Berkan Karpat

Berkan Karpat (* 9. Januar 1965 in Istanbul, Türkei) ist ein Münchener Performance- und Theaterkünstler sowie Lyriker und Essayist.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Berkan Karpat wurde am 9. Januar 1965 in Istanbul (Türkei) geboren, und kam im selben Jahr mit seiner Familie nach Deutschland. Seither lebt er in München, wo er zunächst nach einer Ausbildung zum Speditionskaufmann ab 1983 eine kleine Spedition führte. Nach dem Abschluss des Abendgymnasiums in München begann Karpat 1993 ein Studium an der LMU München (Theaterwissenschaft, Philosophie und Psycholinguistik). 2000 brach er das Studium zugunsten seiner künstlerischen Tätigkeit ab. Heute ist er einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler in München, dessen Kunst internationale Anerkennung findet.

Künstlerischer Werdegang

Berkan Karpats künstlerische Arbeit begann bereits Ende 1989 und konzentrierte sich zunächst auf Theaterarbeiten und Audioproduktionen. In den 1990er Jahren schrieb er selbst Theaterstücke, die erfolgreich an Münchner Theatern aufgeführt wurden, komponierte Filmmusiken für verschiedene Fernsehfilme und schrieb Hörspiele für den Rundfunk (z.B. das Monodrama-Hörspiel Papa Osman, das in Zusammenarbeit mit dem ORB und dem Deutschlandradio realisiert wurde. Sprecher: Tayfun Bademsoy). Dabei kooperierte er mit Künstlern wie Zoro Babel (Musik) oder Zafer Şenocak (Lyrik). Vor allem mit Şenocak begann ab 1998 eine fruchtbare Zusammenarbeit, die sich in Karpats erstem zeitlich und räumlich groß angelegtem Kunstprojekt „Die sieben Töchter des Atlas“ niederschlägt. Die für die Kunstprojekte in Zusammenarbeit mit dem Dichter Şenocak entstandenen Gedichte erschienen auch als unabhängige poetische Kunst in verschiedenen deutschen und (in englischer Übersetzung) amerikanischen Verlagen (Zuletzt gesammelt in: Berkan Karpat, Zafer Şenocak, futuristenepilog.poeme, Babel Verlag, 2008). Darüber hinaus schrieb Karpat auch Essays in der Literaturzeitschrift „Sirene“ (München).

Vom traditionellen Theaterraum beengt, drängte es Berkan Karpat in den öffentlichen Raum, wo er zunächst für verschiedene Orte in München seine Konzeptkunst entwickelte, welche die Topografie der Stadt und anthropologische Fragestellungen zu verbinden suchte. Sein Großprojekt „Die sieben Töchter des Atlas“, das er seit 1998 über sieben Jahre weiterentwickelte, wurde von Öffentlichkeit und Presse teils mit Unverständnis wahrgenommen, aber auch mit Zuspruch und Auszeichnungen bedacht, was sich nicht zuletzt in einer umfangreichen Förderung des Projektzyklus durch die Stadt München ausgedrückte. Durch die Größe seiner Projekte und die Wahl der Projektorte in München hatte der Künstler zeitweise mit der Ablehnung seiner Vorhaben durch die Behörden zu kämpfen. Insbesondere da seine Projekte oftmals Präzidenzfälle für die Kunst im öffentlichen Raum schufen, so erschloss er beispielsweise erstmals den Odeonsplatz und den Englischen Garten in München als Kunstort. Neben seinen szenischen Topografien spielt auch die bio-physische Grundlagenforschung am Menschen, die das Zusammenspiel von Kunst und Physis erforscht, eine Rolle in Karpats künstlerischer Auseinandersetzung. Hierfür gewann er 2003 das Deutsche Museum München als Kooperationspartner, auf dessen Freifläche bis 2006 sein bio-physisches Versuchslabor „thesenkreuz und rosenwind“ installiert war, das im Vorfeld der Großprojekte eine künstlerische Grundlagenforschung unternahm. Diese Arbeit führt er seit 2009 im "Institut zur künstlerischen Grundlagenforschung" in seinem Atelier in Icking fort. Ab 2011 soll in Zusammenarbeit mit Prof. Martin Halle das Institut bei den Sportmediziner am Olympiazentrum untergebracht werden. Außerhalb Münchens verwirklichte Berkan Karpat Projekte im Rahmen internationaler Kunstfestivals (Reykjavík, Boston/USA, Düsseldorf), realisierte 2006 die künstlerische Präsentation der islamischen Sammlung unter dem Titel „Ich esse Licht“ im museum kunst palast in Düsseldorf und war der erste zeitgenössische Künstler, der in der Hagia Sophia in Istanbul im Rahmen von “Mit Liebe: 800 Jahre Mevlana und Mevlevi” ausstellte (Titel der Installation: „Landung auf Goldpapier“).

