Berthold Martin

Berthold Martin (* 26. Juni 1913 in Eisenroth/Dillkreis; † 12. November 1973 in Gießen) war ein deutscher Politiker der CDU.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1933 studierte Martin, der evangelischen Glaubens war, zunächst Theologie und legte beide theologischen Examina ab. Da er als Mitglied der Bekennenden Kirche keine Pfarrstelle erhielt, schloss er ein Studium der Medizin an und wurde auch zum Doktor der Medizin promoviert. Seine klinische Ausbildung machte er in Gießen. Er spezialisierte sich als Psychiater und war zunächst Oberarzt an der Landesheilanstalt in Gießen und wurde später Dezernent für das Jugend- und Gesundheitsamt der Stadt Gießen.

Nach ihm ist seit 1986 das psychotherapeutische Wohnheim Berthold-Martin-Haus des Vereins für Jugendfürsorge und Jugendpflege e.V. in Gießen benannt. Martin hatte den Verein 1951 gegründet und war bis zu seinem Tod dessen Vorsitzender.

Abgeordneter

Martin war Gründungsmitglied der CDU in Gießen, dort auch Mitglied des Stadtparlamentes, Fraktionsvorsitzender und ab 1948 ehrenamtliches Mitglied des Magistrates als Dezernent in verschiedenen Ämtern, zuletzt im Gesundheitsamt. Martin war von 1954 bis zum 27. November 1957 Landtagsabgeordneter in Hessen. Von 1957 bis zu seinem Tode gehörte er dem Deutschen Bundestag an, wo er den Wahlkreis Obertaunuskreis vertrat. Von 1961 bis 1965 war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Kulturpolitik und Publizistik. Von 1965 bis 1972 gehörte er dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises für Wissenschaft und Publizistik an. 1971/72 und im Jahre 1973 war er Vorsitzender der Enquete-Kommissionen „Auswärtige Kulturpolitik“ des sechsten und des siebenten Deutschen Bundestages. Von 1969 bis zu seinem Tode war er zudem Vorsitzender der hessischen Landesgruppe innerhalb der CDU/CSU-Fraktion. Er gilt als einer der Väter des Filmförderungsgesetzes vom Dezember 1967.

Ehrungen

Veröffentlichungen

  • Auswärtige Kulturbeziehungen, Luchterhand-Verlag, Neuwied 1966.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Martín — Martin ist ein männlicher Vorname und Familienname. Die weibliche Form des Namens lautet Martina. Der Nachname Martin ist in vielen Ländern verbreitet. In Frankreich zum Beispiel ist er der häufigste Familienname und auch im englischsprachigen… …   Deutsch Wikipedia

  • Martin (Name) — Martin ist ein männlicher Vorname und Familienname. Die weibliche Form des Namens lautet Martina. Der Nachname Martin ist in vielen Ländern verbreitet. In Frankreich zum Beispiel ist er der häufigste Familienname und auch im englischsprachigen… …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold-Gymnasium — Schultyp Gymnasium Ort Freiburg im Breisgau Bundesland Baden Württemberg Staat Deutschland Koordinaten …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold Wald — (* 13. April 1952 in Wipperfürth) ist ein deutscher Philosoph. Leben Berthold Wald studierte Philosophie, Germanistik, Pädagogik sowie Katholische Theologie in Freiburg im Breisgau und Münster. In Freiburg trat er dem katholischen Studentenverein …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold-Gymnasium Freiburg — Schulform Gymnasium Gründung 1250 Ort …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold von Hohenburg — (* 1215; † 1256 oder 1257 in Süditalien) war Markgraf von Vohburg Hohenburg. Der Markgraf von Hohenburg, wahrscheinlich Berthold, im Codex Manesse …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold Delbrück — (1908) Berthold Gustav Gottlieb Delbrück (* 26. Juli 1842 in Putbus auf Rügen; † 3. Januar 1922 in Jena) war ein deutscher Sprachwissenschaftler. Berthold Delbrück war ein Großneffe des Politikers Rud …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold Feiwel — (* 15. August 1875 in Pohrlitz, Mähren; † 29. Dezember 1937 in Jerusalem) war ein österreichisch jüdischer Schriftsteller, Übersetzer, Publizist und zionistischer Politiker. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Zitat 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold Zilly — Berthold Karl Zilly (* 27. Mai 1945 in Danndorf bei Wolfsburg) ist ein deutscher Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Universität Bremen und Lektor am Lateinamerika Institut der Freien Universität Berlin. 1995 wurde ihm für seine… …   Deutsch Wikipedia

  • Berthold Haendcke — (* 2. Juli 1862 in Altona; † 11. April 1951 in Meiningen) war ein deutscher Kunsthistoriker. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”