Vietnam
Cộng hoà Xã hội Chủ nghĩa Việt Nam

Sozialistische Republik Vietnam

Flagge Vietnams
Wappen Vietnams
Flagge Wappen
Wahlspruch: Độc lập, Tự do, Hạnh phúc
(Unabhängigkeit, Freiheit, Glücklichkeit)
Amtssprache Vietnamesisch
Hauptstadt Hanoi
Staatsform Sozialistische Volksrepublik
Regierungsform autoritäres Einparteiensystem
Staatsoberhaupt Präsident Trương Tấn Sang
Regierungschef Premierminister Nguyễn Tấn Dũng
Fläche 331.698 km²
Einwohnerzahl 90.549.390 (Juli 2011)[1]
Bevölkerungsdichte 263,2 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt

- Total (PPP)
- Total (Nominal)
- BIP / Einw. (PPP)
- BIP / Einw. (Nominal)

2010[1][2][3]

$278,1 Mrd. (42.)
$102 Mrd.
$3.100 (129.)
$1.168

Human Development Index 0,572[4] (113.)
Währung Đồng
Unabhängigkeit von Frankreich am 2. September 1945 erklärt, 1954 anerkannt
Nationalhymne Tiến Quân Ca
Nationalfeiertag 2. September
Zeitzone UTC+7
Kfz-Kennzeichen VN
Internet-TLD .vn
Telefonvorwahl +84
Vietnam in its region.svg
Vietnam shaded relief.jpg

Vietnam (vietnamesisch: Việt Nam, Bedeutung: Viet im Süden, amtlich Sozialistische Republik Vietnam, vietnamesisch: Cộng hoà Xã hội Chủ nghĩa Việt Nam) ist ein langgestreckter Küstenstaat in Südostasien. Es grenzt an China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer.

Vietnam wurde 2879 v. Chr. durch Hung Vuong gegründet und kam 111 v.Chr. unter chinesische Kontrolle. Nach einer kurzen Zeit der Unabhängigkeit, wurden die Vietnamesen in 602 n. Chr. erneut von China beherrscht bis 938 n. Chr., wo sie in Folge der Schlacht "Bach Dang" die Unabhängigkeit errangen. Danach erfolgte eine Blütezeit in Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. In dieser Zeit expandierte sich Vietnam auch in den Süden. 1880 wurde Vietnam als Teil von Französisch-Indochina unter französische Kolonialherrschaft. 1945 wurde es in das kommunistische Nordvietnam (Hauptstadt Hanoi) und das von den Westmächten unterstützte Südvietnam (Hauptstadt Saigon) geteilt. Nach dem Vietnamkrieg kam es 1976 zur Wiedervereinigung und Saigon wurde nach dem verstorbenen Staatschef Nordvietnams in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hauptartikel: Geographie Vietnams

Vietnams Fläche entspricht ungefähr jener Deutschlands. Das Land umfasst die weiten Ebenen der Flussdeltas von Rotem Fluss und Mekong, die gesamte östliche Festlandküste Südostasiens sowie die langen Gebirgszüge und Hochebenen des Hinterlandes. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 1.650 km, die Ost-West-Breite bis zu 600 km, während die schmalste Stelle in Mittelvietnam nur 50 km breit ist. Die Küstenlinie hat eine Länge von über 3.400 km, auch die Landgrenzen zu den 3 Nachbarstaaten überschreiten wegen der langgestreckten Form 3.000 km Gesamtlänge.

Die Geografie Vietnams wird auch als „Bambusstange mit zwei Reisschalen“ beschrieben: Im Norden und Süden liegen zwei fruchtbare reisliefernde Flussdeltas, dazwischen als Verbindung ein schmales, eher karges, von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Insgesamt ist Vietnam zu 3/4 von Bergen und Hochebenen überzogen.

Etwas detaillierter werden von Nord nach Süd fünf Landschaften unterschieden:

Landschaften

  • Yunnan-Hochland: Gebirgslandschaft im Norden, wo Vietnam an China grenzt und sein höchster Berg Phan-xi-păng (3.144 m) liegt. Diese Region ist Siedlungsgebiet von vielen ethnischen Minderheiten, wobei die Stadt Sa Pa am Fuße des Phan-xi-păng die meisten Touristen anzieht.
  • Delta des Roten Flusses: diese fruchtbare Gegend rund um die Hauptstadt Hanoi (Hà Nội) erstreckt sich bis zum Golf von Tonkin (Bắc Bộ). Touristenattraktionen sind hier die Kalksteinfelsen um Ninh Bình südlich von Hanoi, und die Halong-Bucht östlich der Hauptstadt.
  • Annamitisches Hochland: das bergige, dünn besiedelte Hinterland Mittel- und Südvietnams ist vor allem Siedlungsgebiet ethnischer Minderheiten.
  • Annamitischer Küstenstreifen: der schmale, relativ dicht besiedelte Küstensaum zwischen dem Gebirge und dem Südchinesischen Meer in Mittel- und Südvietnam. Die größten Städte Annams sind Huế und Đà Nẵng.
  • Mekong-Delta: fruchtbare, dichtbesiedelte Schwemmland-Ebene, an deren nordöstlichem Rand die Millionenstadt Thành phố Hồ Chí Minh (Hồ-Chí-Minh-Stadt, bis 1976 Saigon) liegt.

Klima

Das Klima unterscheidet sich erheblich zwischen Nord- und Südvietnam. Der Norden weist ein gemäßigtes tropisches Wechselklima auf, es gibt eine kühle Jahreszeit von November bis April und eine heiße von Mai bis Oktober. Der Süden ist tropisch: warm bis sehr heiß während des ganzen Jahres, etwas kühler von November bis Januar, heiß von Februar bis Mai und mit einer Regenzeit zwischen Mai und Oktober. Die Wetterscheide zwischen diesen Gebieten bildet der Wolkenpass nördlich von Đà Nẵng.

Während der Regenzeit wüten häufig Taifune, die besonders im Mekong-Delta, aber auch in anderen Küstenregionen Überschwemmungen anrichten können.

Wichtige Städte

Rathaus von Hồ-Chí-Minh-Stadt im Kolonialstil

Die zwei mit Abstand wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Hà Nội und die Hafenstadt Thành phố Hồ Chí Minh (Hồ-Chí-Minh-Stadt), früher Saigon. Während letztere eine der schnellstwachsenden Boomstädte der Welt ist, hat Hà Nội das Image, ruhiger und eleganter zu sein. In der Tat ist Hà Nội in wirtschaftlichen Belangen gegenüber der südlichen Metropole recht weit im Hintertreffen.

Weitere wichtige Städte sind die Hafenstädte Đà Nẵng, Hải Phòng und Nha Trang, die in ihrem Stadtbild stark französisch geprägt sind. Dies ist unter Anderem an den Kirchen und Villen der Städte zu erkennen. Die Städte Huế als Hauptstadt während der letzten Kaiserdynastie und die kaiserliche Sommerresidenz Đà Lạt im südlichen Hochland sind von großer geschichtlicher Bedeutung und ziehen viele Besucher an. Für Touristen ist auch die Handelsstadt Hội An interessant, da ihre zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Altstadt sehr gut erhalten ist. Reine Industriestädte sind hingegen Vinh, Ninh Bình, Mỹ Tho oder Bến Tre.

Die gesamte Küste ist mit touristisch teils unerschlossenen Stränden übersät. Beispiele dafür sind Mũi Né, Long Hải und Vũng Tàu am Südchinesischen Meer sowie Hà Tiên am oder die Insel Phú Quốc im Golf von Thailand.

Siehe auch: Liste der Städte in Vietnam

Umwelt

Der Einsatz von Umweltgiften durch die USA während des Vietnamkrieges hat die vietnamesische Natur nachhaltig geschädigt. Vor allem dioxinhaltige Herbizide wie Agent Orange, von dem die US-Luftwaffe etwa 40 Millionen Liter über dem Land versprühte, zeigen in großen Landstrichen nach wie vor Wirkung, da sie sich nur sehr langsam zersetzen und eine Halbwertszeit von etwa einem Jahrzehnt haben. So wurde während des Krieges etwa die Hälfte der Mangrovensümpfe zerstört, die sich nicht selbst regenerieren können. Die entlaubten Hänge im Landesinneren können nach wie vor nicht aufgeforstet werden, denn es können sich nur sehr widerstandsfähige Gräser halten, die während der Trockenzeit sehr anfällig für Flächenbrände sind. In der Regenzeit kommt es in diesen Regionen daher zu extrem starker Erosion.

Unter den Spätfolgen des Dioxin-Einsatzes haben nicht nur jene immer noch zu leiden, die damals direkt damit in Berührung kamen (Hautverätzungen, Chlorakne, Krebs). Das Gift fand auch seinen Weg in die Nahrungskette, was, durch die dadurch verursachte Schädigung des Erbgutes, unter anderem in signifikant erhöhten Zahlen an Fehl-, Tot- und Missgeburten seinen Niederschlag findet.

Neben Umweltgiften sind in den ländlichen Gebieten auch noch eine große Zahl von Blindgängern und Landminen zu finden. Nach wie vor werden jedes Jahr Bauern und Altmetallsucher von explodierender Munition getötet oder verletzt.

Millionen Hektar der tropischen Wälder, die zuvor bereits unter den Herbiziden zu leiden hatten, wurden seit den 1960er Jahren durch Brandrodung und Abholzung zerstört. Besonders betroffen hiervon ist der teils schwer zugängliche Norden. Zwar versucht die Regierung dem Einhalt zu gebieten, aber der Druck der schnell wachsenden Bevölkerung und die Armut in den Bergprovinzen veranlassen die Leute immer wieder dazu, Wald niederzubrennen, um Ackerland zu gewinnen. Tropenhölzer, wie das Teakholz, werden in Vietnam, wie in ganz Südostasien trotz inzwischen strenger gesetzlicher Regelungen nach wie vor illegal gewonnen, um daraus Möbel für den europäischen, US-amerikanischen und japanischen Markt zu fertigen.

Es gibt Programme mit teils großer ausländischer Hilfe, die das Umweltbewusstsein der Vietnamesen stärken sollen. Regierung und Umweltorganisationen setzen große Hoffnungen in die Entwicklung des Ökotourismus. Sie haben bereits mehrere Nationalparks eingerichtet – den ältesten davon schon 1962 –, und einige Landschaften des Landes stehen unter besonderem Schutz der UNESCO.

Tierwelt

Arbeitselefant am Ufer des Parfüm-Flusses in Mittel-Vietnam

Vietnam hat eine artenreiche Tierwelt, die jedoch durch die fortschreitende Zerstörung der Wälder bedroht ist. So leben nach neueren Schätzungen nur mehr rund 200 Tiger, weniger als 60 Asiatische Elefanten und nur noch 10 Java-Nashörner dort, deren Überleben allesamt fraglich ist. Die Nashörner waren der Wissenschaft bis vor kurzem unbekannt und sind auf das Gebiet des Cat-Tien-Nationalparks beschränkt. Außerhalb Vietnams leben die seltenen Tiere nur im Ujung Kulon-Nationalpark auf der Insel Java. Weitere Säugetiere umfassen Primaten (Schopfgibbons, Plumploris, Languren, Makaken), Raubtiere (darunter Malaienbären, Marmorkatzen sowie etliche Schleichkatzenarten), Paarhufer (Kantschile, Muntjaks, Hirsche, Bantengrinder, Gaure) sowie zahlreiche Fledermaus- und Nagetiergattungen. Die Vogelwelt ist ebenfalls artenreich, dazu gehören Fasane, Nashornvögel, Eulen, Greifvögel, Reiher und zahlreiche Singvögel. Auch Krokodile, Schlangen, Echsen und Frösche sind in diesem Land beheimatet, dazu zahllose Arten von Insekten und Wirbellosen. In den 1990er-Jahren wurden mehrere neue Arten Vietnams beschrieben, darunter das Vu-Quang-Rind und mehrere Muntjakarten. Das Vu-Quang-Rind wird im Vu-Quang-Nationalpark geschützt.

