Andreas Gottlob Rudelbach
Dr. A. G. Rudelbach, Christian Albrecht Jensen, 1858

Andreas Gottlob Rudelbach (* 29. September 1792 in Kopenhagen; † 3. März 1862 in Slagelse) war Theologe.

Rudelbach lieferte 1825 eine dänische Übersetzung der Augsburgischen Konfession und der Apologie, der eine Übersetzung ausgewählter Schriften der Kirchenväter folgte (1826 und 1827, 2 Bände), gab mit Nikolai Grundtvig eine "Theologisk Maanedskrift" (1825-28, 13 Bände) heraus mit der Tendenz, die Neologie in allen Richtungen und bedeutenden Erscheinungen wissenschaftlich zu bekämpfen. Auch war er seit 1827 tätiger Mitarbeiter an der "Evangelischen Kirchenzeitung" und wurde darauf hin 1829 als Superintendent und Konsistorialrat nach Glauchau in Sachsen berufen, legte aber 1844 infolge der deutschkatholischen Wirren sein Amt nieder und kehrte nach Kopenhagen zurück. Hier hielt er 1847-48 theologische Vorlesungen an der Universität, vertauschte aber 1848 diese Stellung mit dem Pfarramt zu Slagelse.

Seit 1840 gab er mit Heinrich Ernst Ferdinand Guericke in Halle die "Zeitschrift für die gesamte lutherische Theologie und Kirche" heraus, die entschieden den streng lutherischen, antiunionistischen Standpunkt vertrat. Demselben Interesse waren auch seine zahlreichen Schriften gewidmet, wie: "Reformation, Luthertum und Union" (Leipzig 1839) und "Einleitung in die Augsburgische Konfession" (Dresden 1841). Sein bedeutendstes Werk ist: "Hieronimus Savonarola und seine Zeit" (Hamburg 1835).

Literatur

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