Playboy (Magazin)
Playboy
Logo
Beschreibung Männer- und Lifestylemagazin
Sprache Deutsch (in D/A/CH) u.v.a.m.
Verlag Hubert Burda Media GmbH & Co. (Deutschland)
Erstausgabe 1. August 1972 (BRD) 1. Dezember 1953 (USA)
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 252.442 (verk. Auflage) Exemplare
Reichweite 1,5 % bzw. 1 Mio. Leser
Chefredakteur Florian Boitin
Herausgeber Playboy Deutschland Publishing GmbH
Geschäftsführer Jürgen Feldmann und Burkhard Graßmann
Weblink playboy.de
ISSN 0939-8546

Playboy ist ein US-amerikanisches Männermagazin, das primär für erotische Fotografie bzw. Aktfotografie bekannt ist, aber sich auch in seinen Artikeln mit verschiedensten Lifestyle-Themen beschäftigt. Herausgeber der amerikanischen Ausgabe ist das Unternehmen Playboy Enterprises, das von Hugh Hefner gegründet und später von seiner Tochter Christie Hefner geleitet wurde. Es erscheint mittlerweile jeweils als Lizenzprodukt in der Landessprache und mit eigenen Themen in über 20 Ländern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Playboy-Gründer Hugh Hefner mit zwei seiner Freundinnen (v.l. Kendra und Bridget) bei seiner Geburtstagsparty in München (2006).

Die erste Ausgabe erschien im Dezember 1953 in den Vereinigten Staaten und enthielt ein aufklappbares Blatt (Centerfold), auf dem Marilyn Monroe recht freizügig posierte, daneben eine Sherlock-Holmes-Geschichte, einen Artikel über die Dorsey-Brüder (Jimmy und Tommy) und einen Bericht über das Tisch-Design im modernen Büro. Von den 70.000 Exemplaren der Startauflage wurden 54.175 zum Preis von 0,50 US-Dollar verkauft.

Heute hat das Magazin für „Alles, was Männern Spaß macht“ allein in den Vereinigten Staaten eine Auflage von über drei Millionen Exemplaren. Hinzu kommen die jeweiligen Länderausgaben mit insgesamt 4,5 Millionen Exemplaren. Der Playboy wird in insgesamt 28 Ländern publiziert. Darunter sind neben den USA unter anderem Brasilien, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Japan, Mexiko, Niederlande, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien und Spanien.

Seit dem 3. April 2008 erscheint das Magazin auch auf den Philippinen. Gerade in Asien gibt es aufgrund der freizügigen Bilder erhebliche Proteste. So darf der Playboy in China, Malaysia und Thailand nicht verkauft werden. Auch aufgrund der massiven Proteste in Indonesien werden in der philippinischen Variante deshalb keine völlig nackten Frauen abgebildet – ein Schwerpunkt wird auf eine hohe Textqualität gelegt.[1]

Dazu gibt es noch zahlreiche Special Editions, die vorwiegend in den USA erscheinen (z. B. „Voluptuous Vixens“, „College Girls“, „Book of Lingerie“).

Ursprünglich sollte die Zeitschrift Stag Party (etwa: „Junggesellen-Party“) heißen, was aus markenrechtlichen Gründen jedoch nicht möglich war. Ein Freund des Herausgebers Hugh Hefner schlug dann den Namen Playboy vor.

Das mittlerweile weltberühmte Logo, der stilisierte Hasenkopf mit Fliege, wurde vom Designer Art Paul 1953 für die zweite Ausgabe entworfen und war seitdem auf dem Cover jeder US-Ausgabe zu sehen.

Das Playboy-Bunny – das Logo des Magazins in verschiedenen Abwandlungen

Playboy in Deutschland

Die erste deutsche Ausgabe des Playboy erschien am 1. August 1972. Zu diesem Zeitpunkt hatte die sogenannte „Sexwelle“ Deutschland erreicht und die Zeit der sexuellen Befreiung war eingeläutet.

Bis 2003 wurde die deutsche Ausgabe des Playboys durch die Bauer Verlagsgruppe publiziert. Danach übernahm Hubert Burda Media den Vertrieb und veränderte das Design des Magazins, um eine höhere Auflage zu erreichen. Seit 2006 erscheint die deutsche Ausgabe des Playboys in der Playboy Deutschland Publishing GmbH. Hauptanteilseigner an der Playboy Deutschland Publishing GmbH ist die Tomorrow Focus AG.

Nach Angaben von Hubert Burda Media beträgt die monatliche Auflage im vierten Quartal 2007 ca. 306.000 Stück, bei insgesamt zirka einer Million Lesern.

Außerdem ist Playboy auch im Internet verbreitet, dort werden Bilder, Videos und Artikel veröffentlicht. Es gibt auch ein Mitgliedschaftskonto, den "Cyberclub".

Internationale Playboy-Ausgaben

Vom Magazin Playboy gibt es aktuell 28 internationale Editionen. Das Erscheinen von neun Editionen wurde inzwischen eingestellt (Australien, Georgien, Hongkong, Indonesien, Norwegen, Schweden, Südafrika, Taiwan, Türkei). Jüngstes Mitglied in der Playboy-Gemeinde ist Portugal.

Land Ausgabezeitraum
Argentinien 1985 (JUN) – 1995 (DEZ), 2005 (DEZ) – heute
Australien 1979 (FEB) – 2000 (JAN)
Brasilien 1975 (AUG) – heute
Bulgarien 2002 (APR) – heute
Deutschland 1972 (AUG) – heute
Estland 2007 (OKT) – heute
Frankreich 1973 (NOV) – 1988 (APR), 1991 (SEP) – heute
Georgien 2007; 2008 (je sporadisch)
Griechenland 1985 (APR) – heute
Hongkong 1986 (AUG) – 1993 (OKT)
Indonesien 2006–2007
Italien 1972–2003, 2008 – heute
Japan 1975 – heute
Kolumbien 2008 (MRZ) – heute
Kroatien 1997 (FEB) – heute
Litauen 2008 – heute
Mexiko 1976–1998, 2002 – heute
Niederlande 1983 – heute
Norwegen 1998 – 1999
Philippinen 2008 – heute
Polen 1992 – heute
Portugal 2009 (APR) – heute
Rumänien 1999 – heute
Russland 1995 – heute
Schweden 1998–1999
Serbien 2004 (JAN) – heute
Slowakei 1997–2002, 2005 – heute
Slowenien 2001 – heute
Spanien 1978 (NOV) – heute
Südafrika 1993–1996
Taiwan 1990–2003
Tschechien 1991 (MAI) – heute
Türkei 1986–1995
Ukraine 2005 – heute
Ungarn 1989–1993, 1999 – heute
USA 1953 – heute
Venezuela 2006 – heute

Ausgaben in Brailleschrift

In den Jahren von 1970 bis 1985 publizierte der Verlag sein Magazin auch in Brailleschrift.[2]

Siehe auch

Literatur

  • Gretchen Edgren: Playboy-Buch. Fünfzig Jahre. Taschen-Verlag, Köln [u. a.] 2005, ISBN 3-8228-3974-4

Einzelnachweise

  1. Jürgen Schmieder: "Playboy" auf den Philippinen. "Vielleicht einen Nippel zeigen". In: Süddeutsche Zeitung vom 2. April 2008
  2. Porno in Brailleschrift - Blinde bekommen scharfe Kurven zum Anfassen, 13. April 2010, spiegel.de.

Weblinks

 Commons: Playboy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



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