Klaus Grote

Klaus Grote (* 12. September 1947) ist ein deutscher Prähistoriker und Leiter der archäologischen Denkmalpflege für den Landkreis Göttingen.

Grote studierte Ur- und Frühgeschichte an der Universität Göttingen. Er schrieb seine Magisterarbeit 1975 über das südniedersächsische Berglandmesolithikum.

Von 1977 bis 1979 war er im Niedersächsischen Institut für Denkmalpflege (Archäologie) Hannover tätig. Seit 1979 ist er Leiter der archäologischen Denkmalpflege für das Kreisgebiet Göttingens.

1994 verfasste Grote seine Dissertation an der Universität Hamburg über die urgeschichtliche Besiedlung unter den Abris im Buntsandsteingebiet bei Göttingen. Im Rahmen des der Dissertation vorausgegangenem Forschungsprojektes untersuchte er unter anderem das Abri IX am Bettenröder Berg.

Im Jahre 1997 erhielt Grote den Förderpreis der „Dr. Helmut und Hannelore Greve Stiftung für Wissenschaften und Kultur“. Grote gelang 1998 der Nachweis des Römerlagers Hedemünden, das als bisher nördlichstes bekanntes Römerlager in Deutschland gilt und schließlich 2007 die dazugehörige Aussenstelle Kring (Kaufunger Wald).

Schriften

  • K. Grote/ H. D. Freese, Die Felsschutzdächer im südniedersächsischen Bergland. In: NNU 51, 1982, 17-70.
  • mit Sven Schütte (Bearb.): Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland. Band 17: Stadt und Landkreis Göttingen. Stuttgart 1988
  • K. Grote, Urgeschichtlich besiedelte Felsdächer (Abris) In: 10 Jahre Kreisarchäologie Göttingen (Braunschweig 1989) 8-11.
  • K. Grote, Die Bundsandsteinabris im südniedersächsischen Bergland. Die Kunde N.F. 39, 1988, 1-43.
  • K. Grote, Die Abris im südlichen Leinebergland bei Göttingen. Archäologische Befunde zum Leben unter Felsschutzdächern. Band 1-3 (Oldenburg 1994). (Dissertation)
  • Neue Aspekte zu Burgen des Frühmittelalters in Südniedersachsen. In: Südniedersachsen 3, 1995, S. 73–79.
  • K. Grote, Zum Leben unter Felsschutzdächern. Jäger und Sammler in Südniedersachsen am Ende der letzten Eiszeit. In: EisZeit Katalog zur Ausstellung (Hildesheim, Stuttgart 1999).
  • Klaus Grote: Stützpunkt der römischen Expansionspolitik. Das Römerlager bei Hedemünden an der Werra. Ein Vorbericht. In: Göttinger Jahrbuch 52 (2004), S. 5–12.
  • Klaus Grote: Römer an der Werra. Das Militärlager bei Hedemünden im südlichen Niedersachsen. Archäologie in Niedersachsen 8, 2005, S. 113-117.
  • Klaus Grote: Römerlager Hedemünden. Herausgegeben vom Mündener Heimat- und Geschichtsverein Sydekum. Hann. Münden 2005. 82 Seiten. ISBN 3-925451-358
  • Klaus Grote: Das Römerlager im Werratal bei Hedemünden (Ldkr. Göttingen). Ein neuentdeckter Stützpunkt der augusteischen Okkupationsvorstöße im rechtsrheinischen Germanien. In: Germania 84 (1. Halbband), 2006, S. 27-59.

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