Portugal
República Portuguesa

Portugiesische Republik

Flagge Portugals
Wappen Portugals
Flagge Wappen
Amtssprache Portugiesisch
Hauptstadt Lissabon
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva
Regierungschef Ministerpräsident Pedro Passos Coelho
Fläche 92.345 km²
Einwohnerzahl 10.555.853 (Juni 2011) [1]
Bevölkerungsdichte 119 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt $247,037 Mrd. (Schätzung 2010 des IWF)[2]
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner $22.157 (IWF-Schätzung für 2011)[3]
Human Development Index Platz 40 (0,795)[4]
Währung 1 Euro =100 Cent
Unabhängigkeit 1143
Nationalhymne A Portuguesa
Zeitzone WEZ / UTC +0
Sommerzeit: UTC +1 (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen P
Internet-TLD .pt
Telefonvorwahl +351
Portugal in European Union (extended) (special marker).svg
Portugal.png

Portugal (amtl. República Portuguesa) ist ein europäischer Staat im Westen der Iberischen Halbinsel. Im Westen und Süden wird es vom Atlantischen Ozean, im Osten und Norden von Spanien begrenzt. Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira (mit Porto Santo). Westlich der Hauptstadt Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes.

Inhaltsverzeichnis

Landesname

Der Name Portugal entstammt dem vom Römischen Imperium angelegten warmen Hafen Porto, auf Lateinisch Portus Cale. Im Mittelalter wurde Portus Cale zu Portucale, später Portugale, wobei dieses Wort im 7. und 8. Jahrhundert nur die nördlichen Teile des Landes bezeichnete, also die Region zwischen den Flüssen Rio Douro und Rio Minho.

Geographie

Satellitenbild
Klimadiagramm Lissabon
Typische Landschaft des Alentejo bei Monsaraz

Der Norden Portugals hat ein relativ kühles und feuchtes Klima und besteht aus zwei traditionellen Provinzen oder Landschaften: Das Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes. Die größten Städte des Minho sind Braga und Viana do Castelo. Das Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Vegetation als der grüne Garten Portugals bezeichnet. Auf den Hängen der zahlreichen Flusstäler wird vor allem Wein angepflanzt, der zum berühmten Vinho Verde weiterverarbeitet wird. Daneben gedeihen viele Gemüsesorten. Die natürliche Vegetation ist eine Mischung aus der Flora[5] der gemäßigten Klimazone und der subtropischen Flora, je nach Höhenlage gibt es Eichen und Kastanien oder Pinien und Olivenbäume.

Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen). Dies ist die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals, die sehr gebirgig ist und deshalb sehr kalte Winter und sehr heiße Sommer hat. Die Vegetation ist bedeutend weniger üppig als im Minho und wird zur Grenze nach Spanien hin spärlicher. Beiden Provinzen ist gemein, dass ihre Gebirgsmassive, wie z. B. Marão oder Peneda-Gerês von zahlreichen Flüssen, wie dem Rio Minho (Grenzfluss zu Spanien) oder dem Rio Douro, durchschnitten werden. Im Norden Portugals liegt der Nationalpark Peneda-Gerês, ein wichtiges Schutzgebiet des Landes. Dort existieren noch Restbestände naturbelassener Wälder, in denen sich insbesondere die immergrüne Steineiche findet. Bedeutende Städte des Nordens sind Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Braga, Vila Real und Bragança.

Mittelportugal ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein beachtliches Gebirge mit Wintersportmöglichkeiten. Der höchste Berg ist der Torre mit 1.993 m. Er ist die höchste Erhebung Kontinentalportugals. Die wichtigsten Landschaften sind die Beira, der Ribatejo (die Tejo-Ebene mit Beinamen Garten Lissabons), die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr fruchtbar und hat ein für den Weinanbau optimales Klima, so dass die Tradition des Weinbaus hier bis zu den Römern zurückreicht. Daneben werden Getreide, Reis, Sonnenblumen und Gemüse angebaut. Die Region wird durch den Tejo zweigeteilt. Überschwemmungen, die früher den Ribatejo regelmäßig heimsuchten, kommen seit dem Bau zahlreicher Staudämme kaum mehr vor. Die wichtigsten Städte Mittelportugals sind Lissabon, Aveiro, Sintra, Coimbra, Viseu, Leiria, Castelo Branco sowie Santarém.

Ponta da Piedade, Algarve

Der Süden Portugals setzt sich aus den drei Landschaften Terras do Sado, Alentejo und Algarve zusammen. Die Oberfläche der gesamten Region ist eben bis hügelig und hat ein trockenes und heißes Klima. Der Alentejo, die frühere Kornkammer Portugals, ist heute nur dünn besiedelt und von Abwanderung gekennzeichnet, weitläufige Getreidefelder mit Olivenhainen und Korkeichen dominieren die Landschaft. Zum Weinanbau kommen als Hauptprodukte Getreide und zunehmend Sonnenblumen. Die Wiesen dienen zur Schafzucht und sind im Frühling mit Blumen übersät. Zum wirtschaftlichen Niedergang tragen nicht zuletzt die länger werdenden Trockenperioden bei, die mit dem Bau von Staudämmen gemildert werden sollen. Umstritten sind die Anpflanzungen von schnell wachsenden Eukalyptusbäumen. Diese stellen ein erhöhtes Risiko für Waldbrände dar, trotzdem nehmen die Anbauflächen zu. Die südlichen Küstenregionen sind häufig von Kiefernwäldern bewachsen. Daneben finden sich zahlreiche Palmenarten, von denen nur die Zwergpalme einheimisch ist.

Die Algarve markiert die gesamte Südküste des Landes und ist mit ihren hübschen Städten, den Steilküsten und Sandstränden zu einem beliebten Feriendomizil geworden, was übliche negative Begleiterscheinungen wie Massentourismus mit sich gebracht hat. Die größten Städte Südportugals sind Portalegre, Évora, Beja sowie Faro und Lagos. Der bestimmende Fluss ist der Rio Guadiana, der zweimal ein längeres Stück die Grenze zu Spanien bildet. An die große sommerliche Hitze angepasst sind zahlreiche sukkulente Pflanzen.

Zu Portugal gehören des Weiteren die Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und Azoren (Habichtsinsel) im Atlantik. Sie sind, bis auf die Azoreninsel Santa Maria, vulkanischen Ursprungs. Die Inselgruppe Madeira hat aufgrund ihrer Lage vor der afrikanischen Küste eine teils tropische, teils subtropische Vegetation. Der höchste Berg Portugals befindet sich auf den Azoren (Ponta do Pico, 2.351 m).

Die wichtigsten Flüsse Portugals sind der Tejo, welcher in Spanien unter dem Namen Tajo entspringt, der Douro (spanisch Duero) und der Mondego, wobei letzterer nur durch Portugal fließt.

Fauna

Die Tierwelt Portugals unterscheidet sich nur unwesentlich von der Spaniens. Vereinzelt leben hier noch Wölfe; der nur auf der Iberischen Halbinsel verbreitete Pardelluchs ist dagegen in Portugal nahezu ausgestorben, nur noch selten werden Einzeltiere angetroffen, die vermutlich über die Grenze mit Spanien eingewandert sind. Ansonsten finden sich Wildkatzen, Füchse, Wildschweine, Hirsche, wilde Ziegen sowie Wildkaninchen. Da Portugal auf der Zugvogelroute nach Afrika liegt, lassen sich zahlreiche Vögel beobachten, darunter insbesondere im Süden die Flamingos; Steinadler leben und jagen in den Küstengebieten. Im Landesinneren kommen verschiedene Schlangen und Skorpione vor.

Bevölkerung

Hauptartikel: Portugiesen

Portugal ist, jedenfalls bezogen auf die alteingesessene Bevölkerung, in sprachlicher, ethnischer und religiöser Hinsicht ein sehr homogenes Land. Die portugiesische Sprache wird im ganzen Land gesprochen, und nur in den Dörfern von Miranda do Douro wird ein dem Asturischen zugeordneter Dialekt (Mirandés) gesprochen, der als Minderheitensprache anerkannt wird.

