Utopie
Das Volk im Zukunftsstaat, Illustration von Friedrich Eduard Bilz, 1904

Eine Utopie (griechisch οὐτοπία utopía „der Nicht-Ort“; aus altgriechisch οὐ- ou- „nicht-“ und τόπος tópos „Ort“; vergleiche auch Dystopie und Atopie) ist der Entwurf einer fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an die zeitgenössischen historisch-kulturellen Rahmenbedingungen gebunden ist. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird Utopie auch als Synonym für einen von der jeweils vorherrschenden Gesellschaft vorwiegend als unausführbar betrachteten Plan, ein Konzept und eine Vision, benutzt.

Ein ähnlicher, in diesem Kontext oft verwendeter Begriff ist der Wunschtraum. Es handelt sich um eine Gesellschaftsordnung, die bisher keinen Ort hat und nur als Gedanke und Idee existiert.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Inhalt des Begriffes

Der Begriff entstammt dem Titel De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia (Vom besten Zustand des Staates oder von der neuen Insel Utopia) des 1516 erschienenen Romans des englischen Staatsmanns Thomas Morus, der darin eine ideale Gesellschaft beschreibt, mit deren Hilfe er seinen Zeitgenossen einen kritischen Spiegel vorhält. Oft trifft man aber auch auf die vereinfachte Bezeichnung Utopia, welche eigentlich nur die Insel bezeichnet, auf der die Mitglieder der idealen Gesellschaft leben. Thomas Morus' Utopia liegt (noch) nicht in der Zukunft, sondern in einer fernen Weltgegend. Nach heutigem Sprachgebrauch dagegen liegt eine Utopie fast immer in der Zukunft und eher selten in der Vergangenheit oder der räumlichen Ferne.

Charakteristisch ist in allen Fällen, dass in der Gegenwart bereits vorhandene Ansätze weitergedacht oder hinterfragt werden, somit haben Utopien meist einen gesellschaftskritischen Charakter,

In diesem Sinne ist der Hauptinhalt einer Utopie häufig eine Gesellschaftsvision, in der Menschen ein alternatives Gesellschaftssystem praktisch leben (Beispiel: New Harmony). Über den Inhalt hinaus kann der Begriff Utopie außerdem auf die Präsentation bezogen werden, so dass er auch literarische oder filmische Werke bezeichnet, die eine solche utopisch bessere oder schlechtere Gesellschaft vorstellen.

Obgleich man den Begriff Utopie herkömmlich als Synonym für optimistisch-fantastische Ideale benutzt, kann eine Utopie in ihrem gesellschaftskritischen Aspekt durchaus gegenwärtig-praktisch ausgelegt werden und erlangt somit neben ihrer fantastischen Perspektive eine gegenwartsbezogen-kritische. Die Dichotomie möglich − unmöglich ist dabei Gegenstand von Diskussionen: Befürworter sehen neue Möglichkeiten am Horizont heraufziehen. Gegner verneinen diese und warnen vor unerwünschten oder unbedachten möglichen Folgen.

Realisierbarkeit

Dennoch zeichnet sich eine Utopie im engeren Sinne dadurch aus, dass sie zur Zeit ihrer Entstehung als nicht sofort realisierbar gilt. Diese Unmöglichkeit der schnellen Realisierung gründet sich stets in einem (oder mehreren) der folgenden Gründe:

  • Die Utopie ist technisch nicht ausführbar, d. h. es wird erkannt, dass die technischen Möglichkeiten noch lange nicht so weit sind, bzw. es wird behauptet, diese würden auch in ferner Zukunft niemals ausreichend fortgeschritten sein, als dass sie den in der Utopie dargestellten Umständen gerecht werden könnten (siehe George Orwell, 1984 − [wobei es sich hierbei allerdings um eine Anti-Utopie oder Dystopie handelt] und auch Werner von Siemens, Über das naturwissenschaftliche Zeitalter).
  • Die Verwirklichung ist von einer Mehrheit oder Machtelite nicht gewollt oder wird von der Mehrheit der Bevölkerung als nicht wünschenswert abgelehnt.
  • Bei einem (überzeichneten) Gegenbild zur gesellschaftlichen Realität der Gegenwart muss auch erwogen werden, dass eine Realisierung der Utopie vom Autor gar nicht gewollt ist. Der Versuch einer Realisierung wäre dann eine tragische Fehlinterpretation seiner − möglicherweise ironischen − Absicht (siehe z.B. Morus' Utopia).

