Balsamine (Botanik)

Balsamine (Botanik), eine sehr beliebte Sommerblume, wiewohl geruchlos. Die edle Gartenbalsamine (impatiens balsamina) ursprünglich in Indien zu Hause, gedeiht auch in unsern Gärten, wenn sie im Frühjahr gehörig vor der kalten Witterung geschützt wird. Sie blüht vom Juni bis zum September und prangt in den schönsten Farben; scharlachroth, carmoisin, violett, weiß, gesprengt und gestreift, nur muß sie vor zu großer Sonnenhitze bewahrt werden. Die wildegelbe Balsamine, Springkraut (impatiens, noli me tangere) zeichnet sich dadurch aus, daß ihre Samenschoten sich beim Reisen von selbst, oder bei der geringsten Bewegung und Berührung öffnen und den Samen wegschnellen. Man findet sie in deutschen Waldungen, häufig an Bächen und schattigen Orten in der Höhe von 3 Fuß; aber auch in Gärten, wo sie sich mit ihren zierlichen gelben, inwendig roth punktirten Blumen recht hübsch und bunt ausnimmt. Einen andern Nutzen gewährt sie durch die schöne gelbe Farbe, welche man besonders der Wolle mit dieser Blume geben kann. Wegen ihres mangelnden Geruchs drückt die Blumensprache die Eigenschaften Kaltsinn und Gelassenheit durch sie aus.

L. M.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Noli me tangere (Botanik) — Noli me tangere (Botanik), wörtlich: Rühre mich nicht an! in der Botanik eine Art der Pflanzengattung Impatiens, s. Balsamine; auch werden im Allgemeinen alle reizbaren Pflanzen, deren Blätter sich zusammenlegen, wenn man sie berührt, so genannt …   Damen Conversations Lexikon

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