Die dichteste Besiedelung weist ein Küstenstreifen von der spanischen Grenze im Norden bis in die Gegend um Lissabon auf. Während in diesem Streifen 70 % der Bevölkerung leben, sind das Hinterland und der Süden Portugals sehr dünn besiedelt. Mehr als 10 % der Bevölkerung entfällt auf zwei Städte (Lissabon und Porto), während mehr als die Hälfte in Orten unter 2.000 Einwohnern lebt. Der Trend geht in Portugal in Richtung Verstädterung.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung Portugals (in Tausend, 1961–2003)

Die in Portugal ansässige Bevölkerung wurde für Ende Dezember 2008 auf 10.627.250 Personen geschätzt.[6] Damit hat sich die Bevölkerung seit 1900 verdoppelt. Das Bevölkerungswachstum war dabei keineswegs konstant. Einem Bevölkerungsrückgang im Jahre 1920 aufgrund den Auswirkungen des ersten Weltkrieges, der Spanischen Grippe und einer Auswanderungswelle folgte eine Wachstumsphase, die bis in die 1940er Jahre dauerte und die von steigender Lebenserwartung der Menschen profitierte. Von etwa 1965 bis 1973 kam es zu starker Auswanderung, bis es 1974 aufgrund der Unabhängigkeit der Kolonien zu einer starken Rückwanderung kam. Die Auswanderung der 1980er Jahre kam in den 1990ern zu einem Stillstand.[7]

Das natürliche Bevölkerungswachstum war 2007 leicht negativ, 2008 stagnierte es. Das leichte Gesamtwachstum, das 2008 0,09% und 2007 0.17% betrug, ist deshalb nur auf die Nettomigration zurückzuführen. 2003 noch war die Bevölkerung um 0,64% gewachsen.[6] Die Geburtenrate, die vor 1920 noch bei 30 pro 1000 Einwohner lag, ist bis 2008 auf 9,8 pro 1000 Einwohner gesunken. Die Fruchtbarkeitsrate erreichte 2007 mit nur 1,33 Kindern pro Frau den tiefsten Wert in der Geschichte des Landes. In den 1960er Jahren bekam eine Frau im Durchschnitt drei Kinder.[6][8] Regional gibt es hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung erhebliche Unterschiede: Während die Bevölkerung der Algarve, Lissabon und der Azoren wächst, geht jene des Alentejo und der Region Centro zurück.[9] Innerhalb Portugals gibt es starke Migrationsbewegungen, wobei die Wanderungsbewegungen aus den Regionen des Hinterlandes in Richtung der Zentren von Industrie (Lissabon, Porto) und Tourismus (Algarve, Madeira und Azoren) gehen.

Die Bevölkerung Portugals altert, 2008 waren 15,3% der Bewohner 15 Jahre oder jünger, während 17,6% 65 Jahre oder älter waren. Dieser Trend ist im Hinterland besonders ausgeprägt, der Grund ist die Abwanderung der jüngeren Bewohner in die Ballungszentren. Da zahlreiche Portugiesen, die im Ausland gearbeitet haben, für ihren Lebensabend in ihre Heimat zurückziehen, ist die Alterung der Bevölkerung des Landes besonders prägnant.[6][10] Die Lebenserwartung bei Geburt lag 2008 bei 81,7 Jahren für Frauen und 75,5 Jahren für Männer. Im Jahre 1970 war sie noch bei 70,3 bzw. 64,0 Jahren gelegen. Parallel dazu ging die Kindersterblichkeit zurück, 2008 lag sie bei 3,3 pro Tausend Lebendgeborenen, während sie 100 Jahre davor noch um 150 pro Tausend Lebendgeborenen gelegen hatte.[6][11]

Das durchschnittliche Heiratsalter ist in den letzten Jahren gestiegen, 2008 heirateten Frauen zum ersten Mal mit 26,8 und Männer mit 29,7 Jahren. Dabei sinkt der Anteil kirchlicher Ehen rapide, von 59,6% im Jahre 2003 auf 44,4% 2008.[12]

Portugiesen im Ausland

Für lange Zeit war Portugal ein Auswanderungsland; wichtige Zentren der portugiesischen Kultur gibt es vor allem in Frankreich, wo allein 1.132.048 Portugiesen[13] leben, aber auch in vielen anderen Staaten. 16 Prozent der ausländischen Bevölkerung (insgesamt 37 Prozent) Luxemburgs sind portugiesisch.[14] Andererseits war Portugal schon während der Unabhängigkeitskriege seiner Kolonien Zielland für Einwanderer aus den kolonisierten Regionen.

Ausländische Bevölkerung

Ausländer in Portugal mit ihren Herkunftsländern. Alle portugiesischsprachigen Länder sind in grünen Farbtönen gehalten.
Datenquelle:INE[15]

Seit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Union 1986 und dem damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Wandel ist Portugal verstärkt zu einem Einwanderungsland geworden, wobei die Herkunftsländer der Zuwanderer vor allem in Afrika (Angola, Kap Verde, Guinea Bissau), Südamerika (Brasilien) sowie Osteuropa (Ukraine, Russland und Moldawien) liegen.

Ende 2008 lebten 443.102 ausländische Staatsangehörige in Portugal. Diese stammen zu mehr als der Hälfte aus anderen portugiesischsprachigen Ländern, sind meist katholischen Glaubens und teilen deshalb einen ähnlichen kulturellen Hintergrund.[15] Etwa ein Viertel der Ausländer, die in Portugal leben, sind Europäer, wovon ein Teil Rückkehrer sind, also aus Portugal ehemals ausgewanderte Portugiesen, die mit fremder Staatsbürgerschaft zurückgekehrt sind. Ein anderer Teil sind Dauerurlauber, die in Portugal ihre Pension verbringen.

Die ausländische Bevölkerung lebt zu mehr als der Hälfte in Lissabon, davon abgesehen konzentriert sie sich auf die Stadtgebiete an der Küste. Im Hinterland liegt der Anteil bei unter 0,5 %.

Religion

Die große Mehrheit der Portugiesen bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben, wobei der Anteil an der Gesamtbevölkerung mit Werten zwischen 85%[16] und 95%[17] angegeben wird.

In Portugal herrscht Glaubensfreiheit und, seit Einführung des Gesetzes über die Glaubensfreiheit (Lei da Liberdade Religiosa)[18] offiziell auch Gleichheit zwischen den Religionen. Die Gleichheit ist aber in der Realität noch nicht erreicht: die Kirche betreibt in Portugal bedeutende Kultureinrichtungen, eine angesehene Universität, Privatschulen und auch einen Radiosender. Weiter ist das Gesetz über die Glaubensfreiheit nur teilweise auf die katholische Kirche anzuwenden.[16] Ob öffentliche Schulen verpflichtet sein sollen, Religionsunterricht anzubieten, ist in Portugal seit 25 Jahren umstritten.[16]

In der ersten Verfassung Portugals von 1822 wurde der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt. Die Verfassung von 1826 schuf die religiöse Verfolgung ab. Die offizielle Trennung von Staat und Kirche erfolgte mit der republikanischen Revolution von 1910, wobei Konkordate mit dem Vatikan der katholischen Kirche weiterhin weitreichende Privilegien einräumten.[16] Die portugiesische Ausprägung des Katholizismus wird, im Vergleich zur Praxis in anderen Ländern, als menschlich, lyrisch und mit Verständnis für die fleischlichen Dinge des Lebens beschrieben.[19] Typisch ist die starke Verehrung der Jungfrau Maria. Wichtigstes Pilgerziel ist der Wallfahrtsort Fátima. Hier soll die Jungfrau Maria 1917 drei Hirtenkindern erschienen sein.

Im Mittelalter spielten zwei weitere Religionen eine bedeutende Rolle in Portugal. Mauren und Araber beherrschten zeitweise den Süden des Landes. Nach der Reconquista mussten sie das Land verlassen oder sich den Christen unterwerfen. Sie brachten zahlreiche technologische Fortschritte mit sich, wie Verbesserungen im Brunnenbau, Bewässerung, Olivenanbau, Anbau von Zitrusfrüchten, Baumwolle und Zuckerrohr, die Seidenraupenzucht, die Herstellung von Fliesen, Jalousien, Hygiene und Ornamentik. Die Gesellschaft im damaligen Portugal bot auch unterworfenen oder versklavten Mauren die Möglichkeit, gesellschaftlich aufzusteigen, so dass die muslimische Bevölkerung in der christlichen aufging.[20] Die Juden genossen im Mittelalter den Schutz der portugiesischen Könige. Das durch Handel und Verwaltungsposten in Staat und Kirche angehäufte Vermögen diente als Grundlage für den Aufbau der portugiesischen Flotte. 1504 und 1506 kam es in Lissabon jedoch zu anti-jüdischen Pogromen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Portugals

Frühgeschichte bis Antike

Die römische Provinz Lusitania im Südwesten der Iberischen Halbinsel

Die Vor- und Frühgeschichte des Gebietes entspricht weitgehend der Entwicklung in den anderen Regionen der Iberischen Halbinsel. Ab ungefähr 2000 v. Chr. wanderten die Iberer, wahrscheinlich aus Nordafrika, auf der Halbinsel ein. Ab 1200 v. Chr. gründeten Phönizier Seefahrerkolonien an den Küsten. Ab ungefähr 600 v. Chr. wanderten Kelten ein, die sich mit den Iberern vermischten. Zu den so entstandenen Keltiberern gehörte der Stamm der Lusitaner, der den Römern als besonders wehrhaft galt und im Lateinischen namensgebend für das Land werden sollte.

Ab 450 v. Chr. wurde das Gebiet von Karthago erobert und im Ergebnis des Zweiten Punischen Krieges an Rom abgetreten. Von den Römern wurde der Südwesten der Halbinsel seit Beginn der Kaiserzeit unter dem Namen Lusitania als eigenständige Provinz verwaltet, die neben dem Großteil des heutigen Portugal weitere Gebiete im Westen des heutigen Spanien umfasst (besonders die Extremadura, die Provinz Salamanca und das Gebiet um Talavera de la Reina), wo der Schwerpunkt der römischen Besiedlung lag. Die römische Herrschaft endete in der Völkerwanderungszeit; Sueben (ab 409) und vor allem Westgoten (ab 416) gründeten ihre Reiche auf dem Gebiet des späteren Portugal.

Maurische Herrschaft bis Kolonialmacht Portugal

Im Jahre 711 eroberten die Mauren das Land, Lusitanien gehörte damit zu Al-Andalus und wurde Teil des Emirats von Córdoba, später des Kalifats von Córdoba und schließlich der Taifa-Königreiche, in die das Land zerfiel. Der Großteil Lusitaniens wurde im 11. Jahrhundert von der Dynastie der Aftasiden beherrscht, die in Badajoz residieren. Der Süden gehörte dagegen zur Herrschaft der Abbadiden von Sevilla.

