Liste von Persönlichkeiten der Stadt Aue


Liste von Persönlichkeiten der Stadt Aue

Die Liste der Persönlichkeiten der Stadt Aue enthält Namen von Frauen und Männern, die für die Stadt und die Stadtgeschichte von Aue wichtig sind, die also vor Ort gewirkt haben oder deren Person eng mit der Stadt verbunden wird.

Inhaltsverzeichnis

Ehrenbürger

[in Klammern: Verleihungsjahr]

Aktuell

Die Ehrenbürgerschaft erlischt mit dem Tod der geehrten Person. Deshalb gibt es in Aue zur Zeit (Stand Mai 2009) die folgenden drei Ehrenbürger:

  • Alexander Bauer (* 1916), von 1944 bis 1972 Komplementär und auch später erfolgreicher Leiter der Weberei Curt Bauer KG
  • Peter Koch (* 1942), Geschäftsführer der Nickelhütte Aue GmbH [1] [2005]
  • Erhard Wild, Betriebsdirektor des Betriebes für Bergbauausrüstungen (BBA)[2]
Historische Ehrenbürger

– alphabetisch –

  • Kurt Baumann (1899– ?), Mitglied des Antifaschistischen Aktionsausschusses vom 9.–24.Mai 1945[3]
  • Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler. Ihm zu Ehren wurde im Stadtpark eine Bismarckeiche gepflanzt und ein Bismarckstein errichtet.[4] [1. April 1895]
  • Julius Bochmann (1832–1918), Baumeister und Besitzer einer Eisengießerei in Aue, Stadtrat und Vizebürgermeister von Aue, Mitglied des Sächsischen Landtags [1902]
  • Ernst Dörfel (1889– ?), Kommunist, organisierte am 20. Mai 1945 das erste größere Treffen der späteren Ortsgruppe der SPD; Stifter der Thälmann-Büste[5] [1962]
  • Max Ebert (1893– ?), Erster Bürgermeister 1950 und Stadtrat der CDU [1962]
  • Friedrich Wilhelm Gantenberg (1848–1924), Gründer und Besitzer einer Wäschereifabrik; [1920][5]
  • Arthur Günther (1895–1969), Antifaschist, Gewerkschaftsfunktionär. Nicht identisch mit dem namensgleichen Heimatforscher und -dichter, nach ihm ist eine „Hutzen Stube“ des Erzgebirgszweigvereins Schneeberg-Neustädtel benannt[6] , 1965 auch Ehrenbürger der Stadt Schneeberg[7]
  • Hermann Graf (1892– ? ), Mitglied des Antifaschistischen Aktionsausschusses im Juni 1945 [8]; für drei Monate kommissarischer Bürgermeister von Aue, später Leiter des Personalamtes[5]
  • Fritz Haupt (1880–1968), LDPD-Stadtrat [1962]
  • Gustav Hiltmann (1850–1931), Mitbesitzer der Firma Hiltmann & Lorenz (HILO), Stadtrat und Stadtverordneter [1920]
  • Karl Emil Hutschenreuther, Sohn von Carl Friedrich Hutschenreuther, Besteckfabrikant [1936][5]
  • Käthe Knobloch (1904–2002), unterstützte in der NS-Zeit Regimegegner und eine jüdische Familie, danach Stadträtin; hat das Stadtarchiv aufgebaut und sich für den Ausbau des Gesundheitswesens in Aue eingesetzt[5]; [1964]
  • Ernst August Papst (1843–1921), Besitzer einer Fabrik für Hauswirtschaftsgeräte und später für Spulen für die Tuchmacherei; gründete 1862 den Allgemeinen Turnverein und 1870 die Freiwillige Feuerwehr in Aue und stiftete einen größeren Betrag zur Erhaltung des Bürgerheims (ehemaliges Huthaus der Weißerdenzeche); Ehrengrab auf dem St. Nicolai-Kirchhof; eine Straße in Aue trug seinen Namen[9] [1913]
  • Helene (Lene) Scheffler (1907–1971), Kaufmännische Angestellte und seit 1927 Mitglied der KPD, 1932 Stadtverordnete, 1933-1936 wegen Hochverrat im Zuchthaus Waldheim, 1937–1944 im Konzentrationslager eingekerkert; ab 12. Mai 1945 in den Antifa-Ausschuss Schwarzenberg berufen[10]; Frau des 1. Landrats Ernst Scheffler[5]
  • Emil Schuster (1926– ? ), Bürgermeister 1956-1970
  • Paul Selbmann (1878–1954), Druckereibesitzer, Mitbegründer und langjähriges Mitglied des Vorstandes des Kulturbundes in Aue
  • Siegfried Sieber (1885–1977), Pädagoge, Schriftsteller und Heimatforscher [1973]
  • Emil Teubner (1877–1958), Holzschnitzer und Bildhauer
  • Hans Teubner (1902–1992), Glasmaler, Journalist und Widerstandskämpfer
  • Kurt Teubner (1903–1990), Maler und Grafiker, organisierte 1945 die erste Ausstellung Befreite Kunst mit antifaschistischen einheimischen Kunstschaffenden und Mitbegründer des Kulturbundes[5], [1978]
  • Max Wenzel (1879–1946), erzgebirgischer Mundartdichter[11]; nach ihm ist in der Stadt Ehrenfriedersdorf eine Straße benannt [1962]