Bevölkerung

Demografie

Die Bevölkerungszahl Vietnams wird auf etwa 87,3 Millionen Menschen geschätzt. Die Bevölkerung ist im Schnitt sehr jung: Landesweit waren 2005 etwa 30 % der Menschen unter 14 Jahre alt und nur etwa 5,6 % sind über 65.[5] Das Bevölkerungswachstum wird auf 1,3 % bis 1,4 % geschätzt. Tendenziell sinkt die Geburtenrate (2005: 17,07 Geburten pro 1000 und 1,94 Kinder pro Frau), während aufgrund verbesserter medizinischer Bedingungen die Sterberate ebenfalls sinkt (2005: 6,2 pro 1000). Die Lebenserwartung liegt momentan bei 67,82 Jahren für Männer und 73,6 Jahren für Frauen.[5]

Während die vietnamesische Bevölkerung von westlichen Beobachtern als durchweg jung wahrgenommen wird, beginnt Vietnam sich darauf einzustellen, dass die Bevölkerung in eine Phase der Alterung eingetreten ist. Am 1. April 2010 erreichte die Zahl der über 60jährigen den Stand von 8,1 Millionen; das sind 9,4% der Gesamtbevölkerung und bedeutet einen Zuwachs von 4% gegenüber 2009.[6] Vietnam gehört damit zu den Ländern mit einer außergewöhnlich schnellen Alterung der Gesamtbevölkerung. Während es in Schweden 85 Jahre, in Japan 26 Jahre und in Thailand 22 Jahre dauerte, um den Status alternde Bevölkerung nach den Richtlinien der UNFPA (United Nations Population Fund) zu erreichen, dauerte dies in Vietnam nur 20 Jahre.[7]

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in den dichtbesiedelten Gebieten der Mündungsdeltas von Rotem Fluss und Mekong, in denen Landwirtschaft vorherrscht. Trotz der agrarischen Prägung lebten 2004 bereits rund 26 % der Vietnamesen in den urbanen Regionen der großen Städte (in den 1980er Jahren waren es nur 15 %), und die Zuwanderung aus den wirtschaftlich wenig entwickelten ländlichen Gebieten nimmt stetig zu. Dazu kommt eine Wanderungsbewegung von Norden in Richtung Süden.[5] In Vietnam existiert selbst kein privates Eigentum an Grund und Boden. Der vietnamesische Staat erteilt Landnutzungsrechte, deren durchschnittliche bewilligte Nutzungsdauer rund 50 Jahre beträgt.

Völker

Hauptartikel: Völker Vietnams
Ein Tanz von Cham-Frauen vor ihrem Tempel

Etwa 88 % der Bevölkerung sind ethnische Vietnamesen (Việt oder Kinh). Daneben sind 53 ethnische Minderheitengruppen anerkannt. Die größte davon sind die „Auslandschinesen“ (vietnam.: Hoa), deren Zahl auf etwa 1,2 Millionen geschätzt wird. Die Mehrzahl von ihnen sind Nachfahren von Einwanderern, die 1644, nach dem Zusammenbruch der Ming-Dynastie, ins Land gekommen waren. Weitere Volksgruppen sind Thai, Khmer (vor allem im Süden, der Region des Mekong-Delta, die über Jahrhunderte zu Kambodscha gehörte) und die unter der Sammelbezeichnung „Bergvölker“ (Montagnards) bekannten Bewohner der Bergregionen. Letztere, die als die ursprünglichen Bewohner des kontinentalen Südostasien gelten, wurden im Verlauf der Geschichte in Vietnam, Thailand, Myanmar und Laos von den zugewanderten Mehrheitsvölkern aus den fruchtbareren Regionen der Flussebenen und Küsten in die unzugänglichen Bergregionen verdrängt.

Da einige Angehörige der „Bergvölker“ im Indochinakrieg und im Vietnamkrieg jeweils auf Seiten Frankreichs bzw. der USA kämpften, gab es nach der Wiedervereinigung Vietnams Repressionen gegen diese Völker und sie sind in der vietnamesischen Gesellschaft teils nicht gut angesehen. Aber auch Minderheitenvölker, die auf vietnamesischer Seite gekämpft haben, finden kaum positive Beachtung. Diese Völker sind bis heute von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes weitgehend abgeschnitten und leben vergleichsweise in Armut. Kultur und Sprache der Minderheiten unterscheiden sich meist sehr stark von jener der Vietnamesen.

Sprachen

Orange: Originale vietnamesische Wörter; grün: chinesisch-vietnamesische Wörter

Die einzige offizielle Amtssprache ist Vietnamesisch, das 88 % der Bevölkerung als Muttersprache beherrschen. Geschrieben wird die vietnamesische Sprache seit 1945 in einer eigenen, lateinbasierten Schrift. Aus offiziell vietnamesischer Sicht werden die zahlreichen ethnischen Minderheiten anerkannt, die Sprachen der Minderheiten erlaubt und angeblich auch gefördert.

Die Französische Sprache hat nach der französischen Kolonialzeit nach und nach ihren offiziellen Status verloren, hat aber heute weiterhin noch hohe Bedeutung, da sie in vielen Schulen als erste Fremdsprache unterrichtet wird. Vietnam ist zudem Vollmitglied der Gemeinschaft Frankophoner Staaten. Viele Vietnamesen sind während der Indochinakriege nach Frankreich ausgewandert und bilden dort eine französischsprachige Diaspora. Mittlerweile wird die französische Sprache jedoch durch das Englische aus dem öffentlichen und im Schulleben verdrängt, was hauptsächlich daran liegt, dass viele Touristen aus dem angelsächsischen Raum kommen und der Handel mit dem ehemaligen „Erzfeind“ USA wächst.[8]

Religion

Tempel mit einer Säule in Hanoi
Cao Dai-Tempel in Tây Ninh

Genaue Angaben über die Religionszugehörigkeit in Vietnam sind schwer zu machen. Die große Mehrheit der Vietnamesen bekennt sich zu keinem Glauben. Laut einer 2004 veröffentlichten Studie sind 81,5 % der Vietnamesen Atheisten.[9] Schätzungen gehen von 7,6 Millionen Buddhisten und 6 Millionen Katholiken aus. Weitere Konfessionen sind Cao Dai (2 Millionen Anhänger), Hoa Hao (1 Million), Protestantismus (500.000) und Islam (50.000).[5] Im Religionsverständnis der Vietnamesen gibt es keine strikte Trennung verschiedener Konfessionen. Die Religiosität ist zumeist eine historisch gewachsene Mischung mit vielen Aspekten unterschiedlicher religiöser Ursprünge. Es ist nicht unüblich, regelmäßig buddhistische Pagoden zu besuchen und ihre Ahnen zu verehren.

Die Alltagsreligiosität, bzw. vielmehr die Lebensweise, ist im Allgemeinen am ehesten durch den Theravada- und/oder Mahayana-Buddhismus, den Taoismus, den Konfuzianismus, sowie einen Animismus und insbesondere auch einen Ahnenkult beeinflusst, ohne dass es dabei zu Dogmen kommt. Rituelle Handlungselemente der unterschiedlichen Einflüsse können beim Individuum je nach Alltagssituation auftreten. Anders als in anderen asiatischen Staaten existiert in (Süd-)Vietnam seit 1963 auch eine zentrale Vereinigung von Ordensleuten und Laien aller buddhistischen Schulen, die „Kongregation der Vereinigten Vietnamesischen Buddhistischen Kirche“ (KVVBK).[10]

Die Verfassung Vietnams sieht generell eine Religions-/Glaubensfreiheit vor. Da religiöse Institutionen aber immer auch eine gewisse Konkurrenz zum staatlichen Einfluss auf die Bevölkerung darstellen, wurden Religion und deren Institutionen zumindest in der Vergangenheit seitens der Kommunistischen Partei Vietnams mit Misstrauen behandelt.

Der katholische Glaube kam erstmals im 16. Jahrhundert mit französischen, spanischen und portugiesischen Missionaren ins Land. Er wurde unter Druck der französischen Kolonialherrschaft ausgebreitet. Nachdem der Katholizismus in den ersten Jahren der kommunistischen Herrschaft aktiv bekämpft wurde, bemüht sich die Regierung nun um ein besseres Verhältnis zum Heiligen Stuhl. Der Besuch von Ministerpräsident Nguyễn Tấn Dũng bei Papst Benedikt XVI. 2007 hat die Hoffnung auf eine weitere Öffnung hin zu einer größeren Religionsfreiheit gestärkt[11], aber die katholische Kirche wird weiterhin als „reaktionär“ angesehen.[12]

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Vietnams

Altertum

Eine Dong-Son-Trommel

Die frühesten Spuren menschlicher Aktivität auf dem Gebiet des heutigen Vietnam lassen sich bis vor 300.000 bis 500.000 Jahren zurückdatieren. Die älteste bisher bekannte Kultur dieser Region war die mehr als 30.000 Jahre alte Dieu-Kultur südlich von Hanoi, von wo aus sich auch die 16.000 Jahre alte Hoa-Binh-Kultur weit ausbreitete. Die letzte altsteinzeitliche Kultur der Region war die Bac-son-Kultur (ca. 10.000 v. Chr.), die auch bereits Keramik anfertigte. Der Bewässerungsanbau von Reis war etwa ab 3000 v. Chr. bekannt.

Die Bronzezeit begann hier etwa 1500 v. Chr. mit der Sa-Huynh-Kultur, deren Mitglieder die Küstenregion bevölkerten. Zugleich existierte im Delta des Roten Flusses die Dong-Son-Kultur, bekannt vor allem für ihre reich verzierten Bronzetrommeln. Aus dieser Kultur ging Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. das erste bekannte Königreich der Việt (chinesisch  Yuè) hervor, das den größten Teil des heutigen Nordvietnam umfasste.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. wanderten Âu Việt aus dem Gebiet des heutigen Südchina ein und vermischten sich mit den ansässigen Lạc Việt. Im Jahre 258 v. Chr. gründete Thục Phán das Königreich Âu Lạc (aus der Vereinigung von Âu Việt und Lạc Việt) und erklärte sich selbst zum König. Nach einem langen Krieg mit den Qín wurde er 208 v. Chr. von dem Qín-General 趙佗 / 赵佗 Zhào Tuó (vietnamesisch: Triệu Đà) besiegt. Dieser rief sich selbst zum König aus und nannte sein Königreich Nam Việt (南越 Nányuè = Südviệt oder Südyuè).

Im Jahre 111 v. Chr. wurde Nam Việt von Truppen Hàn Wǔdìs erobert und als Präfektur ( jùn (quận)) 交趾 Jiāozhǐ (Giao Chỉ) in das chinesische Reich eingegliedert. Unter dieser Herrschaft wurden technische Errungenschaften im Reisanbau, in der Viehhaltung und in der Baukunst übernommen. Es kam aber auch zu zahlreichen Aufständen und kurzen Phasen der Unabhängigkeit. Im Jahre 679 wurde die Präfektur in An Nam (安南 Ān Nán ‚friedlicher Süden‘) umbenannt.

Frühe Dynastien

Die Reichsstadt in Huế

Am Anfang des 10. Jahrhunderts brach in China die Tang-Dynastie zusammen. Annam nutzte die Schwächephase, um sich der chinesischen Macht zu entziehen. Der erste vietnamesische Staat entstand 938 unter dem Strategen Ngo Quyen. Bis 968 wurde der Staat unter Dinh Bo Linh konsolidiert; bis 1009 wechselten sich jedoch mehrere kurzlebige Dynastien an der Macht ab.

