Israel
מדינת ישראל Medinat Jisra'el (hebr.)

دولة إسرائيل Daulat Isrāʾīl (arab.)
Staat Israel

Flagge Israels
Wappen Israels
Flagge Wappen
Amtssprache Neuhebräisch, Arabisch
Hauptstadt Jerusalem (Sitz des Parlaments und der Regierung)[1]
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Präsident Schimon Peres
Regierungschef Premierminister Benjamin Netanjahu
Fläche Kernland 20.991 km² / 22.145 km²
besetzte Gebiete 6.831 km²
Einwohnerzahl 7.772.200 (Ende Juli 2011)[2]
Bevölkerungsdichte 340,6 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt nominal (2010)[3] 213.147 Mio. US$ (44.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 28.685,62 US$ (32.)
Human Development Index 0,872 (15.)[4]
Währung 1 Neuer Israelischer Schekel (₪ / NIS) = 100 Agorot
Gründung 14. Mai 1948 – 5. Ijjar 5708
Nationalhymne HaTikwa (dt.: „die Hoffnung“)
Nationalfeiertag 5. Ijjar (Tag der Unabhängigkeit)
Zeitzone UTC +2 (Sommerzeit: UTC +3)
Kfz-Kennzeichen IL
Internet-TLD .il
Telefonvorwahl +972
Israel in its region (pre 1967 territory).svg
Israel.png

Israel (hebräisch: מדינת ישראל?/i Medinat Jisra'el, arabisch ‏دولة إسرائيل‎, DMG Daulat Isrāʾīl) ist ein Staat im Nahen Osten, der an den Libanon, Syrien, Jordanien, die Palästinensischen Autonomiegebiete und Ägypten grenzt.

Inhaltsverzeichnis

Name

Die älteste Quelle für das Wort „Israel“ ist die ägyptische Merenptah-Stele (heute im Ägyptischen Museum in Kairo). Sie beschreibt einen Feldzug gegen ein Volk Israel im Lande Kanaan und wird auf das Jahr 1211 v. Chr. datiert.

Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet „Israel“ als „Gottesstreiter“ (Gen 32,29 EU). Jakob bekam diesen neuen Namen, nachdem er mit einem geheimnisvollen Gegner gerungen hatte. Seine Nachkommen wurden als die „Kinder Israels“, „Israeliten“ oder kurz „Israel“ bezeichnet.

Der Name entspricht einer weit verbreiteten semitischen Namensform, die ein Verb im Imperfekt und das theophore Element אֵל (Gott) als Subjekt enthält. Das verbale Element wird in dieser Deutung als von der semitischen Wurzel שרה „streiten, kämpfen“ abgeleitet angesehen. Möglich ist allerdings auch eine Ableitung von der Wurzel שרר „herrschen“. Das hebräische Imperfekt kann im Deutschen mit dem Präsens oder der Wunschform wiedergegeben werden, so dass sich als mögliche Übersetzungen ergeben: „Gott streitet (für uns)“ oder „Gott möge (für uns) streiten“ und „Gott herrscht“ oder „Gott möge herrschen“. Antonius der Große übersetzte in seinem dritten Brief den Namen Israel mit „Verstand, der Gott sieht“.

Andere Namensvorschläge für den neuen Staat lauteten Eretz Israel, Zion, Judäa und Neu Judäa. Die Entscheidung der Regierung für „Israel“ wurde von Außenminister Mosche Scharet verkündet.

Geographie

Grenzen und Nachbarstaaten

Israelische Flagge auf Masada

Israel liegt auf einer Landbrücke zwischen Asien und Afrika am östlichen Rand des Mittelmeeres. Damit zählt es geografisch zu Vorderasien. Nachbarstaaten sind im Norden der Libanon, im Nordosten Syrien, im Osten und Südosten Jordanien und im Südwesten Ägypten. Im Süden grenzt Israel an den Golf von Akaba und damit ans Rote Meer.

Der Grenzverlauf im Osten – zu den Gebieten zwischen Israel und Jordanien (Westjordanland) – ist strittig. Diese Gebiete haben nicht den Status eines eigenständigen Staates. Ein von allen Seiten gleichermaßen akzeptierter und daher eindeutig definierter Grenzverlauf ist aufgrund verschiedener Ursachen bis heute nicht vorhanden.

Der UN-Teilungsplan für Palästina (1947) wurde von Israel akzeptiert, von den arabischen Staaten jedoch abgelehnt.

Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 verteidigte Israel das ihm zugedachte Staatsgebiet und eroberte weitere Gebiete. Jordanien besetzte das Westjordanland (einschließlich Ostjerusalems mit dem jüdischen Viertel der Altstadt), Ägypten den Gazastreifen und Syrien kleinere Gebiete am See Genezareth (die allerdings demilitarisiert wurden). Vor 1967 hatte Israel eine Fläche von 20.700 km², davon waren 445 km² Wasser. Damit ist das israelische Kernland etwas kleiner als das deutsche Bundesland Hessen, und es ist etwas größer als die österreichischen Bundesländer Wien und Niederösterreich zusammen.

Im Sechstagekrieg von 1967 eroberte Israel den Gazastreifen im Südwesten und das Westjordanland im Osten des Kernlands, so dass es das gesamte ehemalige Mandatsgebiet von 1947 kontrollierte.

Israel besetzte außerdem die syrischen Golanhöhen, die bis 1923 noch Teil des damaligen britischen Mandatgebietes Palästina waren, und die Sinai-Halbinsel (60.000 km²). Der Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatte kleinere Grenzverschiebungen am Suezkanal und auf dem Golan zur Folge. Aufgrund des 1979 mit Ägypten geschlossenen Friedensvertrags wurde die Sinaihalbinsel bis 1982 zurückgegeben, während über den Golan ein weiterhin ungelöster Konflikt mit Syrien besteht.

Seit Beginn des Ersten Libanonkriegs im Jahr 1982 hielt Israel den südlichen Grenzstreifen des Libanon unter militärischer Besatzung. Diese sogenannte „Sicherheitszone“ südlich des Flusses Litani wurde im Mai 2000 mit Ausnahme der umstrittenen Schebaa-Farmen geräumt.

1994 schloss Israel in der Washingtoner Erklärung mit Jordanien Frieden. Seitdem wurden der Gazastreifen und Teile des Westjordanlandes der Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde übergeben. Der endgültige Status dieser Gebiete steht nicht fest. Nach dem Abzug der israelischen Truppen und Siedler aus dem Gazastreifen 2005 umfassen die besetzten Gebiete eine Fläche von 7099 km², wovon Ostjerusalem (70 km²) und die Golanhöhen (1150 km²) nach israelischem Recht Gegenstand einer international nicht anerkannten Annexion geworden sind, während das Westjordanland (5879 km²; entspricht etwa der doppelten Fläche des Saarlandes) der Militärverwaltung untersteht.

Landschaft

Reliefkarte
Der Banyas, einer der Quellflüsse des Jordans

In der Länge misst das Land vom Norden bis zum Süden 470 km. Die breiteste Stelle des Landes misst 135 km, die schmalste nur 15 km. Israel lässt sich in vier Regionen einteilen: Die Mittelmeerküste, die Hügellandschaft im Zentrum, das Jordantal und die Negev-Wüste.

Die Küstenebene verläuft von der libanesischen Grenze nach Gaza im Süden, nur vom Karmelkap in der Bucht von Haifa unterbrochen. Um Gaza ist sie etwa 40 Kilometer breit und wird gegen Norden immer schmaler, so dass sie an der libanesischen Grenze nur noch 5 Kilometer breit ist. Sie ist fruchtbar und subtropisch und wird für den Anbau von Wein und Zitrusfrüchten genutzt. Der am dichtesten bevölkerte Teil zwischen Tel Aviv und Haifa heißt Scharonebene. Die Ebene wird von mehreren kurzen Flüssen durchzogen, von denen nur zwei, der Jarkon und der Kischon, ganzjährig Wasser führen.

Östlich der Küste, im Zentrum des Landes, schließt sich eine Hügellandschaft an. Im Norden liegen die Berge und Hügel des oberen und unteren Galiläa, weiter im Süden schließen die Hügel von Samaria an, wo es viele fruchtbare Täler gibt. Südlich von Jerusalem schließlich liegt Judäa mit seinen recht unfruchtbaren Hügeln. Die Hügellandschaft liegt im Durchschnitt 610 Meter über dem Meeresspiegel und erreicht in Galiläa mit dem Berg Meron (1208 m) ihren höchsten Punkt. Viele Täler durchschneiden die Landschaft in Ost-West-Richtung. Das größte ist die Jesreelebene (biblisch als Tal Esdrelon bezeichnet), welches sich von Haifa aus 48 km in südöstlicher Richtung bis zum Jordantal erstreckt. Es ist an seiner breitesten Stelle 19 km weit.

Östlich der Hügellandschaft liegt das Jordantal, welches einen kurzen Abschnitt des 6500 km langen Großen Afrikanischen Grabenbruchs darstellt. Der Jordan, mit 322 km Israels längster Fluss, wird aus den Quellflüssen Dan, Banijas und Hazbani im Norden des Landes gespeist. Die Banyas-Quelle ist eine bekannte Touristenattraktion durch ihre einzigartige, subtropische Landschaft. Der Jordan fließt südlich durch die Huleebene in den See Genezareth (hebr. ים כנרת - Jam Kineret). Der See hat eine Fläche von 165 km² und liegt etwa auf 213 Metern u. N.N. Mit einem Speichervermögen von 3 km³ ist er das wichtigste Wasserreservoir des National Water Carrier. Der Jordan fließt im Süden des Sees Genezareth ab und endet schließlich im Toten Meer, das ein extrem salzhaltiger und abflussloser See ist. Das Tote Meer, das sich Israel mit Jordanien teilt, ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Es liegt 418 Meter unter dem Meeresspiegel und hat eine Fläche von 1020 km². Südlich des Toten Meeres führt der Grabenbruch mit der Arava-Senke, die über 170 km keinen dauerhaften Wasserfluss besitzt, bis zum Golf von Akaba.

Der Negev hat eine Fläche von ca. 12.000 km², das ist mehr als die Hälfte der Landfläche Israels. Geographisch gehört er zur Sinai-Wüste. Die Wüstenregion beginnt im Norden etwa auf der Höhe von Be'er Scheva und endet bei Eilat, der südlichsten Stadt Israels. Die Grenze zu Jordanien bildet die Arava-Senke.

Das Tote Meer ist mit −418 m der niedrigste Punkt weltweit; die höchsten Punkte des Landes sind auf dem Berg Hermon bei 2248 m auf dem Golan und auf dem Berg Meron bei 1208 m.

Klima

Das Klima in Israel wird bestimmt durch seine Lage zwischen der subtropischen Trockenheit der Sahara und der arabischen Wüsten einerseits und der subtropischen Feuchtigkeit der Levante andererseits. Obwohl Israel nur ein kleines Land ist, hat es mehrere Klimazonen. Das Klima ist von der Entfernung zum Mittelmeer, von der Höhe und der geographischen Breite abhängig. Im Norden gemäßigt und bewaldet, ist Israel im Süden heiß und wüst. Insgesamt sind 50 % des Landes Steppe und Wüste, wobei die Negev-Wüste die größte Fläche darstellt. An der Küste zum Mittelmeer herrscht das subtropische Mittelmeerklima, das sich durch trockene, heiße Sommer und regenreiche, milde Winter auszeichnet.