Söhne und Töchter der Stadt

– alphabetisch -

  • Thomas Colditz (* 1957), CDU-Politiker, Mitglied des Sächsischen Landtages
  • Ines Eck (* 1956), Journalistin, Kulturmanagerin, Autorin, Künstlerin
  • Martin Flämig (1913–1998), Kreuzkantor in Dresden
  • Albert Gessner (1868–1953), Architekt mit Bauten in Aue, in Berlin und anderen Orten[12]
  • Thomas Grimm (* 1954), Filmemacher
  • Manfred Hambeck (* 1938), ehemaliger Fußballtorhüter
  • Peter Harbauer (* 1938), Politiker (SPD)
  • Harald Heilmann (* 1924), Komponist
  • Gerhard Hirsch (1928–1995), Neulehrer an der Dürerschule, Gründer und Leiter eines Volkskunstkollektivs, aus dem der spätere Blema-Chor hervorging
  • Carl Erdmann Kircheis (1830–1894), Unternehmer der Blechbearbeitungsindustrie
  • Heinz-Günter Kraus (* 1945), Physiker und Politiker (CDU)
  • Maximilian Mehnert (1861–1941), deutscher Politiker, MdL
  • Melchior Lotter der Ältere (1470–1549), Buchdrucker und Verleger
  • Hans Mehlhorn (1900–1983), deutscher Bobfahrer
  • Paul Mehnert (1852–1922), Politiker, Präsident der II. Kammer des Sächsischen Landtags, Besitzer des Ritterguts Klösterlein
  • Paul Reich (1925–2009), Bildhauer
  • Dieter Rudorf (* 1938), Politiker (SPD)
  • Helmut Schmidt-Kirstein (1909–1985), Künstler (Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken) und Hochschullehrer[13]
  • Dietmar Vettermann (* 1957), ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Zwickau
  • Hans Weiß (1914–1984), Grafiker und Kunstmaler