Von 1010 bis 1225 wurde der Staat Dai Viet von der Lý-Dynastie beherrscht. Ihr Gründer Ly Thai To verteidigte ihn erfolgreich gegen Chinesen, Khmer und Cham. Die Ly stärkten das Staatswesen nach chinesischem Vorbild und passten es an vietnamesische Bedürfnisse an.

Nach Unruhen übernahm im Jahre 1225 die Tran-Dynastie die Macht. Sie verteidigte in Allianz mit den Cham das Land erfolgreich gegen die Chinesen unter der Yuan-Dynastie des Kublai Khan. Unter der Führung von Trần Hưng Đạo gelang es den Vietnamesen, eine Armee von angeblich 500.000 Mongolen zu besiegen und die Unabhängigkeit Vietnams zu sichern. Um 1400 löste die Hồ-Dynastie die Trần ab und es kam zu einer kurzzeitigen chinesischen Herrschaft unter den Ming. Diese versuchten, Vietnam bewusst weiter zu sinisieren, beispielsweise wurde das vietnamesische Literaturerbe systematisch zerstört.

Im Jahre 1427 gründete Lê Lợi die Lê-Dynastie, die bis 1789 regierte. Unter den Le wurden wieder die vietnamesischen Traditionen bewusst betont, jedoch blieb der Konfuzianismus die dominante Säule der Staatsorganisation. Champa wurde erobert und die vietnamesische Macht bis an den Mekong ausgedehnt. Bereits ab dem Ende des 15. Jahrhunderts erodierte die Macht des Königshauses. Nutznießer waren einflussreiche Händlerfamilien (vor allem die Trinh und Nguyen) und die seit 1516 präsenten Europäer. Das vietnamesische Königshaus musste zahlreiche Jesuiten und Franziskaner im Land dulden. Die europäischen Missionare brachten neben neuen Religionen auch neue Technologien ins Land, beispielsweise entwickelte der Jesuit Alexandre de Rhodes die bis heute gebräuchliche, auf den lateinischen Buchstaben basierende vietnamesische Schrift Quốc ngữ.

Im Jahre 1765 brach die Tây-Sơn-Rebellion aus. Aus dem nachfolgenden Bürgerkrieg ging 1789 der Prinz Nguyễn Ánh aus der einflussreichen Händlerfamilie Nguyễn mit französischer Hilfe als Sieger hervor. Er rief sich zum Kaiser Gia Long aus, verlegte die Hauptstadt des Landes nach Huế und initiierte erstmals die Namensgebung Việt Nam für das Land. 1802 ersuchte er den chinesischen Kaiser Jiāqìng um die Erlaubnis, das Land von Đại Việt 大越 in Nam Việt 南越 umbenennen zu dürfen. Dieser tauschte allerdings die beiden Silben zu Việt Nam 越南, um Verwechslungen mit dem alten Königreich Nam Việt unter Qín-General Zhào Tuó (vietn.: Triệu Đà) zu verhindern, da dieses Reich einen Teil des Gebietes umfasste, das später Südchina wurde.

Unter der Herrschaft Gia Longs wurden mit französischer Beratung große Infrastruktur- und Verteidigungsprojekte in Angriff genommen, die die Staatskasse leerten. Das Territorium des Reiches wurde erweitert, ab 1834 gehörten Teile des heutigen Kambodscha als Provinz Trấn Tây thành zu Vietnam.

Französische Kolonialherrschaft

Französisches Indochina 1913

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkten die Franzosen ihren Druck auf die Nguyen-Kaiser, was zu Ausschreitungen der verarmten Bevölkerung gegen französische Missionare führte. Um als Schutzmacht der christlichen Missionen Stärke zu demonstrieren, griffen französische Kanonenboote 1858 den Hafen Đà Nẵng und das Mekong-Delta an und tauchten auch auf dem Parfüm-Fluss auf, der durch die Hauptstadt Huế fließt. Ab 1862 musste Vietnam Gebiete an die Franzosen abtreten. Bis 1883 wurden drei Protektorate namens Annam, Cochinchina und Tonkin gegründet, die der vietnamesische Kaiser akzeptieren musste. Damit stand Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft. Infolge der Einführung der Geldwirtschaft schritt die Verarmung der Bevölkerung voran, während auf dem Land eine schmale Großgrundbesitzerschicht entstand. Die chinesische Minderheit dominierte die Ökonomie des Landes.

In der Folgezeit kamen vietnamesische Studenten und Intellektuelle in Europa, vor allem in Frankreich, mit den Ideen des Nationalismus und Kommunismus in Kontakt. Der bedeutendste unter ihnen war Ho Chi Minh (1890–1969), der 1929 die in Annam, Cochinchina und Tonkin tätigen kommunistischen Parteien zu einer Einheitspartei vereinigte. Die Partei wurde jedoch 1930 nach dem missglückten Yen-Bai-Aufstand und der Hinrichtung vieler ihrer Mitglieder dezimiert und geschwächt.

Während des Zweiten Weltkrieges geriet 1941 ganz Indochina und damit auch Vietnam verstärkt unter den Einfluss Japans (geteilte Herrschaft mit dem Vichy-Regime). Nachdem Ho Chi Minh 1941 aus dem Exil zurückgekehrt war, wurde bald aus über 40 lokalen Widerstandsgruppen eine Liga für die Unabhängigkeit Vietnams unter der Kurzbezeichnung Việt Minh zur Abwehr des japanischen Imperialismus und französischen Kolonialismus gebildet. Im März 1945 besetzten die Japaner Indochina, beendeten die französische Kolonialverwaltung und setzten Kaiser Bảo Đại ein. Die USA unterstützten die Viet Minh, die bei der Bekämpfung der japanischen Okkupation einige Erfolge erzielten. Nach der Kapitulation Japans musste Bảo Đại am 25. August 1945 abdanken. Am 2. September 1945 proklamierte Ho Chi Minh nach der erfolgreichen Augustrevolution die Demokratische Republik Vietnam. Die Unabhängigkeitserklärung berief sich auf die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von 1776 und auf die Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Revolution. Vietnam war damit die erste unabhängige Republik Südostasiens.

Nach der Potsdamer Konferenz fiel Vietnam in den Herrschaftsbereich der Briten. Diese mussten jedoch die besiegten Japaner bitten, im aufständischen Süden einzuschreiten. Im Norden wiederum marschierten ab September 1945 nationalchinesische Truppen ein mit dem Auftrag, die Japaner zu entwaffnen. Trotz eines Friedensvertrages mit den Viet Minh erzwangen die Franzosen am 23. September 1945 die Wiedererrichtung ihres kolonialen Regimes in Südvietnam, so dass am 5. Oktober französische Truppen in der Stadt Saigon landeten. Chinesen und Briten übergaben Vietnam wieder an Frankreich.

Französischer Indochinakrieg (1946–1954)

Hauptartikel: Indochinakrieg

Der Versuch Frankreichs, sich auch das inzwischen unabhängige Nordvietnam wieder botmäßig zu machen, führte 1946 zum Ausbruch des Ersten Indochinakrieges. In Südvietnam wurde 1948 eine unter französischer Aufsicht stehende Gegenregierung eingesetzt, der ab 1949 der ehemalige Kaiser Bảo Đại als Staatsoberhaupt vorstand. Nach jahrelangem Guerillakampf gelang es den Việt Minh unter General Võ Nguyên Giáp am 7. Mai 1954, die Franzosen in der Schlacht von Điện Biên Phủ zu besiegen. Dieser Sieg markierte das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina. Es folgten ein Waffenstillstand und die Genfer Konferenz vom 21. Juli 1954, auf der die Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades in die (nördliche) Demokratische Republik Vietnam (Hauptstadt Hanoi) und die (südliche) Republik Vietnam (Hauptstadt Saigon) beschlossen wurde. Bis Mai 1955 hatte Frankreich alle Truppen aus Indochina abzuziehen.

In Südvietnam beauftragte Bảo Đại am 16. Juni 1954 den Katholikenführer Diệm mit der Regierungsbildung. Im Jahr darauf entmachtete Diem Bao Dai und erhob sich selbst zum Staatschef. Landreformen, die die Viet Minh veranlasst hatten, wurden zurückgenommen. Die Regierung Diệms war unpopulär, Studenten und Buddhisten protestierten gegen die Regierungspolitik. Die USA sahen sich veranlasst, ihre Unterstützung für Südvietnam zu verstärken, um den Sturz des Regimes zu verhindern. Bis 1960 versank Südvietnam immer mehr in Korruption und Chaos. Am 1. November 1963 wurde Diệm gestürzt und ermordet. Darauf folgten mehrere kurzlebige Militärregierungen, bis sich ab 1967 der von USA protegierte Präsident Nguyễn Văn Thiệu eine neue, stabile Regierung etablieren konnte.

Vietnamkrieg

Hauptartikel: Vietnamkrieg
Ho Chi Minhs Mausoleum in Hanoi

Am 30. Juli 1964 fingierten die USA einen Zwischenfall im Golf von Tonkin. Die USA starteten massive Vergeltungsangriffe auf Nordvietnam. Die erst 1971 veröffentlichten sog. Pentagon-Papiere zeigten allerdings auf, dass die USA diesen Krieg unter anderem seit längerem geplant hatten, um in Süd-Vietnam eine Beteiligung der Kommunisten an der Regierung zu verhindern. Ab 1965 gab es einen systematischen Luftkrieg der USA gegen Nordvietnam; im Süden operierten US-Bodentruppen. Bis 1968 eskalierte der Krieg, obwohl die USA Nordvietnam militärisch weit überlegen waren. Auf der Seite der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams kämpften rund 230.000 Partisanen und 50.000 Angehörige der offiziellen nordvietnamesischen Streitkräfte. Ihnen standen rund 550.000 Amerikaner, ungefähr die gleiche Zahl ARVN-Soldaten, 50.000 Südkoreaner und kleinere Kontingente Verbündeter (darunter auch aus Australien und Neuseeland) gegenüber.

Am 31. Januar 1968 gelang den Viet Cong ein politisch wichtiger Sieg: In der Tet-Offensive nahmen die kommunistischen Partisanen Südvietnams vorübergehend Teile Saigons und weiterer Städte ein, die gut gesicherte Botschaft der USA in Saigon wurde angegriffen. In den USA konnte nun die Regierung nicht mehr behaupten, dass der Konflikt unter Kontrolle sei. Es war offensichtlich, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden konnte, die öffentliche Meinung in den USA schwenkte um, nicht zuletzt aufgrund von Presseberichten und Bildreportagen über Kriegsgräuel, Massaker und Napalm-Opfer. Die USA beschlossen deshalb 1969 die Vietnamisierung des Krieges und den Abzug ihrer Truppen in mehreren Schritten. Die Bombardierungen und Luftangriffe, insbesondere die Verwendung von Entlaubungsmitteln, dauerten jedoch bis 1973 an.

Am 3. September 1969 starb Hồ Chí Minh, der Präsident Nordvietnams. Am 27. Januar 1973 vereinbarten Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, der Nachfolger von Hồ Chí Minh, einen Waffenstillstand. Damit endete die direkte Kriegsbeteiligung der USA, die Waffenlieferungen an Südvietnam gingen jedoch weiter. Die Nordvietnamesen setzten den Kampf gegen Südvietnam erfolgreich fort. Am 21. April 1975 stand Saigon vor dem Fall, Staatschef Nguyễn Văn Thiệu legte sein Amt nieder, die letzten verbliebenen Vertreter der USA wurden evakuiert. Am 30. April wurde Saigon eingenommen, Südvietnam kapitulierte bedingungslos am 1.Mai 1975, der Vietnamkrieg war damit zu Ende. Bis zur Wiedervereinigung übernahm eine Provisorische Revolutionäre Regierung die Macht im Süden.