Währenddessen begann vom Königreich Asturien ausgehend im 9. Jahrhundert die christliche Reconquista der Territorien des späteren Portugal, die jedoch erst im 12. Jahrhundert das ehemalige Lusitanien erreichte. Die Mauren wurden bis zum Ende ihrer Herrschaft 1492 langsam zurückgedrängt.

Als Keimzelle des späteren Portugal entstand im 9. Jahrhundert mit der Presúria von Portucale durch Vímara Peres in der Gegend um Porto die „erste“ Grafschaft Portucale („Condado Portucalense“). Mit der Übergabe von Portucale durch Alfons VI. von Kastilien an seinen Schwiegersohn Heinrich von Burgund wurde 1096 oder 1097 die „zweite“ Grafschaft Portucale („Condado Portucalense“) begründet, die von Anbeginn mehr oder minder erfolgreich danach strebte, die Oberhoheit der Könige von León und Kastilien abzuschütteln. Heinrich von Burgund wurde damit zum Stammvater der ersten portugiesischen Königsdynastie.

Die Festung von Guimarães, das Hauptsymbol für Portugals Unabhängigkeit. (Quelle: IPPAR)
Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) in Lissabon

Unter Heinrichs Sohn und Nachfolger Alfons I. erlangte das Land 1143 die Unabhängigkeit, Alfons nahm den Königstitel an. Die Burgunder herrschten bis 1383 in Portugal, 1211 wurde das erste Ständeparlament (Cortes) einberufen, 1250 war die Reconquista in Portugal mit der Eroberung der Algarve abgeschlossen, 1256 wurde die Hauptstadt nach Lissabon verlegt.

1383 starb das Haus Burgund in Portugal aus. Ein nichtehelicher Abkömmling, Johann von Avis rief sich zum König aus, konnte kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründete die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis. Unter den Avis-Könige (besonders Emanuel I. - er herrschte von 1495 bis 1521) stieg Portugal zur führenden europäischen Handels- und Seemacht auf. Heinrich der Seefahrer (1394–1460) initiierte Entdeckungsreisen an der westafrikanischen Küste, die am Beginn der Errichtung des portugiesischen Kolonialreiches zuerst in Afrika, später in Südamerika (Brasilien) sowie Asien (Portugiesisch-Indien, Ceylon, Malakka, Macao u. a.) und der europäischen Expansion standen. Das Land war Weltmacht und eine der reichsten Nationen Europas. Auch kulturell kam es zu einer Blütezeit (Luís de Camões).

1580 starb das Haus Avis aus, Portugal fiel aus dynastischen Gründen an die spanischen Habsburger. Bis 1640 herrschten die Spanier, Portugal verlor seine Unabhängigkeit, sank zur spanischen Provinz herab und verlor Teile seines Kolonialreiches. 1640 führte der Herzog von Braganza eine Adelsrevolte gegen die spanische Herrschaft an und rief sich als Johann IV. zum König aus. Er gründete die vorletzte portugiesische Dynastie, das Haus Braganza. Außen- und wirtschaftspolitisch geriet das Land in immer größere Abhängigkeit von England (Methuenvertrag, 1703). 1755 vernichtete ein Erdbeben große Teile der Hauptstadt Lissabon. Unter dem Ersten Minister und Reformer Marquês de Pombal wurde die Stadt wieder aufgebaut und das Land mit zum Teil drastischen Methoden zu einem aufgeklärt absolutistischen Staat umgeformt. 1761 kam es zu einem Angriff Spaniens und Frankreichs auf das Land, Pombal trug Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe den Oberbefehl über die vereinigten portugiesischen und britischen Truppen an. Wilhelm wehrte die Angriffe ab und sicherte damit die Unabhängigkeit Portugals. In den folgenden Jahren reformierte er das portugiesische Heer tiefgreifend und ließ die Festung Elvas an der spanischen Grenze errichten. 1807 besetzten napoleonische Truppen das Land, die königliche Familie floh nach Brasilien. Nachdem die Franzosen mit britischer Hilfe vertrieben worden waren, kam es zur liberalen Revolution, das Land erhielt zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Verfassung (1821). Der anschließende Kampf zwischen Anhängern des Absolutismus und Befürwortern einer konstitutionellen Monarchie wurde erst durch den Sieg Letzterer im Miguelistenkrieg entschieden. Am 7. September 1822 erlangte Brasilien unter Kaiser Pedro I. seine Unabhängigkeit.

Endphase der Monarchie bis Estado Novo

Die Zeit nach Ende des Miguelistenkrieges wurde von der Auseinandersetzung zwischen Rechts- und Linksliberalen (Cartisten und Setembristen) geprägt. 1853 starb mit Königin Maria II. das Haus Braganza in direkter Linie aus, über die Ehe der Königin mit Ferdinand II. von Sachsen-Coburg und Gotha übernahm der portugiesische Zweig dieses deutschen Adelshauses den Thron (bis 1910). Die Endphase der Monarchie war durch eine hohe Armut, geringe Bildung (80 Prozent der Portugiesen waren Analphabeten), allgemeine wirtschaftliche Probleme (Staatsbankrott 1891) und durch sich zu Staatskrisen ausweitende republikanische Aufstände geprägt. Unter João Franco wurde die Königsbezüge weiter erhöht und das Ansehen der Monarchie litt verschärft durch den sichtbaren Widerspruch zwischen zerrütteten Staatsfinanzen einerseits und dem luxuriösen, extravaganten Lebensstil der Herrscherfamilie andererseits.[21] 1908 wurden der König Karl I. und der Thronfolger bei einer Kutschfahrt erschossen. Nur der Sohn Manuel überlebte das Attentat.

Am 3. Oktober 1910 wurde der republikanische Abgeordnete Miguel Bombarda unter ungeklärten Umständen ermordet. In der Nacht kam es daraufhin in Lissabon zu Aufständen. Eine schnell gebildete provisorische Regierung rief am 5. Oktober 1910 die Republik aus; König Manuel II. floh ins englische Exil.[21]

Im März 1916 trat das Land auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein. Portugal mobilisierte bis zu 100.000 Soldaten, von denen ungefähr 7.000 bis zum Ende des Krieges fielen. In der sogenannten ersten Republik (bis 1926) herrschten allgemeine politische Instabilität und anarchisch chaotische Zustände. Sie war durch monarchistische und kommunistische Aufstände, Putschversuche (unter anderen des Sidónio Pais, 1917) und schwache, häufig wechselnde Regierungen ohne parlamentarische Mehrheit gekennzeichnet.

1926 putschte das Militär und beendete die erste Republik. Unter den Militärs stieg ein Zivilist, António de Oliveira Salazar, ab 1928 Finanzminister, ab 1932 Ministerpräsident, zu höchster Macht auf. Er gründete ab 1933 den „Estado Novo“, den neuen Staat, ein autoritäres Gebilde mit faschistischen Tendenzen, mit Einheitspartei (Nationale Union), Staatsjugend und Geheimpolizei (PIDE). Die katholisch-autoritäre und antidemokratische Ideologie des Diktators verfolgte das Projekt eines „Ständestaates“.

Außenpolitisch baute Salazar auf die Bindung an Großbritannien, sympathisierte im spanischen Bürgerkrieg mit den nationalspanischen Kräften und taktierte geschickt zwischen den Blöcken. Im Zweiten Weltkrieg blieb das Land neutral, belieferte beide Seiten mit dem wichtigen Rohstoff Wolfram und wurde zum Tummelplatz von Geheimagenten aller Kriegsparteien. Salazar, der von Anfang an mit einem alliierten Sieg rechnete und entscheidend auf Franco im Sinne einer spanischen Neutralität eingewirkt hatte, erlaubte den Alliierten schließlich im Herbst 1943 die Einrichtung von Militärbasen auf den Azoren.

Nach Ende des Krieges war Portugal Gründungsmitglied der NATO. Ab 1960 begann der Kolonialkrieg, der in Afrika (Angola, Mosambik, Guinea-Bissau) mit großer Härte geführt wurde. 1968 musste Salazar wegen gesundheitlicher Probleme zurücktreten, sein Nachfolger, Marcelo Caetano, konnte sich nicht zu grundlegenden Reformen entschließen. Durch den Kolonialkrieg war Portugal außenpolitisch zunehmend isoliert, die Kriegskosten führten zu steigender Staatsverschuldung und Inflation.

Führende Militärs erkannten, dass der Kolonialkrieg militärisch für Portugal nicht zu gewinnen war. Wegen der Unfähigkeit der Regierung, eine politische Lösung des Problems zu finden, putschten sie 1974. Eine allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Diktatur, durch die einsetzende Wirtschaftskrise (hervorgerufen durch die erste Ölkrise 1973) noch verstärkt, führte dazu, dass sich große Teile der Bevölkerung mit den putschenden Offizieren solidarisierten. Es kam zu einer allgemeinen Volkserhebung, der Nelkenrevolution, die den Estado Novo beendete. Die neuen Machthaber entließen die portugiesischen Kolonien, bis auf Macau, in die Unabhängigkeit (1974/1975).

