Basilika Vierzehnheiligen
Ansicht von Nord-Osten
Ansicht von Westen
Frontansicht der Basilika

Die Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels ist eine Wallfahrtskirche in Oberfranken. Das nach Plänen von Balthasar Neumann gebaute Gotteshaus ist den heiligen Vierzehn Nothelfern geweiht und empfängt etwa eine halbe Million Besucher pro Jahr. Neben den drei anderen Basiliken Basilika Marienweiher, Bamberger Dom und Basilika Gößweinstein, ist die Basilika Vierzehnheiligen die vierte basilica minor des Erzbistums Bamberg

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Geschichte der Wallfahrt

Nachdem im Jahre 1445 das Jesuskind dreimal dem Schäfer Hermann Leicht aus Langheim erschienen war, wurde das Wunder vom Frankenthaler Kinderkranz durch ein weiteres Wunder bezeugt: Eine schwerkranke Magd war zur Erscheinungsstätte gebracht worden, worauf sie wundersam geheilt wurde. Die Zisterzienserabtei Langheim gab dem Drängen nach und errichtete für die unmittelbar danach einsetzende Wallfahrt eine Kapelle zu Ehren der vierzehn Nothelfer. Die Wallfahrt blühte in der Folge auf und nach den Zerstörungen während des Bauernkrieges 1525 und des Dreißigjährigen Krieges wurde jeweils eine größere Kirche errichtet.

Geschichte der Basilika

Verkehrskarte aus dem Jahr 1912 mit Vierzehnheiligen bei Staffelstein

Bauherr der Kirche war der Langheimer Abt Stephan Mösinger, der 1735 vom zuständigen Bamberger Bischof Friedrich Karl von Schönborn die Erlaubnis erhielt, die alte Wallfahrtskirche durch einen repräsentativen Neubau zu ersetzen. Mehrere Baumeister entwickelten daraufhin Pläne für den Bau, darunter Gottfried Heinrich Krohne, Weimarer Landbaumeister und wegen seiner Art, preiswert aber dekorativ zu bauen, der Favorit des Bauherrn. Sein Projekt scheiterte jedoch am Vetorecht des Bischofs. 1742 wurde Balthasar Neumann hinzugezogen und dessen Projekt zur Ausführung bestimmt. Im April 1743 erfolgte die Grundsteinlegung.

Bald musste Neumann jedoch feststellen, dass Krohne, der die Bauleitung innehatte, von den vereinbarten Plänen abgewichen war und den gesamten Bau ein Stück nach Osten versetzt hatte. Da der Ort der Gnadenstätte unverrückbar festlag, konnte der Altar nun nicht mehr wie vorgesehen in der überkuppelten Vierung aufgestellt werden. Sein Platz lag jetzt vielmehr ungünstig und entgegen den liturgischen Gewohnheiten im Langhaus der Kirche. Der Bischof meinte, dieser Fehler beruhe auf der Tatsache, dass dem Protestanten Krohne die Anforderungen der katholischen Wallfahrt fremd waren; entweder lag es wirklich daran, dass Krohne ein Protestant war, oder er versuchte einfach nur, wie der Abt es wünschte, die Baukosten möglichst gering zu halten. Läge die Gnadenstätte nämlich unter der Vierung, wären teure Planierungsarbeiten erforderlich geworden. „Alle gamachten lutherischen nebensprüng müssen beseitigt werden [...]“, das war die Antwort des entsetzten Bischofs. Neumann erhielt zumindest bald den Auftrag, den Bau „nach dem wahren katholischen Erfordernuss gantz zu machen“ (zitiert nach Schütz: Balthasar Neumann, S.146f.). Der kurmainzische und Bamberger Oberbaudirektor Maximilian von Welsch, selbst ein begabter Architekt, schlug vor, die bereits stehenden Mauern allein dem Chor zuzuordnen: seinen Plänen nach wäre die Kirche dann 100 Meter lang und 80 Meter hoch gewesen und hätte fast alle Kirchen des deutschen Barocks übertroffen. Riesige Dimensionen wären die Folge gewesen; so hatte der Plan von Anfang an keine Chance.

Innenansicht

Da ein Abriss der bereits ausgeführten Außenmauern im Ostteil nicht in Frage kam, machte sich Neumann daran, auf der Grundlage des Gegebenen einen Kirchenbau zu entwickeln, der seiner Aufgabe als Wallfahrtskirche und würdiger Schrein des Gnadenaltars entsprechen konnte. Dieses neue Projekt Neumanns von 1744 war Grundlage der Ausführung. Neumann behielt die Oberaufsicht, bis er 1753 starb. Vollständig umgesetzt war Neumanns Plan bis dahin nicht, aber die ausgeführte Lösung mit dem Gewölbe war doch im Wesentlichen seine eigene. Der tüchtige Thomas Nißler vollendete den Bau 1772 in Eigenverantwortung.