Tragik der Unrealisierbarkeit

Die Tragik der langen Arbeit, die bevorsteht, um in weiter Ferne utopische Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen, ist ein elementarer Aspekt der Utopie. Tragisch ist dabei, dass sich − sowohl auf der Ebene des Fiktionalen als auch bei Versuchen der politischen Umsetzung einer Utopie − die Absicht der gesellschaftlichen Verbesserung leicht in ihr Gegenteil verwandeln kann.

Versuche, utopische Entwürfe mit Gewalt umzusetzen, führen fast zwangsläufig zu einer Verschlechterung der gesellschaftlichen Situation (Unfreiheit, Krieg, Hass). Da viele utopische Entwürfe aber ihrem Wesen nach auf einer totalitären Regierungsform basieren, können diese kaum Abweichungen dulden und neigen deshalb zur Gewalt. Auf der gegebenen Möglichkeit einer Realisierung baut dagegen die Konkrete Utopie auf.

Weil die Utopien jedoch nur aus ihrem jeweiligen historischen Kontext als unrealistisch zu verstehen sind, gleichen schon manche Aspekte des Alltagslebens am Beginn des 21. Jahrhunderts technischen und sozialen Utopien aus den 1950er Jahren (Internet, Raumfahrt) aus oder übertreffen diese noch (Gentechnik). Auch Elemente von Dystopien (Big Brother) finden sich (Überwachung).

Antrieb zur Realisierung

Robert Jungk verstand Utopien als Antrieb für soziale Erfindungen in einer wünschenswerten Zukunft. Er setzte sich für eine Demokratisierung des utopischen Denkens durch Förderung der Phantasie ein und begriff dies als politisches Mittel, um angesichts gesellschaftlicher Krisen nicht in Passivität und Resignation zu versinken. Das von ihm entwickelte Zukunftswerkstatt-Konzept beinhaltet eine Utopie-Phase.

Verschiedene Arten von Utopien

Utopien können medienübergreifend auftauchen. Zwar werden sie häufig mit dem Medium der Literatur in Verbindung gebracht, doch können utopische Intentionen durchaus auch in der Kunst (z.B. Wenzel Habliks Große bunte utopische Bauten), in der Architektur (z.B. Filaretes Plan vom Idealstaat Sforzinda, im Film (z.B. Fritz Langs Metropolis oder auch in Videospielen (z.B. Bethesda Softworks' Fallout 3 auftauchen. Ernst Bloch und Theodor W. Adorno gehen sogar davon aus, dass die utopische Intention eine zutiefst menschliche Eigenschaft ist, die egal in welcher Lebenslage, einfach zum Menschen dazugehört. Daher können Utopien in jeder kulturellen Ausdrucksform wiedergefunden werden. [1]

Thematisch existieren utopische Vorstellungen daher auf jedem Gebiet, u.a. also im technischen, gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Gebiet. In der Praxis stellen sie aber auch Mischformen dar (z. B. Technokratie). So bilden in Dystopien etwa häufig Endzeitszenarien den Erzählraum für die eigentlichen (häufig anarchischen oder totalitären) gesellschaftlichen Entwürfe.

Gesellschaftliche Utopien

Sozialistische und kommunistische Utopien behandeln bevorzugt die gerechte Verteilung von Gütern, oft bei gleichzeitiger Abschaffung des Geldes („jedem nach seinen Bedürfnissen“).

Es existieren sogar Vorstellungen, die ökonomisch bestimmte Erwerbsarbeit abzuschaffen (Muße, Paul Lafargue, „Das Recht auf Faulheit“, Situationismus). Die Bürger gehen danach nur noch solchen Arbeiten nach, in denen sie sich selbstverwirklichen können. Es bleibt viel Zeit, die Künste und Wissenschaften zu pflegen (s. auch utopischer Sozialismus, Freizeit).

Ob das von Francis Fukuyama behauptete Ende der Geschichte auch eine Utopie darstellt, ist fraglich, da diese in der bereits vorhandenen Welt bestünde.

Religiöse Utopien

Christliche und islamische Vorstellungen vom Himmel sind utopischer Natur, speziell in volkstümlichen Vorstellungen, die ein Leben ohne Sorgen und Leid enthalten. Es existieren auch utopische Vorstellungen, das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen.

