Arnold Brandenburg

Arnold Brandenburg (* 26. Juni 1783 in Stralsund; † 1. Juli 1870 ebenda) war ein deutscher Jurist, Kommunalpolitiker und Lokalhistoriker der Hansestadt Stralsund.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Arnold Brandenburg entstammte einer alteingesessenen Stralsunder Familie, aus der zahlreiche Mitglieder dem Rat der Stadt angehört hatten. Neben dem Studium an den Universitäten Greifswald und Göttingen wurde er in seiner Jugend besonders durch den Stralsunder Bürgermeister Johann Albert Dinnies geprägt, der sich intensiv mit der Geschichte Stralsunds befasste.

1808 wurde Arnold Brandenburg Mitglied des Stadtrates. Während der Besetzung Stralsunds durch das Regiment Ferdinands von Schill soll er sich anstelle des alten Bürgermeisters als Geisel angeboten haben. Von 1822 bis 1864 war er Stadtsyndicus von Stralsund.

Brandenburg veröffentlichte zahlreiche Schriften zur Geschichte, Kunstgeschichte und Topographie seiner Heimatstadt in Zeitschriften wie der Sundine. Seit ihrer Gründung 1826 war er Mitglied der Rügisch-Vorpommerschen Abteilung der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde.

Schriften (Auswahl)

  • Johann Albert Dinnies: Nachrichten von seinem Leben und seinen Schriften. Löffler, Stralsund 1827
  • Geschichte des Magistrates der Stadt Stralsund. Löffler, Stralsund 1837 (Digitalisat)
  • Schill’s letzte Tage. Stralsund 1859

Literatur

Weblinks


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