Zum Kunstverständnis

Berkan Karpats konzeptionelle Kunst steht in der Tradition der international wirkenden Fluxus-Bewegung der 1960er und 70er Jahre, die von Künstlern wie George Maciunas, Nam June Paik oder Joseph Beuys verfolgt wurde.[1] Die Enge des traditionellen Theaterraums, die Karpat zu Beginn seines künstlerischen Schaffens in Form traditionell dargebotener Theaterstücke noch nutzte, verlässt er zugunsten nicht nur einer offeneren Raumgestaltung, sondern auch zum Aufbrechen der Grenzen künstlerischer Genres. Zusammenführung von Theater, Installation und Klängen unter Einbeziehung von Poesie sowie die Aufhebung der Rezeptionsdistanz zwischen Zuschauern und Aufführung/Objekt machen Karpats künstlerische Projekte zu multimedialen wie multikorporalen Kunstereignissen, die sich nachhaltig in das Gedächtnis des Zuschauers oder Mitspielers einprägen und die wohl als eine Form postdramatischen Theaters verstanden werden können.[2]

Vor allem die ausgewählten Orte, die Verknüpfung seiner Kunst mit der Stadt München bilden für Karpat einen wichtigen Ausgangspunkt seiner künstlerischen Denkart. „Szenische Topografien“ nennt er seine Projekte im öffentlichen Raum, mit denen er das Gedächtnis der Stadt, das sich z. B. in der Architektur der Stadt manifestiert, durch seine Aktionen verändern. Wie ein Ritus pflanzt Karpat so neue Erinnerungen in die Stadtgeschichte, die Ausgangspunkt und Materialisierung dieser Erinnerungen zugleich sind. Der Künstler vollzieht so im dreidimensionalen Raum der Stadt München das, was osmanische Kartografen im 12. Jahrhundert praktizierten und was Berkan Karpat an diesen alten orientalischen Karten so faszinierte: Damals wurde nicht nur die Topografie des Landes verzeichnet, sondern auch Mythen, Sagen und Volkserzählungen wurden in den kartografierten Landstrichen verortet. Diese Verbindung zwischen dem naturwissenschaftlich-technischen Vorgang des Kartografierens und der gleichzeitigen Manifestation mythologischer, zutiefst anthropologischer Auseinandersetzung mit dem Leben im zweidimensionalen Raum der Landkarte war Vorbild für Karpats künstlerische Arbeit. Im Katalogtext zum Symposium „Das erinnerte Haus“ im Essener Folkwang Museum heißt es über den Künstler: „Inspiriert von der Verbindung von Kartografie und Kalligrafie mittelalterlicher orientalischer Landkarten, versteht der im Grenzbereich von Theater und bildender Kunst agierende Künstler Berkan Karpat seine Arbeiten als ‚szenische Topografien‘, als poetische Überlagerung der kartografischen Skizzierung von Wirklichkeit und Fiktion.“[3]

Ein weiterer zentraler Gedanke in Karpats Arbeit dreht sich um die Aufhebung der cartesianischen und für die abendländische Philosophie kennzeichnenden Aufteilung der Welt in res extensa und res cogitans. Oder wie Zafer Şenocak und Berkan Karpat in ihrem Manifest darlegen: „Die Überwindung des binären Denkens und der dialektischen Vernunft ist längst zu einer Überlebensfrage der Menschheit geworden. Was künstlich getrennt wurde, nämlich Ahnung und Wissen, wird auf der biophysischen Bühne zueinander gebracht nicht, um mehr zu verstehen, sondern um das Unverstandene (Unverständliche) in den Mittelpunkt des Erkenntnisses zu rücken.“[4] Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft und die daraus abzuleitenden Erkenntnisse bilden für den Künstler die Grundlage der Suche nach einem neuen utopischen Menschen, dem sogenannten „Pedalmenschen“.

Einen wichtigen Stellenwert in vielen seiner Projekte nimmt der türkische Dichter Nâzım Hikmet ein. In der Öffentlichkeit meist als kommunistischer Dichter rezipiert und kritisiert, versucht Karpat zusammen mit Zafer Şenocak diese Lyrik von ihrer kommunistischen Einengung zu befreien, indem sie vor allem die poetischen Qualitäten betonen und indem sie Hikmets Verse als übersteigerten Ausdruck einer quasi-religiösen Auseinandersetzung mit einer Sozialutopie verstehen, die vor allem im Kontext von Hikmets Leben (Er wurde in der Türkei zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt.) einen transzendenten Charakter gewinnt.[5] Nâzım Hikmet „erscheint […] wie ein säkularer Derwisch, der gleich einem Mönch in seiner Zelle, in der Gefangenschaft in eine artifizielle Wirklichkeit eintritt, in der er sich sehnsüchtig einer anderen, den Realismus der Lebenswelt übersteigenden Welt zuwendet und dabei zu einem Weltempfinden gelangt, das mystisch ist.“[6] Berkan Karpats Projekte können in diesem Sinne als eine künstlerische Reminiszenz an den großen türkischen Dichter verstanden werden, weil Karpat ebenfalls Kunst schafft, die sich der Suche nach einer Utopie (dem Pedalmenschen) widmet und auf dieser Suche die Poesie Nâzım Hikmets fruchtbar macht.

