Bahnstrecke Soltau–Neuenkirchen
Soltau–Neuenkirchen
Kursbuchstrecke (DB): ex 209m
Streckennummer: 9171
Streckenlänge: 11,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
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von Uelzen
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von Bergen
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von Buchholz
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0,0 Soltau (Han) / Soltau (Han) Süd 61,12 m
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Bahnstrecke Soltau–Walsrode
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Bahnstrecke Uelzen–Bremen
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4,6 Wiedingen
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6,3 Ellingen
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9,2 Gilmerdingen ab1947
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11,9 Neuenkirchen
Denkmal für die ehemalige Bahnstrecke in Neuenkirchen

Die Bahnstrecke Soltau–Neuenkirchen war eine normalspurige Strecke der Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE).

Geschichte

Nachdem schon beim Bau der Kleinbahn Lüneburg–Soltau eine Verlängerung nach Neuenkirchen oder Rotenburg erwogen worden war, wurden 1913 vom Königreich Preußen, der Provinz Hannover und dem Landkreis Soltau Gelder bereitgestellt, um die Kleinbahn Soltau–Neuenkirchen GmbH gründen zu können. Im Jahre 1914 begannen die Bauarbeiten, die jedoch im Ersten Weltkrieg nicht vollendet werden konnten. Zwar gab es seit Jahresbeginn 1917 einen provisorischen Bahnbetrieb, aber erst am 15. Mai 1920 konnte die Strecke offiziell in Betrieb genommen werden.

Die Betriebsführung der Strecke übernahm die Kleinbahn Lüneburg–Soltau, die die Lokomotiven, später auch das Personal stellte. Am 1. Juni 1923 ging die Betriebsführung für beide Bahnen auf das Landeskleinbahnamt Hannover über. Schon 1928 wurde der spärliche Personenverkehr eingestellt, weil nur rund 5.300 Reisende im ganzen Jahr gezählt wurden. Allerdings weist die Statistik auch später noch geringe Reisendenzahlen aus, weil offenbar eine Mitfahrgelegenheit im Zugführerwagen der Güterzüge bestand. Zum 1. Januar 1944 erfolgte der Zusammenschluss der beiden Kleinbahnen zur Lüneburg-Soltauer Eisenbahn GmbH, die ab 6. Juni 1944 Teil der Osthannoverschen Eisenbahnen AG wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann am 1. April 1947 wieder regulärer Personenverkehr; es verkehrten werktags fünf bis sechs, sonntags drei bis vier Zugpaare. Diese Fahrten wurden zum 28. Mai 1961 eingestellt, weil der Personenbahnhof Soltau Süd aufgegeben wurde. Während die OHE-Züge von Lüneburg und Celle seitdem in den Bundesbahnhof einfuhren, wäre dies von Neuenkirchen nur mit „Kopfmachen“ möglich gewesen.

Der Güterverkehr war immer mäßig, er beschränkte sich überwiegend auf landwirtschaftliche Produkte und Lieferungen für den Landhandel. Am 15. Januar 1986 wurde der Gesamtverkehr eingestellt, zum 1. April 1996 wurde die Strecke offiziell stillgelegt und 2006 abgebaut.

Literatur

  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 10: Niedersachsen 2. Zwischen Weser und Elbe. EK-Verlag, Freiburg 2007, S. 344–349, ISBN 978-3-88255-669-8

Weblinks

 Commons: Bahnstrecke Soltau–Neuenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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