Der Januar ist der kälteste Monat mit Durchschnittstemperaturen zwischen 6 °C und 15 °C, Juli und August sind mit 22 °C bis 33 °C die heißesten Monate. Die Sommer sind an der Mittelmeerküste von hoher Luftfeuchtigkeit geprägt, im Inneren des Landes, dem Jordantal und dem Negev jedoch recht trocken. In Eilat werden oft die höchsten Temperaturen erreicht, örtlich bis zu 46 °C. Mehr als 70 % des durchschnittlichen Regens fällt zwischen November und März. Von Juni bis September fällt normalerweise kein Regen. Die Niederschlagsmenge nimmt von Nord nach Süd stark ab, so dass ganz im Süden im Durchschnitt nur 30 mm, im Norden mehr als 900 mm im Jahr erwartet werden können. Besonders im Negev variiert die Niederschlagsmenge von Jahr zu Jahr sehr stark. Im Winter kann es in den höheren Regionen zu Schnee kommen, ab und an auch in Jerusalem. Die drei Gipfel des Hermon sind saisonbedingt über mehrere Monate von Schnee bedeckt.

Die Gebiete mit Niederschlägen von mehr als 300 mm im Jahr werden besonders intensiv landwirtschaftlich genutzt. Etwa ein Drittel des Landes kann bebaut werden.

Unwetter und Hagel sind in der regnerischen Zeit üblich und Wasserhosen können die Mittelmeerküste treffen, richten aber nur sehr geringe Schäden an. Allerdings wurde am 4. April 2006 der Westen Galiläas von Gewitterzellen und einem F2-Tornado getroffen, der größere Schäden verursachte und durch den 75 Personen verletzt wurden.

Städte und Ortschaften

Nachtansicht von Tel Aviv, zweitgrößte Stadt Israels und wirtschaftliche Metropole

Im Jahre 2008 lebten in Israel und in den Israelischen Siedlungen etwa 7,3 Millionen Menschen. Es gibt 71 Städte (einschließlich dreier Städte im Westjordanland) und hunderte kleinere Ortschaften. Der Stadtstatus wird vom israelischen Innenminister an sich bewerbende Ortschaften vergeben, in der Regel nur dann, wenn sie mehr als 20.000 Einwohner zählen. Im Westjordanland gibt es (Schätzung aus dem Jahre 2002) 242 israelische Ortschaften, auf den Golanhöhen 42 und in Ostjerusalem 29 israelische Viertel.

Größere Städte sind Jerusalem (718.000 Einwohner), Tel Aviv (390.300), Haifa (269.300), Rischon leTzion (217.500), Aschdod (200.800) und Be'er Scheva (184.800).

Eine israelische Besonderheit sind die Kibbuzim und Moschawim. Es handelt sich dabei um Ortschaften mit einer sozialistisch-kollektiven oder genossenschaftlichen Verfassung. Im Laufe der Zeit hat aber der Grad der genossenschaftlichen Zusammenarbeit abgenommen, örtlich wurde er ganz abgeschafft.

In Jerusalem, Haifa, Nazaret und Akko lebt die arabische und jüdische Bevölkerung eng zusammen. Rein palästinensische Städte sind vor allem im Gazastreifen und Westjordanland zu finden: Gaza, Jericho, Betlehem sind Teil der palästinensischen Autonomie. Auch im israelischen Kernland gibt es allerdings rein arabische Orte, meistens eher Dörfer.

Tierwelt

Mesopotamischer Damhirsch im Wildpark Chai Bar Karmel

Durch seine Lage zwischen Wüsten und mediterranen Wäldern hatte Israel ursprünglich eine sehr reiche Tierwelt. Heute sind allerdings viele der in der Bibel genannten Tierarten, wie etwa der Löwe und das Nilkrokodil, ausgerottet. Unter den Großtieren konnte sich beispielsweise der Nubische Steinbock halten. Einige Exemplare des seltenen Arabischen Leoparden halten sich noch in der Judäischen Wüste und im Negev.[5] Mittlerweile wurden in den Wüstengebieten der Avara und des Negev auch Arabische Oryxantilopen und Halbesel wiederangesiedelt, die im Wildpark von Chai Bar Jotvata gezüchtet werden. Im Norden gibt es mit Chai Bar Karmel einen ähnlichen Wildpark, in dem die Arten der mediterranen Klimazonen wie Mesopotamische Damhirsche und Wildschafe gezüchtet werden.

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Auf die Einwohnerzahl bezogen steht Israel mit seinen rund 7,8 Millionen Einwohnern (2010)[2] an 76. Stelle. In Flächengröße und Bevölkerungsdichte lässt es sich mit dem deutschen Land Hessen vergleichen.

Etwa 91 % der israelischen Bevölkerung leben in Städten. Die israelische Gesellschaft ist geprägt vom Judentum und von der westlichen Moderne, aber auch von anderen Religionen und Kulturen des Nahen Ostens. Die Staatsangehörigkeit wird durch Geburt oder Einbürgerung erworben.[6] Durch das Rückkehrgesetz können grundsätzlich alle Juden, die nach Israel einwandern, die israelische Staatsbürgerschaft erlangen. Doppelte Staatsangehörigkeit ist möglich.

Jüdische Bevölkerung

In offiziellen Statistiken wird vorrangig zwischen Juden und Nichtjuden unterschieden. Im Jahre 2001 waren 81 % der israelischen Bevölkerung jüdischen Ursprungs (in dieser Rechnung ist nicht die Bevölkerung der besetzten Gebiete enthalten), heute wird von 76,7 % ausgegangen. Derzeit leben rund 200.000 Juden in Siedlungen im Westjordanland.

Die jüdische Bevölkerung gliedert sich in

  • Watikim, das sind Bewohner des Jischuw, der alten jüdischen Siedlung, und solche, die vor der Staatsgründung eingewandert sind
  • Olim, nach der Staatsgründung Eingewanderte
  • Tzabarim, nach Staatsgründung im Land Geborene

Unter der jüdischen israelischen Bevölkerung haben 26 % wenigstens einen in Israel geborenen Elternteil, 37 % sind Israelis der ersten Generation, 34,8 % sind Einwanderer und deren direkte Nachkommen aus Europa und Nordamerika und 25,3 % sind Einwanderer und deren Nachkommen aus Asien oder Afrika, hauptsächlich aus den muslimischen Ländern.[7]

Nach der Auflösung der Sowjetunion sind über eine Million jüdische Einwanderer ins Land gekommen (ein Sechstel der Bevölkerung), davon alleine in der Zeit von 1989 bis 1999 mehr als 750.000.

Arabische Minderheit

Arabische Minderheit in Israel (2000).

20,1 % der israelischen Bevölkerung sind arabischer Herkunft (2008). Zu ihnen zählen unter anderem etwa 85.000 sesshafte Felachen und ebenso viele nicht sesshafte Nomaden, die sich jedoch meist in denselben Gebieten aufhalten. Für die Felachen wurde noch bis in die Zeit der vierten Alija eine hohe Affinität zur Bevölkerung des antiken Judäas vermutet.[8] [9] [10]

Die arabische Bevölkerung konzentriert sich insbesondere in Galiläa, wo sie in einigen Gebieten sogar die Bevölkerungsmehrheit stellt, sowie auf Ostjerusalem und Teile des nördlichen Negev.

Andere Minderheiten

322.000 Einwohner (4,4 %) sind Einwanderer nichtjüdischer Herkunft. Weitere kleinere Minderheiten sind die Drusen (1,5 %), eine sehr kleine armenische Gemeinde, die Bahai – welche sich nicht nur als eigene Religionsgemeinschaft (s. Abschnitt Religionen), sondern auch als vollständig eigene Bevölkerungsgruppe bezeichnen –, die Alawiten, die Ahmadi und zwei Dörfer mit Tscherkessen.

Israelis in benachbarten Gebieten

Laut einem Armeereport der IDF lebten am 30. Juni 2009 über 300.000 israelische Bürger in Siedlungen im Westjordanland.[11] Insgesamt leben im Westjordanland und Ostjerusalem fast 500.000 jüdische Israelis.[12] Bis August 2005 lebten ungefähr 7.500 Israelis in den Siedlungen des Gazastreifens.

Amtssprachen

Amtssprachen waren neben Englisch bereits in der Mandatszeit Arabisch und Hebräisch.

Heute sind de jure nur noch Hebräisch und Arabisch Amtssprachen. De facto spielt Englisch jedoch im amtlichen Gebrauch nach wie vor eine wichtige Rolle und kommt zwar nach Hebräisch, jedoch noch vor Arabisch. Zweisprachige Schilder sind häufiger hebräisch und englisch beschriftet als hebräisch und arabisch.[13] Im Behördenverkehr wird fast ausschließlich Hebräisch verwendet, amtliche Formulare liegen meist nur auf Hebräisch vor. Bei der israelischen Reifeprüfung (Bagrut) müssen alle Schüler Hebräischkenntnisse nachweisen; Arabischkenntnisse sind hingegen nicht verpflichtend.[14] Im August 2011 brachten vierzig Abgeordnete der Regierungs- und der Oppositionsparteien eine Gesetzesvorlage vor die Knesset, nach der Hebräisch alleinige Amtssprache Israels sein soll.[15]

Die Ende des 19. Jahrhunderts wiederbelebte hebräische Sprache wird heute von der Mehrheit der Israelis gesprochen. Arabisch ist daneben die Muttersprache von etwa einer Million arabischer und drusischer Staatsbürger Israels. An arabischen Schulen in Israel wird auf Arabisch gelehrt. An hebräischen Schulen wird Arabisch neben Englisch als zweite Fremdsprache angeboten.

Lebenserwartung und Kinderzahl

Die Lebenserwartung in Israel gehört zu den höchsten der Welt und beträgt für Frauen 80,9 Jahre und für Männer 76,7 Jahre. Die Fertilitätsrate von 2,41 in Israel ist die höchste unter den Industriestaaten.

Religionen

Hauptartikel: Religionen in Israel

Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel garantiert religiöse Freiheit und macht Religionsausübung und Glaubenszugehörigkeit zur Sache der persönlichen Entscheidung. Die Religionsgemeinschaften verwalten ihre eigenen heiligen Stätten selbst. Gesetzliche Regelungen garantieren den freien Zugang und schützen vor Entweihungen.

Der Tempelberg mit dem Felsendom in Jerusalem
Bahai-Gärten in Haifa

76,7 % der Bevölkerung Israels gehören der jüdischen Religion an. Damit ist Israel der einzige Staat der Welt, in dem Juden die Mehrheit der Einwohner darstellen. Die 5,4 Millionen Juden lassen sich in fünf Gruppen einteilen:

Die Säkularen erfüllen wenige oder keine religiösen Gesetze, die Ultra-Orthodoxen so viele wie möglich.

Israelische Araber stellen etwa 18 % der israelischen Bevölkerung. Innerhalb dieser Gruppe befindet sich die Minderheit von 10 % arabischer Christen (siehe nächster Absatz). Die Mehrheit israelischer Araber sind sunnitische Muslime (etwa 14,6 % der Gesamtbevölkerung des Staates Israel).[16]

Etwa 2,1 % der Bevölkerung sind Christen. Die Zahl der nicht-arabischen Christen beträgt 25.400 und die der arabischen Christen 113.100. Von den zusammen 138.500 Christen sind circa 75.000 Katholiken.

In Israel leben auch etwa 25.000 Karäer (2002); dort werden sie als nichtreligiöse Juden eingestuft. Außerhalb Israels wird die Zahl der Karäer auf 20.000 geschätzt. Die weltweit einzige Gemeinde von Samaritanern ist aufgeteilt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten (ca. 800).

Schätzungsweise 6.000 bis 15.000 Menschen sind sogenannte messianische Juden, welche gewisse jüdisch-religiöse Elemente übernommen haben, jedoch Jesus von Nazaret als Messias ansehen und daher dem Christentum zugerechnet werden und nicht dem Judentum.

