24-Stunden-Rennen von Daytona

Das 24-Stunden-Rennen von Daytona wird seit 1966 auf dem Daytona International Speedway in Daytona Beach, Florida ausgetragen. Das Sportwagenrennen findet Ende Januar/Anfang Februar statt, so dass die Nacht wesentlich länger ist als Mitte Juni beim berühmteren 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Das Rennen gehört derzeit zur Grand-Am Sports Car Series und nicht zur populäreren American Le Mans Series (ALMS).

Nach dem Dreifachsieg im Jahr 1967 gegen das Konkurrenzfahrzeug GT40 von Ford hat Ferrari dem Straßensportwagen 365 GTB/4 den Beinamen Daytona gegeben.

Fahrzeuge von Porsche haben insgesamt 20-mal gewonnen, im Jahr 2003 konnten sogar die Fahrer Jörg Bergmeister und Timo Bernhard mit einem Porsche 996 GT3 RS für das in der GT-Klasse startende Team The Racer's Group den Gesamtsieg erringen [1]. Ein Erfolg gegen die im Jahr 2003 erstmals antretenden Daytona-Prototypen, den die Veranstalter nicht gerne sahen, so dass die Startbedingungen für die GT-Porsche im Jahr 2004 drastisch erschwert wurden, sie aber den Daytona-Prototypen dennoch Paroli bieten konnten.

Auto, motor und sport Redakteur Marcus Schurig fasste die Folgen des unerwarteten 2003er Gesamterfolg in ams-Heft 4/2004 wie folgend zusammen:„(...).So hätte sich die Geschichte fast wiederholt: 2003 konnten Jörg Bergmeister und Timo Bernhard auf einem Porsche 911 GT3 das Rennen gewinnen, 2004 belegte der Orbit-Porsche mit Robin Lidell, Jonny Mowlem, Mike Fitzgerald, Joe und Jay Policastro den zweiten Platz im Gesamtklassement. Und das obwohl der Veranstalter die 911 im Vergleich zu 2003 dramatisch eingebremst hatte: Das Tankvolumen schrumpfte von 100 auf 64 Liter, der Heckspoiler wurde verkleinert, schmalere Reifen vorgeschrieben. „Und wir mussten 90 Kilogramm Gewicht zupacken“, klagte Porsche-Fahrer Jörg Bergmeister. Die Veranstalter wussten offensichtlich was sie taten: Sie hatten schlicht Angst vor einem weiteren Sieg eines GT-Porsche (...)[2]