Am 14. September 1772 weihte der Bamberger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim die Kirche.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen schwere Zeiten auf Vierzehnheiligen zu: Nach der Säkularisation 1803 mussten die Zisterzienser von Langheim, die die Wallfahrt betreuten, ihr Kloster und auch die Propstei in Vierzehnheiligen verlassen. Kirchenschätze wurden verschleudert, Altarbilder verschwanden spurlos. Ein Teil der Orgel, die damals sehr wertvoll war, und die Glocken wurden meistbietend verkauft. Auch Wallfahrten wurden um diese Zeit von kirchlicher und staatlicher Seite verboten.

Nach einem Blitzschlag verbrannten 1835 die Orgel, der Dachstuhl und die beiden Türme. Die Kirche glich einer Ruine. Erst 1839 beauftragte Bayernkönig Ludwig I. die Franziskaner mit der Betreuung der Wallfahrt, die auch die Kirche wieder instandsetzten. Diese Erneuerungen erfolgten aber nach dem Geschmack der damaligen Zeit: Die neue Bittner-Orgel verdeckte vier Fenster der Westempore, die Turmhelme wurden neu gestaltet und die Innenarchitektur glich auch nicht mehr vollständig Neumanns Plänen.

1897 erhob Papst Leo XIII. Vierzehnheiligen als zweite deutsche Kirche (nach der elsässischen, heute in Frankreich gelegenen Basilika Unserer Lieben Frau) in den Rang einer Basilica minor. Im Laufe des 20. Jahrhunderts folgten noch weitere Renovierungsarbeiten, so dass sie wieder den Plänen von Balthasar Neumann entsprach. So blieb die Basilika bis heute; bei der jüngsten Sanierung Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Architektur nicht mehr verändert. Die neue Rieger-Orgel wurde 1999 so gestaltet, dass sie nur noch ein Fenster verdeckt und die Neumann-Architektur noch besser zur Geltung kommt.

Die Architektur der Basilika

Grundriss

Die Außenansicht wird geprägt von der repräsentativen Fassade mit dem elegant vorschwingenden Mittelteil und den beiden hohen Türmen. Sie ist mit ihren steilen Proportionen auf Fernsicht hin ausgelegt und stellt eine Antwort auf die Fassade der am gegenüberliegenden Hang gelegenen Klosterkirche von Kloster Banz dar, an der sie sich teilweise im Aufbau orientiert. Die Fassade gilt als eine der imposantesten des Barocks.

Die Gestaltung des Innenraumes wurde motiviert von den im Laufe der Baugeschichte aufgetauchten Problemen: Durch die Verschiebung des gesamten Baues nach Osten befindet sich der Ort der Erscheinung und damit des Gnadenaltars im Langhaus. Dieses sollte die Besucher nach der ursprünglichen Planung und traditionsgemäß lediglich auf den räumlichen Höhepunkt in der überkuppelten Vierung hinführen.

Neumann gelang es jedoch in Vierzehnheiligen, den Innenraum völlig unabhängig von den Vorgaben der Außenmauern zu gestalten: Er schuf mit mehreren überlappenden Ovalen einen dynamisch kurvierten Grundriss und damit einen sehr lebendigen Innenraum. Um den Altar herum, diesen gleichsam sanft umfassend, entwickelte er das von der Außenwand losgelöste sogenannte große Gnadenoval, das den gesamten Raum auf den Ort der Erscheinung hin konzentriert und dessen kolossale Dreiviertelsäulen diesem Bereich einen herrschaftlichen Anspruch verleihen.

Die feinen Stuckaturen von Franz Xaver Feuchtmayer, Johann Michael Feuchtmayer dem Jüngeren und Johann Georg Üblhör, die Malereien Giuseppe Appianis und nicht zuletzt der Gnadenaltar machen aus der Basilika Vierzehnheiligen den am stärksten vom Geist des Rokokos geprägten Sakralbau Balthasar Neumanns. Auch das Licht, das durch viele Fenster und oft indirekt einfällt, trägt zur besonderen Atmosphäre des Raumes bei.