Die christlichen Zukunftsvorstellungen vom Paradies bzw. Garten Eden auf der Erde, dem durchgesetzten Reich Gottes also, sind nach christlicher Ansicht jedoch nicht als Utopie zu bezeichnen. Zwar bezeichnen sie eine ideale Wunschvorstellung für die Zukunft, jedoch werden sie durch Gottes Gnade (und, je nach theologischer oder konfessioneller Ausrichtung, durch die Mitwirkung des Menschen) erreicht. Vor allem aber ist die theologische Aussage, dass mit der Deszendenz Jesu Christi, der Menschwerdung Jesu also, das Reich Gottes schon begonnen habe, eine explizit nicht-utopische. Die christliche Zukunftsvorstellung ist also keine rein futuristische, sondern bezeichnet ein gleichzeitiges „schon“ und „noch nicht“: Das Reich Gottes hat mit Jesus Christus schon begonnen, wird in der Kirche fortgesetzt und ist im Himmel bereits durchgesetzt. In der gesamten Welt jedoch ist diese Vorstellung noch nicht akzeptiert und wartet somit noch auf Vollendung. Es wird dementsprechend keine neue Welt gepredigt, sondern die Erneuerung der alten Welt. Diese Vorstellung bezeichnet man in deutlicher Abgrenzung zu der Utopie als Eschatologie.

Utopische Strömungen sind jedoch im Christentum durchaus vorhanden, etwa der Millenarismus oder die Dominionisten. Zu allen Zeiten der Kirchengeschichte gab es Gruppen in und außerhalb der Kirche, die utopische Ziele verfolgten, etwa die Taboriten oder die Täufer in Münster. Vor allem auch im Islam gibt es vergleichbare Strömungen, die einen ganz realen Gottesstaat (Theokratie) errichten wollen, der stark utopische Züge trägt (s. auch: Iran, Islamische Revolution).

Wissenschaftlich-technische Utopien

In wissenschaftlich-technischen Utopien werden dank technischem Fortschritt nicht nur die menschlichen Lebensbedingungen, sondern auch die Menschen selbst manipulierbar. So sollen Krankheit, Hunger und Tod durch technische Mittel besiegt und das Wesen des Menschen gezielt verändert werden (s. Transhumanismus).

In der wissenschaftlichen Welt erhofft man sich aus den Utopien oft auch eine „Theorie für Alles“ sowie die Möglichkeit, metaphysische Entitäten wie Leben oder Bewusstsein zu verstehen, zu beschreiben und nachzubilden (vgl. künstliche Intelligenz).

Hilmar Schmundt gibt in seinem Buch „Hightechmärchen“ unter anderem folgende Beispiele für wissenschaftlich-technische Utopien:

Philosophischer Utopie-Begriff

Eine philosophische Reflexion über den Utopiebegriff erfolgte in Anfängen nach dem ersten Weltkrieg und verstärkt ab ca. 1930 vor allem durch Bloch, Benjamin, Adorno, Horkheimer und Marcuse. Ernst Bloch hat mit seinem "Prinzip Hoffnung" eine Art "Geschichte der Utopie" geschrieben, ausgehend vom "dynamei on", dem "der Möglichkeit nach Seienden" des Aristoteles mit Utopie als "Vor-Schein", der schon bei Kant als "transzendentaler Schein" abgegrenzt ist von der reinen Illusion. Blochs Utopiebegriff des "Noch Nicht" fußt wesentlich auch auf der Aussage von Marx, dass in der Welt schon längst der Traum einer Sache gegenwärtig ist, die sie sich nur noch ins Bewusstsein rufen müsse, um sie wirklich zu besitzen (Marx/Engels, Werke, Berlin 1968, Band 1, p.346). Die Abgrenzung der Utopie vom nur Utopistischen bedingt somit ein Verständnis der Welt als einer im Werden begriffenen, als offene, noch nicht zu Ende gebrachte und gedachte, mit Tendenz der Geschichte und Latenz des Horizonts ("Der Mensch ist immer ein Lernender, die Welt ist ein Versuch, und der Mensch hat ihr zu leuchten", Bloch, Vorbemerkung zur Tübinger Einleitung in die Philosophie, Frankfurt 1977).