Projekte

Die folgende Behandlung der Kunstprojekte geht positivistisch vor, da die Komplexität von Karpats Arbeiten einen so großen Spielraum für Interpretationen bietet, dass der Autor des Hauptartikels einer Interpretation nicht vorgreifen möchte. Die Beschreibung der einzelnen Projekte kann aus rezeptionsästhetischer Sicht die Gesamtwirkung der Kunstwerke mit den Mitteln der Schrift zwar nur unzureichend wiedergeben, dennoch lässt sich so ein Eindruck dieser Kunst vermitteln.

Die sieben Töchter des Atlas

Erste Arbeit

Nâzım Hikmet: Auf dem Schiff zum Mars, 1998, ein Triptychon.

  • Triptychon Teil I: „meine Blätter sind flink wie fische im meer“

Gasteig, München: Eine Holzinstallation, Auseinandersetzung mit Hikmets jahrelangem Eingesperrtsein. In das Holz der Skulptur wird die Stimme des Dichters "eingeschlossen", das Holz vibriert: Der Klang wird fühlbar.

  • Triptychon Teil II: „Das Raumschiff, das sich zum Mars bewegt“, zweiteilig
    • 1. „Die Zeit des Schlafens“

Künstlerwerkstatt Lothringer Straße, München: Schlafaktion für einen Träumer, ein Herz und 1000 Rosen: Karpat legt sich unter 1000 Rosen zum öffentlichen Schlafen. Als Schläfer steuert er mit seinen Körperimpulsen Stimmaufnahmen von Hikmet.

    • 2. „Dialog der Herzen“

Statt des Künstlers lag nun ein verkabeltes Rinderherz im Raum. Dieses Herz übertrug die Stimme Nâzım Hikmets zu einem zweiten in der Künstlerwerkstatt befindlichen Herzen.

  • Triptychon Teil III: „Heute Nacht trinke ich Sonne“

Neues Theater München: 1938 wird Nazim Hikmet zwei Tage und zwei Nächte lang in einer engen Kabine, gefüllt mit Fäkalien, auf einem Schiff auf dem Bosporus gefoltert. Diese Situation ist der Ausgangspunkt diese musikalisch-theatralen Stücks. "Ein beklemmender Alptraum, der an den Nerven zerrt und zugleich neugierig macht auf das Werk eines Dichters, der hierzulande zu Unrecht als kommunistischer Propagandist verpönt war." (SZ, 22. Dezember 1998)

"Nâzım Hikmet: Auf dem Schiff zum Mars" ist eine dreiteilige Hommage an den großen Dichter und menschenliebenden Utopisten Nâzım Hikmet. 2003 griff Karpat das Thema nochmals auf und taktete die Träume von 40 Schläfern mit der Stimme des Dichters (Wehrsteg München, Titel: "Nâzım Hikmet: Auf dem Schiff zum Mars 2"

Zweite Arbeit

„Tanzende der Elektrik“, 1999, Odeonsplatz in München

Karpat ließ auf dem Odeonsplatz einen vier Stockwerke hohen, zwölfeckigen Turm aus Holz errichten. Tagsüber Klangskulptur, aus dem die Stimmen des russischen Kubofuturisten V. Clebnikov und des persischen Theologen Mevlana flüsterten. Abends Theaterraum: 50 Zuschauer wohnen auf vier übereinanderliegenden Plattformen der Theateraufführung im Kern des Turmes bei. Transparente Spiegelfolien schwingen langsam auf und geben den Blick ins Innere frei: Zwei Sprecher rezitieren in russischer und persischer Sprache die Lyrik Chlebnikovs und Mevlanas. Ein dritter Sprecher [deutsch - Text: Karpat, Senokac] schwebt vertikal in die Höhe, während grünes Wasser an seinem Körper hinauffließt - bis am Ende zwei Ölringer auf zeremonielle Art ihre Kräfte messen.

"Tanzende der Elektrik" ist ein Sprechringen um Utopien über die Jahrhunderte hinweg, ein Sprechringen zwischen weltlicher und göttlicher Utopie.

