Tracy McGrady

Tracy McGrady
Basketballspieler
Tracy McGrady
TracyMcGrady.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Tracy Lamar McGrady Jr.
Spitzname T-Mac, Big Sleep
Geburtstag 24. Mai 1979
Geburtsort Bartow, Vereinigte Staaten
Größe 203 cm
Position Shooting Guard /
Small Forward
NBA Draft 1997, 9. Pick, Toronto Raptors
Vereinsinformationen
Verein Detroit Pistons
Liga NBA
Trikotnummer 1
Vereine als Aktiver
1997–2000 KanadaKanada Toronto Raptors
2000–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Orlando Magic
2004–2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Houston Rockets
000 0 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York Knicks
Seit002010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Detroit Pistons
Nationalmannschaft1
000002003 Vereinigte Staaten 10 Spiele[1]

Tracy Lamar McGrady Jr. (* 24. Mai 1979 in Bartow, Florida), genannt T-Mac oder auch Big Sleep (weil er wegen seiner stark herunterhängenden Augenlider immer verschlafen wirkt), ist ein US-amerikanischer Basketballspieler, der zurzeit bei den Detroit Pistons aktiv ist.

Inhaltsverzeichnis

NBA Karriere

Toronto Raptors (1997–2000)

Tracy McGrady wurde als neunter Pick in der ersten Runde des NBA-Draft 1997 von den Toronto Raptors gewählt.

In seinen ersten beiden Jahren bei den Toronto Raptors lag sein Punktedurchschnitt unter 10 Punkten pro Spiel was hauptsächlich daran lag, dass er nicht in der Startaufstellung stand. In der Saison 1998/99 spielte er mit seinem Cousin Vince Carter zusammen, der in diesem Jahr zum Rookie of the Year, oder auf deutsch zum besten Neuzugang der Liga, gewählt wurde. Tracy McGrady schaffte seinen persönlichen Durchbruch in der NBA in der Saison 1999/2000. Er begann 34 von 79 Spielen in der Startaufstellung und erzielte durchschnittlich 15.4 Punkte pro Spiel. In dem selben Jahr nahm er auch am Slam Dunk Contest teil und beendete ihn auf dem dritten Platz hinter Vince Carter und Steve Francis. Ebenfalls in der Saison 1999/2000 gelang es Tracy McGardy und Vince Carter die Toronto Raptors zum ersten Mal in ihrer Teamgeschichte in die NBA-Playoffs zu führen. Sie unterlagen jedoch in der ersten Runde in drei Spielen gegen die New York Knicks. Nach der Saison wurde Tracy McGrady, der bei den Toronto Raptors im Schatten seines Cousins Vince Carter stand, ein sogenannter "Free Agent" (= ein Spieler ohne Vertrag). Er hatte Interesse daran geäußert, in der Nähe seiner Familie und Freunde in seinem Heimatstaat Florida spielen zu wollen.

Orlando Magic (2000–2004)

Am 3. August 2000 wurde Tracy McGrady in einem so genannten "Sign-and-Trade"-Deal (Tausch eines "vertraglosen" Spielers, dessen neues Team die Rechte an ihm erhält und ihn zuerst unter Vertrag nehmen kann) für einen First-Round-Pick zu den Orlando Magic getauscht. In Orlando spielte er mit Grant Hill, einem der damals besten Guards der NBA, zusammen. Grant Hill zog sich jedoch eine Knöchelverletzung zu und konnte nur vier Spiele in der Saison 2000/01 absolvieren wodurch Tracy McGrady die Chance bekam das Team anzuführen. Dies führte zu seiner ersten Teilnahme als Starter für die Eastern Conference in einem All-Star-Game. Als Belohnung für seinen Durchbruch wurde ihm am Ende der Saison der NBA Most Improved Player Award zuerkannt - eine Auszeichnung für den Spieler, der sich ligaweit am meisten im Vergleich zum Vorjahr steigern konnte. Trotz McGrady's Steigerung verloren die Orlando Magic in der ersten Runde der NBA-Playoffs 2000/01 gegen die Milwaukee Bucks.

In der folgenden Saison ließ McGradys Leistung nicht nach. Während Grant Hill nach wie vor mit Verletzungen zu kämpfen hatte, wurden die Orlando Magic zu einer "Ein-Mann-Armee". Tracy McGrady wurde erneut in das NBA All-Star Game gewählt und am Ende der Saison ebenfalls in das All-NBA First Team. Sein Punkteschnitt in dieser Saison lag bei 26 Punkten pro Spiel. Zum Saisonende reichte es erneut nicht für die zweite Runde der NBA Playoffs, da die Orlando Magic sich in der ersten Runde den Charlotte Hornets geschlagen geben mussten.

