Aristainetos

Aristainetos war ein griechischer Schriftsteller, vermutlich des 5. Jahrhunderts n. Chr.

Es ist so gut wie nichts zu seinem Leben bekannt und auch seine genaue Datierung ist unsicher. Von seinem Werk ist nur eine Sammlung 50 erotischer Briefe in zwei Büchern erhalten, deren Gegenstand die Behandlung unterschiedlicher Facetten erotische Eroberung ist. Huren und Ehefrauen kommen zu Wort, zum Beispiel eine Hure, die ihren Ärger darüber zum Ausdruck bringt, dass ihr als Bezahlung Serenaden statt Geld zugemutet wird, oder eine Ehefrau, die den Sklaven einer Freundin begehrt und bereit ist, der Freundin im Tausch ihren Ehemann zur Verfügung zu stellen.

Aristainetos zitierte dabei ältere Autoren, vor allem Romanschriftsteller, aber auch Platon und Kallimachos.

Literatur

Ausgaben

  • Epistolographi Graeci: accedunt Francisci Boissonadii ad Synesium notae ineditae. Recensuit, recogn., annotatione critica et indicibus instruxit Rudolphus Hercher. Didot, Paris 1873. Griechischer Text und lateinische Übersetzung.
  • Aristainetos: Erotische Briefe. Übersetzt und eingeleitet von Albin Lesky. Artemis, Zürich 1951.
  • Bernhard Kytzler (Hrsg.): Erotische Briefe der griechischen Antike : Aristainetos, Alkiphron, Ailianos, Philostratos, Theophylaktos Simokattes. Winkler, München 1967.

Sekundärliteratur

  • Jürgen Werner: Aristainetos. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 551.
  • Paul Kroh: Lexikon der Antiken Autoren, Stuttgart 1972, S. 75.

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