Das Gewölbe war beim Tod Neumanns noch nicht begonnen; dass es dennoch vollendet wurde, ist dem Staffelsteiner Baumeister Thomas Nißler zu verdanken. Es ist zweifellos eine technische Meisterleistung, vor allem, weil Neumann nicht alles genau im Voraus berechnen konnte und Nißler sich allein auf seine Erfahrung verlassen musste. Das Gewölbe ist zwölf Zentimeter dick und aus fränkischem Kalkmarmor, einem nicht gerade solidem Material. Niemand glaubte bei der Errichtung der Basilika, dass das Gewölbe auf Dauer bestehen würde. Es hält jedoch bis heute und überstand sogar den verheerenden Kirchenbrand von 1835 sowie die nachfolgenden Witterungseinflüsse (die Basilika besaß nach dem Brand zwei Jahre lang kein Dach) ohne Schäden.

Die Ausstattung der Basilika

Man betritt die Basilika am Ende des nördlichen Querhauses, das westliche Hauptportal und die kleinere Südpforte sind in der Regel nur bei stark besuchten Gottesdiensten geöffnet. Man wird von der Eisenbarth-Chororgel, in der Weihnachtszeit von der großen Krippe im südl. Querhaus begrüßt. Schreitet man nun weiter auf die Mitte der Basilika zu, wird ein einzigartiger Anblick geboten: Auf der linken Seite wird die Basilika vom Hochaltar beherrscht, schaut man nach rechts, erblickt man den Gnadenaltar, ein Meisterwerk des Rokoko und Herzstück der Basilika. Dahinter auf der hohen Westempore dominiert die mächtige Rieger-Orgel die Basilika.

Der Gnadenaltar

Gnadenaltar im 19. Jahrhundert
Gnadenaltar im Jahr 2008

Der Rokoko-Altar mit den Vierzehn Nothelfern steht frei im Raum über dem Ort der Erscheinungen des Schäfers Hermann Leicht und wird umgeben von einem geschwungenen Kommuniongitter. Seitlich ist der Blick frei zur Stelle der Erscheinungen. Der mit Stuckmarmor geschmückte Unterteil des Altars wird überwölbt von einem transparenten, aus sprühenden Rocaillen bestehenden Baldachin, der einen Durchblick zum Hochaltar frei lässt.

Zwölf der Vierzehn Nothelfer sind am Gnadenaltar nach vier Himmelsrichtungen in drei Etagen übereinander angebracht; Barbara und Katharina stehen an den beiden seitlichen Altären. Der Standort des Altars befindet sich wegen der o.g. Verschiebung beim Bau nicht mehr wie ursprünglich geplant in der Vierung, sondern in der Mitte des Langhauses. Zu den Vierzehn Nothelfern zählen:

3 Bischöfe: Dionysius · Erasmus · Blasius
3 Märtyrerinnen: Barbara · Margareta · Katharina
3 Ritter: Georg · Achatius · Eustachius
1 Arzt: Pantaleon
1 Mönch: Ägidius
1 Diakon: Cyriacus
1 Knabe: Vitus
Christuskindträger: Christophorus

Die Orgel

Geschichte

Es gab im 18. Jahrhundert zwei Orgeln in Vierzehnheiligen, eine auf der Empore über der Sakristei, die andere, größere auf der Westempore. Ob die kleine Orgel später in die größere eingearbeitet oder aufgrund der Säkularisation verkauft wurde, ist bis heute unklar. Diese Orgel wurde jedoch bei dem Kirchenbrand am Kunigundentag 1835 völlig zerstört. Im Zug der umfangreichen Erneuerungen nach dem Brand errichtete 1848 Augustin Ferdinand Bittner aus Nürnberg ein neues Orgelwerk, ebenfalls auf der Westempore. Es umfasste 39 Register auf zwei Manualen und Pedal. 1870 wurde der Orgelbauer Ludwig Weineck aus Bayreuth mit einem Umbau beauftragt, der aber kein zufriedenstellendes Resultat erbrachte. Deshalb führte 1905 die Firma Steinmeyer (Öttingen) einen technischen Neubau (Röhrenpneumatik) durch und erweiterte die Orgel auf drei Manuale und 42 Register.

Umbau durch Steinmeyer 1951

Rieger-Orgel der Basilika Vierzehnheiligen

Bei einem weiteren Umbau 1951 entfernte Steinmeyer die Röhrenpneumatik und stellte die Orgel auf elektrische Ton- und Registersteuerung um. Das Werk wurde im Sinne des Neobarock aufgehellt und auf 60 Register erweitert. 1962 entschloss man sich, den zweigeschossigen Mittelteil des Orgelprospekts auf ein Geschoss zu erniedrigen, weil er mit dem Oberwerk das dahinterliegende Fenster verdeckte. Der untere Prospektteil wurde entfernt und der Teil mit der Uhr tiefergesetzt. Die ursprüngliche Situation ist auf dem Bild mit dem Gnadenaltar zu erkennen.