Dritte Arbeit

„das robinson syndrom“, 2000 und 2001

Das Projekt, geplant 2000 für den Kleinhesseloher See im Englischen Garten, wurde zunächst von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung blockiert, da es sich nicht mit Aspekten des für den Englischen Garten geltenden Denkmal- und Naturschutzes vereinbaren ließ. Karpat verhandelt mit den Behörden ein gutes Jahr, sodass erst im September 2001 sein Projekt im Englischen Garten stattfinden konnte. Die bürokratische Auseinandersetzung hatte zur Folge, dass „das robinson syndrom“ zweimal veranstaltet wurde. Der erste Teil fand als Reaktion auf die Ablehnung seines Vorhabens durch die Behörden im November 2000 in Karpats Privatwohnung in München sttt.

  • „das robinson syndrom 1“

Karpat verknüpfte drei Robinsonaden aus drei verschiedenen Epochen und Kulturkreisen: Daniel DefoesRobinson Crusoe“ (18. Jh.), Ibn Tufail („Hay Ibn Jaqzan/ Der Naturmensch“ 12. Jh.) und den Nộ-Theatertext „Shun-k(w)an“ (16. Jh.) eines unbekannten japanischen Verfassers. Alle Texte kommen in Auszügen im Original zur Geltung und werden verbunden durch ein Poem von Karpat und Senokac. Ein Welttheater im Mikrokosmos: jeweils 10 Zuschauer werden durch die Wohnung geführt, vorbei an Robinson in der Badewanne, Goldfischen an der Zimmerdecke, Shunkan geheimnissvoll hinter Gaze versunken und Karpat selbst, der aus seinem Fenster schwebt. Unten im Hof dreht sich ein Derwisch.

  • „das robinson syndrom 2“, 2001, Kleinhesseloher See im Englischen Garten, München

Die drei Robinsonaden, die bereits im „robinson syndrom 1“ die Basis bildeten, wurden auch beim zweiten Teil des Projekts zum thematischen Ausgangspunkt. Auf dem Kleinhesseloher See im Englischen Garten waren Klangskulpturen installiert, aus denen die Robinsonaden erklangen. In den See selbst wurden 30 Glassäulen implementiert, die 3 m hoch aus dem See aufstiegen und in denen sich etwa 1000 Goldfische befanden. Abends verwandelt sich die Installation in Theater. Das Publikum wurde in Boten von leuchtenden und rezitierenden Sprecher über den See gerudert, vorbei an im Wasser aufgebauten Bühnen mit Rezitatoren, Derwischen und Stelzenläufern während Karpat selbst im illuminierten Taucheranzug durch den See schwamm. Der illuminierte See wurde so zu einer Kunstinsel inmitten des Englischen Gartens.

Robinsonsyndrom 1 und 2 nimmt die Hybris des Menschen, sich die Natur Untertan machen zu wollen, ins Visier. Alle drei Robinsonaden erzählen von dieser Unterwerfung und auch der Englische Garten ist Zeugnis eines solchen Prozesses. Architekt: Ludwig von Sckell.

Vierte Arbeit

„atatürk-kaffeemaschinen“, Performative Präsentation, 2001, Kulturreferat München

Geplant war eine 9 Meter hohe Büste des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk über der Unterführungseinfahrt beim Haus der Kunst in München, die durch Schläuche mit dem Museum verbunden ist. Durch sie wird unaufhörlich Mokka gepumpt, der in zwei große Mokkatassen zu Füßen der Säulen links und rechts fließt. Am Ende der Installationszeit von 3 Wochen wird der in den Tassen abgelagerte Kaffeesatz durch Kaffeesatzleserinnen gedeutet: Gesehen wird die Zukunft des Neuen Menschen. Zur öffentlichen Planung des Projekts zog Karpat in das vakante Büro des Kulturreferenten im Kulturreferat der Stadt München ein. Im Zentrum der „Kulturpolitik“ durfte man bei Raki, Wodka und Wasser mit dem Künstler selbst öffentlich über das geplante Projekt diskutieren, während drei Frauen Tonbänder mit Atatürks Stimme vernähten, eine Mezzosopranistin (Katharina Herb)in den Fluren Atatürks Lieblingsarien sang und Kaffee in eine Badewanne tropfte. Nachts schwebte an einem Luftballon Atatürks Kopf über dem Marienplatz.

"atatürk-kaffemaschinen" behandelt den türkischen Staatsgründer als Utopisten auf der Suche nach dem Neuen Menschen und spielt in seinen Elementen auf die zahlreichen Mythen an, die Atatürk begleiten, so wird ihm nachgesagt 40 Tassen Mokka am Tag und mehrere Flaschen Raki getrunken zu haben. Das Projekt selbst ist nicht realisiert worden.

