Josepha Borghi, mit der er vier Söhne und drei Töchter hatte. Ab 1860 lebte er in Miesbach, wo er neben seiner freischaffenden Tätigkeit als Kunstmaler auch als Zeichenlehrer an der gewerblichen Fortbildungsschule (Vorläufer der heutigen Berufsschule) arbeitete.

Dirnberger malte in seinem neuen Heimatort die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (1865/66) und die Portiunkulakirche (1861/62) nach dem Vorbild der Münchner Ludwigskirche aus. In den folgenden Jahren folgten weitere Umgestaltungen, wie die Pfarrkirchen Parsberg und Unterdarching (Valley) und die Martinskirche in Westenhofen bei Schliersee. Weitere Aufträge in der Region folgten, dabei schuf er neben sakraler auch profane Wandmalereien. Daneben betätigte sich Dirnberger als Porträtist, Genre- und Landschaftsmaler. In Fachkreisen anerkannt sind auch seine heute noch erhaltenen Schützenscheiben.

Nachdem viele seiner sakralen Wandmalereien dem späteren Zeitgeschmack wieder weichen mussten, zeugen hauptsächlich seine Gemälde und Schützenscheiben von seiner Kunstfertigkeit.

Alois Dirnberger soll auch Mitglied beim Geheimbund der Haberer gewesen sein, schuf er doch bedeutende Zeugnisse aus dem zu seinen Lebzeiten sehr aktiven ländlichen Femegerichts.

In Miesbach wurde eine Straße nach ihm benannt.

Literatur

  • Fischhaber, Martin, Krobisch, Isabella und Schuhbeck, Hans: Große Miesbacher Künstler der Vergangenheit. Begleitheft zur Ausstellung im Kulturzentrum Waitzinger Keller. Miesbach 1998.
  • Langheiter, Alexander: Miesbach. Ein Kulturführer. Maurusverlag, Miesbach 2006

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Dirnberger — ist der Familienname von: Alfred Dirnberger (* 1951), österreichischer Politiker (ÖVP) Alois Dirnberger (1823–1897), deutscher Maler Erwin Dirnberger (* 1957), österreichischer Politiker (ÖVP) Josef Dirnberger (1872–1937), oberösterreichischer… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Di — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Miesbach — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Olympische Winterspiele 1936/Eisschießen — Bei den IV. Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch Partenkirchen wurde zum ersten Mal das Eisschießen als Demonstrationbewerb vorgeführt. Im Gegensatz zu der verwandten Sportart Curling, das sich vor allem im englischsprachigen Raum großer… …   Deutsch Wikipedia

  • Parsberg (bei Miesbach) — Dieser Artikel beschreibt den Stadtteil Parsberg von Miesbach, weitere Bedeutungen unter Parsberg (Begriffsklärung). Parsberg ist ein Stadtteil von Miesbach in Oberbayern und war bis 1978 selbständige Gemeinde des Landkreises Miesbach.… …   Deutsch Wikipedia

  • Benediktbeuern — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Bonifatius — Szenen aus dem Leben des Bonifatius: Heidentaufe (oben) und Märtyrertod (unten) in: Fuldaer Sakramentar, Bamberg, Staatliche Bibl., Ms. Lit. 1, saec. Xex, fol. 126v Bonifatius, Wynfreth (auch Wynfnith, Winfrid, Winfried, * 672/673, spätestens …   Deutsch Wikipedia

  • Parsberg (Miesbach) — Parsberg ist ein Stadtteil von Miesbach in Oberbayern und war bis 1978 selbständige Gemeinde des Landkreises Miesbach. Inhaltsverzeichnis 1 Lage 2 Geschichte 3 Sehenswürdigkeiten 4 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Baudenkmäler in Miesbach — In der Liste der Baudenkmäler in Miesbach sind die Baudenkmäler der oberbayerischen Stadt Miesbach aufgelistet. Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des… …   Deutsch Wikipedia

  • Naarn im Machlande — Naarn im Machlande …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”