Disposition der Bittner-Steinmeyer-Orgel (1951–1998)

I Manual C–
Principal 16′
Principal 8′
Gamba 8′
Gemshorn 8′
Gedeckt 8′
Octav 4′
Salicet 4′
Rohrflöte 4′
Oktav 2′
Schwiegel 2′
Nazard 22/3
Mixtur IV–VI 11/3
Scharff IV–V 1′
Trompete 16′
Trompete 8′
II Manual C–
Bordun 16′
Principal 8′
Salicional 8′
Quintade 8′
Principal 4′
Kleingedeckt 4′
Superoktav 2′
Terz 13/5
Superquint 11/3
Glöcklein 1′
Kornett 8′
Zymbel II 2′
Rankett 16′
Krummhorn 8′
Singend Regal 4′
Tremulant
III Manual C–
Rohrgedackt 16′
Äoline 8′
Holzflöte 8′
Ital. Principal 4′
Koppelflöte 4′
Waldflöte 2′
Sifflöte 1′
Quint 22/3
Terz 13/5
Plein jeu IV–V 22/3
Echomixtur VI 2′
Fagott 16′
Helle Trompete 8′
Clarine 4′
Geigenschwebung 8′
Tremulant
Pedal C–
Principalbass 16′
Violon 16′
Subbass 16′
Gedecktbass 16′
Oktavbass 8′
Flötbass 8′
Principalbass 4′
Pommer 4′
Rohrpfeife 2′
Quintbass 102/3
Terzbass 62/5
Mixtur IV 22/3
Posaune 16′
Trompete 8′
Englischhorn 4′

Neubau durch Rieger 1999

Durch Staub, den die 1993 abgeschlossene Kirchensanierung verursacht hatte, war der Orgel erheblicher Schaden zugefügt worden. So wurde der Wunsch nach einem Neubau der Westorgel laut. Ursprünglich sollte diese 90 Register bekommen, dafür reichte aber weder der Platz im denkmalgeschützten Gehäuse von 1848 noch die Finanzen. Die österreichische Firma Rieger Orgelbau stellte eine neue Orgel mit 68 klingenden Registern her. 1998 verabschiedete Basilikaorganist Georg Hagel die alte Bittner/Steinmeyer-Orgel mit einem letzten Konzert. Die alte Orgel steht derzeit im Orgelmuseum Schloss Valley (bei Holzkirchen) - ohne das Bittner-Gehäuse. Dieses musste aus Gründen des Denkmalschutzes in Vierzehnheiligen erhalten bleiben. Vor der Aufstellung der neuen Orgel 1999 wurden unter anderem zwei Stahlträger quer über die Empore gelegt und an den beiden Türmen befestigt, die das über 20 Tonnen schwere Instrument tragen. Die neue Orgel hat über 1.000.000 Euro gekostet. Sie vertritt das Konzept der Universalorgel, die verschiedene Stilelemente bei moderner Technik vereint.

Hauptwerk (I) und Positiv (II) werden durch ein französisches Schwellwerk (III) und ein Chamadewerk (Bombardwerk, IV) ergänzt. Die Disposition wurde von Basilikaorganist Georg Hagel und Orgelbaumeister Christoph Glatter-Götz erarbeitet. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch.

Direkt in der Mitte über dem Spielschrank befinden sich die Windladen und Pfeifen des Hauptwerks, eingeschlossen von den beiden Pedaltürmen. Hinter dem Hauptwerk steht der große Schwellkasten des Récit expressiv, das Besondere daran ist, dass Schwellen und Schwellkästen nicht wie üblicherweise aus Massivholz gebaut, sondern mit Quarzsand gefüllt sind, um eine höhere Toneindämmung zu erreichen. Es handelt sich um ein typisch französisches Schwellwerk, reich besetzt mit Lingualregistern. Auf den Schwellkasten wurde als Krönung das gesamte Bombardwerk gebaut: Die horizontalen Chamaden 16′, 8′ und 4′ sind direkt auf den Hochaltar gegenüber ausgerichtet, samt den handgegossenen Messingglocken des Glockenspiels. Hinter den Pedaltürmen befinden sich die Schwellkästen des geteilten Positivs, die kleinste Pfeife der Orgel, das hohe c des Sifflets 1′ ist gerade einmal fünf Millimeter lang.