Sozialistische Republik Vietnam

Am 2. Juli 1976 wurden Nord- und Südvietnam unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt (Thành phố Hồ Chí Minh) umbenannt.

Das in der Folge des Vietnamkrieges entstandene kommunistisch-maoistische Regime der Roten Khmer in Kambodscha und vor allem deren Attacken auf vietnamesisches Gebiet veranlassten Vietnam, in Kambodscha einzumarschieren. Anfang 1979 eroberten vietnamesische Truppen Phnom Penh und errichteten einen von Vietnam abhängigen „Revolutionären Volksrat“ unter Heng Samrin. Die Volksrepublik China, die die Regierung der Roten Khmer unterstützt hatte, provozierte daraufhin angesichts der moskautreuen Politik Vietnams entlang der Grenze zu Vietnam bewaffnete Auseinandersetzungen, die als Erziehungskrieg bekannt wurden. Während der mehrwöchigen Kämpfe erlitten beide Seiten hohe Verluste. China zog sich schließlich wieder zurück und gab an, seine Ziele erreicht zu haben. Der Konflikt endete ohne klaren Sieger. Erst 1989 zog Vietnam sich aus Kambodscha zurück.

1983 befanden sich rund 2.000 sowjetische Militärberater im Land, die Luft- und Seestützpunkte (u. a. in Cam Ranh) sowie eine Abhörstation betrieben, deren Nutzung vertraglich vereinbart war.

1986 veranlasste die Kommunistische Partei Vietnams wirtschaftliche Reformen, genannt Đổi mới (Erneuerung). Während der neunziger Jahre gab es ein rapides Wirtschaftswachstum und Vietnam wurde wieder in die internationale Staatengemeinschaft aufgenommen. 1995 nahm Vietnam wieder diplomatische Beziehungen zu den USA auf, die ein Jahr zuvor (am 3. Februar 1994) das seit dem Vietnamkrieg bestehende Handelsembargo aufhoben.

Politik

Präsidentenpalast in Hanoi

Vietnam ist ein Einparteienstaat, in welchem die Kommunistische Partei Vietnams die Einheitspartei darstellt und somit das Monopol auf die Macht innehat.

Regierungsform

Vietnam wird hauptsächlich von einem Kollegium aus drei Personen geführt, welches aus dem Generalsekretär der KPV, dem Premierminister und dem Staatspräsidenten besteht. Da die höchsten Funktionäre alle Mitglied der KPV sind, werden die Entscheidungen dieses Kollegiums meist einstimmig gefällt. Der Generalsekretär ist nicht nur Leiter des Sekretariats, sondern in der Regel auch Vorsitzender des Politbüros der KPV, welches momentan aus 14 Mitgliedern besteht. [13]

Laut Verfassung ist die Nationalversammlung, das Einkammernparlament Vietnams, das höchste Organ staatlicher Macht. Die 493 Abgeordneten werden für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählt. Mindestens zweimal jährlich muss die Nationalversammlung eine Vollversammlung abhalten. In der übrigen Zeit werden ihre Aufgaben vom Ständigen Ausschuss der Nationalversammlung (SANV) ausgeführt. Die Nationalversammlung ernennt den Staatspräsidenten, den Premierminister und die Regierung (Exekutive), sowie die Prokuratur des Obersten Volksgerichtshofes und des Obersten Volkskontrollamtes (Judikative). Die Nationalversammlung hat seit den letzten Verfassungsänderungen stark an politischem Einfluss gewonnen. Sie kann jetzt Gesetze ändern, kann Minister zur Verantwortung ziehen und muss den Staatshaushalts- und Produktionsplänen zustimmen. Die größte politische Macht liegt jedoch weiterhin bei der kommunistischen Partei, welche durch die Vietnamesische Vaterlandsfront - einem Dachverband für Massenorganisationen - den Wahlprozess unter ihrer Kontrolle hat. Sie steuert mit ihrem Zentralkomitee und dem Politbüro die Politik des Landes. Durch den etwa 90-prozentigen Anteil an KPV-Mitgliedern in der NV sind alle ranghohen Regierungsmitglieder ebenfalls Teil der KPV.

Wahlen finden in Vietnam alle fünf Jahre auf mehreren Ebenen statt: Auf Zentralebene (Nationalversammlung) sowie auf Provinz-, Distrikts- und Gemeindeebene (Volksräte). Die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen wollen, werden von der Vietnamesischen Vaterlandsfront und der Kommunistischen Partei nach strengen Kriterien ausgewählt. Trotzdem sind momentan ca. 10 % der Abgeordneten keine Parteimitglieder, nachdem bei der Wahl 2002 ungefähr 15 % Nicht-Parteimitglieder zugelassen wurden. Allerdings hatten sich zuvor 69 Unabhängige beworben, und nur 13 wurden angenommen. [14] Seit 2003 müssen von Rechts wegen in jedem Wahlkreis mindestens zwei Kandidaten mehr antreten, als Mandate zu vergeben sind.[5]

Verfassung

Die erste Verfassung Vietnams wurde im November 1946 verabschiedet. Sie legte die Unteilbarkeit des Landes sowie die Gleichheit aller Bürger des Landes vor dem Gesetz fest. Seitdem gab es 1959, 1980 und 1992 neue Verfassungen. Die heutige vietnamesische Verfassung gilt in ihrer Version vom 15. April 1992, welche 2001 modifiziert wurde. Mit einem zusätzlichen Abschnitt im Artikel 4 stellt sich die kommunistische Partei, im Unterschied zur Verfassung von 1980, formell unter die Verfassung und das Gesetz, während sie bis dahin die Autorisierung dazu hatte, alles zu tun, was sie zum Aufbau des Sozialismus notwendig erachtete. Die heutige Verfassung hat ihren Schwerpunkt in Richtung von Entwicklung von Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Technologie, Schutz des Privaten Sektors und von ausländischen Investoren verschoben.

Artikel 4 der Verfassung legt jedoch nach wie vor die führende Rolle der Kommunistischen Partei Vietnams fest und verbietet alle Oppositionsparteien. Die Präambel der Verfassung beschreibt die Partei als Führer, das Volk als Herrscher und den Staat als Verwalter.

Des Weiteren räumt die Verfassung Vietnams formell allen Bürgern Grundrechte wie z. B. Redefreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit ein. Aufgrund der staatlichen Zensur[15] und Kontrolle durch die kommunistische Partei ist es den Bürgern allerdings nur in beschränktem Umfang möglich, diese Grundrechte in Anspruch zu nehmen.

Administrative Gliederung

Vietnam ist in 59 Provinzen und fünf Munizipalitäten unterteilt. Unter dieser Ebene folgen Städte, Distrikte und Dörfer. Die Volksräte der Provinzen und Munizipalitäten sind direkt der Zentralregierung unterstellt. Auf Distrikts- und Gemeindeebene gibt es ebenfalls gewählte Volksräte, gegenüber welchen die lokalen Behörden bis zu einem gewissen Maß gebunden sind.[5] Die Volksräte wählen außerdem die Volkskomitees, welche die regionalen Regierungen darstellen.

Rechtssystem

Vietnam verfügt de facto über keine unabhängige Judikative. Die im vietnamesischen Rechtssystem handelnden Personen sind alle unmittelbar oder mittelbar durch die kommunistische Partei bzw. die Vietnamesische Vaterlandsfront ausgewählt, wobei politische Zuverlässigkeit ein wichtiges Auswahlkriterium darstellt. Die Partei nimmt auch auf Rechtsentscheidungen Einfluss, welche die Monopolstellung der KPV in Frage stellen könnten. Darüber hinaus fehlt es an Richtern und Anwälten mit adäquater Ausbildung. Allerdings haben die Schöffen in Vietnam im Gegensatz zum deutschen System eine juristische Ausbildung.

Die oberste Instanz des vietnamesischen Rechtssystems ist der Oberste Volksgerichtshof, welcher der Nationalversammlung unterstellt ist und dessen Mitglieder auf Vorschlag des Staatspräsidenten von der Nationalversammlung ernannt werden. Die Nationalversammlung bestimmt auch das Budget der Judikative. Dem Obersten Volksgerichtshof sind die Volksgerichte auf Distrikts- und Provinzebene, die Militärtribunale sowie die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Arbeitsgerichte unterstellt.

Die Todesstrafe ist in Vietnam nicht abgeschafft; sie wird unter anderem gegen Personen verhängt, die der Korruption oder des Drogenhandels überführt wurden.[5]

Außenpolitik

Vietnamesische Botschaft in Helsinki

Während des Vietnamkrieges und danach war Vietnam in Südostasien weitgehend isoliert. Die USA hatten ein Wirtschaftsembargo verhängt und drängten auch andere Staaten, Vietnam zu boykottieren. Speziell nach dem Einmarsch in Kambodscha (1978-89) waren auch die Beziehungen zur Volksrepublik China so gespannt, dass an der vietnamesisch-chinesischen Grenze ein Krieg ausbrach. Vietnam integrierte sich deshalb sehr stark in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe RGW. Aus der Isolierung kam das Land erst nach dem Rückzug aus Kambodscha 1991 heraus.

In den 1990er Jahren entspannten sich die Beziehungen zu allen Nachbarstaaten. Im Jahre 1991 nahm das Land wieder diplomatische Beziehungen zu den meisten Ländern Europas, China und Ostasiens auf. Unterhielt Vietnam vor dem Ende des Kalten Krieges nur zu 23 nicht-kommunistischen Staaten diplomatische Beziehungen, sind es heute 172. Es gibt Handelsabkommen mit 76 Ländern sowie eine ebenso hohe Anzahl an Ländern mit Meistbegünstigtenstatus. Die USA haben ihr Embargo gegen Vietnam aufgehoben und so wurde der Beitritt zur Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und zur Asiatischen Entwicklungsbank möglich. Im Juli 1995 trat Vietnam der ASEAN bei, 1998 dem APEC. Seit dem 11. Januar 2007 ist Vietnam 150. Mitglied der WTO. 2008 wurde das Land zu einem von zehn nicht-ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrat gewählt. Von besonderem Interesse für Vietnam sind die Beziehung zur asiatisch-pazifischen Region, und hier besonders zu China, als ebenfalls sozialistischem Staat und Hauptordnungsmacht in der Region.[16] Auch mit Deutschland gibt es einige Kooperationen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung und das Goethe-Institut haben Außenstellen in Vietnam. Im Jahre 2010 riefen diese und andere Organisationen das Veranstaltungsjahr „Deutschland in Vietnam“ aus, bei dem diverse Veranstaltungen deutscher Kultur in Vietnam stattfanden. Parallel dazu wurde auch ein Veranstaltungskalender „Vietnam in Deutschland“ erstellt.[17]

Grenzstreitigkeiten gibt es mit einer Reihe von Staaten um die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Sie liegen in einem Gebiet, in dem Erdöl vermutet wird.