Fünfte Arbeit

„Suchmaschinen im lichten Meer“, Oktober 2001, Pariser Platz in München, Taxis.

Ein beleuchteter fünf Meter hoher Turm mit einem Durchmesser von einem Meter bildete auf dem Pariser Platz in München das Zentrum einer Installation, die einer stillgellegten Himmelsmechanik glich. Tagsüber konnten Passanten Liebeserklärungen in Mirkrophone einsprechen, welche per Computer in Musik verwandelt und abgespielt wurden. An drei Abenden setzte dann das elektrische Singspiel "suchmaschinen im lichtleeren meer" (Musik: Klaus Schedl, Libretto: Berkan Karpat) die Himmelsmechanik in Gang. Gegeben wurde die Geschichte der Automatenfrau Maria und ihrer Verwandlung zum Neuen Menschen: ein vollkommener Automat mit Seele. Ein Sextett von Sopranistinnen verkörperte die Automatenfrau. Eine blieb nach dem unisono Anfang am Platz zurück - im Inneren des Turmes - die anderen fünf stiegen mit jeweils zwei Zuschauern in Taxis und führen durch die Münchner Nacht. Jede dabei ihr Duett singend mit der am Platz zurückgebliebenen Maria, die live über Radio übertragen wurde (M94,5).

Sechste Arbeit

„Kollaps der Kassandramaschine: Ich breche Fleisch zu neuen Welten“. September/Oktober 2005, München. Ein zweiteiliges Projekt.

  • 1. „Hiobs Klage“, September 2005, vor dem Justizpalast in München.

Vor dem Justizpalast stand ein großer Salzwassertank, in den sich ein Zuschauer legen konnte. Zwei Industrieroboterarme: Der eine Arm füllte Plastikbecher mit Trinkwasser, der andere wählte zufällig Becher aus und reichte sie Passanten zum Trinken. Wesentlich sind bei dieser Installation wieder Klänge. Texte, die um das Thema Gerechtigkeit kreisen, wie z. B. die Klage Hiobs und aufgezeichnete Gerichtsurteile. Während das Trinkwasser für die Roboteraktion mit den Schallwellen der Gerichtsurteile beschallt wurde, wurden Hiobstexte auf Hebräisch auf den Zuschauer im Tank übertragen, dessen Speichelwerte dabei mittels technischer Apparaturen ermittelt wurden.

  • 2. „Der Fall Jack the Ripper“, Oktober 2005, Unterführung zwischen Prinz-Carl-Palais und Haus der Kunst, München.

In der Unterführung befanden sich 14 Röhren, in die sich jeweils ein Zuschauer legen konnte. Zunächst hörte man elektronische Klänge zusammen mit einem rezitierten Gedicht und einer Arie, die von einer Sopranistin gesungen wurde. Dann wurden die Röhren mit einer Flex bearbeitet, wodurch der Zuschauer ohrenbetäubendem Lärm und Funken ausgesetzt wurde. Zeitgleich wurde mittels Klangkanonen die Klage Hiobs in die oberhalb der Unterführung verlaufene Prinzregentenstraße geworfen. „Karpats Idee ist der Umschlag der warnenden Funktion Kassandras: Jack glaubt, aus einer katastrophalen Zukunft zu kommen und tötet deshalb die Föten [Zuschauer] in den Hurenleibern [Röhren], um dabei seinen eigenen zu erwischen, damit er nicht geboren wird. Das ist eine Gemengelage aus Hiob, Terminator und der abstrakten Schönheit des Mords.“[7]

Siebte Arbeit

„Mariens Woyzeck Ghaselen“, Oktober 2006, Marienklause und Isarbrücke (Großhesseloher Brücke).

Bei diesem Projekt wurde der Zuschauer zum Teilnehmer einer „psychedelischen Wallfahrt“. Mit einem Panoramabus wurden die Zuschauer zur Marienklause nahe der Großhesseloher Brücke gefahren, wo Sie die Projektion einer schwebenden Mariengestalt zu Gesicht bekamen. Aus Lautsprechern klangen Zitate aus Georg Büchners „Woyzeck“. Ein Roboterarm schlug auf einen großen Gong, der in diesem Zusammenhang zum Repräsentanten des Tambourmajors aus Büchners Dramenfragment wird. Darauf begleitete Karpat die Zuschauer vorbei an Projektionen menschlicher Organe und durch verschiedene Türen über die Brücke. In der Mitte der Brücke schwebte auf einem Gerüst der Darsteller des „Woyzeck“, der über seine Zustand zwischen Jenseits und Diesseits reflektierte. Am Ende der Brücke traf man auf einen drehenden Derwisch, der sich betend den verstorbenen Seelen zuwand. Von hier aus brachte der Panoramabus die Zuschauer zurück an ihren Ausgangspunkt.