Schließlich leben die einigen hundert Bahai in Haifa und Umgebung, wo sich einige ihrer zentralen Heiligtümer befinden, die das Bahai-Weltzentrum bilden, welches 2008 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.[17]

Geschichte

Vorgeschichte

Entwicklung bis zum 20. Jahrhundert

Theodor Herzl hatte 1896 die Vision eines Judenstaates
Altneuland 104 (Heft 11, Seite 339; aus 1904), jüdische Einwohnerzahl landwirtschaftlicher Siedlungen im Jahre 1898

Die ersten archäologisch nachgewiesenen Spuren einer früh- oder protoisraelitischen Besiedlung der Region Palästina gehen auf die Zeit zwischen dem 12. und dem 11. Jahrhundert v. Chr. zurück (vgl. Landnahme Kanaans). Jerusalem wurde nach biblischer Überlieferung etwa 1000 v. Chr. als Hauptstadt von Davids Königreich Israel gegründet; dieses zerfiel nach dem Tod seines Thronfolgers Salomo in zwei Reiche. Das Nordreich Israel ging 722 v. Chr. im Kampf gegen die Assyrer unter, das Südreich Juda wurde 587 v. Chr. von Babylon erobert. Das Land wurde in weiterer Folge Teil des Perserreichs, dann des Reiches von Alexander dem Großen, zuletzt des Reichs der Seleukiden.

Der Aufstand der Makkabäer 165 v. Chr. brachte Israel noch einmal für etwa 100 Jahre staatliche Unabhängigkeit. 63 v. Chr. begann die Zeit der römischen Oberherrschaft. Die Römer gliederten das Gebiet in zwei Provinzen auf: Syria im Norden, Judäa im Süden. Im Jüdischen Krieg wurden Jerusalem und der Tempel 70 n. Chr. vollkommen zerstört. Der letzte jüdische Aufstand in Israel gegen die römische Herrschaft (Bar-Kochba-Aufstand) wurde 135 n. Chr. niedergeschlagen. Die Juden wurden über die ganze Welt verstreut (Diaspora). Das Land selbst wurde seitdem „Palästina“ genannt. Diesen Namen, der auf das seinerzeit bereits verschwundene Volk der Philister zurückgeht, erhielt das Land aufgrund eines Erlasses von Kaiser Hadrian, um die Erinnerung an die judäischen Bewohner zu tilgen, deren Aufstand er niederschlug.

Im Zuge der islamischen Expansion geriet das Gebiet 636 unter arabische Herrschaft. Seit dieser Zeit wurde Palästina mehrheitlich von Arabern bewohnt. Die Kreuzfahrer beherrschten von 1099 bis 1291 das von ihnen so bezeichnete „Lateinische Königreich Jerusalem“. Es folgten die Mamluken von 1291 bis 1517 und dann die Osmanische Herrschaft von 1517 bis 1918. Keine dieser Obrigkeiten hatte für Palästina eine eigene Verwaltung vorgesehen oder das Gebiet als selbstständige geografische Einheit betrachtet. Auch für die Osmanen war die Region ein Teil Syriens, wohl auf die römische Bezeichnung Syria zurückgehend. Das Land wurde in drei Distrikte eingeteilt.

Während der osmanischen Herrschaft war Palästina nur dünn bevölkert und stagnierte wirtschaftlich.[18] Von der Ankunft der ersten jüdischen Einwanderer ab 1880 im Zuge der Bewegung Chibbat Zion gingen Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes aus. In den folgenden Jahrzehnten wanderten – auch deshalb – viele weitere Menschen, Juden wie Araber, in Palästina ein.

Die erste Masseneinwanderung (Alija) von Juden nach Palästina erfolgte um 1882. Diese Einwanderer waren in erster Linie Flüchtlinge, die vor politischer und religiöser Unterdrückung aus ihren Herkunftsländern geflohen waren. Theodor Herzl, der Begründer des politischen Zionismus, berief 1897 den ersten Zionistenkongress in Basel ein und schrieb bei dieser Gelegenheit in sein Tagebuch: „In Basel habe ich den Judenstaat gegründet... Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig wird es Jeder einsehen.“

Nach Angaben der „Jewish Colonization Association“ für das Jahr 1903 lebten im Jahre 1898 5.200 Juden in Palästina in landwirtschaftlichen Mustersiedlungen.[19]

Im religiösen und historischen Bewusstsein der Juden (und in abgeschwächter Weise im Bewusstsein des Westens, siehe Christlicher Zionismus) war Israel immer das „Heilige Land“ geblieben, das mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes verbunden ist. Die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung spielten in dieser Tradition kaum eine Rolle. Führende Zionisten waren sich der Problematik allerdings bewusst und strebten neben einer internationalen Legitimation, die zweifellos von der Denkweise des Kolonialismus geprägt war, auch eine Einigung mit den Arabern an.[20] [21]

Zwischen 1904 und 1914 erfolgte die zweite Alija. Die Juden litten in einigen Ländern Europas bereits vor dem Ersten Weltkrieg stark unter Repressalien. Einige hielten die Region für sicherer als Europa. 1909 wurde Tel Aviv gegründet, die erste moderne jüdische Stadt.

Mandatszeit und Teilung

Jüdische Siedlungen von 1947
Teilungsplan der UN von 1947

Durch den Sieg der Briten im Ersten Weltkrieg wurde 1917 die osmanische Herrschaft beendet. Im Anschluss an die Konferenz von Sanremo 1920 übertrug der Völkerbund 1922 Großbritannien das Mandat für Palästina mit dem Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und Jordanien eingenommen wird. Zu den Mandatsbedingungen gehörte, dass die Briten die Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollten, in der sie am 2. November 1917 die „Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ versprochen hatten, deren Grenzen jedoch nicht bestimmt waren. Hierzu wurde die Mandatsmacht aufgefordert, die jüdische Einwanderung zu ermöglichen, diese jüdischen Einwanderer geschlossen anzusiedeln und hierfür auch das ehemalige osmanische Staatsland zu verwenden. Es sollte dabei ausdrücklich dafür Sorge getragen werden, dass „nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und die religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung, deren sich die Juden in irgendeinem anderen Lande erfreuen, präjudizieren könnte“.

Im Juli 1922 teilten die Briten Palästina in zwei Verwaltungsbezirke. Juden war es im Folgenden nur noch erlaubt, sich westlich des Jordan anzusiedeln, also in 22 % des Gesamtareals. Dies machte ihre Hoffnungen auf ein Israel in den Grenzen der Zeit der Könige David und Salomon zunichte. Im östlichen Teil, der Transjordanien genannt wurde (das heutige Jordanien), setzten die Briten einen haschemitischen Herrscher namens Abdullah ein, der von der arabischen Halbinsel vertrieben worden war.

Zwischen 1924 und 1932 folgte die vierte Alija und von 1933 bis 1939 die fünfte, wodurch die jüdische Bevölkerung in Palästina stark wuchs. Zunächst wurden Transjordanien und Palästina noch als Verwaltungseinheit mit einheitlichen Mandatsgesetzen, der gleichen Währung und gleichen Mandatspässen betrachtet (siehe auch: Weißbuch von 1939). Mit der Unabhängigkeit Transjordaniens im Jahre 1946 war das Palästina der britischen Mandatszeit allerdings endgültig geteilt.

1937 legte die britische Peel-Kommission einen ersten Teilungsplan vor. Gemäß der prozentualen Bevölkerungsverteilung sah dieser Galiläa und einen Küstenstreifen als israelischen und den größeren Rest als arabischen Teil vor. Die neu eingewanderten Juden waren sofort begeistert, die ansässigen Araber reagierten ablehnend. Der Plan scheiterte.

Die deutsche Orientpolitik mündete nach der anfänglichen Förderung der Emigration zahlungskräftiger deutscher Juden nach Palästina (Ha'avara-Abkommen) in der Verbrüderung mit arabischen Nationalisten im gemeinsamen Kampf gegen Briten und Juden. 1941 wurde Amin al-Husseini, Mufti von Jerusalem und einflussreicher Führer der arabischen Nationalbewegung, von Adolf Hitler in Berlin empfangen. Von Berlin aus plante al-Husseini zusammen mit Adolf Eichmann die Ermordung der im arabischen Raum lebenden Juden.[22]

Am 29. November 1947 stimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit für den UN-Teilungsplan für Palästina, der das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat einteilte, wobei der Großraum Jerusalem als Corpus separatum unter internationale Kontrolle gestellt werden sollte.

Mit dem Ziel, tatsächlich einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen und den Überlebenden des Holocausts eine Heimat zu schaffen, akzeptierte die jüdische Bevölkerung den Plan. Die Araber lehnten den Plan dagegen ab, da sie die jüdische Präsenz in der Region als Provokation empfanden. Vor allem meinten sie, die UNO drücke ihnen ein Mandat auf, ohne ihre Interessen zu wahren. Sie lehnten in der Folge das Existenzrecht Israels ab, was bis zum heutigen Tag Folgen für die Region hat.

Kurz darauf begann im Zusammenhang mit dem Angriff der arabischen Staaten auf den neuen Staat Israel die Flucht und Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus den nun Israel zugeteilten Gebieten, teilweise begleitet von der Zerstörung ihrer Dörfer, Bauten und Dokumente. Oft ging damit der Nachweis der Existenz der palästinensischen Bevölkerung und somit ihres Rechtanspruchs verloren.

David Ben Gurion proklamiert 1948 den Staat Israel

Gründung des Staates Israel

Da das britische Mandat für Palästina am 14. Mai 1948, einem Freitag, um Mitternacht enden sollte, versammelte sich der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv um 16 Uhr noch vor Sonnenuntergang und damit vor Beginn des Sabbat. Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verkündete David Ben Gurion in der Unabhängigkeitserklärung „kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“ die Errichtung des Staates Israel. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.

Der Jahrestag der Staatsgründung, Jom haAtzma'ut, wird nach jüdischem Kalender am 5. Ijjar gefeiert.

Nach der Unabhängigkeit

Der 1. Arabisch-Israelische Krieg

Golda Meir, Premierministerin des Landes von 1969 bis 1974
Der Friedensnobelpreisträger und Premierminister Jitzchak Rabin wurde 1995 Opfer eines Attentats

Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (Erster Arabisch-Israelischer-Krieg), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne – vor allem im westlichen Galiläa um Akko und im nördlichen Negev – brachte. 1949 wurde mit den arabischen Angreifern jeweils ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Der Irak zog sich ohne ein solches Abkommen aus dem Westjordanland zurück. Die nach dem Teilungsplan für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete gelangten unter jordanische (Westjordanland einschließlich Ostjerusalem) beziehungsweise ägyptische Verwaltung (Gazastreifen).

Nach der Nationalisierung des Sueskanals, die Ägypten gegen bestehendes Recht durchführte, beschlossen Frankreich, Großbritannien und Israel 1956 die Sues-Kampagne. Nach einem israelischen Angriff sollten die beiden ehemaligen Großmächte als scheinbar neutrale Kräfte intervenieren und das Kanalgebiet besetzen. Am 29. Oktober 1956 stießen israelische Truppen in den Gazastreifen und den Sinai vor und am 5. November begannen die europäischen Truppen zu landen, doch die Kampagne musste beendet werden. Unter dem Druck der Vereinigten Staaten und der UNO zogen sich die drei Angreifer bis zum März 1957 aus den besetzten Gebieten zurück. Allerdings wurde die israelisch-ägyptische Grenze in der Folge durch UN-Friedenstruppen gesichert und der Zugang zum Golf von Akaba war frei für die israelische Schifffahrt zum israelischen Hafen von Eilat. Die USA verpflichteten sich gegenüber Israel, diesen internationalen Wasserweg offen zu halten.