Utopie ist, mit den Worten Horkheimers, "die Kritik dessen, was ist, und die Darstellung dessen, was sein soll". Inwieweit jedoch "Konkrete Utopie"(Bloch) ausgestaltet werden kann, ist bereits seit dem "Bilderverbot" von Lukacs 1916 strittig."Jeder Versuch, das Utopische als seiend zu gestalten, endet nur formzerstörend"(Lukacs, Theorie des Romans, Darmstadt 1981, p.137). Quasi als Antithese zu dieser Aussage zeigt Bloch im "Prinzip Hoffnung" das "Fragmentarische", den "Utopischen Bildrest in der Verwirklichung" quer durch die Literatur- und Kunstgeschichte auf und wendet sich gegen die "abgerundete Befriedigung"(Frankfurt 1978, p.252)und "Immanenz ohne sprengenden Sprung"(ibid)des scheinbar Vollendenten. Bereits im Kapitel "Grundlegung" setzt er als konstituierendes Moment des Utopischen den Tagtraum als "Vor-Schein", als "bewußt gestaltende, umgestaltende Phantasie" dem "unterbewußte(n) Chaos" des Nachttraums entgegen(p. 113)und das Utopische in den Gegensatz zum Mythischen, in dem er gleichwohl stets wieder das Unerledigte aufzeigt, das er noch zu verwirklichen gilt mit dem dialektischen Ziel der "Naturalisierung des Menschen, Humanisierung der Natur"(p.241).

Eine systematische Fortführung der Philosophie Blochs steht bis heute aus. So wird nach Bloch die Weiterentwicklung der Begrifflichkeit des Utopischen auch theoretisch im Wesentlichen von den Literaten vorangetrieben, ausgehend von Robert Musil mit der Utopie als Lebensexperiment des Protagonisten Ulrich im "Mann ohne Eigenschaften"(mit einer Reihe theoretischer Reflexionen im Werk, z.B. p.246, Hamburg 1978) bis hin zu Lars Gustafsson ("Charakteristisch für eine Utopie ist,dass sie eine systemtranszendente Kritik impliziert" Utopien, München 1970, p.86) und Italo Calvino ("É sempre il luogo qui mette in crisi l'utopia",Una pietra sopra, Torino 1980, p.253).