thesenkreuz und rosenwind

2002 begann Karpat mit der Einrichtung des transdisziplinären Labors „thesenkreuz und rosenwind“ eine mehrjährige Kooperation mit dem Deutschen Museum in München. Auf dem Außengelände realisierte er in den kommenden Jahren mehrere Projekte, die als eine Art künstlerischer Grundlagenforschung zum Projekt „Die sieben Töchter des Atlas“ betrachtet werden können. Das Deutsche Museum München war mit seinen Inhalten Reibungsfläche für Karpats Vision vom neuen Menschen, die sich gegen die Fixierung auf technischen Fortschritt wendet und die Aufhebung der Dialektik von Physis und Metaphysis anstrebt. Das Museum als Repräsentant der Wissenschaft und Karpats Kunst als metaphysischer Gegenstand gingen auf dem Gelände des Museums eine Symbiose ein, die sich damit als nicht-technischer Fortschritt ins Gedächtnis des Museums und der technischen Fortschrittsgeschichte eingeschrieben hat.

  • Projekt: „Erste poetische Versuchsanordnung: die Erzeugung einer kollektiven REM-Phase“

Versuchsaufbau ähnlich wie „Nâzım Hikmet: Auf dem Schiff zum Mars.“

  • Projekt: „Nâzım Hikmet: Auf dem Schiff zum Mars“, Wehrsteg in München 2002

In 40 wasserdichten Schlafkapseln können Zuschauer an einer Schlafaktion teilnehmen. Wie schon bei Karpats ersten Schlafaktion „Die Zeit des Schlafens“ wurden die Teilnehmer verkabelt, sodass die Schlafphasen technisch ermittelt werden konnten. Waren die Zuschauer eingeschlafen, wurden sie mit den Schallwellen der Texte von Nâzım Hikmet beschallt. Ziel war es, die Schlafenden zu einer gemeinsamen REM-Phase zu synchronisieren. Karpat versuchte hier unmittelbar quasi-medizinisch durch Kunst auf den Organismus des Zuschauers einzuwirken und machte damit den dionysischen Katharsis-Effekt technisch nachvollziehbar.

  • Projekt: „Thesenkreuz und Rosenwind“, biophysisches Versuchslabor, September 2003.

In diesem Versuch installierte Karpat einen „kosmischen Synthesizer“ auf dem Freigelände des Deutschen Museums. Das Radioteleskop „Würzburger Riese“ wurde auf das Sternbild Kassiopeia gerichtet. Die aufgefangenen Signale sind im Synthesizer zu Klängen verarbeitet worden. Zusätzlich installierte Karpat eine überdimensionale Rudermaschine, die von Zuschauern benutzt werden durfte. Während des Ruderns wurden ihre Vitalparameter, Elektrodermale Aktivität etc. gemessen. Diese Signale sind wiederum in den Synthesizer übermittelt worden und haben so den zu hörenden Klang beeinflusst. Dazu kamen multimediale Präsentationskugeln, in die der Zuschauer seinen Kopf stecken konnte. Der Zuschauer konnte hier Konsument bleiben, aber auch selbst stimmlich aktiv an der Performance teilnehmen. Die Schallwellen aus dem Synthesizer wurden auf den Körper von Berkan Karpat übertragen. Karpats Blutwerte wurden nach der Übertragung überprüft. Ergebnis: schlechtere Leberwerte.

  • Projekt: „Erste supramentale Schau - poetischer Versuch zur Katharsis“, Mai 2004

Bei dieser Installation ging es wieder um die Macht des Wortes auf den Körper. Live gelesene Texte: Koranverse, indische Heilmantras, japanische Gesundheitsempfehlungen und Gebrauchsanweisungen für Staubsauger wurden verlesen und in tieffrequente Schallwellen überführt. Diese unhörbaren Schallwellen wurden auf die Körper von Versuchspersonen übertragen, die zur Feststellung ihrer Vitalparameter verkabelt waren und die vor und nach dem Prozedere Blut abgeben mussten, um Wirkungen der Worte auf ihre Physis nachspüren zu können. Zuschauer konnten den Klang der Worte interaktiv verändern. Auch hier ging es um die Aufhebung der Trennung von Geist und Körper und der damit einhergehenden Suche nach dem Pedalmenschen.