Resultate

Jahr Datum Fahrer Wagen
1966 5.–6. Februar Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ken Miles
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lloyd Ruby
Ford GT40 Mk. II
1967 4.–5. Februar ItalienItalien Lorenzo Bandini
NeuseelandNeuseeland Chris Amon
Ferrari 330P4
1968 3.–4. Februar Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vic Elford
DeutschlandDeutschland Jochen Neerpasch
DeutschlandDeutschland Rolf Stommelen
SchweizSchweiz Jo Siffert
DeutschlandDeutschland Hans Herrmann
Porsche 907
1969 1.–2. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Donohue
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chuck Parsons
Lola T70-Chevrolet
1970 31. Januar–
1. Februar
MexikoMexiko Pedro Rodríguez
FinnlandFinnland Leo Kinnunen
Porsche 917
1971 30.–31. Januar MexikoMexiko Pedro Rodríguez
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver
Porsche 917K
1972 5.–6. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti
BelgienBelgien Jacky Ickx
Ferrari 312P
1973 3.–4. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Peter Gregg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hurley Haywood
Porsche 911 Carrera
1974 kein Rennen wegen der Ölkrise
1975 1.–2. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Peter Gregg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hurley Haywood
Porsche 911 Carrera RSR
1976 31. Januar–
1. Februar
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Peter Gregg
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brian Redman
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Fitzpatrick
BMW 3.5 CSL
1977 5.–6. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hurley Haywood
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Graves
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Helmick
Porsche 911 Carrera RSR
1978 4.–5. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Peter Gregg
DeutschlandDeutschland Rolf Stommelen
NiederlandeNiederlande Toine Hezemans
Porsche 935/77
1979 3.–4. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hurley Haywood
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ted Field
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danny Ongais
Porsche 935/79
1980 2.–3. Februar DeutschlandDeutschland Rolf Stommelen
DeutschlandDeutschland Volkert Merl
DeutschlandDeutschland Reinhold Joest
Porsche 935J
1981 31. Januar–
1. Februar
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Rahal
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brian Redman
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Garretson
Porsche 935 K3
1982 30.–31. Januar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Paul
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Paul jr.
DeutschlandDeutschland Rolf Stommelen
Porsche 935 JLP
1983 5.–6. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten A. J. Foyt
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Preston Henn
FrankreichFrankreich Bob Wollek
FrankreichFrankreich Claude Ballot-Léna
Porsche 935L
1984 4.–5. Februar Sudafrika 1928Südafrika Sarel van der Merwe
Sudafrika 1928Südafrika Tony Martin
Sudafrika 1928Südafrika Graham Duxbury
March 84C-Porsche
1985 2.–3. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten A. J. Foyt
FrankreichFrankreich Bob Wollek
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser
BelgienBelgien Thierry Boutsen
Porsche 962C
1986 1.–2. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Holbert
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Derek Bell
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser jr.
Porsche 962C
1987 31. Januar–
1. Februar
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Holbert
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Derek Bell
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chip Robinson
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser jr.
Porsche 962C
1988 30.–31. Januar Brasilien 1968Brasilien Raul Boesel
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Martin Brundle
DanemarkDänemark John Nielsen
Jaguar XJR-9
1989 4.–5. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Andretti
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Derek Bell
FrankreichFrankreich Bob Wollek
Porsche 962C
1990 3.–4. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Davy Jones
NiederlandeNiederlande Jan Lammers
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Wallace
Jaguar XJR-12
1991 2.–3. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hurley Haywood
DeutschlandDeutschland John Winter
DeutschlandDeutschland Frank Jelinski
FrankreichFrankreich Henri Pescarolo
FrankreichFrankreich Bob Wollek
Porsche 962C
1992 1.–2. Februar JapanJapan Masahiro Hasemi
JapanJapan Kazuyoshi Hoshino
JapanJapan Toshio Suzuki
SchwedenSchweden Anders Olofsson
Nissan R91CP
1993 30.–31. Januar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten P. J. Jones
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Dismore
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rocky Moran
Eagle MkIII-Toyota
1994 5.–6. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paul Gentilozzi
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Pruett
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Butch Leitzinger
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Millen
Nissan 300ZX-T
1995 4.–5. Februar DeutschlandDeutschland Jürgen Lässig
FrankreichFrankreich Christophe Bouchut
ItalienItalien Giovanni Lavaggi
DeutschlandDeutschland Marco Werner
ArgentinienArgentinien Oscar Larrauri
Kremer K8 Spyder-Porsche
1996 3.–4. Februar SudafrikaSüdafrika Wayne Taylor
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Sharp
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Pace
Riley & Scott MkIII-Oldsmobile
1997 1.–2. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rob Dyson
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Weaver
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Butch Leitzinger
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Wallace
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Paul jr.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elliott Forbes-Robinson
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Schneider
Riley & Scott MkIII-Ford
1998 31. Januar–
1. Februar
ItalienItalien Mauro Baldi
NiederlandeNiederlande Arie Luyendyk
ItalienItalien Gianpiero Moretti
BelgienBelgien Didier Theys
Ferrari 333 SP
1999 30.–31. Januar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elliott Forbes-Robinson
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Butch Leitzinger
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Wallace
Riley & Scott MkIII-Ford
2000 5.–6. Februar MonacoMonaco Olivier Beretta
FrankreichFrankreich Dominique Dupuy
OsterreichÖsterreich Karl Wendlinger
Chrysler Viper GTS-R
2001 3.–4. Februar KanadaKanada Ron Fellows
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Kneifel
FrankreichFrankreich Franck Freon
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Johnny O’Connell
Chevrolet Corvette C5-R
2002 2.–3. Februar BelgienBelgien Didier Theys
SchweizSchweiz Fredy Lienhard
ItalienItalien Massimiliano Papis
ItalienItalien Mauro Baldi
Dallara LMP-Judd
2003 1.–2. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kevin A. Buckler
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Schrom
DeutschlandDeutschland Timo Bernhard
DeutschlandDeutschland Jörg Bergmeister
Porsche 996 GT3 RS
2004 31. Januar–
1. Februar
BrasilienBrasilien Christian Fittipaldi
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Borcheller
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Forest Barber
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Pilgrim
Doran JE4-Pontiac
2005 5.–6. Februar ItalienItalien Max Angelelli
SudafrikaSüdafrika Wayne Taylor
FrankreichFrankreich Emmanuel Collard
Riley MkXI-Pontiac
2006 28.–29. Januar NeuseelandNeuseeland Scott Dixon
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dan Wheldon
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Casey Mears
Riley MkXI-Lexus
2007 27.–28. Januar KolumbienKolumbien Juan Pablo Montoya
MexikoMexiko Salvador Durán
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Pruett
Riley MkXI-Lexus
2008 26.–27. Januar KolumbienKolumbien Juan Pablo Montoya
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dario Franchitti
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Pruett
MexikoMexiko Memo Rojas
Riley MkXI-Lexus
2009 24.–25. Januar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Donohue
SpanienSpanien Antonio García
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Darren Law
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Buddy Rice
Riley MkXI-Porsche
2010 30.–31. Januar PortugalPortugal João Barbosa
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Borcheller
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ryan Dalziel
DeutschlandDeutschland Mike Rockenfeller
Riley MkXI-Porsche
2011 29.–30. Januar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joey Hand
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Pruett
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal
MexikoMexiko Memo Rojas
Riley MkXI-BMW

Quellen

  1. Monster Racer's Group GT3 RS Porsche Brings Home An Historic Win At The Rolex 24 Hours Of Daytona Auf: www.monstercable.com. 2. Januar 2007, 09:10 Uhr
  2. Schurig, Marcus: Wasser marsch - Zusammenfassung des 24-Stunden-Rennen von Daytona 2004. In: „auto, motor und sport“, Heft 4, 4. Februar 2004, S. 152 - 155.

Weblinks


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