Annelie Thorndike

Annelie Thorndike (* 17. April 1925 in Klützow, heute Kluczewo, Polen ; Geburtsname: Annelie Kunigk) war eine der wichtigsten Dokumentaristinnen der DDR.

Mit Filmen wie „Du und mancher Kamerad“ (1955), „Unternehmen Teutonenschwert“ (1958) und vor allem dem zweiteiligen DokumentarfilmDas russische Wunder“ (1963) wurde Annelie Thorndike national wie international bekannt. Bei allen drei Filmen arbeitete sie sowohl mit Paul Dessau als Komponisten als auch mit ihrem 1952 geheirateten Ehemann Andrew Thorndike zusammen, der ebenfalls zu den wichtigsten Dokumentarfilmregisseuren der DEFA gehörte.

Annelie Thorndike wurde 1963 als Abgeordnete in die Volkskammer gewählt. Seit 1967 war sie Vorstands- und ab 1980 Präsidiumsmitglied des von Andrew Thorndike gegründeten Verbands der Film- und Fernsehschaffenden der DDR.

Sie war erste Präsidentin des „Komitees der Internationalen Leipziger Woche für Dokumentar- und Kurzfilm“, das für die Ausrichtung der Leipziger Dokfilmwoche verantwortlich zeigte.

Inhaltsverzeichnis

Filmografie (Auswahl)

  • 1952 - Blaue Wimpel im Sommerwind (pädagogische Beratung)
  • 1952 - Die Prüfung (pädagogische Beratung, CO-Drehbuch)
  • 1954 - Die sieben vom Rhein (CO-Drehbuch, CO-Regie)
  • 1956 - Du und mancher Kamerad (CO-Drehbuch, CO-Regie)
  • 1957 - Der Fall Hartmann und andere (CO-Drehbuch, CO-Regie)
  • 1958 - Unternehmen Teutonenschwert (CO-Drehbuch, CO-Regie)
  • 1963 - Das Russische Wunder 1/2 (CO-Drehbuch, CO-Regie)
  • 1969 - Du bist min (CO-Drehbuch, Szenarium)
  • 1971 - Mein ganzes Leben lang (CO-Regie, Buch)
  • 1972 - Start (CO-Regie, Buch)
  • 1977 - Die alte neue Welt (Text/Buch)
  • 1985 - Aufbruch (Drehbuch, Text)
  • 1987 - Alle Ideen beginnen als Traum (Drehbuch, Text)

Bücher

  • Jeder Tag war schön. Erlebnisse, Träume, Geständnisse notiert zwischen Antwerpen und Bombay. (Mit Fotos von Andrew Thorndike.) Rostock: Hinstorff-Verlag, 1966. 312 S.
  • Mit Klaus Huhn: Der Massenmörder blieb ohne Strafe, edition ost, Berlin 2008, ISBN 978-3-360-02005-5. (Spotless-Reihe, 211)

Literatur

  • Thomas Heimann: Du und mancher Kamerad, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): Die Bundesrepublik Deutschland im Spiegel der DDR-Medien (Schriftenreihe Medienberatung Heft 3), Bonn 1996, S. 45-58.

Weblinks



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