Nelkenrevolution bis EG-Beitritt

Die erste Zeit nach der Revolution war geprägt von der Auseinandersetzung zwischen einer eher konservativen Strömung (General Spínola) und einem sozialistischen Flügel (Hauptmann Otelo), innerhalb des MFA (Movimento das Forças Armadas – Bewegung der Streitkräfte), der Vereinigung der putschenden Offiziere. Zunächst sah es so aus, als würde die sozialistische Strömung siegen, es kam zu Verstaatlichungen und zu einer Landreform. Die Verfassung von 1976 definierte den Übergang zum Sozialismus als Staatsziel.

Als sich bei den ersten Präsidentschaftswahlen nach der neuen Verfassung 1976 der gemäßigtere General Eanes überraschend deutlich gegen Hauptmann Otelo durchsetzen konnte, waren die Weichen für eine Rückkehr des Landes zu einer parlamentarischen Demokratie westeuropäischen Zuschnitts gestellt. Eanes und der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Mário Soares (Regierungschef von 1976 bis 1978 und 1983 bis 1985, Staatspräsident von 1986 bis 1996) führten das Land schließlich 1986 in die Europäische Gemeinschaft.

Vom EU-Beitritt bis heute

Eine Straße in Lissabons Altstadt.

1979 gewann zum ersten Mal seit der Nelkenrevolution wieder eine politische Gruppierung die Parlamentswahlen, die rechts der Mitte stand, die Regierungen unter Francisco Sá Carneiro und Francisco Pinto Balsemão. Die Regierung konnte sich mit der sozialistischen Opposition auf eine Verfassungsänderung einigen, die die sozialistischen Überreste entfernte, welche nach der Nelkenrevolution in die Verfassung geschrieben worden waren. Die 1982 in Kraft getretene Verfassungsänderung ersetzte den bis dahin bedeutenden Revolutionsrat durch ein Verfassungsgericht nach dem Vorbild anderer demokratischer Staaten. 1985 wurde Aníbal Cavaco Silva Premierminister. Seiner konservativen Partido Social Democrata (PSD) gelang bei den Wahlen 1987 ein Erdrutschsieg; erstmals erringt eine Partei die absolute Mehrheit. Cavaco Silva bleibt bis 1995 Ministerpräsident. Er verfolgte eine neoliberale Wirtschaftspolitik und nahm die Verstaatlichungen aus der Zeit der Nelkenrevolution zurück. Von 1995 bis 2002 stellten wieder die Sozialisten mit António Guterres die Regierung.

Bei den Parlamentswahlen vom 17. März 2002 kam es zu einem neuerlichen Rechtsrutsch. Bei einer Wahlbeteiligung von 62,3 Prozent erreichte die konservative PSD unter José Manuel Durão Barroso eine relative Stimmenmehrheit von 40,1 Prozent, gefolgt von der sozialistischen Partido Socialista und der rechtskonservativen Volkspartei CDS-PP mit 37,9 beziehungsweise 8,8 Prozent. Mit letzterer bildete Barroso eine Koalitionsregierung, wobei der populistische Vorsitzende des CDS-PP, Paulo Portas, das Amt des Verteidigungsministers übernahm und zudem die Bereiche Justiz sowie Arbeit und Soziales an das CDS-PP gingen. Die Sozialisten stellten jedoch ununterbrochen den Präsidenten des Landes, da Nachfolger von Soares 1996 der Sozialist Jorge Sampaio wurde.

Im Juli 2004 wurde Barroso vom Europäischen Rat zum Nachfolger von Romano Prodi als Präsident der Kommission der Europäischen Union nominiert. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde Pedro Santana Lopes, der nur kurze Zeit regieren konnte, da Präsident Sampaio bereits im November das Parlament vorzeitig auflöste und für Februar 2005 Neuwahlen ausschrieb, bei der die Partido Socialista zum ersten Mal in der Geschichte eine absolute Mehrheit errang. Ihr Spitzenkandidat José Sócrates ist seit 12. März 2005 neuer Ministerpräsident.

Am 22. Januar 2006 wählten ungefähr 8,9 Millionen Portugiesen einen neuen Präsidenten. Der bisherige Präsident, der Sozialist Jorge Sampaio, durfte sich nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl stellen. Gegen fünf Kandidaten der Linken setzte sich bereits im ersten Wahlgang der Mitte-Rechts-Kandidat und frühere Regierungschef Aníbal Cavaco Silva (PSD) mit einer absoluten Mehrheit von 50,6 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 62,6 Prozent durch. Er wurde von einem Bündnis aus PSD und CDS-PP unterstützt. Der als Architekt des portugiesischen Wirtschaftsaufschwungs in den Jahren 1985 bis 1995 geltende 66-jährige Wirtschaftsprofessor wurde damit der erste bürgerliche Präsident in Portugal seit der Nelkenrevolution von 1974. Er wurde am 9. März 2006 für fünf Jahre in sein Amt eingeführt. Am 23. Januar 2011 wurde Cavaco Silva im Amt bestätigt.[22]

Politik

Politisches System

Seit der Nelkenrevolution des Jahres 1974 hat sich Portugal zu einer stabilen parlamentarischen Republik entwickelt. Die vier wichtigsten Organe der Politik in Portugal sind der Präsident, der Premierminister und sein Ministerrat, das Parlament sowie die Justiz.

Der Präsident, der alle fünf Jahre direkt in allgemeinen Wahlen bestimmt wird, ist Oberkommandierender der Streitkräfte. Er ernennt einen Premierminister und den Ministerrat, wobei er sich am Ergebnis der Parlamentswahlen zu orientieren hat. Der Staatsrat ist ein Gremium, das den Präsidenten berät, und besteht aus dem Staatspräsidenten und seinen Vorgängern, dem Premierminister, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtes, dem Bürgerbeauftragten, den regionalen Präsidenten (Madeira und Azoren) sowie fünf vom Staatspräsidenten und fünf vom Parlament ausgewählten Personen.

Die Regierung wird vom Premierminister angeführt, der sich einen Ministerrat zusammenstellt. Jede neue Regierung muss dem Parlament ihr Programm zur Debatte vorlegen. Wird es nicht abgelehnt, ist die Regierung vom Parlament akzeptiert.

Das Parlament wird als Assembleia da República (Versammlung der Republik) bezeichnet und besteht aus einer Kammer mit bis zu 230 Abgeordneten. Die Abgeordneten werden für vier Jahre nach Verhältniswahlrecht gewählt. Der Präsident hat das Recht, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen.

Das Oberste Gericht ist die höchste Instanz der portugiesischen Justiz. Zudem sind besondere Oberste Gerichte für militärische, verwaltungsrechtliche und steuerrechtliche Fragen zuständig. Das Verfassungsgericht Portugals hat neun Mitglieder und überwacht die verfassungsgemäße Auslegung des Rechts.

Die über lange Zeit größten Parteien sind die sozialdemokratisch orientierte Sozialistische Partei (PS) und die bürgerlich-konservativ orientierte Sozialdemokratische Partei (PSD). Daneben gibt es auf der rechten Seite noch die rechtspopulistische Volkspartei (CDS/PP) und auf der linken Seite die traditionsreiche Partido Comunista Português (PCP) und den vor wenigen Jahren als Sammelbecken der intellektuellen Linken gegründete Linksblock (Bloco de Esquerda, BE). Die fünf Parteien sind gegenwärtig im Parlament vertreten. Die Grünen (Partido Ecologista “os Verdes”, PEV) treten in Portugal immer in Listenunion mit den Kommunisten an und bekommen darüber normalerweise ein Parlamentsmandat.

Internationale Beziehungen

Portugal ist Mitglied der Europäischen Union und hatte im zweiten Halbjahr 2007 den Ratsvorsitz inne. Das Land hatte den Vorsitz bereits im ersten Halbjahr 2000. In dieser Zeit verfolgte Portugal vor allem das Ziel, den Dialog mit Afrika zu forcieren und Impulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu geben.

Portugal war Gründungsmitglied der NATO und beteiligt sich mit Truppen an der Friedenssicherung auf dem Balkan. Zusammen mit Spanien ist Portugal an den Ibero-Amerikanischen Gipfeltreffen beteiligt, die vor allem den Dialog mit den Ländern Lateinamerikas fördern sollen. Federführend war das Land bei der Gründung der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP), deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit dieser Länder zu vertiefen. Ferner ist das Land Mitglied in der Lateinischen Union, die den Erhalt und die Vielfältigkeit der romanischen Sprachen fördert.

Portugal unterstützte eins seiner früheren Kolonialgebiete, Osttimor, im Kampf um Unabhängigkeit von Indonesien, und kooperiert dabei zugunsten des jungen Staates finanziell und militärisch mit asiatischen Ländern, den Vereinigten Staaten sowie der UNO.

Es besteht ein Streit zwischen Portugal und Spanien um das Gebiet von Olivenza (oder Olivença), das gegenwärtig zum spanischen Staat gehört, jedoch von Portugal beansprucht wird. Olivença kam 1801 unter spanische Verwaltung, doch Spanien erklärte sich auf dem Wiener Kongress von 1815 bereit, das Gebiet an Portugal zurückzugeben. Portugal verlangt seither die Rückgabe.

