Ostkarpatische Operation


Ostkarpatische Operation

Die Ostkarpatische Operation (russisch Восточно-Карпатская операция) war eine Angriffsoperation der Roten Armee während des Zweiten Weltkrieges, die vom 8. September bis zum 28. November 1944 durchgeführt wurde.

Ein Monument der Schlacht am Dukla-Pass
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges in Kranowitz

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Nachdem am 29. August 1944 der Slowakische Nationalaufstand begonnen hatte, forderten die tschechoslowakische Militärkomission sowie die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei die sowjetische Regierung zur Unterstützung auf.

Truppenstärke

Die 1. Ukrainische Front unter Konew zusammen mit der 4. Ukrainischen Front unter Iwan Jefimowitsch Petrow hatte eine Stärke von 246.000 Soldaten, 5.140 Geschützen, 322 Panzern und 1.165 Flugzeugen. Ihnen gegenüber stand die deutsche Armeegruppe Heinrici, bestehend aus der 1. Panzerarmee und der 1. Ungarischen Armee, die zusammen eine Stärke von etwa 300.000 Soldaten, 3.250 Geschützen, 100 Panzern und 450 Flugzeugen aufwiesen.

Verlauf

Die Operation bestand aus zwei Unteroperationen, der Karpaten-Dukliner Operation und der Karpaten-Uschgoroder Operation.

Die Vorbereitungen für die Karpaten-Dukliner Operation erfolgten sehr kurzfristig, um den Slowakischen Aufstand zu unterstützen. Besonders hart wurde der Duklapass umkämpft, der am 6. Oktober genommen wurde. In den zwei Monate andauernden Kämpfen gelang der 1. Ukrainischen Front nur ein 30–35 km tiefer Einbruch in die deutsch-ungarische Front.

Die Karpaten-Uschgoroder Operation, die von der 4. Ukrainischen Front durchgeführt wurde, begann mit der Debrecener Operation der 2. Ukrainischen Front. Die Truppen kamen bis zum Durchbruch der 2. Ukrainische Front bei Debrecen nur langsam voran. Am 26. Oktober fiel Mukatschewe, am 27. Oktober Uschhorod, am 29. Oktober Tschop, womit sich die 4. Ukrainische Front mit der 2. Ukrainischen Front vereinigte.

Verluste und Folgen

Die Rote Armee zerschlug sechs Divisionen der Achsenmächte, [1] nahm 31.600 Gefangene, [2] eroberte fast die ganze Karpatenukraine und betrat zum ersten Mal die Tschechoslowakei. Sie erbeutete nach eigenen Angaben 912 Geschütze und 40 Panzer und verlor dabei offiziell 126.211 Soldaten (davon 26.843 Tote)[3], ferner 478 Panzer und Sturmgeschütze, 962 Geschütze und 192 Flugzeuge [4]. Die Verluste des 1. Tschechoslowakischen Korps betrugen 5.699 Mann (1.630 Tote). [5] Diese Offensive half dem Slowakischen Nationalaufstand und den sowjetischen Truppen in Ungarn, weil sie deutsche und ungarische Truppen band.

Einzelnachweise

  1. J.N. Lubchenkow "Die 100 größten Schlachten des Zweiten Weltkrieges" Verlag "Wetsche" 2005 S. 309
  2. http://militera.lib.ru/memo/russian/konev/07.html
  3. http://www.soldat.ru/doc/casualties/book/chapter5_10_1.html#5_10_39
  4. G.F. Krivosheev: Soviet Casualties and Combat Losses in the Twentieth Century. London 1997, S. 263.
  5. http://www.soldat.ru/doc/casualties/book/chapter5_10_1.html#5_10_39

Weblinks

 Commons: Ostkarpatische Operation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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