Alois Schnorr

Alois Fidelis Schnorr (* 14. Februar 1896 in Mannheim; † 15. April 1962 in Karlsruhe) war ein deutscher Bankier und Politiker (BCSV, CDU).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Dr. Schnorr war von 1923 bis 1938 Direktor der Volksbank in Staufen im Breisgau. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 verließ er Staufen gemeinsam mit seiner jüdischen Frau Helene, die er 1922 geheiratet hatte, und zog zu seinem Bruder nach Todtmoos.[1] Anschließend arbeitete er freiberuflich als Bezirksvertreter für die Bausparkasse der Deutschen Volksbanken. 1944/45 leistete er Zwangsarbeit in Billroda. Schnorr kehrte bei Kriegsende in den Schwarzwald zurück und ließ sich erneut in Staufen nieder. Seit 1945 war er Direktor des Badischen Genossenschaftsverbandes.

Politik

Schnorr trat nach dem Zweiten Weltkrieg in die BCSV ein, aus der später der badische Landesverband der CDU hervorging. Er war 1945/46 Bürgermeister der Gemeinde Staufen und wurde 1947 als Abgeordneter in den Badischen Landtag gewählt, dem er bis 1952 angehörte. Vom 19. März bis zum 25. April 1952 amtierte er als Finanzminister in der von Staatspräsident Leo Wohleb geführten Regierung des Landes Baden.

Ehrungen

  • 1952: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
  • Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
  • Ehrenbürgerschaft der Stadt Staufen
  • Alois-Schnorr-Straße in Staufen[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Vertrieben, weil er sich nicht beugen wollte, Badische Zeitung vom 30. April 2005
  2. Ehrung zum 110. Geburtstag beim Badischen Genossenschaftsverband

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