Der Sechstagekrieg

Hauptartikel: Sechstagekrieg

Die Ausgangslage: 1966 war die Zahl der Übergriffe arabischer Terroristen auf 41 gestiegen, und schon in den ersten vier Monaten des Jahres 1967 kam es zu 37 Angriffen.[23] Ägyptische Streitkräfte besetzten am 15. Mai 1967 (dem Jahrestag der israelischen Unabhängigkeitserklärung) die demilitarisierte Zone des Sinai. Unterstützt wurden sie dabei von exil-palästinensischen Kampfeinheiten. Am 16. Mai forderte der ägyptische Staatspräsident Gamal Abdel Nasser die seit 1956 stationierten UN-Truppen auf, das Grenzgebiet zu Israel zu verlassen. Am 18. Mai bereiteten sich die syrischen Truppen auf Kampfhandlungen auf den Golanhöhen vor und der UNO-Generalsekretär Sithu U Thant kam Nassers Forderung widerstandslos nach und zog die UN-Truppen ab. Radio Kairo meldete am 18. Mai: „Ab heute gibt es keine internationalen Friedenstruppen mehr, die Israel beschützen. Unsere Geduld ist zu Ende. Wir werden uns nicht mehr bei den Vereinten Nationen über Israel beklagen. Ab jetzt herrscht der totale Krieg gegen Israel, und er wird zur Auslöschung des Zionismus führen“[24] und aus Syrien hieß es am 20. Mai vom syrischen Verteidigungsministers Hafez Assad: „Unsere Streitkräfte sind absolut gerüstet, nicht nur die Aggression zurückzuschlagen, sondern auch einen Befreiungsschlag zu starten und die zionistische Präsenz aus unserer arabischen Heimat hinauszusprengen. Die syrische Armee, den Finger am Abzug, ist sich einig … als Militär bin ich der festen Überzeugung, dass die Zeit gekommen ist, in eine Vernichtungsschlacht hineinzugehen.“ Am 22. Mai sperrte die ägyptische Armee die Straße von Tiran (den Zugang zum Golf von Akaba) erneut für die israelische Schifffahrt. Am 30. Mai schloss auch Jordanien mit Ägypten einen Militärpakt. Daraufhin kündete Nasser an: „Die Heere von Ägypten, Jordanien, Syrien und Libanon sind an den Grenzen Israels aufmarschiert … sie werden die Herausforderung annehmen. Hinter uns stehen die Armeen des Irak, Algeriens, Kuwaits, des Sudan und der gesamten arabischen Welt. Das wird die ganze Welt in Erstaunen versetzen. Heute wird sie erkennen, dass die Araber zum Kampf bereit sind. Die Stunde der Entscheidung ist da. Die Zeit der Erklärungen ist vorbei, die des Handelns gekommen.“[24] Am 4. Juni trat der Irak dem Militärbündnis von Ägypten, Jordanien und Syrien bei und der irakische Präsident Abdur Rahman Aref kommentierte: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Dies ist die Gelegenheit, die Schmach auszulöschen, die man uns seit 1948 angetan hat. Unser Ziel ist klar: Israel von der Landkarte wegzufegen.“[25]

Am 5. Juni 1967 begann der Sechstagekrieg. Israel kam dem sich abzeichnenden gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvor und kontrollierte nach dem militärischen Erfolg den Gaza-Streifen und die Sinai-Halbinsel, das Westjordanland und Ost-Jerusalem und schließlich die Golanhöhen. Am 11. Juni wurde der Waffenstillstand unterzeichnet. Am 19. Juni beschloss das israelische Kabinett die Gebiete in Friedensverhandlungen zurückzugeben. Am 1. September verabschiedeten die arabischen Staaten die Khartum-Resolution, worin festgelegt wurde, nicht mit Israel zu verhandeln. In der UN-Resolution 242 des Sicherheitsrates vom 22. November 1967 wurde von Israel gefordert, sich aus Gebieten, die im Sechstagekrieg erobert worden waren, zurückzuziehen. Im Gegenzug sollte Israel territoriale Unversehrtheit garantiert werden.

Mehr als 175.000 Palästinenser flohen aus ihrer Heimat. Nach dem Krieg begann Israel mit dem Bau von jüdischen Siedlungen, um die strategische Tiefe Israels zu erhöhen und die Gebiete besser kontrollieren zu können.

Zwischen 1968 und 1970 fand der „Abnutzungskrieg“ zwischen Israel und Ägypten statt. Von 1969 bis 1974 war Golda Meir die erste Ministerpräsidentin des Landes.

Der Jom-Kippur-Krieg

1973 an Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstag, folgte erneut ein Krieg, Jom-Kippur-Krieg genannt. Nach vorhergehender sowjetischer Rüstungshilfe griffen Ägypten und Syrien das Land an. Dieser Tag wurde von den Angreifern gewählt, da man glaubte, am höchsten jüdischen Feiertag, an dem das öffentliche Leben in Israel weitgehend stillsteht, erhebliche Erfolge erzielen zu können. Dies stellte sich jedoch als Trugschluss heraus – Israel gelang es, die arabischen Armeen zu schlagen. Als Reaktion auf den verlorenen Krieg verringerten die arabischen Ölförderstaaten die Ölfördermenge drastisch, um so politischen Druck auszuüben.

Nach Beginn des Friedensprozesses

Am 9. November 1977 verkündete der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat im ägyptischen Parlament wie schon 1971 eine Friedensinitiative. Inwieweit dahinter von Anfang an ein wirklicher Wille zur Aussöhnung mit Israel stand oder lediglich das Ziel, den Suez-Kanal und den Sinai zurück zu erhalten, lässt sich nicht ganz nachvollziehen, da der 1971er Initiative der Überfall auf Israel (Jom-Kippur-Krieg) gefolgt war. Tatsache ist: Auf Präsident Saddats Initiative hin kam 1977 ein Friedensprozess in Gang und der israelisch-ägyptische Friedensvertrag (siehe auch Camp David I) wurde unterzeichnet, der unter anderem die Rückgabe des Sinai bis 1982 regelte.

Schon direkt nach dem Sechstagekrieg 1967 wurde die israelische Gesetzgebung auch auf den besetzten Ostteil Jerusalems ausgeweitet. Am 30. Juli 1980 verabschiedete die Knesset das Jerusalemgesetz und erklärte damit Jerusalem zur ewigen und unteilbaren Hauptstadt Israels. Die Annexion Ostjerusalems wie auch die 1981 erfolgte Annektierung der Golanhöhen werden allerdings international nicht anerkannt und verurteilt.

Im Juni 1981 griff Israel in den irakisch-iranischen Konflikt ein: Israelische Flugzeuge bombardierten den Atomreaktor Osirak in der Nähe von Bagdad und zerstörten ihn (Operation Opera). Begründet wurde dieser Zwischenfall mit der atomaren Bedrohung Israels durch den Irak.

Ab den 1980er Jahren nahmen die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern immer mehr zu.

Im Juni 1982 begann der erste Libanonkrieg aufgrund von Anschlägen der PLO gegen Israel. Als Reaktion ließ der israelische Regierungschef Menachem Begin den Libanon durch die israelischen Streitkräfte angreifen, da die PLO ihre Aktionen aus Beirut koordinierte. Nach der Besetzung Beiruts durch die Israelis zog die PLO aus dem Libanon ab. Der Krieg endete im September des gleichen Jahres, nach Schätzungen waren ihm 10.000 Menschen zum Opfer gefallen. Israel besetzte den Südlibanon bis 1985, danach richtete Israel bis 2000 eine Sicherheitszone mit der SLA ein. Syrien besetzte den Libanon de facto bis 2005.

Im Jahre 1987 brachen gewalttätige Unruhen zwischen Palästinensern und Israelis aus, die so genannte Erste Intifada. Die Folgejahre standen im Zeichen dieser Auseinandersetzung, aber auch von Friedensverhandlungen, die zur Einführung einer palästinensischen Selbstverwaltung für die Gebiete des Gazastreifens und des Westjordanlandes führten. Zwischenzeitlichen Fortschritten standen Rückschritte und schwere Krisen – zum Beispiel die Ermordung Jitzchak Rabins durch einen jüdischen Extremisten sowie wiederholte Selbstmordattentate palästinensischer Terroristen – gegenüber. Den vorerst größten Stillstand erreichte der so genannte Oslo-Friedensprozess, nachdem sich 2000 der israelische Ministerpräsident Ehud Barak und der PLO-Chef Jassir Arafat in Camp David unter der Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton nicht hatten einigen können. Strittige Punkte waren vor allem die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Teilung Jerusalems und die Aufgabe von Gebieten, die Israel im Sechstagekrieg erobert hatte. Auch relativ weitreichende Zugeständnisse der Israelis, wie der Verzicht auf 95 % der umstrittenen Gebiete, konnten ein Scheitern der Verhandlungen nicht verhindern.

Bei der Beurteilung der Verhandlungen und der Gründe für deren Scheitern gibt es unterschiedliche, kontrovers diskutierte Ansichten (siehe Camp David II).

Nur wenige Monate später, im September 2000, brach die Zweite Intifada aus, in deren Verlauf die Friedensverhandlungen abgebrochen wurden. Palästinensische Selbstmordattentate und israelische Militäraktionen, wie der Einmarsch in arabische Städte, kosteten bis Anfang 2005 mehrere tausend Menschen beider Seiten das Leben. Mit dem Abkommen von Scharm El-Scheich, das am 8. Februar 2005 von Ministerpräsident Ariel Scharon, dem Chef der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und König Abdullah II. von Jordanien unterzeichnet wurde, endete die al-Aqsa-Intifada.

Nach dem Erfolg der radikalislamischen Terrororganisation und Partei Hamas bei den Parlamentswahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten sowie der israelischen Partei Kadima zu den Wahlen zur Knesset 2006, aus denen Ehud Olmert als neuer Ministerpräsident hervorging, verschärfte sich die innenpolitische Lage in Israel dramatisch. Im Sommer 2006 eskalierte die Situation, als Israel auf die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die Hamas mit Angriffen im Gazastreifen und Westjordanland reagierte. Mit der Solidarisierung der Hisbollah mit der Hamas durch die Entführung weiterer israelischer Soldaten begann der zweite Libanonkrieg.

Trotz der Benachteiligung von Christen in ihren nahezu seit 2000 Jahren bewohnten Siedlungsgebieten, rufen die Christen zur Solidarität mit dem Staat Israel auf. Dazu gehöre die Bereitschaft, dem bedrängten Staat auch dann beizustehen, wenn dies zu Problemen mit arabischen Ölländern führt.[26] Nach jahrelangen Hindernissen scheint die diplomatische Annäherung zwischen dem Vatikan und Israel konkreter zu werden. Streitpunkt ist ein altes Gesetz, das immer noch in Israel gültig ist und den Kirchen die Erlaubnis von Güterbesitz verweigert. Der Heilige Stuhl möchte seine historischen Besitztümer wieder zurück erhalten, die vom Staat „geraubt“ wurden. Dazu gehört beispielsweise das Pilgerhaus in der Meeresstadt Caesarea.[27]

Am 28. Dezember 2008 begann die israelische Armee mit der Operation Gegossenes Blei eine Reihe von schweren Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen, nachdem von dort Kurzstreckenraketen auf israelische Siedlungen gefeuert worden waren. Am 3. Januar 2009 wurde die Operation zu einer Bodenoffensive ausgeweitet.

Am 31. Mai 2010 kam es zum Ship-to-Gaza-Zwischenfall, bei dem eine Anzahl Schiffe durch das israelische Militär abgefangen wurde, die die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen wollten. Neun Aktivisten kamen dabei ums Leben. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel haben sich seitdem massiv verschlechtert. Schon vorher hatte sich die Türkei unter der Erdogan-Regierung von Israel entfernt, sich zum Fürsprecher der Hamas entwickelt und den Schulterschluss mit dem Iran gesucht, dessen Präsidenten er als den „besten Freund“ bezeichnete.[28]

Recht

Hauptartikel: Recht Israels

Politik

Die Knesset, das israelische Parlamentsgebäude
Hauptartikel: Politisches System Israels

Der Staat Israel ist eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild. Er verfügt als einer von drei Staaten weltweit, neben dem Vereinigten Königreich und Neuseeland, über keine kodifizierte Verfassung.[29] Das israelische Parlament, die Knesset, wurde am 25. Januar 1949 zum ersten Mal gewählt. Sie wählt den Staatschef, den Präsidenten für eine siebenjährige Amtszeit. Der Präsident hat die Aufgabe, den Ministerpräsidenten zu ernennen. Der Ministerpräsident bildet die Exekutive.

