Kloster Weihenstephan

Kloster Weihenstephan
Kloster Weihenstephan, Kupferstich von Michael Wening in Topographia Bavariae, um 1700
Kloster Weihenstephan mit der Kapelle St. Korbinian am Südhang. Kupferstich von J. A. Zimmermann, 1767, Ausschnitt
Kloster Weihenstephan, Blick vom Domberg in Freising, 2007
Der Heiligen Leben Winterteil, Seite aus einer Handschrift aus dem Benediktinerstift Weihenstephan, vermutlich um 1475, Bayerische Staatsbibliothek, München

Das Kloster Weihenstephan ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner und früheres Säkularkanonikerstift im Bistum Freising in Freising in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das zuerst Sankt Veit, später Sankt Stephan und Sankt Michael geweihte Kloster wurde um das Jahr 830 durch den Freisinger Bischof Hitto von Freising auf dem „Weihenstephaner Berg“ gegründet.

Um 1020 lebten hier Säkularkanoniker („weltgeistliche Chorherren“); diese versetzte der Freisinger Bischof Egilbert von Moosburg in das um 833 gegründete, damals verödete Freisinger Kloster Sankt Veit und ersetzte sie durch Benediktinermönche aus dem Moosburger Kloster St. Kastulus.

Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde die Abtei 1803 aufgelöst; 1810 wurde die zur Pfarrkirche erhobene Abteikirche abgebrochen.

Gebäude und Stallungen, Felder und Wälder des säkularisierten Klosters wurden verkauft bzw. der im Herbst 1803 aus München übergesiedelten Forstschule und einem neu gegründeten „Musterlandwirtschaftsbetrieb“ übertragen. Mit der Verwaltung des ehemaligen Klostergutes wurde Max Schönleutner beauftragt, der an der forst- und landwirtschaftlichen Schule auch als Lehrer wirkte.

1807 musste der Betrieb beider Schulen eingestellt werden, da viele Schüler und Lehrer am Feldzug des mit Napoleon Bonaparte verbündeten Bayerns gegen Preußen und Russland teilnahmen, von dem nur wenige zurückkehren sollten.

1852 wurde die Landwirtschaftsschule erneut nach Weihenstephan verlegt und 1895 zur „Akademie für Landwirtschaft“ erhoben; diese war die Keimzelle der heutigen Einrichtungen der Technischen Universität München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising.

Äbte[1]

1. Gerhardus (1021-1022)
2. Arnoldus (1022-1041)
3. Dietfriedus (1041-1047)
4. Heinricus I. (1047-1062)
5. Beringerus (1062-1064)
6. Hagano oder Hartwicus (1064-1080)
7. Heinricus II. (1080-1082)
8. Erchangerus (1082-1096)
9. Pabo (1096-1097 und 1099-1114), zwischenzeitlich: Erchangerus
10. Meginhardus I. (1116-1138)
11. Sigmarus (1138–1147)
12. Guntherus (1147-1156)
13. Rapoto (1156-1172)
14. Siboto (1172-1174)
15. Reginpoto (1174-1182)
16. Altunus (1182–1197)
17. Eberhardus (1197-1219)
18. Meginhardus II. (1219-1224)
19. Ulricus I. (1224-1226)
20. Ulricus II. (1226-1251)
21. Heinricus III. (1251-1254)
22. Ulricus III. (1254-1256)
23. Ludovicus (1256-1261)
24. Conradus I. (1261-1300)
25. Conradus II. (1300-1312)
26. Heinricus III. (1312-131?)
27. Walterus (131?-1319)
28. Conradus III. (1319-1328)
29. Conradus IV. (1328-1331)
30. Marcwardus (1331-1367)
31. Gallus (1367- um 1370)
32. Albertus (um 1370-1378)
33. Ulricus IV. Minebeck (1378)
(-) Verwalter: Albertus (1378-1380)
34. Leonhardus I. (1380–1415)
35. Fridericus (1415-1416)
36. Eberhardus II. (1416–1448)
37. Johannes (1448–1481)
38. Leonhardus II. (1481-1484)
39. Christophorus I. (1484-um 1487; gest. 1507)
40. Wolfgang (um 1487-1495)
41. Antonius (1495-1508)
42. Benedictus I. (1508-1520)
43. Thomas (1520–1553)
44. Christophorus II. (1553-1563)
45. Kaspar Fras (1563–1576)
46. Paulus (1576-1579)
47. Benedictus II. (1579-1600)
48. Sixtus (1600-1618)
49. Christophorus (1618)
50. Georg Tanner (1618–nach 1645)
51. Romanus (1645-1649)
52. Gregorius (1649-1674)
53. Benediktus III. (1674–1705)
54. Ildefons Huber (1705–1749)
55. Michael Renz (1749–1761)
56. Innozenz Völkl (1761–1769)
57. Gerhard II. Bartl (1769–1803)