Bildungssystem

Die Universität von Coimbra zählt zu Europas bedeutendsten Forschungsuniversitäten

Bis zur Nelkenrevolution 1974 wurde Bildung vernachlässigt, und nach der Revolution ging der Aufbau des Bildungssystems nur langsam voran. Dies macht sich bis heute bemerkbar: Im Jahr 2000 verfügten beispielsweise nur ungefähr ein Zehntel der Dreißigjährigen über einen Hochschulabschluss. Damit lag Portugal unter den EU-Mitgliedern vor der Osterweiterung mit großem Abstand weit zurück. Die Analphabetenquote liegt um 6,7 % (5 % bei Männern, 9 % bei Frauen).

Das Schulsystem besteht aus einer vierjährigen Grundschule und einer fünfjährigen Oberschule. Für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr besteht eine gesetzlich festgelegte neunjährige Schulpflicht. Der Pflichtschulunterricht ist an staatlichen Schulen kostenlos. Für den Unterricht an einer der vergleichsweise zahlreichen privaten Schulen können bedürftige Familien Unterstützung erhalten.

Wer nach der Oberschule die dreijährige Escola Secundária absolviert, bekommt die Universitätsreife und kann zwischen mehreren Möglichkeiten des Hochschulstudiums wählen: Hochschulbildung wird in Portugal von staatlichen und privaten Universitäten (universidades) sowie staatlichen und privaten Fachhochschulen (escolas politécnicas) angeboten. Zur Förderung abgelegener Gebiete wurden in vielen mittleren Städten Hochschulen eingerichtet. In jedem Fall ist eine Aufnahmeprüfung zu absolvieren und es sind Studiengebühren zu entrichten, die bei privaten Schulen höher sind als bei staatlichen. Sie sind je nach Fachrichtung unterschiedlich, für staatliche Einrichtungen bis zu 850 € jährlich. Trotzdem ist etwa ein Drittel der Studenten bei einer privaten Institution eingeschrieben. Zusätzlich zu den Einschreibegebühren sind propinas, Gebühren für die Vergabe von Zeugnissen und Diplomen zu zahlen. Etwa 20 % der Studenten kommen in den Genuss einer einkommensabhängigen staatlichen Unterstützung.

Administrative Gliederung

Verwaltungsdistrikte

Portugal hat eine komplexe Verwaltungsgliederung: Neben fünf Regionen, 18 Distrikten und den zwei autonomen Regionen der Azoren und Madeira, gibt es 28 sogenannte statistische Unterregionen. Eine Ebene darunter folgen etwa 300 Kreise und 4.200 Gemeinden. Die auf mehreren Ebenen kleinteilige Gliederung ist ineffizient und teuer. Eine Reform, die alle Distrikte abschaffen und Kompetenzen dezentralisieren soll, wird vorbereitet.

Militär

Die Portugiesischen Streitkräfte (portugiesisch: Forças Armadas Portuguesas) unterstehen dem Verteidigungsministerium und bestehen aus den Teilstreitkräften

Der Präsident ist Oberkommandierender der Streitkräfte. Die bis 2003 herrschende allgemeine Wehrpflicht ist ausgesetzt.

Wirtschaft

Allgemein

Seit dem Beitritt Portugals zur EG im Jahre 1986 hat sich Portugal zu einer zunehmend diversifizierten, vor allem auf Dienstleistungen ausgerichteten Ökonomie entwickelt. Dienstleistungen sind mittlerweile für etwa zwei Drittel des BIP verantwortlich. Wie in anderen Staaten Europas wurden weit reichende Privatisierungen durchgeführt und die Staatsausgaben reduziert. Im Jahre 1998 hat sich Portugal für den Beitritt zur Europäischen Währungsunion qualifiziert und führte wie elf andere Staaten am 1. Januar 2002 den Euro als Zahlungsmittel ein.

Das Wirtschaftswachstum hat mit etwa 3,3 % jährlich jenes des EU-Durchschnitts in den letzten Jahren meist übertroffen. Trotzdem ist Portugal immer noch das ärmste Altmitglied der EU: Das Pro-Kopf-BIP (in Kaufkraftparitäten) liegt bei etwa 78 % des Durchschnitts der EU-Länder vor der Osterweiterung, wobei es im Jahr 1985 noch etwa bei 50 % lag. Im Vergleich mit dem BIP der erweiterten EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Portugal einen Index von 72.9 (EU-25:100) (2003).[23]

Als Hindernis für stärkeres Wachstum von Produktivität und Beschäftigung werden strukturelle Probleme gesehen, wie z. B. das immer noch schlechte Bildungssystem und die hohe Analphabetismusrate, die teils schlechte Infrastruktur, und die ineffiziente Verwaltung. Deshalb gerät Portugal immer mehr in Wettbewerb mit den Niedriglohnländern Mittel- und Osteuropas, Asiens und Nordafrikas und ist für ausländische Direktinvestitionen nicht sonderlich attraktiv. Die Durchschnittslöhne in Portugal sind für westeuropäische Verhältnisse sehr niedrig und die Arbeitszeiten zum Teil wesentlich länger. Ausländische Investitionen kommen vor allem aus Großbritannien und Spanien. Zu den größten nennenswerten Investitionen zählt die Errichtung von Auto-Europa, einer Autofabrik.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit lag 2006 mit 7,1 % knapp unter EU-Durchschnitt (7,5 %). Zu berücksichtigen ist, dass es einen großen informellen Sektor in Portugals Wirtschaft gibt, welcher einen Anteil von Arbeitslosen beschäftigt, der sonst in die Arbeitslosenstatistik fallen würde.

Außenhandel

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Der Außenhandel wird zu etwa 80 % mit den EU-Partnern abgewickelt. Exportiert werden vor allem Bekleidung und Schuhe, Maschinen, Chemieprodukte, Kork sowie Zellstoff und Papier. Importiert werden Maschinen, Fahrzeuge, Öl und Ölprodukte sowie Landwirtschaftsprodukte. Dabei hat Portugal ein großes Handelsbilanzdefizit. Das Zahlungsbilanzdefizit ist durch Einnahmen aus dem Tourismus nicht so hoch wie das Handelsbilanzdefizit.

Bodenschätze

Portugal gehört zu den weltführenden Nationen in der Wolframproduktion. An abbaubaren Bodenschätzen gibt es außerdem Kohle, Kupfer, Zinn, Gold, Eisenerze wie Pyrit und Chalcopyrit, Tonminerale wie Kaolinit sowie Wolframit und Uraninit. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt Portugal als wichtiger Lieferant für Uran. Der Uranabbau wurde jedoch zu Beginn des 21. Jahrhunderts wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Während des Zweiten Weltkrieges versorgte sich Deutschland mit portugiesischem Wolfram für die Waffenproduktion. Die Atombombe von Hiroshima enthielt portugiesisches Uran.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft Portugals ist eine der ineffizientesten in Europa; der Anteil der Landwirtschaft am BIP liegt bei etwa 5 %, jedoch sind mehr als 15 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft beschäftigt. Dies führte dazu, dass viele Betriebe aufgaben und fast die Hälfte der Nahrungsmittel importiert wird. Die Korkeichenplantagen im Alentejo und der Anbau von Mandeln befinden sich in einer tiefen Krise. Für die Zellstoffindustrie, einen wichtigen Wirtschaftsfaktor Portugals, werden große Flächen mit schnell wachsendem Eukalyptus als Rohstoff aufgeforstet. Dies ist aus ökologischen Gründen bedenklich, weil Eukalyptus den Boden auslaugt, den ursprünglichen Wald und damit die Tierwelt verdrängt, und die katastrophalen Waldbrände im Sommer begünstigt.

Ähnlich der Landwirtschaft kämpft die Fischerei mit Produktivitätsproblemen. Die portugiesische Fischereiflotte ist im Vergleich zur spanischen schwach entwickelt. Der meiste Fisch wird importiert.

Tourismus

Für etwa acht Prozent des BIP, mit steigender Tendenz, ist der Tourismus verantwortlich, wobei die meisten Besucher aus Spanien und Großbritannien kommen. Die Algarve ist dabei unangefochten das Zentrum. Auf der Atlantikinsel Madeira begann der Tourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts; die Insel war eines der bevorzugten Ziele wohlhabender britischer Reisender. Sie stiegen vor allem im Hotel Reid’s Palace ab, das der Schotte William Reid 1891 hatte bauen lassen.

