Berthold Rassow

Berthold Leopold Peter Rassow (* 2. Oktober 1866 in Bergen auf Rügen; † 28. Dezember 1954 in Leipzig) war ein deutscher Chemiker.

Leben

Rassow war Sohn eines Kreisrichters und studierte, nach der Reifeprüfung am Nikolai-Gymnasium in Leipzig, von 1885 bis 1892 Naturwissenschaften und Chemie an den Universitäten Leipzig, München und Berlin. 1890 promovierte er in Leipzig (Über die Zersetzung des dibrombernsteinsauren und des isodibrombernsteinsauren Kaliums). 1896 habilitierte sich Rassow an derselben Universität (über die Reduction von Oximido-Verbindungen). Nachdem er gerade vier Jahre Privatdozent war, stieg er bereits 1901 zum Extraordinarius auf. 1903 wurde Rassow Direktor des Chemischen Laboratoriums und Leiter der neugegründeten Abteilung für chemische Technologie in Leipzig, selbige Ämter bekleidete er bis 1936. Er war ab 1925 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und gehörte der Nationalliberalen Partei sowie später der Deutschen Volkspartei an. Von 1904 bis 1923 fungierte er als Redakteur der „Zeitschrift für angewandte Chemie“, darüber hinaus war er unter anderem Herausgeber der „Jahrbücher der chemischen Technologie“ und des „Journals für praktische Chemie“.

Schriften (Auswahl)

  • mit Hermann Ost: Lehrbuch der Technischen Chemie. 3. Aufl. Jänecke, Hannover 1898

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Rassow — ist der Familienname folgender Personen: Berthold Rassow (1866–1954), deutscher Chemiker Ernst Rassow (1898−1945), deutscher Polizist zur Zeit des Nationalsozialismus Friedrich Rassow (1826–1904), deutscher Reichsgerichtsrat, Mitglied des… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Ran–Ras — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Anton Weddige — Anton Johann Julius Weddige (* 3. Mai[1] 1843 in Rheine; † 2. November 1932 in Münster) war ein deutscher Chemiker. Werdegang und berufliches Wirken Weddige studierte von 1862 bis 1868 in Göttingen, Heidelberg, Berlin und Paris. 1865… …   Deutsch Wikipedia

  • Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler — Das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat ist ein Gelöbnis deutscher Gelehrter meist im Beamtenrang vom 11. November 1933 zur Feier der… …   Deutsch Wikipedia

  • Bergen auf Rügen — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Hermann Ost — (* 17. Februar 1852 in Ellierode; † 20. Juni 1931 in Hannover) war ein deutscher Chemiker und als Professor für Technische Chemie von 1907 bis 1910 Rektor der Königlich Technischen Hochschule Hannover. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Schriften… …   Deutsch Wikipedia

  • Lucas Herrera y Obes — war ein uruguayischer Politiker und Unternehmer[1][2][3]. Der die 1868 auf den Ländereien seines kapitalgebenden Mitgesellschafters José de Buschenthal[4] gegründete Fleischfabrik Extractum Carnis de la Trinidad[5] leitende Bruder von Julio… …   Deutsch Wikipedia

  • ГЕРМАНИЯ — (нем. Deutschland). *** *** *** Исторический очерк В истории Г. можно выделить след. осн. периоды: 1) первобытнообщинный строй на терр. Г. и начало зарождения классового общества (до 6 в. н. э.). 2) Раннефеодальный период (6 11 вв.), в котором… …   Советская историческая энциклопедия

  • Liste der Persönlichkeiten der Stadt Wolgast — Stadtwappen der Stadt Wolgast Das als Museum genutzte Geburtshaus v …   Deutsch Wikipedia

  • Heinrich I. (Ostfrankenreich) — Bild Heinrichs I. in der anonymen Kaiserchronik für Kaiser Heinrich V., um 1112/14 Heinrich I. (* um 876; † 2. Juli 936 in der Pfalz Memleben bei Memleben an der Unstrut) aus dem Adelsgeschlecht der Liudolfinger war ab 912 Herzog von …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”