Bad Waldliesborn
Bad Waldliesborn
Stadt Lippstadt
Wappen von Bad Waldliesborn
Koordinaten: 51° 43′ N, 8° 20′ O51.7141818.336472Koordinaten: 51° 42′ 51″ N, 8° 20′ 11″ O
Fläche: 8,507 km²
Einwohner: 4.804 (30. Juni 2011)[1]
Postleitzahl: 59556
Vorwahl: 02941
Im Kurpark

Das staatlich anerkannte Heilbad Bad Waldliesborn liegt am östlichen Zipfel des Münsterlandes und grenzt sowohl an Ostwestfalen-Lippe als auch an das nahe gelegene Sauerland. Unter dem Namen „Suderlage“ wurde die ehemalige Bauerschaft von Liesborn erstmals 1165 urkundlich erwähnt. Seit dem 1. Januar 1975 gehört Bad Waldliesborn zur Stadt Lippstadt.[2] Der Ort befindet sich circa 15 Fahrradminunten vom Stadtkern Lippstadts entfernt und wird häufig als dessen schönste Tochter bezeichnet. Als Abkürzung für Bad Waldliesborn ist „Walibo“ ein weit verbreiteter Kosename.

Inhaltsverzeichnis

Demographie

Mit Haupt- oder Nebenwohnsitz waren Ende 2009 4776 Personen in Bad Waldliesborn gemeldet, 2252 männliche Einwohner (47 %) und 2524 weibliche Einwohner (53 %). Mit Blick auf die Konfessionszugehörigkeit gelten 2975 Einwohner (62 %) als römisch-katholisch und 1036 Einwohner (22 %) als evangelisch.

Heilbad

Die Geschichte Bad Waldliesborns begann mit einem Irrtum. Im Jahre 1900 vermutete eine Bochumer Bohrgesellschaft Steinkohle in der Region. Man unternahm in untmittelbarer Nähe zur Trasse der ehemaligen Rhedaer Bahn Probebohrungen und fand dabei statt der Kohle eine der mineralstoffhaltigsten Quellen Deutschlands.

Der Hamburger Großkaufmann Wilhelm Eichholz erkannte in der Sole eine Vermarktungschance und begann im Jahr 1904 im Umkreis der Quelle mit der Errichtung eines Heilbades. Zu den ersten Kureinrichtungen zählten das Badehaus und der Lindenhof, das heutige Restaurant "Kurhaus Lindenhof". Die Zahl der Gäste und Einwohner wuchs in dieser Gründerzeit beständig. Viele der geschichtsträchtigen Gebäude beeindrucken noch heute durch ihre Schönheit. Etwa das 1922 errichtete Kindererholungsheim. Es wurde 1962 zum Haus des Gastes umgewandelt.Heute sind hier das Kurtheater, die Tourist-Information und die Geschäftsstelle der Touristik und Marketing GmbH zu finden.

Bad Waldliesborns Natursole wird für verschiedene Therapiemöglichkeiten genutzt. Die Anwendung liegt schwerpunktmäßig bei den orthopädische Leiden. Sie fließt aus den zwei Solequellen aber vor allem in die drei Innen- und zwei Außenschwimmbecken des Thermalsolebades, das mit über 1250 m² das größte im Kreis Soest und in der Region ist.

Seit 1974 ist Bad Waldliesborn ein „Staatlich anerkanntes Heilbad“. Es besitzt mit der Eichholz-Klinik und der Reha-Klinik Panorama zwei Gesundheitseinrichtungen, die sich schwerpunktmäßig auf die Rehabilitation nach orthopädischen Operationen sowie nach kardiologischen Erkrankungen spezialisiert haben.

Im Therapiezentrum der Gesundheitszentrum in Bad Waldliesborn GmbH direkt am Thermalsolebad gibt es einen Reha-Sport-Verein. Er hat es sich zum Anliegen gemacht hat, Menschen, die sich für Ihre Gesundheit engagieren wollen mit einer Vielzahl an Kursangeboten zu unterstützen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Kurse im Bereich der Nachsorge von orthopädischen Operationen, aber auch um präventiv wirkende Angebote, wie zum Beispiel Aquacycling.

Hotels und private Gastgeber bieten ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten in verschiedenesten Kategorien an. Wohnmobilisten wird ein Stellplatz an der Quellenstraße mit Strom- und Wasserzufuhr, sowie Entsorgunsstation angeboten.

Neben den bekannten Solequellen bietet Bad Waldliesborn einen über 20 Hektar großen Kurpark, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Minigolfanlage und einen Kletterwald an.

Wappen des Ortes Bad Waldliesborn

Wappen

Das grüne Schildhaupt soll die landschaftliche Umgebung und den Kurpark von Bad Waldliesborn symbolisieren. Die Welle, die den Wappenschild teilt, weist sowohl auf die Glenne, einen Zufluss der Lippe, als auch auf die Nutzung der Solequellen von Bad Waldliesborn hin. Im unteren Bereich des Wappenschildes, der sich auf die Historie von Bad Waldliesborn bezieht und an das Wappen der Familie von Suderlage anknüpft, befindet sich auf goldfarbenem Grund ein roter Kübelhelm mit rotem Damhirschgeweih als Helmzier.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wohnbevölkerung in der Stadt Lippstadt (Stand: 30. Juni 2011) auf lippstadt.de abgerufen am 25. August 2011 (PDF)
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.

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