Präsident ist seit 2007 Schimon Peres, Nachfolger des wegen Straftaten zurückgetretenen Mosche Katzav. Ministerpräsident ist seit dem 31. März 2009 Benjamin Netanjahu, der einer Koalition aus fünf Parteien vorsteht. Netanjahu, Vorsitzender des konservativen Likud-Blocks, löste Ehud Olmert von der Kadima-Partei als Premierminister ab, der nach Korruptionsvorwürfen seinen Rücktritt erklärt hatte. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen wurde zwar Kadima die stärkste Partei in der Knesset, doch wurde angesichts der Mehrheit des konservativen Lagers im Parlament Netanjahu mit der Regierungsbildung beauftragt.

Parteien und politische Organisationen

Israel besitzt ein Mehrparteiensystem. Traditionell stehen sich die zwei großen Parteien, der konservative Likud-Block und die eher links eingestellte Awoda-Arbeitspartei, gegenüber.

Entscheidend für die Mehrheitsbildung sind jedoch oft die kleineren Parteien, beispielsweise die religiöse Shas, die russische Immigrantenpartei Jisra'el Beitenu oder die Nationalreligiöse Partei. Die Stellung des Likud ist nun – nach dem Austritt Scharons und der Gründung der Kadima – anscheinend stark gefährdet. Likudchef ist der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, durch seine Popularität konnte zumindest ein Teil der traditionellen Wählerschaft gehalten werden. Insgesamt führt die durch Einwanderung gewachsene Heterogenität der Bevölkerung aber zusehends zu einer Diversifizierung der Parteienlandschaft.

Weitere Parteien sind die sozialdemokratische Partei Meretz-Jachad, Nachfolgerin von Meretz, Schinui (laizistisch) und die linke antizionistische Partei Chadasch, zudem existieren mehrere u. a. auch im israelischen Parlament vertretene arabische Parteien wie Balad oder Ra’am.

Aus den stark sozialistischen Anfängen des israelischen Staates erklärt sich die bedeutende Rolle, die die Histadrut, der Allgemeine Verband der Arbeiter Israels, im politischen Leben spielt.

In Deutschland sind die bekanntesten Gruppen der israelischen Friedensbewegung Gusch Schalom und Peace Now. Daneben gibt es noch einige andere unabhängige Menschenrechtsorganisationen wie B’Tselem und Machsom Watch (Checkpoint Watch) sowie die Bürgerrechtsgruppe ICAHD.

Außen- und Sicherheitspolitik

Hauptartikel: Außenpolitik Israels

Ziel der israelischen Außenpolitik ist die Lösung des Nahostkonflikts sowie die langfristige Verbesserung der Beziehung zu den arabischen Ländern, die daran anschließen soll. Israel hat sowohl mit Ägypten als auch mit Jordanien einen Friedensvertrag unterzeichnet. Im Januar 2007 berichtete die israelische Zeitung Haaretz außerdem, dass es zwischen 2004 und 2006 mit Syrien geheime Friedensverhandlungen gegeben habe.[30]

Weiteres Ziel der israelischen Sicherheitspolitik ist die Migration möglichst vieler Juden, speziell derjenigen, die aus israelischer Sicht existentieller Bedrohung ausgesetzt sind. In mehreren spektakulären Aktionen hat Israel Juden, teilweise unter Zuhilfenahme des Militärs, nach Israel gebracht, selbst wenn diese nicht israelische Staatsbürger waren, beispielsweise die Evakuierung äthiopischer Juden während der Hungersnot in deren Land.

Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter und gewähren ihm den Status eines „wichtigen Verbündeten außerhalb der NATO“. Dabei wird Israel gegenüber Jordanien und Ägypten, die ebenfalls mit den Vereinigten Staaten verbündet sind, bevorzugt behandelt. Dies betrifft beispielsweise den Zugang zu nachrichtendienstlichen Informationen oder Rüstungstechnologie.

Kritiker der Außenpolitik der Vereinigten Staaten oder der Besetzung der palästinensischen Autonomiegebiete vermuten, dass eine unverhältnismäßige Einflussnahme proisraelischer Interessenvertretungen in den USA eine in eine andere Richtung gezielte Außenpolitik aktiv verhindern. So veröffentlichten John J. Mearsheimer und Stephen Walt im Jahre 2006 den Artikel The Israel Lobby and US Foreign Policy, in dem sie das Ausmaß der Kooperation mit Israel als den amerikanischen Interessen zuwiderlaufend auffassten. Dies löste gerade in den Vereinigten Staaten eine kontroverse Debatte um den Wahrheitsgehalt des Papiers und um eine mögliche antisemitische Motivation der Autoren aus. Während eine genuin jüdische Einflussnahme auf die amerikanische Politik eine klassische These des modernen Antisemitismus ist, wird der unbestrittene Einfluss proisraelischer Interessengruppen meist auf einen konservativen, christlich-fundamentalistischen oder evangelikalen Hintergrund zurückgeführt.

Tatsächlich haben die USA ein weitreichendes eigenständiges Interesse an der Region und am Fortbestand Israels. So zählt Israel zu denjenigen Staaten, denen der Kongress im Rahmen des sogenannten Foreign Military Financing-Programms militärische Entwicklungshilfe der höchsten Stufe bewilligt, die aber unter der Bedingung vergeben werden, dass das Nehmerland militärische Ausrüstung ausschließlich von amerikanischen Rüstungsfirmen beschafft. Darüber hinaus müssen die USA dem Weiterverkauf von Rüstungsgütern, die mit diesem Finanzierungsprogramm erworben wurden, in jedem Einzelfall zustimmen.

Seit den 1950er Jahren leistet Israel Entwicklungspolitik in Afrika und mit weniger Aufwand auch in Asien. Treibende Kraft dahinter waren Golda Meir bzw. Mosche Scharet. Seit einigen Jahren sehen Journalisten und Politikwissenschaftler Anzeichen dafür, dass Israel vor allem in Afrika seine Interessen verstärkt wahrnimmt. So schreibt Peter Scholl-Latour in seinem Buch „Afrikanische Totenklage“, Israel bilde auf dem afrikanischen Kontinent sowohl nationale als auch regierungsfeindliche Truppen in verschiedenen Ländern aus und unterstütze die Interessen seiner Firmen, um Anschluss im Wettbewerb zu China und den USA zu halten. Ziel der Entwicklungspolitik war es, die Einkreisung durch feindliche arabische Staaten zu durchbrechen und die uneingeschränkte Unterstützung für die arabischen Länder durch schwarzafrikanische Nationen zu schwächen. Im Falle von Äthiopien hatte man auch Interesse daran, die Sicherheit der dortigen jüdischen Minderheit zu gewährleisten.

Am 7. September 2010 vollzog Israel den Beitritt zur OECD.[31]

Militär

Hauptartikel: Israelische Streitkräfte
Der Merkava 4, Israels modernster Kampfpanzer
F-16 in der Sufa-Version.
Patrouillenboot der Dabur-Klasse auf See.

Die israelischen Streitkräfte (hebräisch ‏צבא ההגנה לישראלTzwa haHagana leJisra'el, kurz צה"ל Tzahal, oder engl. Israel Defense Forces, kurz IDF) gelten als stärkste Streitmacht der Region. Die Personalstärke und die Anzahl der Waffensysteme unterliegen der Geheimhaltung. Schätzungen gehen von einem Personalstand von rund 176.500 Männern und Frauen (davon Heer: 133.000, Luftwaffe: 34.000, Marine: 9.500) aus, die im Verteidigungsfall auf über 600.000 verstärkt werden können.[32] Die militärische Bedrohung hat sich für Israel nach dem Ende des Kalten Krieges von symmetrisch ausgerichteten Gegnern zu asymmetrisch kämpfenden palästinensischen und libanesischen Organisationen gewandelt.

In Israel gilt eine Wehrpflicht von 36 Monaten für Männer und 24 Monaten für Frauen, von der ultraorthodoxe Juden, israelische Araber sowie alle nichtjüdischen, schwangeren oder verheirateten Frauen ausgenommen sind. Nur Frauen ist es gestattet, der Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht nachzukommen; sie leisten dann einen zivilen Ersatzdienst von ein bis zwei Jahren. Bei einer Wehrdienstverweigerung kann eine Haftstrafe verhängt werden.[33]

Ein Charakteristikum des israelischen Wehrsystems ist die internationale vergleichsweise hohe Einbindung seiner Reservisten, die aufgrund des regelmäßigen Reservedienstes (ein Monat pro Jahr bei Unteroffizieren und Mannschaften bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres und des 51. bei Offizieren, bei Frauen bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres) einen hohen Grad an Ausbildung und Verwendungsfähigkeit beibehalten. Die Streitkräfte führen auch in Kooperation mit den USA und anderen NATO-Ländern regelmäßig Übungen durch und schicken ihren Führungsnachwuchs häufig zur Ausbildung in diese Staaten.

Das Rückgrat des Heeres ist die Panzertruppe mit rund 1.500 modernen Kampfpanzern des Typs Merkava. Darüber hinaus sind noch etwa 2000 ältere Modelle, v. a. M60 (Magach), überwiegend bei Reserveeinheiten, im Einsatz. Die Luftstreitkräfte verfügen über ca. 500 Kampfflugzeuge und 200 Hubschrauber;[32] diese entstammen zwar fast ausschließlich US-amerikanischer Produktion, wurden jedoch oft bereits beim Bau oder nachträglich für die spezifischen Erfordernisse der israelischen Streitkräfte modifiziert. Die Israelische Marine verfügt u. a. über rund 40 Patrouillenboote, 10 Raketenboote, drei Korvetten und drei moderne U-Boote der Dolphin-Klasse. Neben der amerikanischen ist oft auch die deutsche Rüstungsindustrie an der Entwicklung und Lieferung von Waffen für Israel beteiligt – etwa bei den Dolphin-U-Booten oder bei Komponenten für die Merkava-Panzer.[34]

Zur Luftverteidigung verfügt Israel seit 1991 über das Patriot-Flugabwehrsystem (Version PAC 2) und bereits seit den 1960er Jahren über das Hawk-Flugabwehrsystem.[32]

Israel verfügt seit 2000 über das Arrow-Raketenabwehrsystem (Version Arrow 2) gegen Mittel- und Interkontinentalraketen, hatte jedoch lange Zeit gegen den Beschuss mit Qassam-Raketen, die die Hamas vom Gazastreifen aus einsetzt, sowie die Katjuscha-Raketen der Hizbollah aus dem Südlibanon aufgrund ihrer kurzen Reichweite mit dementsprechender Flugzeit kein Abwehrmittel. Gegen die Bedrohung durch Raketen mit einer Reichweite von bis zu 70 Kilometern wurde das Abwehrsystem Iron Dome entwickelt, die ersten Batterien wurden im März 2011 nahe Be'er Scheva in Betrieb genommen und konnten kurz danach bereits Raketen der Hamas abfangen. [35][36][37][38]Gegen Raketen mit einer Reichweite zwischen 70 und 250 Kilometern ist ferner das Abwehrsystem David's Sling geplant.[39] [40] Zur Erhöhung des Schutzes gegen ballistische Raketen ist seit kurzem die verbesserte PAC 3 Version des Patriot-Flugabwehrsystem im Einsatz[41] und eine verbesserte Version von Arrow (Arrow 3) in der Entwicklung.[42]

Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nie unterzeichnet und verfügt nach allgemeiner Einschätzung seit den sechziger Jahren über Atomwaffen, die im Negev Nuclear Research Center entwickelt worden sind. In den siebziger Jahren gab es eine geheime gemeinsame Atomwaffenforschung mit Südafrika. Fachkreise gehen davon aus, dass Israel über rund 200 Kernsprengköpfe verfügt. Der israelische Atom-Techniker Mordechai Vanunu veröffentlichte etliche Einblicke in das israelische Kernwaffenprogramm, wofür er angeklagt und verurteilt wurde. Die offizielle Politik der Regierung ist, diese Frage nicht zu kommentieren, also den Besitz weder zuzugeben noch ihn abzustreiten (die so genannte Politik der „atomaren Zweideutigkeit“).[43] Ein Interview im Dezember 2006, in dem Premierminister Ehud Olmert in einer Aufzählung von Atommächten neben Frankreich, den USA und Russland auch Israel nannte, wurde von der internationalen Presse als indirektes Eingeständnis für einen israelischen Atomwaffenbesitz und gleichzeitig als Drohung und Replik in Richtung Iran gewertet.[44][45]

Siedlungspolitik

Hauptartikel: Israelische Siedlung

Die jüdischen Siedlungen wurden in den besetzten Gebieten errichtet und dürfen nur von jüdischen Israelis bewohnt werden. Laut einem Armeereport der IDF lebten am 30. Juni 2009 über 300.000 israelische Bürger in Siedlungen im Westjordanland[11]; im Gaza-Streifen lebten bis zum August 2005 etwa 7500 Israelis zwischen mehr als einer Million Palästinensern.