Kenndaten

Portugal ist Teil des Europäischen Binnenmarkts. Zusammen mit 16 EU- Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine Währungsunion, die Eurozone.
  • Bruttosozialprodukt (Mrd. US$): 109,86 (1998), 109,99 (1999), 110,6 (2000),
  • Bruttosozialprodukt / Einwohner (US$): 11.020 (1998), 11.010 (1999), 11.060 (2000)

Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von 81 Mrd. Euro, dem standen Einnahmen von 65 Mrd. Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 16 Mrd. Euro beziehungsweise 9,3 % des BIPs.[24]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 127,9 Mrd. Euro oder 76,1 % des BIP.[24] Am 6. April 2011 gab der Premierminister Portugals bekannt, dass das Land im Zuge der Euro-Krise Finanzhilfen der Europäischen Union annehmen werde.[25]

Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Staatsverschuldung 51,4 % 50,5 % 52,9 % 55,6 % 56,9 % 58,3 % 63,6 % 63,9 % 62,7 % 65,3 % 76,1 %
Haushaltssaldo -2,8 % -2,9 % -4,3 % -2,8 % -2,9 % -3,4 % -6,1 % -4,1 % -2,8 % -2,9 % -9,3 %
Quelle: Eurostat[26]

Infrastruktur

Straßenverkehr

Neue Brücke über den Mondego

Das Straßennetz ist nicht zuletzt dank EU-Mitteln aus Förderungsfonds seit den 1980er Jahren schnell gewachsen und gut ausgebaut. Die wichtigen Routen werden von gebührenpflichtigen Autoestradas abgedeckt. Diese erreichen insgesamt eine Länge von 1100 km und werden größtenteils vom börsennotierten Unternehmen Brisa betrieben. Gebührenfrei sind hingegen Itinerários Principais (IP) oder Itinerários Complementares (IC). Die Investitionen in den Straßenverkehr verdeutlichen sich nicht zuletzt in den Unfallstatistiken, 2008 starben in Portugals Straßenverkehr 83 Menschen pro 1 Million Einwohner nach 323 im Jahre 1991 (zum Vergleich 54 pro 1 Million in Deutschland 2008).[27]

Der Fernverkehr mit Bussen hat in Portugal einen höheren Stellenwert als in Mitteleuropa. Das größte Linienbusunternehmen ist Rede Expressos.

Schienenverkehr

Ein Alfa Pendular im Bahnhof Lissabon Oriente

Das Eisenbahnnetz Portugals ist relativ weitmaschig. Das staatliche Unternehmen Rede Ferroviária Nacional verwaltet ein Schienennetz, das eine Gesamtlänge von 2789 km hat. Davon sind 188 km Schmalspur, 607 km sind mehrspurig ausgebaut.[28] Züge werden von der staatlichen Comboios de Portugal und seit kurzem von der privaten Fertagus angeboten. Auf den Hauptverkehrsrouten sind die Verbindungen jedoch effizient, der Alfa Pendular bietet die schnellsten Verbindungen zwischen den Ballungszentren. Eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Lissabon, Porto und Madrid ist zudem bereits in Planung, dazu wurde die Projektgesellschaft Rede Ferroviária de Alta Velocidade bereits gegründet.

In Nebenbahnen wurde in den letzten Jahrzehnten kaum investiert und viele wurden stillgelegt. Zwei Städte verfügen über eine U-Bahn, nämlich Lissabon und Porto. Mit der Metro Mondego ist ein Schienennahverkehr in Coimbra geplant. Straßenbahnen existieren schließlich in Lissabon, südlich des Tejo und Porto.

Internationale Züge verbinden Portugal mit Städten in Spanien. Daneben gibt es eine Verbindung nach Irún an der spanisch-französischen Grenze mit direktem TGV-Anschluss nach Paris.

Luftverkehr

Airbus A310 der TAP Portugal

Die fünf wichtigsten Flughäfen Portugals sind Lissabon, Porto, Faro, Ponta Delgada und Funchal. Sie werden von mehreren Fluggesellschaften bedient, wobei die portugiesischen Linien TAP Portugal, SATA Air Açores und Portugália Airlines die meisten Verbindungen bieten. Im Jahr 2006 fertigten die portugiesischen Flughäfen insgesamt 22 Millionen Passagiere und 135.000 Tonnen Fracht ab. Es wird erwartet, dass das Verkehrsaufkommen bis 2025 auf 46,8 Millionen Passagiere und 259 Millionen Tonnen Fracht steigen soll.[29]

Angesichts dieser Zahlen wurde entschieden, den existierenden Flughafen Lissabons durch einen neuen zu ersetzen. Der um 3,3 Milliarden Euro zu errichtende Flughafen soll sich in Ota (Alcochete) befinden und 2017 eröffnet werden.

Wassertransport

Die wichtigsten Häfen Portugals befinden sich in Aveiro, Porto, Lissabon, Sines und Setúbal. Im Jahr 2007 kamen fast 70 % aller Importe über den Seeweg ins Land, während 41 % der Exporte über die Häfen abgewickelt wurden. Von den 58 Millionen Tonnen liefen 39 % über den Hafen von Sines. Die Häfen werden modernisiert und ihre Verkehrsanbindung verbessert, damit sie einen größeren Teil des spanischen Außenhandels abwickeln können.[30]

Kultur

Literatur

Portugal wird manchmal als Land der Poeten bezeichnet. In der portugiesischen Literatur hatte die Poesie immer stärkeren Einfluss als die Prosa. Im Mittelalter, als die portugiesische Nation entstand, war im Nordwesten der Iberischen Halbinsel die Poesie weit verbreitet. Es entstanden exzellente epische wie lyrische Werke. Während die bekanntesten klassischen Poeten Luís de Camões und Fernando Pessoa sind, gibt es eine Reihe weniger bekannter Künstler, die auf die moderne portugiesische Literatur bedeutenden Einfluss haben.

Die Prosa entwickelte sich später als die Poesie und prägte sich erst im 14. Jahrhundert in der Form von Chroniken oder der Beschreibung des Lebens von Heiligen heraus. Hier ist Fernão Lopes der berühmteste Vertreter; er verfasste eine Chronik der Regentschaften von drei Königen seiner Zeit. Für ihn waren Genauigkeit der Darstellung sowie eine lebhafte Schilderung am wichtigsten. International ist die portugiesische moderne Literatur am bekanntesten, besonders mit den Werken von José Maria Eça de Queiroz und dem Nobelpreisträger für Literatur 1998, José Saramago.

Portugiesische Küche

Bacalhau – Das portugiesische Nationalgericht vor der Verarbeitung

Die portugiesische Küche ist mannigfaltig, sie folgt in mancher Hinsicht der iberischen Tradition, darüber hinaus nahm sie jedoch viele Elemente aus den kolonisierten Gebieten auf. Nach der maurischen Herrschaft über Portugal blieben auch viele nordafrikanische Einflüsse erhalten, dazu gehören der starke Gebrauch von Zucker, Zimt, Gewürzen und Eidotter.[19]

Als Nationalgericht Portugals gilt der Bacalhau. Bereits seit dem 13. Jahrhundert spielte diese Art Trocken- und Salzfisch in der Ernährung der Portugiesen eine bedeutende Rolle. Heute sagt man, dass es in der portugiesischen Küche ein Bacalhau-Rezept für jeden Tag des Jahres gibt. Sardinen, im 16. Jahrhundert das billigste Nahrungsmittel im Land, sind auch heute ein traditionelles Essen (Sardinhas Assadas).[31] Zahlreiche weitere Gerichte wie Caldeirada, Amêijoas à Bulhão Pato, Rissóis de Camarão oder Arroz de marisco unterstreichen die Bedeutung von Fisch und anderen Meeresprodukten in der portugiesischen Küche.

Cozido à portuguesa mit Beilagen

Typisch sind weiters Suppen wie Caldo verde, eine Grünkohl-Kartoffelsuppe aus dem portugiesischen Kohl Couve-galega, die typischerweise mit Broa (Maisbrot) und Chouriço serviert wird, oder die Sopa alentejana mit Brot, Ei, Koriander, Knoblauch und Olivenöl. Fleisch wurde im Mittelalter Portugals nur sehr wenig gegessen, trotzdem sind Würste (enchidos) verbreitet und es gibt einige berühmte Fleischgerichte wie Cozido à portuguesa oder das populäre Schnellgericht Francesinha. Weiters gibt es eine lange Tradition in der Käserei, nennenswert sind Queijo do Pico, Queijo Serra da Estrela oder Queijo de Azeitão.

Süßspeisen nehmen in Portugal einen ganz bedeutenden Platz ein. Die berühmten Pastéis de Belém sind eine Spezialität aus Belém und wurden über Macao in Südostasien verbreitet.

Für seinen Wein ist Portugal bekannt. Seit der Römerzeit wird Portugal mit dem Gott des Weines und der Feste, Bacchus/Dionysos, assoziiert. Einige portugiesische Weine gehören zu den besten der Welt. Zwei Weinspezialitäten sind der spritzig-moussierende Vinho Verde und der Portwein.

Musik

„Königin des Fado“ Amália Rodrigues als Graffiti in Lissabon

Die wichtigste Musikform Portugals ist der Fado, der sehr melancholisch sein kann und zum Klischee der melancholischen Portugiesen (gegenüber den temperamentvollen Spaniern) beigetragen hat. Diese Musik geht eng einher mit saudade (etwa: Sehnsucht), und ist wahrscheinlich durch die Vermischung der Lieder von portugiesischen Seefahrern mit den Rhythmen afrikanischer Sklaven entstanden. Hierbei werden zwei Stilformen unterschieden, nämlich der Fado von Lissabon und von Coimbra. Amália Rodrigues war die bedeutendste Fado-Künstlerin, nach ihrem Tod sind mehrere Musiker aus ihrem Schatten getreten und bringen neue Formen des Fado hervor, die teilweise nur noch die saudade mit dem ursprünglichen Fado gemein haben. In den früheren Kolonien Portugals hat sich der Fado ebenfalls verbreitet und sich zur kapverdischen Morna einer Cesária Évora und zum brasilianischen Choro weiterentwickelt. Zu den heute im deutschsprachigen Raum bekannten, vom Fado beeinflussten, Gruppen zählt Madredeus mit der Sängerin Tereza Salgueiro.