Militär

Flagge der Vietnamesischen Volksarmee
Militärparade

Die Vietnamesische Volksarmee entstand in ihrer heutigen Form nach dem Ende des Vietnamkrieges im Jahre 1975 aus der Nordvietnamesischen Volksarmee. Sie hat eine Stärke von etwa 412.000 Mann; es existiert eine allgemeine Wehrpflicht für alle Männer, die in der Regel zwei Jahre dauert. Die Marine hat 42.000 Mann; die modernste Teilstreitkraft Vietnams ist die Luftwaffe mit 30.000 Mann. Ihre Hauptstärke besteht aus 124 MiG-21, 53 Su-22 und 12 Su-27.[5]

Vietnam sieht sich momentan keinen Bedrohungen von außen gegenübergestellt. Die Regierung hat deshalb in den vergangenen Jahren die Truppenstärke und Verteidigungsausgaben reduziert. Es wird geschätzt, dass 2003 2,3 Milliarden Dollar für Verteidigungszwecke aufgewendet wurden.[5] Trotzdem gehört das vietnamesische Militär zu den mächtigsten und schlagkräftigsten in der Region.[5] Auch innenpolitisch ist das Militär stark, viele ranghohe Militärs nehmen einflussreiche Positionen in Partei- und Staatsführung ein. Nach den militärischen Auseinandersetzungen mit Frankreich, den USA und China hat es in der Bevölkerung starken Rückhalt.[5]

Neben der regulären Armee gibt es paramilitärische Reserveeinheiten, deren Stärke auf 4 bis 5 Millionen Mann geschätzt wird. Hierzu gehören die Selbstverteidigungskräfte und die Volksmiliz.[5]

Infrastruktur

Erreichbarkeit

Die zwei größten Städte des Landes, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt haben internationale Flughäfen, die von wenigen europäischen, aber den meisten asiatischen Großstädten direkt angeflogen werden. Daneben gibt es Eisenbahnverbindungen von und nach China und Straßenverbindungen in alle Nachbarländer. Die Grenzübergänge sind meist nur am Tag geöffnet. Ausländer können, sofern sie alle notwendigen Papiere haben, jeden beliebigen Grenzübergang zur Einreise benutzen.

Straßenverkehr

Einige der auf über 2 Millionen geschätzten Mopeds in Ho-Chi-Minh-Stadt
Stadtbusse in Ho-Chi-Minh-Stadt

Vietnams Straßen haben eine Länge von insgesamt etwa 210.000 Kilometern, wovon jedoch nur etwa 13,5 % in einem guten Zustand und 29 % asphaltiert sind.[5] 10 % der vietnamesischen Dörfer sind jährlich wegen unpassierbarer Straßen mehr als einen Monat von der Außenwelt abgeschnitten.[5]

Durch starke Anstrengungen im Tiefbau wächst der Anteil, der internationalen Standards entspricht, stetig, vorerst meist in den Einzugsgebieten von Großstädten. Trotz der fortschreitenden Asphaltierung ist der größere Teil in eher schlechtem Zustand. Straßen in einer Qualität, die man als Autobahn bezeichnen könnte, gibt es nur wenige. Die wichtigste Straße Vietnams, die über 2.100 km als verkehrstechnisches Rückgrat durch das gesamte Land von der chinesischen Grenze bis ins Mekongdelta verläuft, ist eine ganz normale Landstraße. Sie wird häufig als Highway 1 oder Nationalstraße 1 bezeichnet, auch wenn die Straße in Vietnam nicht so heißt.

Derzeit wird an einer zweiten Nord-Süd-Verbindung gebaut, dem so genannten Ho-Chi-Minh-Highway, der auf weiten Strecken entlang der Strecke des berühmten Ho-Chi-Minh-Pfads verläuft. Nach ihrer Fertigstellung soll diese 1.690 km lange und 500 Millionen US-Dollar teure Straße Hanoi mit Ho-Chi-Minh-Stadt verbinden.[5] 2006 waren bereits 960 km der Strecke zwischen den Orten Khe Co (Provinz Ha Tinh) und Ngoc Hoi (Provinz Kon Tum) in Form einer meist 2-spurigen Asphaltstraße fertig gestellt. Nach der Fertigstellung wird diese Route eine attraktive Alternative zur Nationalstraße 1 darstellen. Zum einen wird der Verkehr weniger dicht sein, zum anderen führt die geplante Strecke durch reizvolle Landschaften. Dabei wird sie allerdings auch einige der letzten, bisher unberührten Wildnisgebiete und Nationalparks an der laotischen Grenze durchschneiden.

In Vietnam herrscht offiziell Rechtsverkehr. In der Regel wird jedoch gefahren, wo gerade Platz ist. Kreuzungen, die mit Ampeln geregelt sind, kommen eher in den Städten vor, und Verkehrszeichen werden von den Verkehrsteilnehmern eher als Vorschlag denn als Weisung interpretiert. Der reichliche Gebrauch der Hupe dient der Meldung „Achtung, ich komme jetzt!“. Seit der Verkehrssicherheits-Offensive, die die Partei vor einiger Zeit angesichts des weltweiten Spitzenplatzes bei Verkehrsopfern einleitete, werden existentielle Verkehrsregeln überwiegend eingehalten. Auch wenn die Regierung versucht, den Busverkehr zu fördern, ist das bedeutendste Nahverkehrsmittel das Moped, das bei wohlhabenderen Familien zunehmend vom Auto abgelöst wird. Die bis vor wenigen Jahren allgegenwärtigen Fahrrad-Rikschas (Cyclo) richten sich in den Großstädten heute meist an die Touristen. Auch andere Formen des „Taxifahrens“ sind bei Touristen populär, so in den Innenstädten das Mopedtaxi (Xe Ôm), das von seriösen Fahrern nur mit Helm angeboten wird. Seit einigen Jahren gilt in Vietnam die Helmpflicht, und die Bußgelder sind recht hoch. Es ist erlaubt, maximal zwei schwere oder drei leichte Personen mit einem Moped zu befördern.

Schienenverkehr

Das vietnamesische Eisenbahnnetz besteht aus sechs Linien mit 3 260 Kilometern Schiene, stammt größtenteils aus der Kolonialzeit und wird nur langsam modernisiert.[5] Die längste Linie führt von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt; für die 1730 Kilometer benötigt der Reunification Express 32 Stunden.

Die Fahrzeuge stammen in der Regel aus sowjetischer Produktion, 25 % Prozent davon sind älter als 30 Jahre und wiederum 25 % funktionsuntüchtig. Es wird geschätzt, dass Vietnam in den nächsten Jahren 400 Millionen US-Dollar investieren muss, um seine Eisenbahn zu modernisieren.

Fahrkarten werden in verschiedenen Klassen verkauft, wobei Ausländer höhere Preise zahlen als Vietnamesen. Die Züge fahren recht langsam, sind dafür sicher und vergleichsweise pünktlich. Für längere Fahrten empfehlen sich Liege- oder Schlafwagen, die man längere Zeit im Voraus buchen sollte.

In Ho-Chi-Minh-Stadt wird eine U-Bahn mit zwei Linien gebaut, die 800 Millionen US-Dollar kosten soll.[5]

Luftverkehr

Vietnam Airlines

Die nationale Fluglinie Vietnams heißt Vietnam Airlines. Sie bietet zahlreiche Regionalflüge in andere Großstädte Asiens sowie einige Interkontinentalflüge an und bestreitet auch den Inlandsverkehr. Besonders im abgelegenen Bergland besitzen auch kleinere Städte einen Flugplatz. Das Fluggerät von Vietnam Airlines entspricht internationalen Standards, die Flotte der Fluggesellschaft wird ständig erweitert und umfasst daher einige sehr neue Flugzeuge.

Die Tickets sind günstig. Ausländer und Vietnamesen zahlen die gleichen Preise. Flüge sind häufig nur wenig teurer als lange Fahrten mit Schlafwagen, ganz abgesehen von der Zeitersparnis.

Wasserverkehr

Schiffsverkehr

Vietnam verfügt über etwa 5.000 Kilometer Wasserstraßen, die ganzjährig befahrbar sind. Besonders im Mekong-Delta ist der Wassertransport wichtig, und die Straßen werden durch zahlreiche Flussarme unterbrochen, die mittels Fähre überbrückt werden müssen.

Die wichtigsten Seehäfen sind Ho-Chi-Minh-Stadt, Hải Phòng, Đà Nẵng, Quang Ninh, Qui Nhon sowie Cần Thơ. 2005 wurden etwa 15 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, nach 4,5 Millionen im Jahr 1993.[5]

Telekommunikation

Im Telefonnetz Vietnams gab es in den letzten Jahren viele Investitionen. Wo investiert wurde, kommt modernste Technologie zum Einsatz, dementsprechend zuverlässig und komfortabel ist das Netz. Wo noch nicht investiert wurde, ist das Telekommunikationsnetz weit zurückgeblieben. Für Mitte 2004 wurden 4,9 Millionen Festnetzanschlüsse, 3,4 Millionen Mobiltelefone und 5,1 Millionen Internet-Benutzer gezählt.[5]

Die meisten Benutzer besuchen ein Internet-Café, von denen es im ganzen Land eine hohe Anzahl gibt. Ähnlich wie in China ist die Regierung besorgt, dass durch das Internet das staatliche Informationsmonopol untergraben wird und letzten Endes die Legitimität der Alleinregierung der Kommunistischen Partei in Frage gestellt werden könnte. Deshalb kommt für das ganze Land ein Gateway (Vietnam Data Communications) mit Filtersystem zum Einsatz, welches unerwünschte Inhalte blockieren soll. Dazu gehörte in der Vergangenheit mehrmals die vietnamesischsprachige Webpräsenz der BBC.[5]

Die vietnamesische Post gilt als langsam und unzuverlässig.

Bildungswesen

Hanoi Universität für Medizin

Im Jahr 2000 wurden laut Schätzungen 92 % aller Kinder eingeschult. Jedoch nur zwei Drittel absolvierten die fünf Grundschuljahre. Speziell auf dem Land verlassen viele Kinder vorzeitig die Schule, wobei die Gründe in den Kosten für Schulgeld, Bücher und Uniformen sowie der Notwendigkeit, Geld für den Familienunterhalt verdienen zu müssen, zu suchen sind. Regional gibt es riesige Unterschiede: In einigen ländlichen Gegenden gehen nur 10 bis 15 % der Kinder länger als drei Jahre zur Schule, während in Ho-Chi-Minh-Stadt 96 % der Schüler die Grundschuljahre beenden. Nur 62,5 % der Kinder beginnen die Mittelschule.[5]

Etwa 6 % der Einwohner über 15 Jahre sind Analphabeten; Analphabetismus betrifft 4,2 % der Männer und 7,7 % der Frauen.[5] In Vietnam gibt es keine Schulpflicht. Da die Ausbildung selbst bezahlt werden muss und einige Familien dafür nicht genug Geld haben, schicken sie ihre Kinder nicht in die Schule.

Die Grundschule geht bis zur 5. Klasse, die Mittelschule bis zur 9., dann muss man eine Prüfung bestehen, um in die Oberschule zu kommen (10., 11. und 12. Klasse). Wird diese nicht bestanden, bleibt man immer wieder sitzen. Dies gilt für Gymnasium und Realschule (vorausgesetzt, man bricht die Ausbildung nicht ab).

Besucht man ein Gymnasium bzw. eine Realschule, kann und darf man nicht mehr wechseln.

Es gibt staatliche und private Universitäten, die renommiertesten davon sind die Staatliche Universität Hà Nội und die Staatliche Universität Hồ-Chí-Minh-Stadt; der Zugang wird durch eine Aufnahmeprüfung der jeweiligen Universität geregelt.

Die bei weitem populärste Fremdsprache in Vietnam ist heute Englisch. Aus Gründen, die mit der Geschichte des Landes und der früheren Einbindung in den Ostblock zusammenhängen, trifft man oft Leute an, die Französisch, Russisch oder Deutsch sprechen; so haben etwa 100.000 Vietnamesen in der DDR studiert, gearbeitet oder eine Ausbildung genossen. Zunehmend lernen die Vietnamesen auch Japanisch und Chinesisch.