Israelische Siedlungen im seit 1967 okkupierten Westjordanland

Die Siedlungen sind oft großzügig nach amerikanischem Vorbild gebaut. Die Siedlungen werden von einem massiven Sicherheitsapparat gegen Angriffe geschützt. Ein Netz von Spezialstraßen, die zunächst nur von israelischen Bürgern genutzt werden durften, bietet eine gute Verkehrs-Infrastruktur zwischen den Siedlungen und dem israelischen Territorium. Zugleich erschwert es die Entwicklung in den palästinensischen Autonomiegebieten. Die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung wird innerhalb des besetzten Landes zusätzlich durch israelische Straßensperren und Kontrollposten eingeschränkt.[46] Ende 2009 verkündete der israelische Oberste Gerichtshof ein Urteil, wonach die Autobahn 443 zwischen Tel Aviv und Jerusalem auch für Palästinenser freigegeben werden muss. Israelische Menschenrechtsorganisationen hatten zusammen mit palästinensischen Anwohnern gegen die Sperrung der Schnellstraße für Palästinenser geklagt. Den Militärs wurde eine Frist von fünf Monaten eingeräumt, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und dann die Straße freizugeben.[47]

Im August 2005 räumte die Regierung Scharon in enger Koalition mit der Arbeitspartei sämtliche Siedlungen im Gaza-Streifen sowie vier kleinere Siedlungen im Westjordanland. Hierbei handelte es sich um einen einseitigen und weltweit anerkannten Schritt Israels, der nicht im Rahmen der „Roadmap“ erarbeitet wurde (siehe Scharon-Plan). Aus dem Umfeld Scharons war jedoch auch zu vernehmen, dass angestrebt werden soll, die größten Siedlungen im Westjordanland auszubauen. Im Gegenzug sollen den Palästinensern territoriale Zugeständnisse gemacht werden. Militante palästinensische Organisationen stellen diesen Teilrückzug Israels als eigenen Sieg über Israel dar. Ariel Scharons Amtsnachfolger Ehud Olmert hat durch seinen so genannten Konvergenz-Plan den Palästinensern angeboten, gegen Festschreibung des Verlaufs des zur Zeit jenseits der Grünen Linie in palästinensischem Gebiet gebauten Sperranlagen einen palästinensischen Staat zu akzeptieren.

Von der internationalen Staatengemeinschaft werden die jüdischen Gemeinden und Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zumeist als völkerrechtswidrig verurteilt. Das Völkerrecht gestatte die vorübergehende Beschlagnahmung von Land in besetzten Gebieten ausschließlich für militärische Zwecke, nicht jedoch für die dauerhafte Niederlassung eigener Staatsbürger, Landwirtschaft und andere zivile Nutzungen. Israel hat eine eigene Beurteilung der juristischen Lage, steht damit allerdings, bis auf die Tolerierung durch die USA, international isoliert da. In mehreren Resolutionen haben die Vereinten Nationen Israel vergebens aufgefordert, den Siedlungsbau einzustellen und die humanitäre Notlage der palästinensischen Bevölkerung zu verbessern.

Bei einem großen Teil der Siedler handelt es sich um Einwanderer, vor allem neoorthodoxe Juden aus den USA, aber auch aus Frankreich und anderen Staaten.

Der komfortable Siedlungsausbau wie auch die ständige Militärpräsenz machen jährlich einen erheblichen Teil der israelischen Staatsausgaben aus.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Bezirke Israels

Es gibt sechs (Haupt-)Bezirke, im Hebräischen bekannt als mechozot (מחוזות; Sg. machoz), und 15 Unterbezirke, bekannt als nafot (נפות; Sg. nafa). Die Unterbezirke werden wiederum in insgesamt 50 natürliche Regionen aufgeteilt. Die Verwaltungsgliederung der Bezirke kann im National Agency for Geodesy, Cadastre, Mapping and Geographic Information of Israel eingesehen werden.

Wirtschaft

Allgemeines

Israel hat eine technologisch hoch entwickelte Marktwirtschaft mit hohem Staatsanteil. Ein bedeutender Arbeitgeber ist darum auch der öffentliche Dienst, in dem 33 % der israelischen Arbeitnehmer beschäftigt sind. In der Industrie arbeiten 17 %, in Tourismus, Handel und Finanzen 20 %, 28 % sind in anderen Bereichen (Dienstleistungen usw.) tätig.

Israel ist bei fossilen Energieträgern (Rohöl, Erdgas, Kohle), bei Getreide, Rindfleisch, Rohstoffen und militärischer Ausrüstung von Importen abhängig. Trotz begrenzter natürlicher Ressourcen hat Israel seinen landwirtschaftlichen und industriellen Sektor in den letzten zwanzig Jahren intensiv entwickelt. Mit Lebensmitteln versorgt sich Israel, abgesehen von Getreide und Rindfleisch, weitgehend selbst. Israel besitzt bedeutende Kapazitäten bei Erdölraffinerien, Diamantenschleifereien und in der Fabrikation von Halbleitern. Bedeutende Exportartikel sind geschliffene Diamanten, Hochtechnologie, militärische Ausrüstung, Software, Arzneimittel, Feinchemikalien und landwirtschaftliche Produkte (Früchte, Gemüse und Blumen).

Ein großes Problem ist die Wasserversorgung. Durch Stauseen, in denen der Fluss Jordan gestaut wird, wird nicht nur Elektrizität gewonnen, sondern auch Wasser gespeichert. Mit zusätzlich entwickelten neuartigen Methoden zur ökonomischen Landbewässerung (s. Abschnitt Wissenschaft und Technologie) wird versucht, die Wasserknappheit zu bewältigen. Die Wasserversorgung ist auch ein politischer Zankapfel, der immer wieder zu Spannungen mit dem Nachbarland Syrien führt.

Tourismus

Israel hatte nach einem Einbruch des Tourismus im Jahr 2009 im Jahr 2010 wieder mehr Besucher.[48] So besuchten 2010 rund 3,45 Mio. Touristen das Land, was einer Steigerung von etwa 26 % gegenüber dem Jahr 2009 entspricht.[49]

Einfluss der Immigration

Durch Einwanderungen aus der ehemaligen Sowjetunion kamen Wissenschaftler und Akademiker ins Land, die für Israels Zukunft von beträchtlichem Wert sind. Der Zustrom, verbunden mit der Öffnung neuer Märkte nach dem Ende des Kalten Krieges, belebte Israels Wirtschaft und sorgte während der 1990er Jahre für ein rasches Wachstum. Doch ab 1996 begann sich das Wachstum zu verlangsamen, als die Regierung eine straffere Steuer- und Geldpolitik verfolgte und der Einwandererstrom sich verlangsamte. Dafür sank die Inflation 1999 auf ein Rekordminimum.

Soziale Situation

Laut einem Bericht des Nationalen Versicherungsinstituts (המוסד לביטוח לאומי) von 2008 nimmt die Armut in Israel weiter zu, obwohl das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf allein zwischen 2004 und 2006 um 12,4 % stieg. Im Jahr 2007 lebten in Israel ohne die 1967 besetzten Gebiete 24,7 % der Gesamtbevölkerung und 35,9 % der Kinder unter der Armutsgrenze. Die hohe Armut von Kindern stellt unter den entwickelten Ländern einen Rekord dar.

Die Armutsgrenze lag 2007 nach israelischer Definition bei einem monatlichen Einkommen von 2.028 Schekel (ca. 364 Euro) für Alleinstehende, 3.244 Schekel (600 Euro) für ein kinderloses Paar und 5.191 Schekel (944 Euro) für eine vierköpfige Familie.

Ein großes Problem sind die so genannten working poor aufgrund der extrem niedrigen Löhne in vielen Branchen: 40 % aller Haushalte unter der Armutsgrenze weisen mindestens einen Berufstätigen auf.[50]

Im Sommer 2011 kam es aufgrund der unbefriedigenden sozialen Lage in Israel zu den größten Protestaktionen der jüngeren Geschichte. Bis zu einer halben Million Menschen demonstrierten vorwiegend in Tel Aviv gegen die hohen Lebenshaltungskosten und forderten Soziale Gerechtigkeit und einen Wohlfahrtsstaat.[51]

Arbeitswoche

Die amtliche Arbeitswoche beginnt in Israel mit dem Sonntag (hebräisch „Jom Rischon“, „Erster Tag“), als dem ersten Tag der Woche. Während des Sabbats von Freitagnachmittag bis Samstagabend bleiben die meisten Geschäfte geschlossen und werden fast keine Dienstleistungen angeboten. Hierbei gibt es aber starke Unterschiede zwischen eher religiös und eher säkular geprägten Ortschaften.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 58,6 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 45 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 7,0 % des BIP.[52]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 151,3 Mrd. US-Dollar oder 78,0 % des BIP.[52]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Etwa die Hälfte der staatlichen Auslandsschulden hat Israel bei den USA, seiner Hauptquelle für politische, wirtschaftliche und militärische Unterstützung. Ein verhältnismäßig großer Anteil der israelischen Auslandsschulden wird in Form von State of Israel Bonds von Privatinvestoren gehalten. Die Kombination von amerikanischen Kreditgarantien und direkten Anleihen bei Privatinvestoren ermöglicht Israel, zu günstigen Zinssätzen zu leihen, manchmal unterhalb der marktüblichen Zinssätze. Diese Politik wird auch von Deutschland geduldet und unterstützt, um das strategische Ziel der Existenzsicherung des jüdischen Staates zu erreichen.

Verkehr

Landverkehr

Wichtigster Verkehrsträger ist die Straße, und von besonderer Bedeutung sind die Überlandbusse der Buskooperative Egged. Von zunehmender Bedeutung ist das Eisenbahnnetz der Israel Railways, das nach jahrzehntelanger Vernachlässigung seit einigen Jahren modernisiert und ausgebaut wird.

Flugverkehr

Wichtigster Flughafen ist der Ben-Gurion-Flughafen bei Lod im Großraum Tel Aviv. Weitere Flughäfen: Flughafen Atarot in Jerusalem (derzeit nicht in Betrieb), Flughafen Sde-Dow in der Stadt Tel Aviv, Flughafen Haifa, Flughafen Eilat, Flughafen Owda 40 km von Eilat entfernt, Flughafen Machanajim bei Rosch Pina.

Seefahrt

Haifa, Aschdod und Eilat sind die drei Hafenstädte des Landes. In Chadera, Tel Aviv und Aschkelon gibt es ebenfalls kleinere Häfen, die jedoch nur Kohle, Erdgas oder Erdöl für nahe liegende Elektrizitätskraftwerke liefern. In Aschkelon, Aschdod, Tel Aviv, Herzlia, Haifa und Eilat existieren Jachthäfen. Kreuzfahrtschiffe legen gelegentlich in Haifa, Aschdod und Eilat an. Saisonale Fährverbindungen nach Zypern und weiter nach Griechenland und Italien verkehren nur ab Haifa.