Aus der Zeit des faschistischen Estado Novo unter Salazar kommt eine kritische Liedermachertradition. Bekannteste Vertreter dieser Protestbewegung sind José Afonso (häufig Zeca genannt) und Sérgio Godinho. Von José Afonso stammt die Interpretation des Liedes Grândola, Vila Morena, welches in der Nacht der Nelkenrevolution und darüber hinaus landesweit politische Symbolwirkung entfaltete.

Im Popmusik-Genre hat sich in Portugal der Hip Hop Tuga entwickelt, eine an Portugal adaptierte Version des Hip-Hop, die unter Jugendlichen populär ist. Über die Landesgrenzen hinaus konnte sich der Rock und Blues Sänger, Gitarrist und Komponist Rui Veloso einen Namen machen.

Jede Region Portugals besitzt ihren Folklorestil (Ranchos Folclóricos). Die portugiesische Musik- und Tanztradition hat sich in Brasilien mit den Traditionen der Sklaven aus dem heutigen Angola zur Samba gemischt und ist in dieser Mischung ebenso in Portugal populär. Vor allem unter angolanischen Einwanderern ist der Kuduro beliebt. Hierbei handelt es sich um eine Musikrichtung welche unter anderem Einflüsse des Sungura sowie des Afro Zouk beinhaltet. Der Rhythmus ist schnell und hart. Die verbreitete Kizomba ist eine Mischform aus dem angolanischen Semba und Zouk. Es handelt sich meist um romantische Lieder mit entsprechend langsamen Rhythmen. Populär sind diese beiden Musikrichtungen (jedoch die Kizomba im Besonderen) bei der jungen Generation afrikanischer Einwanderer. In den vergangenen Jahren wurde diese Musikrichtung unter Jugendlichen kulturell portugiesischer Herkunft verbreitet. Rão Kyao, ein Komponist, Musiker und Sänger portugiesischer Musik und des Fado hat sich durch Aufnahme musikalischer Einflüsse aus indischer Musik (Goa, ehemalige portugiesische Kolonie), aus Macao (ehemalige portugiesische Kolonie), aus dem arabischen Raum und aus Nordafrika einen Namen gemacht.

Volksfeste

Im Juni finden in ganz Portugal Feste zu Ehren der drei Volksheiligen (Santos Populares) statt. Diese drei Heiligen sind Antonius, Johannes und Petrus. Gefeiert wird mit Wein, água-pé (Most), traditionellem Brot mit Sardinen, Straßenumzügen und -tänzen, Hochzeiten, Feuer und Feuerwerk sowie viel guter Laune.

Santo António wird in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni gefeiert, vor allem in Lissabon (wo dieser Heilige geboren wurde und lebte), wo eine Art Straßenkarneval (Marchas Populares) stattfindet. Zu diesen Tagen gibt es Hochzeiten, die Casamentos de Santo António. Der populärste Heilige ist São João (hl. Johannes), für den am Johannistag vor allem in Porto und Braga gefeiert wird, wobei es Sardinen und Caldo Verde (eine traditionelle Suppe) gibt. Zu Ehren von São Pedro wird am 28. und 29. Juni gefeiert, besonders in Póvoa de Varzim und Barcelos, wobei diese Feste dem Meer gewidmet sind. Dabei gibt es Feuer (fogeiras) und eine Art Straßenkarneval.

Portugals Fußballer Luís Figo im Nationaltrikot

Sport

Fußball ist der am meisten ausgeübte Sport in Portugal. Der portugiesische Fußball hat Weltklassespieler wie Eusébio, Nené, Paulo Sousa, Rui Costa, Cristiano Ronaldo, Vítor Baía, Deco, Fernando Meira oder Luís Figo hervorgebracht. Im Jahr 2004 wurde die Fußball-Europameisterschaft in Portugal ausgetragen, bei der die portugiesische Nationalmannschaft nach Griechenland Vize-Europameister wurde. Das Erreichen des dritten Platzes bei der WM 1966 ist der bisher größte Erfolg der portugiesischen Fußballgeschichte.

Neben Fußball sind noch Futsal und Strandfußball verbreitet, und Portugal hat dort Erfolge zu verzeichnen. Außerdem sind portugiesische Sportler international im Marathonlauf, Beachvolleyball und Rollhockey erfolgreich. Ganzjährig bieten die Küsten im Süden und Westen ideale Bedingungen zum Wellenreiten. Einige der besten Surfspots Europas ziehen Surfer aus aller Welt an. Eine traditionelle Sportart Portugals ist das Jogo do pau.

Bibliothekswesen

Portugal verfügt, ausgehend von mittelalterlichen und klösterlichen Sammlungen, über eine lange Bibliothekstradition. So entwickelten sich bis heute vielfältige Bibliothekstypen, wie wissenschaftliche Bibliotheken, Universitätsbibliotheken, öffentliche Bibliotheken, Bibliotheken der zentralen Verwaltung und Spezialbibliotheken. Die genaue Anzahl von Bibliotheken und der Gesamtbestand an Medien ist nicht bekannt. (Die LIB2-Studie von 1986 ermittelte 556 portugiesische Bibliotheken.) Systematische und methodische Arbeiten zur Förderung des öffentlichen Bibliothekswesens und der Bibliothekswissenschaft begannen Ende des 19. Jahrhunderts.

In der Zeit des Estado Novo (1928–1974) war die Bedeutung der Bibliotheken und die Bibliotheksarbeit selbst durch Zensur und Restriktionen stark eingeschränkt. Dadurch gibt es bis heute Defizite in der Entwicklung des Bildungs– und Bibliothekssystems. Die jahrzehntelangen Diktatur begünstigte eine mangelnde Volksbildung und den Analphabetismus. Nach der Nelkenrevolution 1974 kam es zur Demokratisierung im Bildungs- und Kulturbereich.

Gegen die mangelnde Volksbildung und den Analphabetismus wurde systematische Erwachsenenbildung und Leseförderung betrieben. Die besorgniserregende Situation der öffentlichen Bibliotheken hatte zahlreiche Initiativen und Neuregelungen innerhalb des Bibliothekswesens zur Folge, z. B. 1983 das „Manifest des öffentlichen Lesens“. 1986 wurde dies durch eine Gesetzgebung zur Schaffung und Koordinierung eines Netzes des öffentlichen Lesens untermauert. Gleichzeitig kam es zur in Portugal erst relativ spät einsetzenden Automatisierung der Bibliotheksarbeit und zum Einsatz moderner Informationstechnik, zunächst in Universitätsbibliotheken und der Nationalbibliothek „Biblioteca Nacional de Lisboa“.

Letztere war die erste öffentliche Bibliothek, die 1796 als Königlich-öffentliche Hofbibliothek gegründet wurde. Sie betreibt z. B. die nationale bibliographische Datenbank PORBASE. Diese enthält über 1 Million Titeleinträge, 800.000 Verfassereinträge von etwa 134 Bibliotheken und Dokumentationszentren und die Portugiesische Nationalbibliographie. Die Nationalbibliothek und vermutlich fast alle anderen Bibliotheken arbeiten mit dem Bibliothekssystem CDS/ISIS und dem Datenaustauschformat UNIMARC.

Eine Archivar- und Bibliothekar-Ausbildung ist über ein Studium an den staatlichen Universitäten Coimbra, Lissabon und Porto möglich. Einige zum Teil staatliche Institutionen übernehmen Koordinierungsaufgaben und unterstützen die Förderung des portugiesischen Buches und die Kooperation und Unterstützung von Bibliotheken.

Durch umfangreiche innovative Arbeiten der letzten Jahre hat das portugiesische Bibliothekswesen den Anschluss an europäische und internationale Standards geschafft. Noch existierende Defizite sollen durch Förderung des Lesens und der Bibliotheken und durch internationale Zusammenarbeit weiter abgebaut werden.

Medien

Vier Hauptfernsehkanäle können im ganzen Land per Antenne empfangen werden: RTP1 und RTP2, die vom staatlichen portugiesischen Rundfunk Rádio e Televisão de Portugal (RTP) betrieben werden und die privaten Kanäle SIC (Sonae Group) und TVI (Media Capital, davon 32 % RTL-Group). Das Programm wird bei diesen Sendern außer RTP2 von brasilianischen und portugiesischen Telenovelas und Action-Serien dominiert; die Nachrichten sind in hohem Maße auf Portugal ausgerichtet. Fremdsprachige Spielfilme werden fast nie synchronisiert, sondern mit Untertiteln gezeigt. Der Auslandssender RTP-Internacional kann auch in Mitteleuropa empfangen werden und zeigt eine Auswahl der vier Programme. Daneben gibt es eine Vielzahl von Kabelkanälen, die in den urbanen Zentren empfangen werden können.

Es gibt etwa 150 Radiostationen in Portugal. Die Sender der RTP und der katholische Sender Rádio Renascença sind landesweit zu empfangen. Die RTP ist über Kurzwelle auch in Mitteleuropa zu hören, allerdings nur auf Portugiesisch.

Unter den zahlreichen Zeitungen, die in Portugal gedruckt werden, findet ein Konsolidierungs- und Konzentrationsprozess statt, bei dem viele der kleinen Blätter aufgeben müssen. Bedeutende täglich erscheinende Zeitungen sind der konservativ-liberale Diário de Notícias, der linksliberale Público (beide aus Lissabon) und das Jornal de Notícias aus Porto. Wichtige Wochenzeitungen sind Expresso und das politische Wochenmagazin Visão.