Gesundheitswesen

Tam Duc-Krankenhaus in Ho-Chi-Minh-Stadt

Das vietnamesische Gesundheitssystem ist gut, was die Lebenserwartung von 70,6 Jahren und die Säuglingssterblichkeit von 2,6 % der Lebendgeborenen belegen. Die Regierung gibt jedoch nur 0,9 % des BIP für das Gesundheitssystem aus. Im Jahr 2000 gab es demnach auch nur 14,8 Krankenhausbetten pro 10.000 Einwohner, was selbst für Asien ein sehr niedriger Wert ist. 80 % aller Aufwendungen für das Gesundheitssystem stammen von den Patienten selbst.[5]

Nachdem in den 1980er und 1990er Jahren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Denguefieber, Typhus und Cholera große Probleme darstellten, hat Vietnam ausländische Hilfe angenommen und diese Epidemien weitgehend zurückgedrängt. Die HIV-Prävalenz lag 2005 offiziell bei 0,35 %, was dem weltweiten Durchschnitt entspricht. HIV/AIDS-Patienten werden gesellschaftlich jedoch geächtet, was eine effiziente Bekämpfung der Epidemie erschwert.[5]

Eine Gesundheitsstudie aus dem Jahr 2007 zeigt, dass 87% der Vietnamesen aus der Altersgruppe der 60-69jährigen an Krankheiten leidet. In den noch älteren Bevölkerungsschichten ist die Krankheitsrate noch größer.[18]

Nach den zahlreichen Kriegen in Vietnams Vergangenheit sind 5 Millionen Vietnamesen bzw. 6 % der Bevölkerung behindert.[5]

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft Vietnams

Vietnam gehört zu jenen Staaten, die sich in einer Transformation von der Zentralverwaltungswirtschaft zur sozialistischen Marktwirtschaft befinden. Dieser Prozess hat in Vietnam ein rasantes Wirtschaftswachstum ausgelöst und das Land zu einem attraktiven Investitionsstandort für internationale Unternehmen werden lassen.[19]

Wirtschaftsgeschichte

Blick vom Saigon-Fluss auf Downtown


Nach der Wiedervereinigung Vietnams stand die Wirtschaft des Landes vor dem Problem, in zwei Hälften geteilt zu sein, die nach komplett verschiedenen Mustern organisiert waren: Im Norden die kommunistische, planwirtschaftlich organisierte Hälfte, deren Landwirtschaft in Kooperativen betrieben wurde und das Land zudem durch die Armee der USA im Vietnamkrieg stark zerbombt worden war. Der Süden hingegen war einige Zeit marktwirtschaftlich organisiert, hatte aber während der vergangenen zwei Jahrzehnte eine Wirtschaft entwickelt, die vollständig vom Zustrom amerikanischen Geldes abhing, das bedingt durch die Militärpräsenz zufloss.

Der Süden wurde nach sowjetischem Vorbild restrukturiert, die Landwirtschaft kollektiviert und die Betriebe wurden verstaatlicht. Im Jahr 1978 trat Vietnam dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe bei, während die USA ein Wirtschaftsembargo über Vietnam verhängten, das nicht nur Amerikanern verbot, mit Vietnam Handel zu treiben, sondern auch den IWF, die Weltbank und ähnliche Organisationen daran hinderte, Vietnam Aufbaukredite zu geben.

Das Resultat aus der Unproduktivität der Staatsbetriebe und der kollektivierten Landwirtschaft, den Handelshindernissen und den massiven Umweltschäden aus dem Vietnamkrieg war schreckliche Armut. Repressionen der kommunistischen Führung gegen die früheren Feinde, Armut und Enteignungen der Privatwirtschaft im Süden veranlassten mehr als eine halbe Million Vietnamesen dazu, als Boatpeople unter Lebensgefahr das Land zu verlassen. Die Anzahl Überlebender wird auf nur 20 % bis 40 % geschätzt. Angesichts offensichtlicher ökonomischer Probleme entschied sich die Kommunistische Partei 1979 dazu, private Wirtschaftssubjekte stärker zu fördern und 1981 wurden in der Landwirtschaft die ersten Reformschritte gesetzt. Weitere Reformen blieben jedoch wirkungslos, es kam zu wirtschaftlicher Stagnation und Hyperinflation sowie zu schwerwiegenden Versorgungsengpässen.[20] Das einzige, was Vietnam halbwegs am Leben hielt, war Wirtschaftshilfe der RGW-Staaten, die sich auf geschätzte drei Milliarden Dollar jährlich belief.

Im Jahr 1986 starb Lê Duẩn und machte Platz für eine reformorientierte, jüngere Generation. Unter Nguyễn Văn Linh wurde Đổi mới (Wirtschaftserneuerung) angekündigt und ab 1989 wurden die ersten Maßnahmen dieser Reformpolitik verwirklicht.[20] Das bedeutete, dass die zentrale Planung aufgegeben, die Kollektivierung schrittweise abgeschafft und marktwirtschaftliche Reformen eingeführt wurden. Allerdings gab die KPV keineswegs ihre sozialistische Prägung auf, denn es wurde betont, dass eine sozialistische Marktwirtschaft aufgebaut werde, welche die erste Stufe des Übergangs zum Kommunismus sei. Ausländischen Firmen wurde erlaubt, in Vietnam zu investieren. Als Vietnam am Beginn der 1990er Jahre aus der internationalen Isolation fand, in die es durch die Intervention in Kambodscha gekommen war, und die Amerikaner 1993 ihr Wirtschaftsembargo aufhoben, flossen so viele ausländische Investitionen und Finanzhilfe in das Land, dass das Wirtschaftswachstum zeitweise 10 % pro Jahr überstieg. Aus dem früheren Mangelland Vietnam wurde, speziell durch die Reformen in der Landwirtschaft, der zweitgrößte Reisexporteur der Welt.[20]

Ein beträchtlicher Teil der Wirtschaftsleistung wird durch finanzielle Unterstützung, Waren und Investitionen von Auslandsvietnamesen (vor allem aus den USA) erbracht; für das Jahr 2000 wurde dieser Betrag auf eine Milliarde US$ geschätzt.

Das um die Kaufkraftparität bereinigte BIP pro Person lag 1999 noch bei 410 US$ (Stadt 640, Land 180), 2003 schon bei etwa 2 200 Euro, was ca. 6 Euro/Tag entspricht. Immer noch etwa 17 % der Bevölkerung verdienen weniger als einen US$ pro Tag.

Auf dem X. Parteikongress der KPV, der vom 18.–25. April 2006 in Hanoi stattfand, verabschiedeten 1.178 Delegierte den Fünf-Jahres-Plan für den Zeitraum 2006–2010 (Socio-Economic Development Plan for the Five Year Period 2006-2010). Gemäß diesem Plan soll Vietnam bis 2020 ein Industrieland werden; das Wirtschaftswachstum soll bis dahin zwischen 8 und 8,5 % bleiben.[19] Bezeichnenderweise hielt sich gleichzeitig der ehemalige Microsoft-Chef Bill Gates auf Einladung der vietnamesischen Regierung ebenfalls in Hanoi auf.[21]

Im Mai 2006 wurde bekannt, dass Vietnam und die USA im Juni 2006 ein bilaterales Handelsabkommen abschließen wollen. Im November 2006 fand in Hanoi zudem das Gipfeltreffen der APEC-Staaten statt, an dem auch US-Präsident George W. Bush teilnahm. Zum 11. Januar 2007 trat Vietnam der Welthandelsorganisation WTO bei.

Landwirtschaft

Anbau von Nassreis
Pflügen des Reisfeldes mit Wasserbüffel und Holzpflug

Vietnam war bis vor wenigen Jahren ein fast ausschließlich agrarisch geprägtes Land. Bis heute sind in der Landwirtschaft 65 % der Arbeitskräfte Vietnams tätig, jedoch trägt dieser Sektor nur mehr ein Fünftel des BIPs bei. Für 2007 verzeichnete man einen Zuwachs von 3,4 %, trotz zahlreicher Naturkatastrophen.[19]

Die vietnamesische Kaffeeerzeugung hat sich in den letzten 25 Jahren rasant entwickelt, von einer Anbaufläche von 22.000 Hektar 1980 auf heute eine halbe Million Hektar. Damit ist Vietnam hinter Brasilien der weltweit zweitgrößte Kaffeeproduzent geworden. Verdanken kann es diesen Erfolg der DDR. Wegen der in den 80er Jahren des 20.Jahrhunderts stetig gestiegenen Preise für Rohkaffee und dem immensen Bedarf der DDR an diesem wurde ein Ausweg aus dem Problem gesucht, wertvolle harte Währung für Kaffee ausgeben zu müssen. Das damalige „sozialistische Bruderland“ Vietnam bietet gute klimatische Voraussetzungen für den Kaffeeanbau in mittlerweile auch weltmarktfähiger Qualität. Eines der Zentren des vietnamesischen Kaffeeanbaus ist die südliche Hochland-Provinz Dak Lak (durchschnittlich bei 600 m ü.NN.).

Rohstoffe und Energie

Vietnam verfügt über Erdölreserven, die auf 270 bis 500 Millionen Tonnen geschätzt werden.[5] 2004 wurden mehr als 400.000 Barrel gefördert, der Peak dürfte aber schon überschritten sein.[5] Vietnam verfügt bis heute über keine nennenswerten Raffineriekapazitäten und muss daher Rohöl exportieren und Ölprodukte importieren. Drei Anlagen zur Raffinierung von Erdöl sind jedoch im Bau. In Vietnam gibt es weiterhin große Vorkommen von Anthrazitkohle und Erdgas sowie Antimon, Bauxit, Chrom, Gold, Eisenerze, Phosphaten, Zinn und Zink.

2005 wurden in Vietnam 51,33 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Energie erzeugt, wohingegen es zehn Jahre zuvor nur 14,31 Milliarden waren. 21,24 Milliarden davon entfielen auf Wasserkraft, der Rest auf Wärmekraft.[22]

Industrie

Die Industrie trug 2007 42 % zum BIP bei und ist Hauptsäule des Wirtschaftswachstums des Landes mit 10,6 % Zuwachs in diesem Jahr. Der wichtigste Industriezweig ist die Herstellung von Textilien und Schuhen, daneben sind die Herstellung von Zement, Stahl und die Montage von Automobilen bedeutend.[19] Etwa 40 % der Industriebetriebe Vietnams befinden sich nach wie vor in staatlicher Hand und mindestens ein Viertel davon arbeitet defizitär; trotzdem hat die Regierung 2002 beschlossen, dass alle Betriebe, die in sensitiven Bereichen tätig sind, zu 100 % unter staatlicher Kontrolle bleiben.[19] Die vietnamesischen Betriebe sind in der Regel sehr klein und kapitalschwach. Es wird erwartet, dass viele davon die schnell fortschreitende wirtschaftliche Öffnung Vietnams nicht überleben werden.[19]

Wirtschaftsstruktur

Terrassenfeldbau in Nordvietnam

Vor der Einführung von Đổi mới waren private Unternehmen, abhängig vom Wirtschaftssektor, entweder verboten oder vernachlässigbar. Nur Familienbetriebe waren legal. Einige Zeit nach dem Beginn der Reformen, im Jahr 2002, betrug der Anteil des privaten Sektors am BIP etwa 40 %, wobei der Anteil in der Landwirtschaft besonders hoch war und der Anteil an der Industrieproduktion etwa ein Drittel ausmachte.