Ich esse Licht

„Ich esse Licht“, 2006/2007, Installation zur islamischen Sammlung des Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

Karpat stellte eine multimediale Präsentation von orientalischen Kunstgegenständen aus dem 14. bis 19. Jahrhundert zusammen. Der Betrachter dieser Präsentation bekam winzige Lautsprecher, die er in den Mund nehmen konnte und aus denen er die Schwingungen persischer Dichtungen hören beziehungsweise spüren konnte. Dazu konnte der Zuschauer durch Koranversschallwellen gereinigtes Wasser trinken oder durch Koranverse in Schwingungen versetzte Kugeln berühren. Ein Roboterarm gravierte die 14. Koransure in eine Plexiglasscheibe. Zuletzt wurden rezitativ Texte aus dem „Rosengarten“ von dem im 13. Jahrhundert lebenden Dichter Saadi mit moderner Lyrik des Literaten Zafer Şenocak kontrastiert.

Landung auf Goldpapier

Landung auf Goldpapier ist ein dreiteiliges Projekt, das Karpat von 2007 bis 2008 realisierte und mit dem er die Städte Istanbul und München verband.

Karpat trug ein Ausstellungsstück zu einer Sonderausstellung zum 800. Geburtstag des Sufimeisters und Dichters Dschalal ad-Din Muhammad Rumi in der Hagia Sophia bei. Es handelte sich um ein Plexiglasrohr, aus dem ein grünes Kabel kam, das zu einem Lautsprecher führte. Aus dem Lautsprecher tönten Verse des Dichters. Die Schwingungen versetzten eine Membran am Plexiglasrohr in Bewegung. Die Membran wiederum ließ Tropfen von Rosenöl tanzen. Gleichzeitig wurde der Bosporus durch Schallkanonen, die auf Fährschiffen installiert waren, mit Rumi-Versen beschallt. Im Inneren der Schiffe ließen sich die auf eine große Metallplatte übertragenen Schwingungen auch haptisch erfahren.

An der Seitenwand der Kirche war eine Messingplatte angebracht, welche die Schwingungen griechisch-orthodoxer und persischer Gesänge aufnahm und die entstehenden Vibrationen auf das bereits in Istanbul eingesetzte Plexiglasrohr mit Membran übertrug. Wieder wurden auf diese Weise Rosenöltropfen zum Tanzen gebracht.

  • Teil III: „Meine Lippen leuchten schon und sprechen Fernes“, Städtisches Gewächshaus München.

20 mit Moor gefüllte Badewannen standen für den Zuschauer des dritten Teils von „Landung auf Goldpapier“ bereit. Klänge aus dem Weltall und Sprechgesänge waren zu hören. Der Besucher in der Badewanne wurde verkabelt und fühlte die Schwingungen von Berkan Karpats Genesis-Dichtung.

Weitere Arbeiten

  • 1989 – Wanderausstellung „das raumschiff, das sich zum mars bewegt“, München
  • 1993 – Hörspiel „Papa Osman“ (ORB und Deutschland Radio Berlin)
  • 1995 – Theaterstück „Verklumpte Nächte“, Theater-Lokomotive München
  • 1997 – Theaterstück „Papa O.“, Neues Theater München, Prinzregententheater München
  • 2000 – „Best boy elektric“, Performance zusammen mit Andreas Ohrenschall, Lange Nacht der Museen, München
  • 2001 – Erstes öffentliches Casting, i-camp, München
  • 2001 – Theaterarbeit „Antigone“ von Sophokles. Gostner Hoftheater, Nürnberg. Ein Theaterworkshop mit Jugendlichen.
  • 2003 – Einladung zum Cyber-arts-Festival in Boston, USA (Projekt: Nâzım Hikmet: Auf dem Schiff zum Mars. Goethe-Institut, Boston)
  • 2004 – „Drachenzähler“ eine Lindwurm-Performance in München in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern (Hofmann, Kolb, Ohrenschall) in Zusammenhang mit der BUGA München, Orte: Au, Zentrum, Haidhausen. Dazu Ausstellung, Sendlinger Tor, Pumpenhaus und Gasteig, Foyer)
  • 2005 – Radiostation am Siegestor, München. Das Projekt wurde von den Behörden abgelehnt und wurde daher nicht realisiert.
  • 2006 – Klanginstallation „Anfang/Endenich“, Schumann Festival, Düsseldorf
  • 2006 – Klanginstallation „Jobs tears“, Festival Seyuenzes, Reykjavik, Island
  • 2007 – Klangistallation „Die Träne des Mitras“, Avantgarde-Festival, München

Förderungen

  • 1998 – Förderstipendium der Stadt München
  • 1999 – Förderstipendium der Stadt München
  • 2000 – Förderstipendium der Stadt München
  • 2001 – Förderstipendium der Stadt München, Optionsförderung über drei Jahre
  • 2004 – Förderstipendium der Stadt München, Optionsförderung über drei Jahre
  • 2006 – Auszeichnung mit dem Stern des Jahres der Stadt München