Grenzübergänge

Israel ist über Landgrenzen nur von Jordanien und Ägypten aus erreichbar. Die Grenze mit Syrien und dem Libanon ist für Zivilisten geschlossen.

Die offiziellen Grenzübergänge mit Jordanien sind:

  • die Sheikh-Hussein-Brücke über den Jordan bei Bet Sche'an
  • die Allenby-Brücke über den Jordan bei Jericho (Westjordanland)
  • der Arava-Übergang bei Eilat und Aqaba

Die offiziellen Grenzübergänge mit Ägypten sind:

  • der Kerem Schalom-Übergang beim Gazastreifen
  • der Nizanna-Übergang
  • der Netafim-Übergang nördlich von Eilat
  • der Taba-Übergang südlich von Eilat

Seit dem Rückzug aus dem Gazastreifen gelten die Übergänge Karni und Erez als De-facto-Grenzposten (der De-jure-Status ist noch zu bestimmen). Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten wird nicht mehr von den Israeli gehandhabt.

Bildungssystem

Die Verwaltung und Finanzierung des israelischen Bildungssystems wird vom Erziehungsministerium, vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Sport und von den Städten getragen.

In Israel besteht für Kinder im Alter von fünf bis sechzehn Jahren Schulpflicht. Bis zum 18. Lebensjahr ist der Schulbesuch kostenlos. In der Regel besuchen Drei- bis Vierjährige einen kostenpflichtigen Kindergarten.

Das Schulsystem ist auf die multikulturelle Bevölkerung abgestimmt. Es gibt unterschiedliche staatliche Schulen, deren Lehrplan an spezielle Gesichtspunkte, wie Sprache und Religion der Schüler, angepasst sind. Der kleinere Teil der israelischen Schüler besucht Privatschulen, die unter der Schirmherrschaft religiöser und internationaler Organisationen arbeiten.

In der Oberstufe können die Schüler zwischen einer akademischen, technologischen, agrarwissenschaftlichen oder militärischen Fachrichtung wählen. Nach bestandener Abschlussprüfung erhält man das Bagrut.

Etwa 216.000 Studenten sind an einer der Hochschulinstitutionen des Landes immatrikuliert. Die acht Universitäten Israels bieten ein breites Lehrangebot in natur- und geisteswissenschaftlichen Fächern, siehe Liste der Universitäten in Israel.

Zusätzlich existiert eine Vielzahl von akademischen Hochschulen, die keinen universitären Status besitzen, jedoch anerkannte akademische Diplome ausstellen dürfen und oft mit den Universitäten kooperieren, siehe Liste der akademischen Hochschulen in Israel.

Zehntausende nutzen Erwachsenen-Bildungsprogramme. Für Neueinwanderer stehen spezielle Sprachschulen zur Verfügung, in denen Hebräisch in Intensivkursen angeboten wird.

Wissenschaft und Technologie

Die Notwendigkeit, ein relativ unfruchtbares, unterentwickeltes Land in den modernen Industriestaat von heute zu verwandeln, war seit der Gründung Israels bestimmend für dessen wissenschaftliche und technische Entwicklung. Wasserknappheit, wüstenartige Landschaft und Mangel an Arbeitskräften führten auch zur Entwicklung neuartiger landwirtschaftlicher Methoden.

Israel investiert heute gemessen am Weltmaßstab überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung. Die Universitäten, die eng mit der Industrie zusammenarbeiten, erbringen dabei 80 % der Forschungsergebnisse. Universitäten gründeten sogar Firmen zur Vermarktung der praktischen Anwendungen ihrer Forschungsergebnisse. Mehr als die Hälfte aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind in der Biotechnologie, der Biomedizin und der klinischen Forschung angesiedelt.

Israelische Wissenschaftler waren maßgeblich an der Erforschung des Botenstoffs Interferon beteiligt. Auch die Pharmaforschung profitiert oftmals von israelischen Kapazitäten, so zum Beispiel bei der Entwicklung des Medikaments Copaxone. Hoch entwickelte medizinische Diagnose- und Behandlungsgeräte werden in Israel entwickelt und weltweit exportiert. Darunter befinden sich Geräte für Computertomographie und Magnetresonanztomographie, Ultraschall-Scanner, nuklearmedizinische Kameras, chirurgische Laser und eine Miniaturkamera, welche als eine schluckbare Kapsel zur Untersuchung des Verdauungstraktes verwendet wird.

Ein Schwerpunkt der israelischen Forschung liegt auf Elektronik und Kommunikationstechnik. Israel ist eins der führenden Länder in der Forschung und Entwicklung von Glasfasern, elektro-optischen Kontrollsystemen und wärmeempfindlichen Nachtsichtgeräten. Neben Software für Groß- und Bürocomputer werden Roboter für verschiedenste Anwendungsbereiche entwickelt.

1983 wurde die Israel Space Agency gegründet. Seit 1988 ist Israel in der Lage, mit Hilfe einer eigenen Rakete (Shavit) Satelliten ins All zu befördern. Darüber hinaus wurden verschiedene Displaysysteme, aeronautische Computer, Instrumente und Flugsimulatoren entwickelt. Ilan Ramon war 2003 innerhalb der STS-107-Mission der erste Israeli im Weltraum. Er verunglückte zusammen mit seinen sechs NASA-Kollegen beim Wiedereintritt des Space Shuttles Columbia tödlich.

Die Wasserknappheit trieb die Entwicklung von computergesteuerten Bewässerungssystemen voran. In diesem Zusammenhang wurde auch die Tropfmethode entwickelt, bei der das Wasser direkt zu den Wurzeln der Pflanzen geleitet wird. Intensiver Forschung ist es zu verdanken, dass das riesige unterirdische Reservoir an Brackwasser unter dem Negev nutzbar gemacht werden konnte: Verschiedene Pflanzen wie Kirschtomaten gedeihen mit diesem Wasser gut, das aus einer Tiefe von tausend Meter in die Höhe gepumpt wird und eine Temperatur von 42 Grad Celsius hat.[54]

Die Nichtverfügbarkeit von konventionellen Energiequellen machte die intensive Entwicklung von alternativen Energiequellen wie Solar-, Wärme- und Windenergie erforderlich. Israel betreibt kein Kernkraftwerk, weil es eine Überwachung seiner Nuklearanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nicht zulassen will. Seit 2007 plant es den Bau eines 2000-Megawatt-Meilers in der Negev-Wüste.[55]

Kultur

Hauptartikel: Israelische Kultur

Israels Kultur ist eng mit den Kulturen der umliegenden Nachbarstaaten verbunden, dennoch zeichnet den modernen Staat Israel eine Anzahl einzigartiger kultureller Besonderheiten aus, zum Beispiel dass die Menschen des Landes Einflüsse aus über 100 Nationen in ihre Kultur integriert haben, die so zu einem bunten Flickwerk mannigfaltiger Kulturen wurde.

Vor allem die israelische Musik ist erwähnenswert. Dabei ist der israelische Volkstanz recht bekannt, ebenso die Interpretation von klassischer Musik. Das Philharmonische Orchester Israels tritt landesweit und auch im Ausland auf.

Die Museumslandschaft ist vor allem durch Kibbuzim geprägt, von denen einige Kleinstmuseen beherbergen, beispielsweise das Ghetto Fighters' House im Kibbuz Lochamej haGeta’ot. Größere Museen gibt es in Tel Aviv und Jerusalem, wie das Israel-Museum mit dem Schrein des Buches oder das Holocaust-Museum Yad Vashem.

Weiter hat Israels Bibliothekswesen eine bewegte Geschichte hinter sich. Auch bekannte Schriftsteller stammen aus Israel, darunter der auch im deutschsprachigen Raum bekannte Satiriker Ephraim Kishon.

Medien

In Israel existieren sehr verschiedenartige Medien für die unterschiedlichen Sprachgruppen des Landes. Die wichtigsten Zeitungen sind Maariw, Haaretz, The Jerusalem Post, Jedi’ot Acharonot und haOlam haZeh. Haaretz und The Jerusalem Post erscheinen auch auf Englisch. Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Kol Israel produziert Radio- und Fernsehprogramme, bedeutend ist außerdem der Radiosender der Streitkräfte, Galei Tzahal. Neben Zeitungen und Rundfunkprogrammen auf Hebräisch, Englisch und Russisch gibt es auch einige auf Deutsch und Jiddisch. Die wichtigste deutschsprachige Publikation Israels ist die Tageszeitung Israel-Nachrichten aus Tel Aviv.

In Israel herrscht dem Gesetz nach grundsätzlich Pressefreiheit. Eine Zensurbehörde befindet darüber, ob bestimmte Medienberichte die Sicherheit Israels gefährden. Gegen Entscheidungen dieser Behörde kann vor Gericht geklagt werden.[56] In der Rangliste der Organisation Reporter ohne Grenzen zur Pressefreiheit im weltweiten Vergleich für 2009 belegt Israel Platz 93 von 175 untersuchten Staaten, jenseits seiner eigenen Grenzen Platz 150.[57]

Telekommunikation

Die letzte Meile für Telefonanschlüsse und ADSL wird von Bezeq gestellt. Ca. 2003 hat auch HOT begonnen Telefon und Internet über das Fernsehkabelnetz anzubieten.

Sport

Der Basketballverein Maccabi Tel Aviv in der Nokia Arena

Die meisten Sportverbände sind auf internationaler Ebene mittlerweile Mitglieder der europäischen Dachorganisationen (z. B. UEFA, ULEB etc.), weshalb israelische Mannschaften an deren Wettbewerben teilnehmen. Die Mitgliedschaft in asiatischen Organisationen war wegen Boykott-Maßnahmen arabischer Mitgliedsverbände nicht mehr möglich gewesen.

Israel hat einige namhafte Sportvereine, besonders in den im Land populären Sportarten Basketball und Fußball, die auch im internationalen Vergleich recht bekannt sind. An erster Stelle ist hier Maccabi Tel Aviv zu nennen, dessen Basketballequipe 1977, 1981, 2001 (SL), 2004 und 2005 den Europapokal eroberte, im Fußball nach der alten Organisation noch den Asienpokal der Landesmeister 1968 und 1971.

Weiter sind Hapoel Tel Aviv, das den Asienpokal der Landesmeister 1967 für sich beanspruchen durfte, Hapoel Petach Tikwa, Maccabi Netanya, Maccabi Haifa, Beitar Jerusalem und Hapoel Haifa bekannte Fußballvereine.

Hapoel Jerusalem schließlich hat 2004 den ULEB Cup der Union of European Leagues of Basketball gewonnen.

