Born (Brüggen)
Borner Wappen

Born (Dorf am See) ist ein Ortsteil der Gemeinde Brüggen am Niederrhein (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 2.000 Einwohnern an der Schwalm gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Born ist ein sprechender Name. „Borne“ war die mittelniederdeutsche Bezeichnung für einen natürlich fließenden Quellbrunnen. Durch das abschüssige Gelände von der Boisheimer Landstraße zum Borner See hin tritt sogenanntes Schichtenwasser aus. Es gibt also einen engen Zusammenhang zwischen dem mit Wasser zusammenhängenden Namen "Born" und der Geländeform.

  • 1136: Born wird erstmals als "in Borno" in einer Urkunde erwähnt.
  • 1410: Burg Born (Motte) letztmalig erwähnt
  • 1494: Herzog Wilhelm von Jülich-Berg erwirbt Burg und Land Brüggen, zu dem auch Born gehört. Das Amt Brüggen ist ununterbrochen bis zur französischen Besitznahme 1794 wichtiger Stützpunkt des Herzogtums Jülich-Berg.
  • 17. Jahrhundert: Zum Kirchspiel Born gehören der Ort Brüggen und die Honschaften Genholt, Genrohe, Haverslohe, Lüttelbracht, Oebel und Gelagweg.
  • 1794: Unter französischer Herrschaft wird Born Teil Frankreichs und gehört als Gemeinde zum Kanton Bracht, Arrondissement de Crévelt, Département de la Roer.
  • 1800: Das Gesetz von 17. Februar 1800 ändert die Verwaltungsorganisation. Die weiterhin selbstständigen Gemeinden Born und Brüggen werden zu einer Bürgermeisterei (Mairie) Brüggen vereinigt.
  • 1815: Nach dem Wiener Kongress werden Born und Brüggen preußisch.
  • 1819: Zur Bürgermeisterei Brüggen gehören die Gemeinde Brüggen mit den Bauernschaften Gelagweg und Oebel, das Gehöft Venn-Mühle sowie die Gemeinde Born mit den Bauernschaften Bornermühle, Genholt, Genrohe, Haverslohe und Lüttelbracht.
  • 1850: Durch die neue Gemeindeordnung vom 11. März 1850 wird den Gemeinden eine größere Selbstständigkeit zugesichert, damit die Räte der Gemeinden Ihre Interessen besser wahrnehmen können.
  • 1936: Aufgrund einer Gebietsreform erfolgt der Zusammenschluss der selbstständigen Landgemeinden Born und Brüggen zur politischen Einheit unter der Bezeichnung "Gemeinde Brüggen".

Am 1. Januar 1970 erfolgt innerhalb der kommunalen Neugliederung die Zusammenlegung der selbstständigen Gemeinden Bracht und Brüggen zur neuen Gemeinde Brüggen.[1]

Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Peter Born
  • Borner Mühle
  • Borner See
  • Herrenhof Born
  • Mariensäule
  • Josefssäule
  • Wegekreuz an der Borner Mühle

Auszeichnungen

Das Dorf Born hat zum vierten Mal am Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen.

  • 1997 und 2000 errang Born den dritten Platz (Bronze)
  • 2003 belegte Born den zweiten Platz (Silber) und zusätzlich den Sonderpreis des NRW Touristikverbandes e. V. für erfolgreiche Nutzung der örtlichen Chancen zur Entwicklung eines sanften Tourismus unter Einbeziehung kultureller Angebote.
  • 2006 errang Born den ersten Platz (Gold) und die Qualifikation zur Teilnahme am Bundeswettbewerb 2007, bei dem der dritte Platz (Bronze) erreicht wurde.

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

Weblinks

Bilder

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