Die Asienkrise 1998 hat auch Vietnam stark getroffen und das Wirtschaftswachstum (2001: etwa 5 %) sowie das Interesse ausländischer Investoren hatten zwischenzeitlich merklich nachgelassen. Die Regierung muss nun eine Reihe von Reformen umsetzen, um der Wirtschaft weiterhin ein starkes Wachstum zu ermöglichen. Dies beinhaltet vor allem eine Reform der Rechtsordnung, denn rechtliche Unsicherheit schreckt viele potentielle Investoren ab. Ebenso ist die Frage von Eigentum an Grund und Boden nicht restlos geklärt und die Unmöglichkeit, landwirtschaftliche Flächen in Industrieflächen umzuwidmen, hat dazu geführt, dass die Preise für Industrieland jene in Japan zeitweise überstiegen.

Die staatlichen Unternehmen stellen für die vietnamesische Wirtschaft ein Problem dar: sie sind meist unrentabel, international nicht konkurrenzfähig und haben eine hohe Menge an Krediten, die sie wahrscheinlich nicht zurückzahlen werden können und damit das ganze Bankensystem bedrohen. Eine Anzahl von Staatsbetrieben wurde bereits mit anderen Staatsbetrieben fusioniert, oder geschlossen. Der Prozess läuft aber wegen der sozialen Auswirkungen (Arbeitslosigkeit) recht schleppend.

Die Wirtschaft ist durch einen starken Unterschied zwischen dem Norden und dem Süden geprägt, wobei die Wirtschaft im Süden bedeutend dynamischer ist als im Norden. Dies wird meist damit begründet, dass die strategische Lage des Südens besser ist und dass dort Đổi mới – aufgrund der kürzer zurückliegenden Erfahrung mit den Marktmechanismen – schneller gegriffen hat als im Norden.

Die Inflation, die in den 1980er Jahren ein großes Problem darstellte, ist mittlerweile unter Kontrolle. Als Erinnerung an die Inflation bleiben astronomisch wirkende Preise mit vielen Nullen. Es gibt Scheine von 500 bis 500.000 Dong Nennbetrag und mittlerweile auch Münzen ab 500 Dong. 2006 war ein Euro etwa 20.000 Dong wert, so dass es normal ist, dass man es bei großen Beträgen mit Bündeln, in Geschäften und Banken bei der Abrechnung auch mit Säcken von Papiergeld zu tun hat.

Außenwirtschaft

Täglicher Ölverbrauch einiger Länder in Südostasien, Barrels pro Tag

Vietnams Außenhandel hat sich in den Jahren seit seiner Integration in die Weltwirtschaft rasant entwickelt und die vietnamesische Volkswirtschaft hat einen Offenheitsgrad erreicht, der etwa dem Thailands entspricht. 2007 wurden Waren im Wert von 48,2 Milliarden US-Dollar exportiert, was gegenüber 2006 einer Steigerung von 21,5 % entspricht. Mitursächlich hierfür war der WTO-Beitritt. Wichtigste Exportprodukte sind Rohöl, Güter der Leichtindustrie, wie etwa Textilien, Schuhe oder Elektro- und Elektronikgeräte, Holzprodukte und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Meeresfrüchte, Fisch, Reis und Kaffee. Im Jahr 2008 war Vietnam der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt. Hauptabnehmer für vietnamesische Erzeugnisse sind die USA, die EU-Länder, Japan und die anderen ASEAN-Staaten.[19]

Vietnams Importe machten 2007 einen Wert von 60,8 Milliarden US-Dollar aus, sie stiegen gegenüber 2006 um 35,5 %. Importiert werden vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Erdölprodukte, Eisen und Stahl, Textil- und Ledermaterialien sowie Computer und IT-Ausrüstungen. Die wichtigsten Lieferanten sind die VR China, die anderen ASEAN-Staaten, die EU und Japan. Die USA spielen als Lieferanten für Vietnam eine nur sehr untergeordnete Rolle.[19]

Vietnam hat ein relativ hohes Handelsbilanzdefizit, das durch die Einnahmen aus dem Tourismus, durch Zuflüsse von ausländischen Direktinvestitionen, Entwicklungshilfe (2007: 5,4 Milliarden US-Dollar) und Überweisungen von Auslandsvietnamesen (2007: mehr als 5,5 Milliarden US-Dollar) ausgeglichen wird. Deshalb sind Leistungs- und Zahlungsbilanz unter Kontrolle.[19]

Die Auslandsverschuldung ist mit etwa 16,6 Milliarden US-Dollar bzw. 37 % des BIP (2005) relativ niedrig.[5] Dies liegt vor allem daran, dass Vietnam bis 1993 fast keine Kredite aus dem westlichen Ausland bekommen konnte.

Die vietnamesische Währung ist inoffiziell an den US-Dollar gekoppelt (Crawling Peg).

Tourismus

Lăng Cô-Strand in Huế
Altstadt in Hội An
Hauptartikel: Tourismus in Vietnam

In Europa wird Vietnam eher mit Vietnamkrieg, Kommunismus und Armut assoziiert und zählt deshalb nicht zu den klassischen Urlaubsländern. Bis vor wenigen Jahren wurde Vietnam deshalb fast ausschließlich von Leuten besucht, die sich für die Kultur interessieren, Abenteuer erleben wollten oder mit dem Land nach dem Vietnamkrieg in der einen oder anderen Art emotional verbunden waren.

Seit etwa 1999 erlebt Vietnam jedoch einen Boom im Tourismus. Neben Studienreisenden kommen auch immer mehr Rucksack-, Pauschal- und Badetouristen, letztere vor allem aus anderen asiatischen Ländern. Dies beruht z. T. auf einem „Ausweich-Effekt“, der mit der anhaltenden Gewalt und den Terroranschlägen auf den Philippinen und in Indonesien begründet ist, wohingegen Vietnam das Image eines friedlichen Landes mit niedriger Kriminalität hat. Mittlerweile fahren auch Kreuzfahrtschiffe einige vietnamesische Häfen an bzw. ankern vor der Küste und bieten Tagesausflüge nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Nha Trang, Đà Nẵng oder Huế an.

In den letzten Jahren wurden in einigen Fischerdörfern eilig einige internationale Hotels und Resorts hochgezogen, Restaurants für Ausländer eröffnet und der Aufbau einer touristischen Infrastruktur in Angriff genommen. Mehrere hunderttausend Menschen sind bereits im Tourismus beschäftigt.

Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
in % gegenüber dem Vorjahr
Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Veränderung in % gg. Vj. 5,8 4,8 6,8 6,9 7,1 7,3 7,8 8,4 8,2 8,5 6,2 ~5,2 ~6,0
Quelle: bfai[23] ~ = geschätzt
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. US$) je Einwohner (in Tsd. US$)
Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 Jahr 2003 2004 2005 2006 2007
BIP in Mrd. US$ 39,5 45,3 50,9 61,0 71,8 BIP je Einw.
(in Tsd. US$)
0,49 0,55 0,62 0,72 0,84
Quelle: bfai[23]
Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP
(„minus“ = Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Inflationsrate 3,2 7,7 8,0 6,3 12,6 22,0 ~7,0 Haushaltssaldo -4,8 -4,9 -4,8 -1,2 -5,5 -5,0 ~6,9
Quelle: bfai[23] ~ = geschätzt
Haupthandelspartner (2005)
Ausfuhr (in %) nach Einfuhr (in %) von
USA 18,3 VR China (einschl. Hongkong) 19,0
EU 16,1 Korea (Rep.) 14,6
Japan 13,7 Singapur 12,7
China 9,0 Taiwan 11,7
Australien 8,0 Japan 11,1
Singapur 5,6 EU 6,8
Malaysia 2,8 Thailand 6,5
sonstige Länder 26,5 sonstige Länder 17,7
Quelle: bfai[23]
Hauptprodukte des Außenhandels (2005)
Ausfuhrgüter (Anteil in %) Einfuhrgüter (Anteil in %)
Rohöl 21,5 Maschinen u. Ausrüstungen 16,4
Textilien u. Bekleidung 16,5 Kraftstoffe 11,1
Schuhe 10,0 Eisen und Stahl 8,1
Quelle: bfai[23]
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2003 2004 2005 2006
Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$  % gg. Vj. Mrd. US$
(1.Hj.)
 % gg.Vj.
Einfuhr 25,2 28 32,0 27 36,9 15  ??  ??
Ausfuhr 20,2 21 26,5 31 32,2 22  ??  ??
Saldo -5,0 -5,5 -4,7  ??
Quelle: bfai[23]

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 29,2 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 21,1 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 8,8 % des BIP.[24]

Die Staatsverschuldung betrug 2009 49,8 Mrd. US-Dollar oder 53,7 % des BIP.[24]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Kultur

Hauptartikel: Kultur Vietnams

Die vietnamesische Kultur hat ihre Anfänge in der Dong-Son-Kultur vor etwa 3.000 Jahren. Sie war anderen südostasiatischen Kulturen sehr ähnlich.

Die heutige vielfältige Kultur Vietnams ist eine Mischung aus originären lokalen Kulturen der Vietnamesen und anderer Völker des Landes, sowie chinesischen und westlichen Elementen.

Feiertage

Datum Deutscher Name Vietnames. Name Anmerkungen
1. Januar Neujahr Tết Tây  
Ende Januar–Ende Februar Tet (Chinesisches Neujahrsfest) Tết Nguyên Đán Bedeutendstes Fest an den ersten drei Tagen des Jahres nach dem Mondkalender
30. April Tag der Befreiung des Südens Ngày Giải Phóng Miền Nam Fall von Saigon im Jahr 1975
1. Mai Tag der Arbeit Ngày Quốc Tế Lao Động  
2. September Unabhängigkeitstag Quốc Khánh Unabhängigkeitserklärung von Hồ Chí Minh 1945

Medien

Alle Medien Vietnams werden vom Staat und damit der Kommunistischen Partei Vietnams gesteuert, und nur Informationen, die von der Regierung genehmigt sind, dürfen veröffentlicht werden. Zeitungen, die sich diesen Regeln entzogen haben, sind wiederholt geschlossen worden; ebenso sind Dissidenten, die kritische Informationen über das Internet verbreitet haben, in Haft genommen worden.[5]

In den Büchereien der Großstädten ist ausländische Literatur in verschiedenen Sprachen als Lehrmaterial erhältlich. Auch englischsprachige Printmedien werden in Vietnam angeboten. Dies sind entweder Zeitschriften, die sich an Touristen richten und Reise- oder Unterhaltungsmöglichkeiten bewerben. Die meisten englischsprachigen Publikationen richten sich jedoch an Geschäftsleute und verkünden die neuesten Errungenschaften der Wirtschaftspolitik Vietnams. Ausländische Publikationen werden nicht zensiert, sind aber für die durchschnittlichen Vietnamesen sehr teuer. Man findet sie dort, wo sich Touristen konzentrieren. Alte Exemplare von ausländischen Zeitungen werden häufig von Straßenhändlern angeboten.

Das vietnamesische Radio und Fernsehen strahlt mehrere teils landesweite, teils regionale Programme aus. Im Fernsehen VTV 1 bis 7 gibt es am späteren Abend englische Kurznachrichten, der Rest des Programmes wird mit vietnamesischen Shows und ausländischen Filmen bestritten, die meist in der Originalsprache mit vietnamesischen Untertiteln gezeigt werden. Zudem sind ausländische Fernsehsender (z. B. ESPN, BBC, CNN, TV5 oder Deutsche Welle TV) mit entsprechenden digitalen Decodern empfangbar.

Es gibt einen vietnamesischen Kurzwellensender namens Voice of Vietnam, der seit der Augustrevolution existiert und während des Vietnamkrieges hauptsächlich Propaganda gegen die Vereinigten Staaten ausstrahlte. Heute werden halbstündige Programme auf Englisch, Französisch, Russisch, und seit dem 1. März 2006 auch in deutscher Sprache produziert, die auch in Europa gehört werden können.

