Celtic Glasgow
Celtic Glasgow
Celtic fc.svg
Voller Name The Celtic Football Club
Ort Glasgow
Gegründet 1887
Vereinsfarben grün/weiß
Stadion Celtic Park
Plätze 60.832
Präsident SchottlandSchottland John Reid
Trainer NordirlandNordirland Neil Lennon
Homepage www.celticfc.net
Liga Scottish Premier League
2010/11 2. Platz
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

The Celtic Football Club [sɛltɪk], kurz: Celtic FC, im deutschen Sprachraum vor allem als Celtic Glasgow bezeichnet, ist ein schottischer Fußballverein. Der Club hat den offiziellen Spitznamen „The Bhoys“, seine Mannschaft trägt ihre Heimspiele in grün-weiß quergestreiften Leibchen (emerald green & white hoops) im seit einigen Jahren 60.832 Plätze umfassenden Celtic Park (Übername: Paradise) im Stadtteil Bridgeton/Parkhead aus. Der Verein dominiert zusammen mit dem Lokalrivalen Glasgow Rangers seit Jahrzehnten den schottischen Fußball.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Celtic Glasgow wurde am 6. November 1887 in der St. Mary's Hall an der East Rose Street von Mönch Bruder Walfrid als Celtic Football and Athletic Club gegründet. Sein Beweggrund war die Armut im vorwiegend von irischen Einwanderern bewohnten Glasgower East End zu bekämpfen. Kurz darauf wurde eine Wiese an der Dalmarnock Street gemietet, wo am 13. November das erste Spiel in einer Celtic Park genannten Spielstätte ausgetragen wurde. Hibernian und Cowlairs trennten sich 0:0. Am 28. Mai 1888 wurde das erste eigene Spiel ausgetragen: In einem „Freundschaftsspiel“ wurden die Glasgow Rangers 5:2 geschlagen. Erster Torschütze war Neil McCallum. Am 21. August 1888 trat der Verein der Glasgow and Scottish Football Association bei. 1892 gewann das Team den ersten Schottischen Cup und trug seither seine Heimspiele im Glasgower Viertel Parkhead aus. Im Folgejahr wurde Celtic erstmals Meister, 1902 gelang der Sieg im British League Cup mit einem 3:2 nach Verlängerung im Finale gegen die Glasgow Rangers.

Zwischen 1905 und 1910 wurde die Meisterschaft sechs Mal in Folge gewonnen. 1907 und 1908 gewann Celtic sogar das Double – eine Errungenschaft, die keiner Mannschaft zuvor in Schottland gelungen war. Eine weitere Siegesserie wurde zwischen 1914 und 1917 mit vier Meistertiteln in Folge aufgestellt. 1937 gewann Celtic den Schottischen Cup vor der Rekordkulisse von 146.433 Zuschauern im Hampden Park. Dies ist immer noch europäischer Club-Rekord. 1939 schlug Celtic in der Empire Exhibition Trophy überraschend den haushohen Favoriten aus England, den FC Everton.

1953 gewann Celtic den Coronation Cup zu Ehren der Krönung von Königin Elisabeth II. und setzte sich gegen die Vertreter aus dem gesamten Königreich durch. Im Jahre 1957 verteidigte Celtic den Schottischen Ligapokal erfolgreich, indem sie den Erzrivalen Glasgow Rangers im Finale mit 7:1 schlugen. 1964 erreichte Celtic das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger. 1966 gelangten sie erneut ins Halbfinale, scheiterten aber am FC Liverpool.

1967 war Celtic Glasgow das erste britische und nicht-südeuropäische Team, welches mit einem Sieg über Inter Mailand den Europapokal der Landesmeister gewinnen konnte. In diesem Jahr gewann der Club jede Trophäe, die es zu gewinnen gab: Europapokal der Landesmeister, nationale Meisterschaft, nationaler Pokal, Ligapokal und Glasgow Cup. 1970 konnte Celtic wieder ins Finale vordringen, verlor aber gegen Feyenoord Rotterdam, nachdem es im Halbfinale den Favoriten Leeds United besiegt hatte. Das Rückspiel im Hampden Park wurde von 133.961 Zuschauern verfolgt – bis heute die höchste Zuschauerzahl in einem europäischen Pokalspiel.

1972 erreichte Celtic zum dritten Mal das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister, verlor aber knapp im Elfmeterschießen gegen Inter Mailand. 1974 gewann Celtic die Schottische Meisterschaft zum neunten Mal in Serie, was damals einen neuen Weltrekord darstellte. Wiederum erreichte Celtic das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister scheiterte aber gegen Atlético Madrid. 1988 feierte der Club sein 100-jähriges Bestehen mit dem Gewinn des Doubles.

1994 übernahm der Kanadier Fergus McCann die Mehrheit des Clubs und schaffte innerhalb von fünf Jahren den finanziellen Turnaround. Er ließ das veraltete Vereinsstadion zum größten Clubstadion Großbritanniens umbauen. McCann verließ den Verein – wie bereits bei seiner Machtübernahme angekündigt – nach 5 Jahren und übergab das Zepter an Allan MacDonald.