Siehe auch

Literatur

  • Arnswald, Ulrich; Schütt, Hans-Peter (Hrsg.): Thomas Morus' Utopia und das Genre der Utopie in der Politischen Philosophie, EUKLID : Europäische Kultur und Ideengeschichte. Studien (Band 4), Karlsruhe 2010. ISBN 978-3-86644-403-4
  • Albertz, Jörg (Hrsg.): Utopien zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Schriftenreihe der Freien Akademie Band 26. Mit Beiträgen von Volker Mueller, Falko Schmieder, Eckhart Pilick, Martin Koch, Niels Barmeyer, Thomas Marxhausen, Frank Engster, Dieter Fauth, Jan Bretschneider. Bernau 2006. ISBN 3-923834-24-1
  • Berneri, Marie Louise: Reise durch Utopia. Ein Reader der Utopien. Berlin: Kramer 1982. ISBN 3-87956-104-4
  • Biesterfeld, Wolfgang: Die literarische Utopie, Metzler, Stuttgart 1982.
  • Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung, Frankfurt a. M. 1959
  • Bloch, Ernst: Revolution der Utopie, Texte von und über Ernst Bloch, Hg. Helmut Reinike, Frankfurt a. M. 1979
  • Block, Katharina: Sozialutopie - Darstellung und Analyse der Chancen zur Verwirklichung einer Utopie. Berlin: wvb, 2011. ISBN 978-3-86573-602-4
  • Buchlowski, Herb/Halle, Andreas Friedrich: Zeit für Zeit, Pohnsdorf, :Medienmacherei, 2010, E-Book http://www.e-junkie.com/medienmacherei/product/365895.php#ZEIT+FÜR+ZEIT+-+Das+e-Book%3A+jetzt+kaufen!
  • Thomas Eicher u.a. (Hg.): Das goldene Zeitalter. Utopien um 1900. In: StudienPROJEKTE-PROJEKTstudien Bd 2, Bochum/Freiburg i.Br. 1997, ISBN 978-3-928861-93-9
  • Chlada, Marvin: Der Wille zur Utopie, Aschaffenburg, Alibri-Verlag, 2003, ISBN 3-932710-73-8
  • Thomas Eicher u.a. (Hg.): Das goldene Zeitalter. Utopien um 1900. In: StudienPROJEKTE-PROJEKTstudien Bd 2, Bochum/Freiburg i.Br. 1997, ISBN 978-3-928861-93-9
  • Geißler, Heiner: Ou Topos – Suche nach dem Ort, den es geben müßte, Rowohlt Tb 62638, Reinbek b. Hamburg 2010, ISBN 978-3-499-62638-8
  • Gnüg, Hiltrud: Utopie und utopischer Roman. Stuttgart: Reclam, 1999. ISBN 3-15-017613-1
  • Greschonig, Steffen: Utopie – Literarische Matrix der Lüge? Eine Diskursanalyse fiktionalen und nicht-fiktionalen Möglich- und Machbarkeitsdenkens, Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 2005. ISBN 3-631-53815-4
  • Heinisch, Klaus J. (Hrsg.): Der utopische Staat, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Juni 1960. ISBN 3-499-45068-2
  • Kuhnle, Till R.:"Utopie, Kitsch und Katastrophe. Perspektiven einer daseinsanalytischen Literaturwissenschaft", in: Geppert, Hans Vilmar / Zapf, Hubert (Hg.): Theorien der Literatur. Grundlagen und Perspektiven I, Tübingen: Francke 2003, 105-140 [behandelt die Utopie als Daseinsentwurf]
  • Kuhnle, Till R.: Das Fortschrittstrauma. Vier Studien zur Pathogenese literarischer Diskurse, Tübingen: Stauffenburg 2005 [behandelt insbesondere das Verhältnis von Utopie und Eschatologie] ISBN 3-86057-162-1
  • Mannheim, Karl: "Ideologie und Utopie", Neuwied 1952.
  • Rudolf Maresch und Florian Rötzer (Hrsg).: Renaissance der Utopie. Zukunftsfiguren des 21. Jahrhunderts, Frankfurt/Main: Edition Suhrkamp 2004. ISBN 3-518-12360-2
  • Merow, Alexander: Das aureanische Zeitalter I – Flavius Princeps, Mai 2011. ISBN 978-3862682997
  • Neusüss, Arnhelm: Utopie. Begriff und Phänomen des Utopischen. Hrsg. A.N., Soziologische Texte Bd. 44, Darmstadt/ Neuwied 1968; 2. Aufl. 1972; 3. Aufl. Frankfurt/Main - New York 1986. ISBN 3-593-33592-1
  • Nipperdey, Thomas: "Die Funktion der Utopie im politischen Denken der Neuzeit, Archiv für Kulturgeschichte (44) 1962.
  • Saage, Richard: Das Ende der politische Utopie?, suhrkamp, Frankfurt /M 1990.
  • Saage, Richard: Politische Utopien der Neuzeit, WBG, Darmstadt 1991.
  • Schölderle, Thomas: Utopia und Utopie. Thomas Morus, die Geschichte der Utopie und die Kontroverse um ihren Begriff, Nomos, Baden-Baden 2011.
  • Seibt, Ferdinand: „Utopica - Modelle totaler Sozialplanung“, Düsseldorf 1972
  • Seibt, Ferdinand: Utopica. Zukunftsvisionen aus der Vergangenheit, Orbis Verlag München, aktualisierte Neuausgabe München 2001. ISBN 3-572-01238-4
  • Seyferth, Peter: Utopie, Anarchismus und Science Fiction. Ursula K. Le Guins Werke von 1962 bis 2002. Münster: Lit, 2008. ISBN 978-3-8258-1217-1
  • Waschkuhn, Arno: Politische Utopien. Ein politiktheoretischer Überblick von der Antike bis heute, Oldenbourg Verlag, 2003. ISBN 3-486-27448-1
  • Zoebisch, Gisela.: "Utopie und Historizismus. Zum Problem antizipativer Gesetzmäßigkeit geschichtlicher Entwürfe", Bayreuth 1993.

Film

  • Die Utopie leben - Vivir la utopia. Der Anarchismus in Spanien. Ein Film über gelebte Utopie während des Spanischen Bürgerkrieges von Juan Gamero, 1997

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Utopie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Vgl. Broser, Patricia. Ein Tag wird kommen.... Praesens: Wien 2009, S.42

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