Bernhard II. (Sachsen)

Bernhard II. (* nach 990; † 29. Juni 1059) aus der Familie der Billunger war seit dem Jahr 1011 Herzog in Sachsen. Er war der Sohn von Herzog Bernhard I. und Hildegard. Sein jüngerer Bruder war Thietmar.

Er war Vogt zu Lüneburg, Verden, Möllenbeck, Minden, Herford, Kemnade und Fischbeck und besaß Grafenrechte bis nach Friesland hin.

Den Kaiser Heinrich II. unterstützte er nur lasch gegen Polen und vermittelte 1018 den Frieden von Bautzen.

1019/20 rebellierte er und erzwang die Anerkennung aller Stammesrechte.

Mit Hilfe von Fürst Gottschalk band er die Slawen wieder enger ans Reich. 1024 erkannte er Konrad II. an.

Er stand gegen die Grafen von Stade und von Werl. Ferner gegen die Erzbischöfe von Bremen und die sächsischen Bischöfe, ab 1043 besonders gegen den Erzbischof Adalbert von Bremen, dem er die Schuld am Tod seines Bruders gab. Thietmar soll angeblich 1048 einen Mordanschlag auf Heinrich III. geplant haben.

1045 ließ er die Alsterburg in Hamburg errichten. Nach seinem Tod wurde er in der St.-Michaelis-Kirche in Lüneburg begraben.

Nachkommen

Bernhard II. war verheiratet mit Eilika († 10. Dezember nach 1055/1056), einer Tochter des Heinrich von Schweinfurt, Markgraf des Nordgau. Er hatte mit ihr fünf Kinder:

Literatur


Vorgänger Amt Nachfolger
Bernhard I. Herzog von Sachsen
1011–1059
Ordulf

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