Links und rechts des Schwellwerks befinden sich die großen, teils aufgerollten Pfeifen des Untersatzes 32′ und der Kontrabombarde 32′ (die tiefsten Pfeifen sind über fünf Meter lang und erreichen mit etwa 16 Hertz die untere Hörgrenze). Neben dem Schwellwerk befindet sich auch der geteilte Schwellkasten des ebenfalls schwellbaren Positivs. Der Prospekt der Orgel ist zwar der alte, das Gehäuse samt der kompletten Technik wurde jedoch völlig neu installiert. Das frühere Gebläse saugte feuchte und kalte Luft aus dem Nordturm an, dies trug dazu bei, dass das Material der alten Orgel nicht mehr verwendbar war. Um dies bei der neuen Orgel zu vermeiden, wurde ein Gebläse mit über 12 Kilowatt Leistung unter dem Rècit installiert. Das Gebläse ist stark eingedämmt, sodass man es außer beim Starten gar nicht hört. Der Spieltisch hat insgesamt 89 Registerzüge (68 für die Register, 3 für Tremulante und für das Glockenspiel, und 18 Züge für die elektrischen Koppeln.) Außerdem kann man mit magnetischen Kopplungen einen zweiten Spieltisch anschließen.

I Hauptwerk C–c4
Principal 16′
Bordun 16′
Principal 8′
Bordun 8′
Gamba 8′
Flûte harmonique 8′
Octav 4′
Flöte 4′
Quinte 22/3
Superoctav 2′
Mixtur major V 2′
Mixtur minor IV 11/3
Cornet V 8′
Trompete 16′
Trompete 8′
Trompete 4′
II Positiv C–c4
Principal 8′
Gedackt 8′
Salicional 8′
Unda maris 8′
Octav 4′
Blockflöte 4′
Nasat 22/3
Superoctave 2′
Flöte 2′
Terz 13/5
Quinte 11/3
Sifflet 1′
Scharff III–IV 1′
Bassethorn 16′
Cromorne 8′
Clarinette 8′
Tremulant
III Schwellwerk C–c4
Bourdon 16′
Flûte traversière 8′
Cor de nuit 8′
Eolienne 8′
Gambe 8′
Voix céleste 8′
Viole 4'
Flûte octaviante 4′
Nazard harm. 22/3
Octavin 2′
Tierce harm. 13/5
Plein Jeu V 22/3
Bombarde 16′
Trompette harm. 8′
Hautbois 8′
Clairon harm. 4′
Voix humaine 8′
Tremblant
IV Bombardwerk C–c4
Chamade 16′
Chamade 8′
Chamade 4′
Glockenspiel C–c2 4'
Pedal C–g1
Untersatz 32′
Principal 16′
Subbaß 16′
Violon 16′
Octav 8′
Baßflöte 8′
Quinte 102/3
Flöte 4′
Octav 4′
Jubal Flöte 2′
Mixtur V 22/3
Kontrabombarde 32′
Bombarde 16′
Fagott 16′
Posaune 8′
Clairon 4′
  • Koppeln:
    • Mechanisch: II/I, III/I, IV/I, III/II, I/P, II/P, III/P, IV/P.
    • Elektrisch: II/I, III/I, IV/I, III/II, I/P, II/P, III/P, IV/P, IV/III, IV/II, III/III 16′, III/II 16′, III/I 16′, I/I 16′, III/III 4′, III/II 4′, III/I 4′, III/P.
  • Spielhilfen: Kombinationsanlage mit 96×8 Speichermöglichkeiten, Sequenzer vorwärts–rückwärts; 4 Crescendi (einstellbar); Kartenspeicher.

Außerdem befindet sich im südlichen Querhaus der Basilika eine fahrbare Nebenorgel von Eisenbarth, diese hat 13 klingende Register auf zwei Manualen und Pedal, was der Disposition der obigen Bittner-Steinmeyer-Orgel entspricht.

Siehe auch

Literatur

  • Günter Dippold und Andreas Bornschlegel: Basilika Vierzehnheiligen. Bad Staffelstein 1992, ISBN 3-9801257-4-2.
  • Wilfried Hansmann: Balthasar Neumann. 2. Aufl., Köln 2003.
  • Bernhard Schütz: Balthasar Neumann. 2. Aufl., Freiburg i.Br. 1986.
  • Christoph Glatter-Götz u. a.: Die Orgel der Basilika Vierzehnheiligen ISBN 3-9804630-5-2

Weblinks

 Commons: Vierzehnheiligen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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