In der Saison 2002/03 konnte Tracy McGrady seinen Punktedurchschnitt auf 32.1 Punkte pro Spiel erhöhen und sicherte sich somit auch den NBA Scoring-Titel, die Auszeichnung für den Spieler mit dem höchsten Punkteschnitt der Saison. Er war der jüngste Spieler seit der Verschmelzung der NBA mit der ABA, der diese Auszeichnung erringen konnte. Trotz dieser persönlichen Bestleistungen reichte es ein weiteres Mal nicht für die zweite Runde der NBA Playoffs. Die Orlando Magic hatten in der ersten Runde der NBA-Playoffs der Saison 2002/03 eine 3-1 Führung in der Best-of-seven-Serie gegen die Detroit Pistons herausgespielt, verloren jedoch die folgenden drei Spiele und die Orlando Magic erreichten ein weiteres Mal nicht die zweite Runde der NBA-Playoffs.

In der Saison 2003/04 gewann Tracy McGrady erneut den NBA Scoring Titel mit einem Punktedurchschnitt von 28 Punkten pro Spiel und erzielte im selben Jahr, am 10. März 2004, seine Karrierebestleistung von 62 Punkten in einem Spiel gegen die Washington Wizards. Mit dieser Leistung wurde er zum erst vierten Spieler in den letzten 12 Jahren, dem es gelang über 60 Punkte in einem Spiel zu erzielen.

Houston Rockets (2004–2010)

Am 29. Juni 2004 wurden Tracy McGrady, Juwan Howard, Tyronn Lue und Reece Gaines in einem Sieben-Spieler-Trade zu den Houston Rockets geschickt. Für diese vier Spieler erhielten die Orlando Magic Steve Francis, Cuttino Mobley und Kelvin Cato. Mit seinem neuen Teamkameraden Yao Ming beendete Tracy McGrady die Saison 2004/05 auf dem fünften Platz in der Western Conference. Am 9. Dezember 2004 erzielte McGrady 13 Punkte in den letzten 33 Sekunden in einem Spiel gegen die San Antonio Spurs, indem er vier aufeinanderfolgende Dreier (obwohl er in einem Fall sogar während des Wurfs gefoult worden war) verwandelte. Durch seinen Einsatz konnten die Houston Rockets dieses Spiel mit 81-80 für sich entscheiden.[2] Obwohl er in den NBA-Playoffs dieser Saison (2004/05) einen Schnitt von 30.7 Punkten, 7.4 Rebounds und 6.7 Assists erzielen konnte, reichte es erneut nicht für die zweite Runde. Die Houston Rockets mussten sich in sieben Spielen den Dallas Mavericks geschlagen geben.

Zu Beginn der Saison 2005/06 verpasste Tracy McGrady acht Spiele wegen Krämpfen im Rücken. Am 8. Januar 2006 musste er aufgrund von starken Rückenschmerzen in der Halbzeit eines Spiels gegen die Denver Nuggets in ein Krankenhaus gebracht werden. Trotz dieser mehrfachen Verletzungen wurde er erneut in das All-Star Game gewählt.

Die Saison 2006/07 begann ähnlich wie die vorhergehende. Tracy McGrady musste sieben Spiele mit Rückenkrämpfen aussetzen. Yao Ming war in dieser Zeit die erste Option der Houston Rockets, musste aber selbst aufgrund einer schweren Beinverletzung pausieren. Tracy McGrady verbesserte sich in der Zeit stark und etablierte sich erneut als einer der besten Spieler der NBA, indem er die Houston Rockets zum fünften Platz in der Western Conference führte. Am 29. Dezember 2006 wurde er zum drittjüngsten Spieler in der Geschichte der NBA, der in seiner Karriere 14.000 Punkte und 4.000 Rebounds erzielte.[3] In den Playoffs verloren die Houston Rockets erneut in der ersten Runde in sieben Spielen, diesmal gegen die Utah Jazz.[4] Vor dieser Serie hat Tracy McGrady in einem Interview verlautbart, dass es dieses Mal "an ihm" liegen würde, wenn sie es nicht schaffen würden die erste Runde für sich zu entscheiden.