Weitere Personen, die mit Aue in Verbindung stehen

– alphabetisch –

  • Hannelore Anke (* 1958), Schwimmerin, zweifache Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976
  • Hermann Baranowski (1884–1940), Lagerkommandant von zwei Konzentrationslagern, starb hier
  • Alwin Bauer (1856–1928), Mitbegründer der Baumwollweberei S. Wolle, der späteren Weberei Curt Bauer, deutscher nationalliberaler Politiker, MdL (Königreich Sachsen)
  • Curt Bauer (1880–1944), Auer Textilunternehmer in der Baumwollweberei S. Wolle, der späteren Weberei Curt Bauer
  • Gert Bauer (* 1962), Auer Textilunternehmer in der Weberei Curt Bauer
  • Michael Bauer (* 1954), Auer Textilunternehmer in der Weberei Curt Bauer
  • Edmund Becher, Besitzer der „Bechergüter“
  • Richard Beck (1858–1919), Geologe und Lagerstättenforscher
  • Manfred Blechschmidt (* 1923), Heimat- und Mundartschriftsteller
  • Rudolf Bochmann (1877–1952), Gründer der Eisengießerei Aue
  • Johannes Caßler (1853–1914), Textilunternehmer
  • Peter Paul Gaedt (1867–1948), ab 1936 Leiter der Besteckfabrik Wellner
  • Ernst August Geitner (1783–1852), Chemiker, Arzt, Botaniker und Erfinder des Argentans, gründete 1829 die Argentanfabrik Auerhammer, den Vorgänger der heutigen Auerhammer Metallwerk GmbH, und legte damit den Grundstock für die Entwicklung der Stadt zu einem Zentrum der Herstellung von metallenem Tafelgeschirr
  • Hans Geuthner (–), Antifaschist
  • Ernst Gessner (auch Geßner geschrieben) (1826–1897), Begründer des Maschinenbaus in Aue, nach ihm war der heutige Postplatz benannt
  • Hans Görges (1859–1946), Physiker, verbrachte seinen Lebensabend in Aue
  • Otto Hasse (1882–1945), Stadtbaurat
  • Ernst Hecker
  • Bernhard Hiltmann (1853–1919), Gründer und Leiter einer Spezialfabrik für Stanz- und Schnittwerkzeuge
  • Carl Alexander Hoffmann (um 1860–?), Gründer einer Spezialfabrik für Sägegatter und Holzbearbeitungsmaschinen
  • Helmut Humann (1922–1996), Kunstmaler
  • Carl Friedrich Hutschenreuther, (–), Schwiegersohn von Christian Gottlieb Wellner und Gründer von C. F. Hutschenreuther & Co., Fabrik für Alpacca und Alpaccaversilberte Tafelbestecke
  • Wolfgang Kaden (* 23. Januar 1927), Entwickler der ersten künstlichen Niere der DDR (1964)[14]
  • Adolph Lange (1815–1898), Unternehmer und Politiker, MdL, Schwiegersohn von Ernst August Geitner
  • Gustav Albert Lange (1846–1918), Unternehmer, Geheimer Kommerzienrat und Politiker, MdL
  • Louis Otto Leonhardt (1829–1909), Gastwirt
  • Bernhard Lorenz (1850–1934), Mitbegründer der Firma Hiltmann & Lorenz: vom Blechspielzeug zur Werkzeugfabrik
  • Erdmann Louis Lorenz (1851–1911), Hotelbesitzer
  • Karl Mehnert (1811–1885), deutscher Politiker, MdL, Besitzer des Ritterguts Klösterlein
  • Helmut Neef, um 1960 Lehrer und Direktor eines Gymnasiums in Aue, danach Professor an der Parteihochschule des ZK der SED. Autor bzw. Mitautor folgender Veröffentlichungen Revolutionäre Traditionen des Kampfes der Arbeiter in Aue und Umgebung (1971, abgedruckt in den "Sächsischen Heimatblättern"), 1173-1973 Aue. Eine Stadt und ihre Bürger[15]
  • Ernst Albin Pilling (1857–1938), Gründer des Pillingschen Sanatoriums
  • Franz Pillmayer (1897–1939), NSDAP-Kreisleiter und Oberbürgermeister
  • Max Poepel (1896–1966), stellvertretender Bürgermeister von Aue, dem es gelang, 1945 die von der deutschen Wehrmacht vorbereitete Sprengung aller Brücken zu verhindern
  • Ernst Scheffler (1891–1954), Politiker (KPD/SED), starb in Aue, das Krankenhaus trug seinen Namen
  • Rosina Schnorr, leitete das Blaufarbenwerk nach der Verschleppung ihres Mannes
  • Veit Hans Schnorr d.Ä. (1614–1664), Gründer des Blaufarbenwerks Niederpfannenstiel und Besitzer des Auerhammers
  • Veit Hans Schnorr von Carolsfeld (1644–1715), Besitzer des Auerhammers, des Blaufarbenwerks Niederpfannenstiel und Gründer von Carlsfeld
  • Otto von Stein (1862–1932), Lehrer an der Deutschen Fachschule für Blechbearbeitung in Aue
  • Christian Gottlieb Wellner (1795–1857), Gründer der ersten Besteckfabrik Wellner
  • Carl August Wellner (1824–1909), Sohn von Christian Gottlieb Wellner, Erweiterung der Besteckfabrik Wellner
  • Clemens Winkler (1838–1904), Chemiker, Entdecker des chemischen Elements Germanium, verbrachte im heutigen Ortsteil Niederpfannenstiel seine Jugend, das Auer Gymnasium ist nach ihm benannt

Einzelnachweise

  1. Homepage der Stadtverwaltung
  2. Infos über BBA
  3. [1] Die Aktivisten der ersten Stunde. Die Antifa 1945 in der sowjetischen Besatzungszone zwischen Besatzungsmacht und Exil-KPD, Dissertation von Jeanette Michelmann, PDF, abgerufen am 13. März 2009]
  4. Aue im Spiegel historischer Bilder; Industrie- und Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert, Geiger Verlag Horb am Neckar, 1991, ISBN 3-89264-540-X; Seite 72
  5. a b c d e f g schriftliche Informationen von Jana Hecker, Pressereferentin der Stadtverwaltung Aue vom Mai 2009
  6. „Schneeberger Stadtanzeiger“ vom 15. April 2003; abgerufen am 13. März 2009
  7. Infobroschüre von Schneeberg, PDF; abgerufen am 13. März 2009
  8. Darstellung bei "Freie Republik Schwarzenberg"; abgerufen am 13. März 2009
  9. Information des Leiters des Stadtmuseums, Ralf Petermann, vom Dez. 2007
  10. Homepage über die Freie Republik Schwarzenberg, abgerufen am 13. März 2009
  11. - Erzgebirgs-ABC, PDF, abgerufen am 13. März 2009
  12. Homepage AG Historismus mit einem Beitrag über Albert Gessner, abgerufen am 2. Juni 2009
  13. Homepage Kunstmarkt mit Detailangaben zu Helmut Schmidt-Kirstein; abgerufen am 13. September 2009
  14. Infoseite zum 80. Geburtstag von Professor Kaden im „Ärzteblatt Sachsen“ 2(2007), S. 77; abgerufen am 18. Mai 2009
  15. Mosaiksteine, ... S. 222

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