Einzelnachweise

  1. Äbteverzeichnis (bis 1767) laut: Monumenta Boica , Band 9 (1767), S. 347-350 Google Books. Abgerufen am 10. Mai 2011

Siehe auch

Literatur

Weblinks

48.39513888888911.728333333333

Wikimedia Foundation.

См. также в других словарях:

  • Weihenstephan — und Kloster Weihenstephan, Blick vom Domberg in Freising, 2007 Weihenstephan ist ein Stadtteil auf dem nach der Abtei Weihenstephan benannten „Weihenstephaner Berg“. Der Ortsteil liegt im Westen der Großen Kreisstadt Freising in Oberbayern …   Deutsch Wikipedia

  • Weihenstephan Abbey — (Kloster Weihenstephan ) was a Benedictine monastery in Freising in Bavaria, Germany.MonasterySaint Corbinian, whose arrival in Freising is dated at around 720, founded a church of Saint Stephen here, with a monk s cell attached to it, which… …   Wikipedia

  • Weihenstephan (Begriffsklärung) — Weihenstephan bezeichnet: Weihenstephan, Ortsteil der Stadt Freising, Landkreis Freising, Bayern Kloster Weihenstephan, ehemalige Benediktinerabtei Hochschule Weihenstephan Triesdorf Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung… …   Deutsch Wikipedia

  • Weihenstephan (Stadtteil) — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Klöster und Kirchen in Bayern — Liste der Klöster und Stifte in Bayern A Abenberg (Diözese Eichstätt) Kloster Marienburg: (Augustinerchorfrauen) Abensberg (Diözese Regensburg) Ehemaliges Kloster Abensberg: (Karmeliten) Aldersbach ( …   Deutsch Wikipedia

  • Kloster Sankt Veit Freising — St. Veit ist ein ehemaliges Kollegiatstift in Freising in Bayern in der Diözese München und Freising. Es lag zwischen der Kernstadt Freising und dem Kloster Weihenstephan auf einem Hügel. Geschichte Das St. Veit geweihte Stift wurde durch Bischof …   Deutsch Wikipedia

  • Kloster Plankstetten — Das Kloster Plankstetten ist ein Kloster der Benediktiner in der Diözese Eichstätt. Es liegt südlich von Neumarkt in der Oberpfalz im gleichnamigen Ort Plankstetten, einem Ortsteil von Berching. Die Abtei gehört der Bayerischen… …   Deutsch Wikipedia

  • Kloster Rott — am Inn Das Kloster Rott ist ein ehemaliges Kloster der Benediktiner in Rott am Inn in Bayern in der Diözese Freising. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Kloster Neustift Freising — Das Kloster Neustift Freising ist eine ehemalige Abtei der Prämonstratenser in Freising in Bayern in der Diözese München und Freising. Geschichte Das St. Peter und Paul geweihte Kloster wurde 1141 durch Bischof Otto I. von Freising mit… …   Deutsch Wikipedia

  • Kloster Weltenburg — Das Kloster Weltenburg ist eine Abtei der Benediktiner in Weltenburg, einem Ortsteil von Kelheim an der Donau. Es liegt oberhalb des Donaudurchbruchs in einer Donau Schlinge. Die Abtei gehört der Bayerischen Benediktinerkongregation an. Kloster… …   Deutsch Wikipedia


Поделиться ссылкой на выделенное

Прямая ссылка:
Нажмите правой клавишей мыши и выберите «Копировать ссылку»