Siehe auch

 Portal:Vietnam – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Vietnam

Literatur

Deutschsprachige Literatur
  • Georg W. Alsheimer: Vietnamesische Lehrjahre. Sechs Jahre als deutscher Arzt in Vietnam, 1961–1967. Suhrkamp, Frankfurt/Main 1968 und 1972
  • Hans-Heinrich Bass / Christine Biehler / Ly Huy Tuan (Herausgeber): Auf dem Weg zu nachhaltigen städtischen Transportsystemen. Ein deutsch-vietnamesischer Dialog über die Zukunft der Stadt und die Stadt der Zukunft. Rainer Hampp Verlag, München und Mering 2011, ISBN 978-3-86618-639-2.
  • Monika Heyder: Kulturschock Vietnam. Andere Länder – andere Sitten, Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln, Religion, Tabus, Mann und Frau, Stadt- und Landleben. Reise Know-How, Bielefeld 2001, ISBN 3-89416-451-4
  • Hella Kothmann, Wolf-Eckhard Bühler: Vietnam. Bielefeld 2004, ISBN 3-8317-1099-6. Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken auch abseits der Hauptreiserouten.
  • Baedeker: Vietnam. Ostfildern 2002, ISBN 3-89525-905-5.
  • Anneliese Wulf: Vietnam – Pagoden und Tempel im Reisfeld – im Fokus chinesischer und indischer Kultur. duMont Kunstreiseführer. DuMont, Köln 1991, ISBN 3-7701-2237-2.
  • Peter Krebs: Die Kinder von Vietnam. Bilanz eines modernen Krieges. Hamburg 1984, Bd. 11288 dtv, München 1990, ISBN 3-455-08226-2, ISBN 3-423-11288-3.
  • Heinz Kotte, Rüdiger Siebert: Vietnam. Die neue Zeit auf 100 Uhren. Lamuv, Göttingen 2001, ISBN 3-88977-604-3. Aufsätze eines Entwicklungshelfers über den Umbruch der Lebensbedingungen zwischen Plan- und Marktwirtschaft.
  • Hans-Jörg Keller: Kulturschlüssel Vietnam. München 2000, ISBN 3-19-005309-X. Über kulturelle Unterschiede und Besonderheiten (der Autor lebt in Vietnam und ist mit einer Vietnamesin verheiratet).
  • Huynh Quang Nhuong: Mein verlorenes Land. Sauerländer, Aarau 1986, 1987. ISBN 3-7941-2779-X. Jugendbuch.
  • Martin H. Petrich: Vietnam. DuMont, Köln 2008, ISBN 978-3-7701-7659-5. Umfangreicher Reiseführer.
  • Pham Thi Hoai: Sonntagsmenü. ISBN 3-293-20062-1. Poetisch-satirische Kurzgeschichten über das Alltagsleben in Vietnam.
  • Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld, 30 Jahre Krieg in Indochina. Ullstein, Frankfurt 1981, ISBN 3-548-33022-3
  • Heinz Schütte: 50 Jahre danach: Hundert Blumen in Vietnam, 1954-1960. Regiospectra, Berlin 2010, ISBN 978-3-940132-12-3.
  • Friedrich Schwarzenauer, Lois Hechenblaikner (Fotos): Vietnam. München 1993, ISBN 3-7658-0771-0. Fachkundige, fundierte Einführung in Land, Nation und Kultur inkl. Abriss der Geschichte, professionell bebildert; gute Hinführung, ersetzt aber nicht aktuelle Reiseführer.
  • Marguerite Duras: Der Liebhaber. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1985, Volk und Welt, Berlin 1990. ISBN 3-518-03243-7, ISBN 3-353-00040-2. Erinnerungen an Indo-China aus der Sicht einer Frau, die dort als französisches Mädchen aufwuchs und eine verbotene Beziehung mit einem älteren Chinesen einging. Einfühlsam und vielstimmig beschriebene Geschichte vor tropischem Hintergrund.
  • Le Thanh Khoi: 3000 Jahre Vietnam – Schicksal und Kultur eines Landes. Bearbeitet und ergänzt von Otto Karow. München 1969. (Originalausgabe: Paris 1955). Etwas trockene, umfassende Geschichte Vietnams von den Anfängen bis zur Mitte der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts.
  • Graham Greene: Der stille Amerikaner. (Originaltitel: The Quiet American, 1955) dtv, München 2003 (3. Aufl.) ISBN 3-423-13129-2. Ein „Must Read“. Wurde inzwischen zweimal verfilmt, einmal Ende der 50er Jahre, schwarz/weiß; deutscher Titel: Vier Pfeifen Opium und 2002 von Phillip Noyce – siehe Artikel.
  • Tim Page: Ein anderes Vietnam. Bilder des Krieges von der anderen Seite. National Geographic Society, Washington, D.C., 2002, ISBN 3-934385-65-6. Buch mit Fotos und Berichten nordvietnamesischer Fotografen, die den Krieg dokumentierten.
  • Elle Macchietto della Rossa: Frühlingsrollen auf dem Ahnenaltar. Picus Verlag, Wien, zweite überarbeitete Auflage 2010, ISBN 978-3-85452-984-2. Episoden und Kurzportraits unter den vier Titeln Kultur, Krieg, Kommunismus, Kommerz, die einen guten Einblick in Land und Leute geben und auch die Widersprüchlichkeiten des modernen Vietnams aufzeigen.
Englischsprachige Literatur
  • National Centre for Social Sciences and Humanities: National Human Development Report 2001 – Doi Moi and Human Development in Vietnam. The Political Publishing House, Hanoi 2001.
  • International Monetary Fund: Vietnam: Selected Issues and Statistical Appendix. Washington DC 1998, 2002. (es gibt mehrere Ausgaben – verwendet für diesen Artikel wurden diese beden Ausgaben)
  • Mason Florence, Virginia Jealous: Vietnam. Lonely Planet Publications, Victoria 2003 (7th ed.). ISBN 1-74059-355-3
  • Stanley Karnow: Vietnam, a history. Penguin Books, New York 1997.
  • Nguyễn Khắc Viện: Viet Nam, a Long History. Thế Giới Publishers, Hanoi 1999.
  • Đặng Nghiêm Vạn, Chu Thái Sơn, Lưu Hùng: Ethnic Minorities in Viet Nam. Thế Giới Publishers, Hanoi 1993.
  • Lê Bá Thảo: Viet Nam – The Country and its Geographical Regions. Thế Giới Publishers, Hanoi 1997.
  • Minh Chi, Hà Văn Tấn, Nguyễn Tài Thư: Buddhism in Viet Nam. Thế Giới Publishers, Hanoi ??.
  • Hữu Ngọc, Nguyễn Khắc Viện: From Saigon to Ho Chi Minh City – A Path of 300 Years. Thế Giới Publishers, Hanoi 1998.
  • Jeffrey E. Curry: Passport Vietnam: your pocket guide to Vietnamese business, customs and etiquette. San Rafael 1997.
  • Rick Smolan, Jennifer Erwitt: Passage To Vietnam. New York 1994. ISBN 1-885559-00-3
    (400-seitiger Bildband aus der Serie A Day in the Life of… mit Bildern eines einzigen Tages aus allen Landesteilen und Lebensbereichen von 70 international etablierten Fotografen.)
  • Peter Steinhauer: Vietnam – Portraits and Landscapes. Edition Stemmle, Zürich 2002, ISBN 3-908163-55-2. Bildband mit Fotos des amerikanischen Fotografen Peter Steinhauer.
Zeitschriften
  • Vietnam Cultural Window (Cua-sâ-van-Hóa-Viêt-Nam). The Gioi Publishers, Hanoi 1998ff. (monatlich)
  • Vietnamese Studies. The Gioi Publishers, Hanoi 1964ff. (vierteljährlich) ISSN 0085-7823
  • VietNam Kurier. Freundschaftsgesellschaft Vietnam e. V., Düsseldorf 1977ff. (vierteljährlich) ISSN 0946-0691
  • Südostasien Aktuell. Institut für Asienkunde, Hamburg 1982ff. (zweimonatlich) ISSN 0722-8821

Weblinks

 Commons: Vietnam – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Vietnam – geographische und historische Karten
Wiktionary Wiktionary: Vietnam – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikinews Wikinews: Kategorie:Vietnam – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. a b https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/vm.html
  2. http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2010/01/weodata/weorept.aspx?sy=2007&ey=2010&scsm=1&ssd=1&sort=country&ds=.&br=1&c=582&s=NGDPD%2CNGDPDPC%2CPPPGDP%2CPPPPC%2CLP&grp=0&a=&pr.x=71&pr.y=7
  3. http://vnexpress.net/GL/Kinh-doanh/2010/12/3BA24D1C/
  4. http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2010_EN_Complete.pdf
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac Library of Congress Federal Research Division: Vietnam country profile. Washington, Dezember 2005. Download
  6. Dương Quốc Trọng, Generaldirektor des Hauptamtes für Bevölkerung und Familienplanung, Vietnam; zitiert in Việt Nam News, Ausgabe 13. Mai 2011, Seite 1 und 4
  7. UNFPA Report RECENT CHANGE IN THE SEX RATIO AT BIRTH IN Viet Nam; zitiert in Việt Nam News, Ausgabe 13. Mai 2011, Seite 1 und 4
  8. Meyers Großes Länderlexikon, 2004, Vietnam
  9. Ronald Inglehart u. a.: Human Beliefs and Values: A Cross-Cultural Sourcebook Based on the 1999–2002 Value Surveys. Siglo Veintiuno Editores 2004, Buenos Aires. Zitiert in Phil Zuckerman: Atheism: Contemporary Rates and Patterns. In Michael Martin (Hrsg.): The Cambridge Companion to Atheism. Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 0-521-60367-6
  10. Loc Ho: Vietnamesischer Buddhismus in Deutschland: Darstellung der Geschichte und Institutionalisierung. Vietnamesisch-Buddhistisches Sozio-Kulturzentrum, Hannover 1999. S. 28f.
  11. Radio Vatikan: Vietnam: Positives Echo auf Papst-Treffen 31. Januar 2007
  12. Radio Vatikan: „Katholischen Priestern des Landes droht möglicherweise eine Verhaftungswelle“ 19. Februar 2010
  13. Nachrichtenmeldung der Xihua News Agency (englisch)
  14. Dr. Willibold Frehner: Die Nationalversammlung in Vietnam auf dem langen Weg zu einer demokratischen Institution. Hanoi: Konrad-Adenauer-Stiftung, 2007. Seiten 3 und 4
  15. http://blog.kooptech.de/2009/12/wie-lebt-es-sich-in-einem-land-mit-zensur-ein-bericht-aus-vietnam/
  16. Mensel, Nadine: „Ein Tiger auf dem Sprung? Vietnams wirtschaftliche und politische Koordinaten in Südostasien“. KAS-Auslandsinformationen 5/2010, S. 111.
  17. Deutschland in Vietnam, Website
  18. VNCA-Report 2007, zitiert in Việt Nam News, Ausgabe 13. Mai 2011, Seite 4
  19. a b c d e f g h i Bundesagentur für Außenwirtschaft: Vietnam 2007. Köln 2008 [Download]
  20. a b c Viet Nam's Economic Renovation Along Socialist-Oriented Market Economy: Critical policy and institutional reforms. In: Proceedings from the international policy conference on transition economies. Michigan University Press 2005
  21. %22Kommunistische%20Partei%20Vietnams%22 %20 %22doi%20moi%22 %22 Der 10. Parteitag der KPV: Friedr. Ebert-Stiftung, Mai 2006
  22. Energy Information Administration abgerufen am 30. November 2008
  23. a b c d e f Entwicklung des BIP von Vietnam bfai, 2009, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
  24. a b c d The World Factbook
  25. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4

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