Barend Cornelis Koekkoek
Selbstportrait von Barend Cornelis Koekkoek in jungen Jahren

Barend Cornelis Koekkoek (* 11. Oktober 1803 in Middelburg; † 5. April 1862 in Kleve) war ein niederländischer Historien- und Porträtmaler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Koekkoek war der Älteste von vier Söhnen von Johannes Hermanus Koekkoek und dessen Ehefrau Anna van Koolwijk. Sein Vater war Maler von See- und Flusslandschaften. Koekkoek wurde mit seinen Brüdern Marinus Adrianus, Johannes und Hermanus im Geist der niederländischen Romantik erzogen. Die Geschwister wurden wie der Vater Johannes Hermanus Koekkoek im Fach der Marinemalerei ausgebildet. B.C. Koekkoek studierte an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten (deutsch: Königliche Akademie für bildende Kunst) in Amsterdam. Bereits in jungen Jahren wurde er schnell bekannt für seine Landschaftsmalerei. Davon zeugen die vielen Auszeichnungen, die er für seine Gemälde erhielt, und seine prominenten Auftraggeber. Die Nachkommen seiner Geschwister führten später die künstlerische Familientradition in den Niederlanden, England und Amerika bis ins letzte Jahrhundert weiter. In seinen Skizzenbüchern notierte Koekkoek akribisch seine Inspirationsquellen: „Die Natur ist die perfekte Malerei“. In der Natur fand er die ideale Inspirationsquelle für seine Landschaftskompositionen, und ließ sich von ihr als dem „vollendesten Gemälde“ den Pinsel führen.

Hügellandschaft mit Bauern unter einer Eiche

1833 heiratete er Elise Thérèse Daiwaille, die Tochter seines Lehrmeisters und Freundes Jean Augustin Daiwaille. Das junge Paar bekam fünf Töchter. Koekkoek kam 1834 nach Kleve, das ihn wegen seiner Lage auf Hügeln über der niederrheinischen Ebene faszinierte. Koekkoek galt als „Fürst der Maler“ als er in Kleve einzog. Die Gründung seiner Malerakademie und Zeichenschule im Jahre 1841 lockte vor allem aus den Niederlanden viele Künstler an. 1842 ließ er ein Künstlerhaus für sich errichten, auch um seinen repräsentativen Status als Meisterkünstler zu untermauern. Die Bauarbeiten am heutigen Haus Koekkoek wurden 1848 beendet. Das repräsentative Malerpalais mit Atelier liegt in der Kavarinerstraße 33 im Herzen der Unterstadt Kleves. Das Haus, nebst dem Belvedere heute ein Kleinod der Stadt, wird in der Tradition seines Erbauers als Museum für die Malerei der Klever Romantik fortgeführt und gilt eines der schönsten Künstlerhäuser des Rheinlandes und der angrenzenden Niederlande. 1859 erlitt er einen Schlaganfall, der das Ende seiner Laufbahn als Maler bedeutete. [1]

Sein Nachfolger als Leiter der Malerakademie wurde sein einstiger Schüler und mittlerweile ebenfalls bedeutender Landschaftsmaler Johann Bernhard Klombeck.

Literaturhinweise

Barend Cornelis Koekkoek (1803–1862): seine Familie, seine Schule und das B.C. Koekkoek-Haus in Kleve. Hrsg.: „Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V“. [Texte: Angelika Nollert, Guido de Werd]. - 3., überarb. Aufl. - Kleve: Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve, 2000. ISBN 3-9805641-9-3

Barend Cornelis Koekkoek (1803–1862): Prinz der Landschaftsmaler; Katalog anlässlich der Ausstellung im Dordrechts Museum, Dodrecht, vom 18. Mai bis 31. August 1997 und im Museum Haus Koekkoek, Kleve, Herbst 1997. Hrsg.: Angelika Nollert. - Dordrecht: Dordrechts Museum, 1997. ISBN 90-400-9960-X

Weblinks

 Commons: Barend Cornelis Koekkoek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Todesursache. Abgerufen am 10. Februar 2011

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