In der Saison 2007/08 hatten die Houston Rockets mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Yao Ming war bis Februar 2008 nicht einsatzbereit. Trotz dieser zahlreichen Verletzungsprobleme schafften es die Houston Rockets zu einem Zeitpunkt der Saison 22 aufeinanderfolgende Spiele für sich zu entscheiden. In diesem Jahr verloren die Houston Rockets erneut gegen die Utah Jazz in der ersten Runde der NBA-Playoffs, diesmal in sechs Spielen. Trotz mehrerer leichter Verletzungen verzeichnete Tracy McGrady im sechsten Spiel dieser Serie 40 Punkte und 10 Rebounds für sich, doch dies war nicht genug.[5]

Im Mai 2008 wurde Tracy McGrady sowohl an seiner linken Schulter als auch an seinem linken Knie operiert.[6] Am 18. Februar 2009 verkündete Tracy McGrady auf seiner Homepage, dass es erneut am linken Knie operiert werden und damit den Rest der Saison 2008/09 verpassen würde.[7] Obwohl die Houston Rockets auf Tracy McGrady verzichten mussten, bezwangen sie in der ersten Runde der NBA-Playoffs die Portland Trail Blazers mit 4-2. In der zweiten Runde mussten sie sich jedoch in sieben Spielen den Los Angeles Lakers geschlagen geben, die in weiterer Folge die NBA-Playoffs für sich entschieden.

Tracy McGrady konnte aufgrund von diversen Verletzungen in der Saison 2009/10 nur sechs Spiele im Trikot der Houston Rockets absolvieren, bevor er am 18. Februar 2010 zu den New York Knicks getradet wurde.

New York Knicks (2010)

Tracy McGrady wurde im Rahmen eines drei Teams umfassenden Trades von den Houston Rockets an die New York Knicks weitergegeben.[8] Am 20. Februar 2010 gab er sein Debüt in einem Trikot der New York Knicks im Spiel gegen die Oklahoma City Thunder im Madison Square Garden in New York. Er erzielte 26 Punkte, fünf Assists und vier Rebounds in 32 Minuten, allerdings verloren die New York Knicks das Spiel in der Verlängerung.[9]

Detroit Pistons (2010–heute)

Am 16. August 2010 unterzeichnete Tracy McGrady einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Detroit Pistons.[10] Am 14. Januar 2011 erzielte er seine persönliche Saison-Bestleistung von 22 Punkten in einem 101-95 Sieg gegen die Toronto Raptors.[11]

Persönliches

Tracy McGrady und seine Ehefrau CleRenda Harris haben am 12. September 2006 in Mexiko geheiratet und haben vier gemeinsame Kinder: zwei Töchter (Layla Clarice und Laycee Aloe) und zwei Söhne (Laymen Lamar und Layden).

Tracy McGrady reiste im Rahmen des "ENOUGH"-Projekts in den Tschad zu verschiedenen Flüchtlingslager von Menschen aus Darfur. Er setzt sich aktiv dafür ein, dass die Schulen in diesen Flüchtlingslagern Partnerschulen in den Vereinigten Staaten von Amerika bekommen und einander fördern.[12] 2009 hat er seine Trikotnummer zur #3 geändert um seinen humanitären Einsatz in der Region Darfur im Sudan als auch einen Dokumentarfilm über einen seiner Besuch eines solchen Camps festzuhalten. Die Dokumentation heißt "3 Points".[13]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. usabasketball.com - All-Time USA Basketball Men's Roster // M
  2. McGrady’s Big Finish Sends Rockets Past Spurs, nba.com. 9. Dezember 2004. 
  3. Tracy McGrady Info Page - Bio, nba.com, Stand: 18. Januar 2011.
  4. Jazz deliver Rockets first franchise Game 7 loss at home, ESPN.com. 5. Mai 2007. Abgerufen am 18. Januar 2011. 
  5. Third-quarter surge sends Jazz into Western Conference semis, Associated Press. May 2, 2008. 
  6. McGrady undergoes arthroscopic surgery on shoulder, knee, Associated Press. May 2, 2008. 
  7. Chris Duncan: McGrady verpasst restliche Saison, Associated Press. February 18, 2009. 
  8. Knicks Acquire Seven-Time All-Star Tracy McGrady. nba.com (18. Februar 2010). Abgerufen am 18. Januar 2011.
  9. Durant, Thunder spoil McGrady’s Knicks debut. sports.yahoo.com (20. Februar 2010). Abgerufen am 18. Januar 2011.
  10. Pistons Sign Free Agent Guard/Forward Tracy McGrady
  11. McGrady erzielt 22 Punkte in Sieg gegen früheres Team
  12. McGrady wird über Darfur berichten
  13. http://sports.espn.go.com/nba/news/story?id=4324833

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