Literatur

Zur Geschichte

  • Reiner Bernstein: Geschichte des Staates Israel. 2. Von der Gründung 1948 bis heute: Religion und Moderne, Schwalbach/Ts. 1998 (Wochenschau Verlag)
  • Michael Brenner: Geschichte des Zionismus. München 2002, ISBN 3-406-47984-7
  • Manfred Clauss: Geschichte des alten Israel (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Band 37), München, Oldenbourg Verlag, 2009, ISBN 978-3-486-55927-9
  • Georg Fohrer: Geschichte Israels. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wiesbaden: Quelle & Meyer, UTB für Wissenschaft, 6., überarb. Aufl. 1995 (zuerst: 1977), ISBN 3-8252-0708-0
  • Johannes Glasneck, Angelika Timm: Israel. Die Geschichte des Staates seit seiner Gründung. Bonn 1992, ISBN 3-416-02753-1
  • Benny Morris: The birth of the Palestinian refugee Problem 1947–1949. Cambridge University Press, New York 1987, 1989 (Repr.), ISBN 0-521-33889-1
  • Shlomo Sand: Die Erfindung des Jüdischen Volkes. Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand, Hebräische Originalausgabe: Resling Publishing, Tel Aviv, 2008; Deutsche Übersetzung: Alice Meroz, Propyläen Verlag, Berlin, 2010, ISBN 978-3-549-07376-6
  • Gershon Shafir: Land, Labor and the Origins of the Israeli-Palestinian Conflict, 1882–1914. University of California Press, Reprint 1996, ISBN 0-520-20401-8
  • Michael Wolffsohn: Israel. Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft. Vs-Verlag 2007, ISBN 3-531-15654-3
  • Conor Cruise O'Brien: Belagerungszustand. Die Geschichte des Staates Israel und des Zionismus (Originaltitel: „The Siege: The Saga of Israel and Zionism“) ISBN 978-3-85445-033-7 (Original: ISBN 978-0-671-63310-3)
  • Albrecht Gundermann: Die Rolle des Obersten Gerichtshofs bei der Entwicklung der israelischen Verfassung Baden-Baden 2002, ISBN 3-7890-7801-8, Nomos Verlag

Zur Gesellschaft und Wirtschaft

  • Shmuel N. Eisenstadt, Die Transformation der israelischen Gesellschaft, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1987
  • Nurith Gertz, Myths in Israeli culture: captives of a dream, London [u. a.]: Vallentine Mitchell, 2000
  • Uta Klein, Militär und Geschlecht in Israel, Frankfurt am Main: Campus Verlag 2001, ISBN 3-593-36724-6 Rezension
  • Gershon Shafir, Yoav Peled, Being Israeli. The Dynamics of Multiple Citizenship, Cambridge UP, 2002, ISBN 0-521-79672-5
  • Roland Kaufhold / Till Lieberz-Groß (Hrsg.), Deutsch-israelische Begegnungen, psychosozial Nr. 53 (1/2003)
  • Israel. Informationen zur politischen Bildung. Bd. 278. Franzis' Print & Media, München/Bonn 2003 (mit Karten). ISSN 0046-9408

Zur politischen Kontroverse

Romane

Weblinks

 Portal:Israel und Palästina – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Israel und Palästina

Wiktionary Wiktionary: Israel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Israel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Israel – in den Nachrichten
Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Israel – geographische und historische Karten

Dossiers

Einzelnachweise

  1. Zu den rechtlichen Hintergründen siehe: Jerusalem. Ausländische Botschaften befinden sich in Tel Aviv, Ramat Gan und Herzlia.
  2. a b Central Bureau of Statistics. Abgerufen im Juli 2010
  3. International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2011
  4. International Human Development Indicators, abgerufen am 26. September 2011
  5. Inbar Perez, Eli Geffen and Ofer Mokady: Critically Endangered Arabian leopards Panthera pardus nimr in Israel: estimating population parameters using molecular scatology. Oryx (2006), 40:3:295-301 online
  6. israswiss.ch
  7. Statistik: Einwohner Israels nach Herkunft und Alter 2001 (PDF)
  8. Ber Borochov: Zur Frage Zions und des Gebietes, 1905; Hebräisch:Schriften, I. Tel Aviv, 1955, S.144f
  9. David Ben Gurion, Jizchak Ben Zwi: Das Land Israel in Vergangenheit und Gegenwart, 1918; Hebräisch: Jerusalem 1980, Seiten 196-205
  10. Israel Belkind: Die Araber im Lande Israel, Tel Aviv 1928 (Hebräisch), Seiten 8-19
  11. a b IDF: More than 300,000 settlers live in West Bank, Haaretz. 27. Juli 2009. Abgerufen am 4. September 2010. 
  12. Palestinians shun Israeli settlement restriction plan, BBC News. 25. November 2009. Abgerufen am 4. September 2010. 
  13. Bernard Spolsky, Elana Shohamy: The Languages of Israel. Policy, Ideology and Practice. Multilingual Matters 1999, S. 118f.
  14. Bernard Spolsky, Elana Shohamy: The Languages of Israel. Policy, Ideology and Practice. Multilingual Matters 1999, S. 112.
  15. הצעת חוק חדשה: ערבית אינה שפה רשמית [Ha’aretz], 4. August 2011.
  16. Statistik: Einwohner Israels nach Religionen 1948-2001 (PDF)
  17. sz-online.de: Unesco erkennt 27 Stätten neu als Welterbe an
  18. Instruktiv dazu der Reisebericht Mark Twains Die Arglosen im Ausland von 1867
  19. Altneuland. Berlin 1.1904,11, S.339.
  20. Theodor Herzl: Tagebücher 1895-1904, Bd. 1, Berlin 1922, S,318f
  21. Isaak Markus Jost in: Ismar Schorsch: From Text to Context: the Turn to History in Modern Judaism, Hannover 1994, S.238
  22. Halbmond und Hakenkreuz – Hitlers Pläne im Nahen Osten. In: NZZ, 21. Februar 2007
  23. Netanel Lorch: One Long War. Keter, Jerusalem 1976, S. 110.
  24. a b Isi Leibler: The Case For Israel. Australia: The Globe Press 1972
  25. Friedrich Schreiber, Michael Wolffsohn: Nahost. Leske + Budrich, Opladen 1993, S. 196
  26. IDEA (Nachrichtenagentur): Christen rufen zur Solidarität mit Israel auf 28. Januar 2007
  27. Radio Vatikan: Pater David Jaeger optimistisch zu Gespräch mit Israel 31. Januar 2007
  28. Israel kann nicht auf Fairness zählen. In: Die Welt
  29. vgl. Mustapha, Suleiman: Presidential system lacks accountability, says Asuma Banda, in: The Statesman, 15. Mai 2007. Abgerufen am 1. April 2010.
  30. Israelisch-syrische Geheimverhandlungen. In: Wikinews, 20. Januar 2007
  31. oecd.org: Israel's accession to the OECD (Zugriff am 7. September 2010)
  32. a b c The Institute for National Security Studies
  33. Amnesty International Report 2009 - ISRAEL UND BESETZTE PALÄSTINENSISCHE GEBIETE
  34. Artikel über die deutschen Beiträge zur israelischen Rüstung. In: taz, 31. Juli 2006
  35. Israel stationiert Raketenabwehrsystem „Iron Dome". In: orf.at. ORF Online und Teletext, 27. März 2011, archiviert vom Original am 12. April 2011, abgerufen am 12. April 2011.
  36. Anshel Pfeffer, Yanir Yagna: Iron Dome successfully intercepts Gaza rocket for first time. In: haaretz.com. Haaretz, 7. April 2011, abgerufen am 13. April 2011 (englisch).
  37. Yaakov Katz: Iron Dome works in combat, intercepts Katyusha rocket. In: jpost.com. The Jerusalem Post, 7. April 2011, archiviert vom Original am 12. April 2011, abgerufen am 12. April 2011 (englisch).
  38. Matthias Chapman: Was taugt Israels neue Wunderwaffe? News Ausland: Naher Osten & Afrika. In: derbund.ch. Der Bund, 11. April 2011, archiviert vom Original am 12. April 2011, abgerufen am 12. April 2011.
  39. Raytheon/Rafael: Stunner - Terminal Missile Defense Interceptor
  40. Missile Monitor vom 14. Oktober 2007
  41. mobiledevdesign.com
  42. defense-update.com
  43. Krisenherd Naher Osten Absichtsvoll zweideutig auf faz.net
  44. Olmert soll über Atomwaffen aufklären. (nicht mehr online verfügbar) In: Tagesschau (ARD), 13. Dezember 2006
  45. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,453882,00.html
  46. Tomas Avenarius: Nakba, die Katastrophe. Palästinenser und Israel. In: Süddeutsche Zeitung, 15. Mai 2008.
  47. Urteil in Israel: Richter verbieten Apartheid. Auf: n-tv, 30. Dezember 2009
  48. Pressemitteilung des Außenministeriums, abgefragt am 14. Dezember 2010
  49. Evangelische Nachrichtenagentur idea e.V. (Hrsg.): Israel-Tourismus im Aufwind. Wetzlar 2011, S. 10 (Ausgabe: ideaSpektrum 5/2011).
  50. Rosso Vincenzo: Israel: Ende des Booms? Furcht vor Exporteinbruch und Finanzspekulation. Armut weiter gestiegen. In: Telepolis, 10. März 2008.
  51. Al Jazeera English: Mass rallies revive Israeli protest movement 4. September 2011, abgerufen am 4. September 2011
  52. a b c d The World Factbook
  53. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  54. Jako Strobel y Serra: Gott weiß, wie gutes Essen schmeckt., faz.net vom 8. Oktober 2011, abgerufen am 11. Oktober 2011
  55. Israel steht mit seinen Atomplänen nicht allein. In: Handelsblatt
  56. Pressefreiheit – So funktioniert Israels Zensurmaschine., In: Spiegel Online – Politik, 26. April 2010
  57. Reporter ohne Grenzen: Rangliste der Pressefreiheit weltweit, aufgerufen 4. Mai 2010
31.60805555555634.818055555556
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Israel — Israël Wikipédia …   Wikipédia en Français

  • Israél — Israël Wikipédia …   Wikipédia en Français

  • ISRAËL — À quelque point de vue qu’on se place, Israël représente un élément irréductible aux catégories habituelles. Il n’est point d’exemple de pays se constituant ou se reconstituant après deux mille ans d’interruption environ. Il n’est point d’exemple …   Encyclopédie Universelle

  • Israel —     Israelites     † Catholic Encyclopedia ► Israelites     The word designates the descendants of the Patriarch Jacob, or Israel. It corresponds to the Hebrew appellation children of Israel , a name by which together with the simple form Israel… …   Catholic encyclopedia

  • ISRAEL — (Heb. יִשְׂרָאֵל). (1) The name of honor given to jacob after his mysterious struggle with the angel, Thy name shall be called no more Jacob but Israel, for thou hast striven (sarita from the root sarah, שרה) with God (El, אֵל) and with men and… …   Encyclopedia of Judaism

  • ISRAEL — nomen Iacob, inditum ei ab Angelo. Gen. c. 32. v. 10. Inde pop. Israelitae. Quod nomen nunc totam Hebraeorum gentum, nuncpartem tantum designat, totam ante Salomonem, partem postea, Post Salomonem enim Hebraeorum regno, quod et Israel, vel… …   Hofmann J. Lexicon universale

  • Israel — m Biblical: the byname (meaning ‘he who strives with God’ in Hebrew) given to Jacob after he had wrestled with an angel: ‘Thy name shall be called no more Jacob, but Israel: for as a prince hast thou power with God and with men, and hast… …   First names dictionary

  • Israel — Ou Israël. Porté notamment dans l Aisne et le Bas Rhin, c est le nom qui a été donné à Jacob après sa lutte avec l Ange. Par la suite, à la mort de Salomon, Israël désigna le territoire attribué aux tribus du nord du royaume hébreu. Signification …   Noms de famille

  • Israel — Israel1 [iz′rē əl, iz′rāəl; iz′rəl] n. [OFr < LL(Ec) < Gr Israēl < Heb yisrael, lit., contender with God < sara, to wrestle + el, God] 1. a masculine name: dim. Izzy 2. Bible Jacob: so named after wrestling with the angel: Gen. 32:28… …   English World dictionary

  • Israel — Isrăel (hebr., »Gotteskämpfer«), Ehrenname Jakobs und seiner Nachkommen, der Kinder I., oder Israeliten; dann seit der Teilung des Reichs (975) im Gegensatz zu Juda das nördl. Reich der zehn Stämme. (S. Hebräer) das Volk I. hat weltgeschichtliche …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Israel — Israel, hebr. = Kämpfer Gottes, ein Beiname des Patriarchen Jakob, welchen dieser gelegentlich seines Kampfes mit dem Gott Engel (Genes. 32, 28) erhielt. – I.iten, Söhne I.s, d.h. Jakobs, der gewöhnlichste Name der Hebräer, später der Bewohner… …   Herders Conversations-Lexikon

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”