Das Jahr 2001 ging als eines der erfolgreichsten überhaupt in die Klub-Annalen ein: Unterstützt von 53 Toren Henrik Larssons wurde das Schottische Triple gewonnen. 2003 erreichte Celtic das Finale des UEFA-Pokals, verlor aber gegen den FC Porto. Gegen 100.000 mitgereiste Fans strömten aus allen Ecken der Welt nach Sevilla, um ihre Mannschaft zu unterstützen – und dies obwohl nur ein Bruchteil davon Tickets für das Spiel hatten. Für ihr äußerst friedvolles Benehmen wurden die Fans von der UEFA mit dem Fairness-Preis ausgezeichnet.

Beim 9:0-Erfolg in der Saison 2010/11, am 6. November 2010, gegen den FC Aberdeen, gelang den Celtic-Kickern der höchste Sieg seit Bestehen der Scottish Premier League.[1] Gary Hooper und Anthony Stokes waren mit je drei Treffer die besten Schützen ihres Teams. Im gesamten Spielverlauf erzielte das Team von Trainer Neil Lennon drei Elfmetertore.[2]

Besonderheit

Mit dem Konkurrenten Glasgow Rangers verbindet Celtic eine der erbittertsten Rivalitäten des Fußballs überhaupt. Celtic und die Rangers stehen für jeweils verschiedene Konfessionen, verschiedene nationale Identitätsgefühle und für verschiedene soziale Klassen. Im Gegensatz zu den protestantischen Rangers, die bis 1989 prinzipiell nur protestantische Fußballer beschäftigten, waren bei Celtic seit Beginn alle Spieler – unabhängig ihrer Herkunft, kulturellen Identität oder Religion – willkommen. Ein weiterer Grund dieser Rivalität liegt in dem Zugehörigkeitsgefühl der Rangers zur britischen Krone, was den irisch orientierten Celts ein Dorn im Auge ist. Die Vereinsfarben Grün-Weiß sind auf die Landesflagge von Irland zurückzuführen; auf dem Dach über dem Spielfeld ist das schottische Andreaskreuz (the Saltire) wie auch die grün-weiß-orange irische Flagge gehisst, keineswegs aber der britische „Union Jack“. Die religiös-nationalen Grenzen in Glasgow verlaufen seit dem 19. Jahrhundert bis heute entlang sozialer Grenzen. Der britisch geprägten Oberschicht stehen die irisch-katholischen Bewohner einiger der ärmsten Stadtviertel Westeuropas gegenüber. Das Lokalderby – The Old Firm – ist ein symbolischer Religions-, National- und Klassenkampf.

Die Anhängerschaft ist weltweit durch ihre zahlreiche und lautstarke, aber äußerst friedvolle Unterstützung bei Heim- aber auch besonders bei Auswärtsspielen bekannt. In der Regel werden während der ganzen Spieldauer Lieder mit voller Inbrunst intoniert. Die bekanntesten sind You’ll Never Walk Alone und Fields of Athenry. Ebenfalls sehr beliebt sind Hail, Hail, the Celts are here; Over and over – we will follow you und die Ode an Willie Maley. Zudem bestehen Fanfreundschaften mit dem FC St. Pauli, Borussia Dortmund und dem FC Villarreal.

Mit 57.900 Zuschauern weist Celtic den zweithöchsten Zuschauerschnitt aller britischen Vereine auf. Im 5-Jahres-Durchschnitt der Saisons 2002/03 – 2006/07 hatte nur Manchester United einen höheren Besuch zu verzeichnen. Im gesamteuropäischen Vergleich liegt Celtic diesbezüglich an achter Stelle.