Sehr große Auflagen haben Sportzeitungen, die täglich erscheinen und sich fast ausschließlich mit Fußball beschäftigen – die bedeutendsten sind O Jogo, A Bola und Record.

Im Bereich der Klatschpresse sind die wöchentlich erscheinenden Magazine Maria und Nova Gente die auflagenstärksten.

Feiertage

Datum Bezeichnung Portugiesischer Name Anmerkung
1. Januar Neujahrstag Ano Novo  
- Karneval Carnaval (kein offizieller, aber de facto Feiertag), Dienstag 40 Tage vor Ostern
- Karfreitag Sexta-Feira Santa Freitag vor Ostern
Ostern Páscoa Ostersonntag
25. April Tag der Freiheit Dia da Liberdade Nelkenrevolution 1974
1. Mai Tag der Arbeit Dia do trabalhador  
10. Juni Portugal-Tag Dia de Portugal Tod von Luís de Camões im Jahre 1580
Fronleichnam Corpo de Deus Donnerstag, 60 Tage nach Ostern
15. August Mariä Himmelfahrt Assunção  
5. Oktober Errichtung der Republik Implantação da República im Jahre 1910
1. November Allerheiligen Todos os santos  
1. Dezember Wiederherstellung der Unabhängigkeit Restauração da Independência im Jahr 1640
8. Dezember Unbefleckte Empfängnis Imaculada Conceição Schutzheilige von Portugal
25. Dezember Weihnachten Natal  

Anmerkung: Jeder Kreis hat einen eigenen religiösen Feiertag, oft für den Heiligen Antonius am 13. Juni, den Heiligen Johannes am 24. Juni oder den Heiligen Petrus am 29. Juni. Wenn der Kreis einen solchen Feiertag nicht hat, ist Karneval ein gesetzlicher Feiertag. Der Karneval wird wie ein normaler Feiertag behandelt, insbesondere Staatsbedienstete haben an diesem Tag normalerweise frei. Der erfolglose Versuch im Jahre 1995, diese Regelung abzuschaffen, kostete den damaligen Ministerpräsidenten Cavaco Silva viel Popularität. Daneben wird der 24. Juni als Feiertag diskutiert (Unabhängigkeit Portugals im Jahre 1128).

Siehe auch

 Portal:Portugal – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Portugal

Literatur

Neben den zahlreichen Reiseführern bietet sich folgendes an:

  • Dietrich Briesemeister, Axel Schönberger (Hrsg.): Portugal heute. Politik, Wirtschaft, Kultur. Vervuert, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-89354-564-6 (Aufsatzsammlung, sehr informativ und tiefschürfend)
  • Gilberto Freyre: Herrenhaus und Sklavenhütte. Klett-Cotta, München 1990, ISBN 3-423-04554-X (Das wichtigste Werk des brasilianischen Soziologen und Anthropologen gibt zwar ein Bild der Gesellschaft Brasiliens, etwa ein Drittel des Buches ist aber den portugiesischen Kolonisatoren und besonders deren kulturelle Herkunft und Wirtschaftsgeschichte gewidmet.)
  • Eckhart Nickel: Gebrauchsanweisung für Portugal. Piper, München 2001, ISBN 3-492-27520-6
  • António Henrique R. de Oliveira Marques: Geschichte Portugals und des portugiesischen Weltreichs. Kröner, Stuttgart 2001, ISBN 3-520-38501-5
  • Henry Thorau (Hrsg.): Portugiesische Literatur. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-39270-0
  • Ilídio Rocha: Chronologisches Lexikon der portugiesischen Literatur. TFM Verlag Teo Ferrer de Mesquita, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-925203-62-1

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Portugal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Portugal – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Portugal – geographische und historische Karten
Wikibooks Wikibooks: Portugal – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

  1. Census 2011 Apresentação in: Instituto Nacional de Estatística (abgerufen am 30. Juli 2011).
  2. Report for Selected Countries and Subjects imf.org (abgerufen am 24. Juli 2011).
  3. Report for Selected Countries and Subjects imf.org (abgerufen am 24. Juli 2011).
  4. Human Development Report 2009 – Portugal
  5. Checklist da Flora de Portugal (umfangreiche Datenbank der Associação Lusitania de Fitosociologia).
  6. a b c d e Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 9
  7. Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 19
  8. Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 34–36
  9. Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 21
  10. Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 26
  11. Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 54
  12. Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 13
  13. Observatório da Emigração: França abgefufen 29. Juni 2011 (portugiesisch)
  14. Observatioro da Emigracao: Luxemburgo abgerufen 29. Juni 2011 (portugiesisch)
  15. a b Instituto Nacional de Estatística: Estatísticas Demográficas - 2008, Lissabon 2009. ISBN 978-972-673-961-6, S. 115
  16. a b c d European Studies on Religion & State Interaction: State and Church in PORTUGAL, 22. Januar 2008, besucht am 13. Mai 2010.
  17. Wir in Portugal: Religion, besucht am 13. Mai 2010.
  18. Lei da Liberdade Religiosa. (PDF) Universidade Católica Portuguesa, besucht am 13. Mai 2010
  19. a b Gilberto Freyre: Herrenhaus und Sklavenhütte, München 1982, S.206
  20. Gilberto Freyre: Herrenhaus und Sklavenhütte, München 1982, S.188, 192-204
  21. a b WDR: Vor 100 Jahren: Portugals König Manuel II. wird gestürzt, 4. Oktober 2010
  22. Süddeutsche Zeitung: Präsident Cavaco Silva im Amt bestätigt, 24. Januar 2011.
  23. Regional GDP per inhabitant in the EU 25 (PDF) (Link nicht mehr abrufbar) in: Eurostat News Release. Luxemburg 63.2006.
  24. a b Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2009 (PDF)
  25. BBC News: Portugal calls for EU financial bail-out, abgerufen am 6. April 2011.
  26. Finanzstatistik des Sektors Staat, Haupttabellen epp.eurostat.ec.europa.eu
  27. Road Safety evolution in the EU by population. (PDF) CARE-Datenbank der EU, abgerufen am 30. Dezember 2009.
  28. REFER EPE: Directório da Rede 2010, S.66, besucht am 30. Dezember 2009
  29. Sistema Aeroportuário Nacional – Plano Estratégico. (PDF) Ministério das Obras Públicas, Transportes e Comunicações, abgerufen am 30. Dezember 2009.
  30. Orientações Estratégias para o Sector Marítimo Portuário. (PDF) Ministério das Obras Públicas, Transportes e Comunicações, abgerufen am 30. Dezember 2009.
  31. Gilberto Freyre: Herrenhaus und Sklavenhütte, München 1982, S.221, S.218
39.383333333333-8.2

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  • Portugal — • A country on the west side of the Iberian Peninsula Catholic Encyclopedia. Kevin Knight. 2006. Portugal     Portugal     † …   Catholic encyclopedia

  • PORTUGAL — PORTUGAL, southwesternmost country of continental Europe, in the Iberian Peninsula. Jewish settlement in the area began prior to Portugal s emergence as a nation. The existence of a significant Jewish settlement on the peninsula by 300 C.E. is… …   Encyclopedia of Judaism

  • Portugal — es un país de la Europa sur occidental que forma parte de la Unión Europea (UE). El territorio del país se extiende sobre la fachada atlántica de la Península Ibérica, donde limita al norte y al este con España. * * * Portugal, Condestable don… …   Enciclopedia Universal

  • Portugal — Portugal, dieser Paradiesgarten von Europa, in welchem einst Camoens seine göttliche Lusiade sang, in welchem die treue Liebe und das tragische Ende der reizenden Ines da Castro am Quell der Thränen noch heute beweint wird, wo König Sebastian s… …   Damen Conversations Lexikon

  • Portūgal — Portūgal, europäisches Königreich (s. Karte »Spanien und Portugal«), der südwestlichste Teil der Pyrenäischen Halbinsel und des europäischen Festlandes, erstreckt sich zwischen 36°59 –42°8 nördl. Br. und 6°10 –9°31 westl. L. und bildet ein… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Portugal — C est dans le Morbihan que le nom a toujours été le plus répandu (il y est présent au moins depuis le début du XVIIe siècle à Sauzon, puis à Bangor, sous la forme Le Portugal). On le rencontre aussi en Savoie et dans les Pyrénées Atlantiques. Il… …   Noms de famille

  • Portugal — Portugal, Königreich im W. der Pyrenäischen Halbinsel [Karten: Spanien und Portugal I u. II], ohne Tajo und Sadobucht (418 qkm) 88.954 qkm, (1900) 5.016.267 E., mit den zum Mutterlande gerechneten Azoren der Madeiragruppe 92.157 qkm, 5.423.132 E …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Portugal — late 14c., Portyngale, from M.L. Portus Cale (Roman name of modern Oporto), the port of Gaya. Alfonso, Count of Portucale, became the first king of Portugal …   Etymology dictionary

  • Portugal — Portugal, Königreich auf der pyrenäischen Halbinsel, zwischen Spanien u. dem atlant. Ocean, 1725 QM. groß, dem größten Theile nach ein Hochland (Serra Estrelha, de Monchique, de Montezinho etc.) durch die Fortsetzung der span. Gebirge: der Sierra …   Herders Conversations-Lexikon

  • portugal — PORTUGÁL s., adj. v. portughez. Trimis de siveco, 13.09.2007. Sursa: Sinonime …   Dicționar Român

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