Publikationen

Textpublikationen

  • Berkan Karpat und Zafer Şenocak: Nâzım Hikmet: auf dem Schiff zum Mars. Babel, München 1998.
  • Berkan Karpat und Dunja Bialas: Nâzım Hikmet – ein säkularer Derwisch. In: Literaturzeitschrift Sirene. 1998.
  • Berkan Karpat und Zafer Şenocak: tanzende der elektrik. Gleisbau, München, Berlin, Cambridge/USA 1999.
  • Berkan Karpat und Zafer Şenocak: tanzende der elektrik. In: Literaturzeitschrift Sirene. 1999.
  • Berkan Karpat: südwind bring mir mein mädel zurück – komödie für freibeuter. In: Literaturzeitschrift Sirene. 1999.
  • Berkan Karpat und ZaferŞenocak: wie den vater nicht töten – ein sprechlabyrinth. In: Jamal Tuschick (Hrsg.): Morgenland. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2000.
  • Berkan Karpat und Zafer Şenocak: futuristenepilog – poeme. Babel, München 2008.
  • Berkan Karpat und Zafer Şenocak: landstimmung – neue gedichte. Babel, München 2008.

Audiopublikation

  • Filmmusik zum Fernsehfilm „Meine Reise in den Iran“, 1993.
  • Filmmusik zu „Ananas“ von Aysin Eralp, 1994.
  • Berkan Karpat und Quedenau: Nâzım Hikmet: im garten der flüster-pupillen. Babel, München 1998.
  • Berkan Karpat: Nâzım Hikmet: merihe giden kosmosgemisi. Subrose, Belgien. 2000.

Theaterwerke

  • das robinsonsyndrom1, (Uraufführung 2000);
  • das robinsonsyndrom2, (Uraufführung 2001);
  • suchmaschinen im lichtleeren meer (Uraufführung 2002);
  • nazim hikmet:auf dem schiff zum mars - traumsynchronisierung (künstlerische Grundlagenforschung seit 2002);
  • Entwicklung des kosmischen Synthesizers (2003 im Deutschen Museum);
  • Veränderung von Blut- und Hormonwerten durch mechanische Schwingungen von Radiowellen aufgefangen durch das Radioteleskop Würzburger Riese (2003-2004 im Deutschen Museum);
  • ich breche fleisch zu neuen welten, (Uraufführung 2005);
  • mariens-woyzeck-ghaselen, (Uraufführung 2006);
  • ich esse licht, (museum-kunstpalast Düsseldorf, 2006/2007)

Sekundärliteratur

  • Leslie A. Adelson: Experiment Mars: Contemorary German Literature, Imaginative Ethnoscapes, and the New Futurism. In: Mark W. Rectanus (Hg.): Über Gegenwartsliteratur. Interpretationen und Interventionen. Festschrift für Paul Michael Lützeler zum 65. Geburtstag. Aisthesis, Bielefeld 2008, S. 23–50.
  • Barbara Fischer: Berkan Karpat. In: Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst. Band 86, Heft 12, 2009
  • Sabine Leucht: Geborener Zwischenweltler: ein Porträt des Münchner Performance-Allrounders Berkan Karpat. In: Die deutsch Bühne. Hrsg. vom Deutschen Bühnenverein. Bundesverband Deutscher Theater. Band 78, Berlin 2007, Heft 5, S. 32–33.
  • Sabine Hansky und Wolf Peter Fehlhammer: Das Jubiläum. Festlichkeiten, Höhepunkte, Begegnungen. 100 Jahre Deutsches Museum. Neune Fanfaren für das Deutsche Museum. Deutsches Museum, München 2004.
  • Karin E. Yeşilada: Nâzıms Enkel schreiben weiter. In: Monika Carbe und Wolfgang Riemann (Hrsg.): Hundert Jahre Nâzıms Hikmet. 1902–1963. Georg Olms, Hildesheim, Zürich, New York 2002, S. 180–211.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Barbara Fischer: Berkan Karpat. In: Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst. Band 86. Heft 12, 2009, S. 2.
  2. Vgl. Hans-Thies Lehmann: Postdramatisches Theater. 3. Auflage. Verlag der Autoren, Frankfurt a. M. 2005.
  3. http://www.karpat.de/pdf/Folkwang.pdf
  4. http://www.karpat.de/pag/0/manifest2.php
  5. Vgl. Karin Yesilada: Nazims Enkel schreiben weiter. In: Monika Carbe und Wolfgang Riemann (Hrsg.): Hundert Jahre Nazim Hikmet. 1902–1963. Georg Olms Verlag, Hildesheim, Zürich, New York 2002, S. 180–211.
  6. Dunja Bialas und Berkan Karpat: Nazim Hikmet – Dichter einer säkularen Mystik. In: Sirene. Zeitschrift für Literatur. 1997, S. 122.
  7. SZ, 8. Oktober 2005, S. 47

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