Aktueller Kader Saison 2011/12

Stand: 16. September 2011

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein
Torhüter
1 Fraser Forster EngländerEngländer 2010 Newcastle United
24 Łukasz Załuska PolePole 2009 Dundee United
47 Dominic Cervi US-AmerikanerUS-Amerikaner 2008 Michigan Bucks
Abwehr
2 Adam Matthews WaliserWaliser 2011 Cardiff City
3 Emilio Izaguirre HonduranerHonduraner 2010 CD Motagua
4 Badr El Kaddouri MarokkanerMarokkaner 2011 Dynamo Kiew
5 Daniel Majstorović SchwedeSchwede 2010 AEK Athen
6 Kelvin Wilson EngländerEngländer 2011 Nottingham Forest
11 Cha Du-ri SüdkoreanerSüdkoreaner 2010 SC Freiburg
12 Mark Wilson SchotteSchotte 2006 Dundee United
21 Charlie Mulgrew SchotteSchotte 2009 FC Aberdeen
22 Glenn Loovens NiederländerNiederländer 2008 Cardiff City
25 Thomas Rogne NorwegerNorweger 2010 Stabæk IF
45 Lewis Toshney SchotteSchotte 2011 eigene Jugend
Mittelfeld
8 Scott Brown SchotteSchotte 2007 Hibernian Edinburgh
15 Kris Commons SchotteSchotte 2011 Derby County
16 Joe Ledley WaliserWaliser 2010 Cardiff City
18 Ki Sung-yong Korea SudSüdkorea 2010 FC Seoul
20 Paddy McCourt NordireNordire 2008 Derry City
30 Paul Slane SchotteSchotte 2010 FC Motherwell
33 Biram Kayal IsraeliIsraeli 2010 Maccabi Haifa
67 Victor Wanyama KenianerKenianer 2011 Beerschot AC
Angriff
9 Georgios Samaras GriecheGrieche 2008 Manchester City
10 Anthony Stokes IreIre 2010 Hibernian Edinburgh
14 Mohamed Bangura Sierra-LeonierSierra-Leonier 2011 AIK Solna
49 James Forrest SchotteSchotte 2009 eigene Jugend
88 Gary Hooper EngländerEngländer 2010 Scunthorpe United

Top 10 nach Einsätzen und Toren

(Stand: 18. Dezember 2010; berücksichtigt sind alle Pflichtspiele)

Einsätze
1 SchottlandSchottland Billy McNeill 1957–1975 790
2 SchottlandSchottland Paul McStay 1981–1997 678
3 SchottlandSchottland Roy Aitken 1976–1990 669
4 SchottlandSchottland Danny McGrain 1970–1987 657
5 IrlandIrland Pat Bonner 1979–1997 642
6 SchottlandSchottland Bobby Lennox 1961–1978
1979–1980
587
7 SchottlandSchottland Bobby Evans 1944–1960 535
8 SchottlandSchottland Jimmy McMenemy 1902–1920 515
SchottlandSchottland Jimmy Johnstone 1962–1975 515
10 SchottlandSchottland Tommy Burns 1975–1989 436
* = noch für Celtic Glasgow aktiv
Tore
1 SchottlandSchottland Jimmy McGrory 1922–1937 550
2 SchottlandSchottland Bobby Lennox 1961–1978
1979–1980
273
3 SchwedenSchweden Henrik Larsson 1997–2004 242
4 SchottlandSchottland Stevie Chalmers 1958–1971 231
5 SchottlandSchottland Jimmy Quinn 1900–1917 217
6 IrlandIrland Patsy Gallacher 1911–1926 192
7 SchottlandSchottland John Hughes 1960–1971 189
8 SchottlandSchottland Sandy McMahon 1891–1903 171
9 SchottlandSchottland Jimmy McMenemy 1902–1920 168
10 SchottlandSchottland Kenny Dalglish 1969–1977 167
* = noch für Celtic Glasgow aktiv

Trainer

Jock Stein war auch Spieler bei Celtic, vor allem aber ging er als Trainer in die Annalen des Vereins ein. Unter seiner Ägide gewann Celtic sowohl neun Meistertitel in Folge (1966–1974) als auch den Europapokal (1967). Bemerkenswert war, dass sämtliche Celtic-Spieler des gewonnenen Cupfinales 1967 aus einem Radius von 40 Kilometern um Glasgow herum stammten. Jock Stein ist noch heute der erfolgreichste Celtic-Trainer aller Zeiten. Bemerkenswert ist außerdem die Tatsache, dass er trotz seiner protestantischen Konfession beim katholisch geprägten Verein höchste Anerkennung genießt.

Erfolge

Trophäen im Stadion Celtic Park
  • Europapokal der Landesmeister: 1 x
  • Schottische Meisterschaft: 42 x
    • 1893, 1894, 1896, 1898, 1905, 1906, 1907, 1908, 1909, 1910, 1914, 1915, 1916, 1917, 1919, 1922, 1926, 1936, 1938, 1954, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1977, 1979, 1981, 1982, 1986, 1988, 1998, 2001, 2002, 2004, 2006, 2007, 2008.
  • Schottischer Pokalsieger: 35 x (Rekord)
    • 1892, 1899, 1900, 1904, 1907, 1908, 1911, 1912, 1914, 1923, 1925, 1927, 1931, 1933, 1937, 1951, 1954, 1965, 1967, 1969, 1971, 1972, 1974, 1975, 1977, 1980, 1985, 1988, 1989, 1995, 2001, 2004, 2005, 2007, 2011.
  • Schottischer Ligapokal: 14 x
    • 1957, 1958, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1975, 1983, 1998, 2000, 2001, 2006, 2009.
  • UEFA-Pokal
    • Endspielteilnahme: 2003
  • Weltpokal
    • Endspielteilnahme: 1967

Weblinks

 Commons: Celtic F.C. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Celtic Glasgow nach Kantersieg auf Wolke Neun vom 7. November 2010 auf sueddeutsche.de
  2. Spielbericht: FC Celtic - FC Aberdeen 9:0 (4:0) auf weltfussball.de

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