Accor
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Accor S.A.
Logo seit September 2011
Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000120404
Gründung 1967
Sitz Évry, Frankreich
Leitung Denis Hennequin, Vorsitzender und Chief Executive Officer
Mitarbeiter 150.525 (Dezember 2009)[1]
Umsatz 7,065 Mrd (2009)[1]
Branche Hotelkette
Website www.accor.com
Logo von 1997 bis 2007
Logo von 2007 bis 2011

Die Accor S.A. ist ein international tätiges französisches Hotelunternehmen und wurde 1967 von Paul Dubrule und Gérard Pélisson gegründet. Das Unternehmen ist heute weltweit eines der größten Hotelunternehmen. In Deutschland gibt es über 330 Hotels der Marken Formule 1, Etap Hotel, All Seasons, Ibis, Suitehotel, Mercure, Novotel, Pullman und Sofitel.

Accor erzielte 2009 einen weltweiten Umsatz von 7,065 Milliarden Euro und beschäftigte 150.525 Mitarbeiter in fast 100 Ländern. Es ist im französischen Aktienindex CAC40 notiert. Neben der Hotellerie sind Dienstleistungen ein weiterer wichtiger Geschäftsbereich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Länder mit Accor-Hotels sind blau hervorgehoben

Im Jahre 1967 gründen Paul Dubrule und Gérard Pélisson die SIEH Group. Das erste Novotel wird in Lille eröffnet. Das erste Ibis eröffnet 1974 in Bordeaux, zur gleichen Zeit erfolgt der Erwerb der Courtepaille Restaurants. Ein Jahr später wird die Übernahme von Mercure vollzogen und das erste deutsche Mercure in Saarbrücken eröffnet.

1980 wird Sofitel, bestehend aus 43 Hotels und zwei Seawater Spas, erworben. Das Unternehmen Jacques Borel International wird 1982 übernommen. Dabei handelt es sich um den europäischen Marktführer im Bereich „managed food services” (Générale de Restauration) und konzessionierter Restaurants (Café Route, L’Arche) sowie weltweit führend bei der Ausstellung von steuerbegünstigten Essensgutscheinen der Tochtergesellschaft Accor Services (Ticket Restaurant) mit jährlich 165 Millionen Vouchers in acht Ländern und Geschenkgutscheinen (Ticket Compliment). Im gleichen Jahr wird das erste deutsche Ibis Hotel Berlin Messe eröffnet.

Gründung von Accor

Accor entstand 1983 aus einer Fusion der Novotel SIEH Group mit Jacques Borel International. Das Accor-Logo mit den Wildgänsen als Zeichen für das weltweite Reisen entsteht zu diesem Zeitpunkt. 1985 erfolgt die Gründung von Formule 1. Das erste Formule 1-Hotel wird in Evry eröffnet.

Das erste Formule 1 wird 1997 in Deutschland eröffnet (die ersten Etap Hotels in Deutschland hießen zunächst Formule 1 bleu). Daraufhin wird die Gründung der Académie Accor vollzogen, Frankreichs erster Unternehmensuniversität für Dienstleistungsaktivitäten. Accor erwirbt 46 Prozent an Lenôtre, das luxuriöse Catering-Boutiquen, Gourmet-Restaurants und eine Kochschule verwaltet.

1986 kommt es zum Erwerb der Motel 6 Kette in den USA, die 550 Hotels umfasst. Mit seinen global eingeführten Marken wird Accor Weltmarktführer, gemessen an der Zahl der Filial- und Management-Betriebe (ohne Franchiser). Fünf Jahre später landet das Unternehmen ein erfolgreiches Gebot für die Compagnie Internationale des Wagons-Lits et du Tourisme, aktiv in den Bereichen Hotellerie (Pullman, Etap Hotel, PLM, Altea, Arcade), Autovermietung (Europcar), Onboard-Eisenbahn-Services (Wagons-Lits), Reisebüros (Wagonlit Travel), Managed Food Services (Eurest) und Autobahn-Restaurants (Relais Autoroute).

Accor wird im Jahr 1997 eine Aktiengesellschaft mit Vorstand (Jean-Marc Espalioux als Vorstandsvorsitzender) und Aufsichtsrat (12 Mitglieder). Das Projekt „Accor 2000” für mehr Wachstum und neue Technologien wird gestartet. Die Marke Carlson Wagonlit Travel wird im selben Jahr ins Leben gerufen. Es kommt zu einem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an SPIC, das in Accor Casinos umbenannt wird. Das Hotelnetzwerk wächst 1999 um 22 Prozent (639 Hotels), am stärksten durch den Erwerb der Red Roof Inns in den USA. Der Erwerb von CGIS wird vollzogen, dem Hotelgeschäft von Vivendi, das acht Demeure und 41 Libertel Häuser umfasst. Auch die Apartment-Hotel-Kette Studio 6 kommt 1999 hinzu.

Im Jahr 2000 ist Accor als offizieller Partner des Französischen Olympischen Komitees bei den Olympischen Spielen in Sydney präsent, zudem wird der Online-Dienst Accorhotels.com gestartet. Im selben Jahr wird die Meal Service Card in China eingeführt. Es erfolgt der Erwerb einer Beteiligung von 38,5 Prozent an Go Voyages, die Bereich Courtepaille wird verkauft.

2001 wird die Präsenz auf dem chinesischen Hotelmarkt in Zusammenarbeit mit Zenith Hotel International und Beijing Tourism Group verstärkt. Eine nachhaltige Entwicklung des Services Geschäfts im schnell wachsenden Markt für Arbeitnehmer-Förderungsprogramme durch den Erwerb von Employee Advisory Resource Ltd. in Großbritannien wird eingeläutet. Suitehotel wird zum gleichen Zeitpunkt in Europa gegründet.

Der Erwerb einer 30 prozentigen Beteiligung an der deutschen Dorint AG erfolgt 2002. Es kommt zur Eröffnung des Sofitel Chicago Water Tower und 13 weiterer Sofitel Häuser in internationalen Metropolen. Accor Services erwirbt Davidson Trahaire, die führende Personalberatungsfirma Australiens. Ein Jahr später kann die nachhaltige Entwicklung des Hotelgeschäfts durch 170 Eröffnungen gesichert werden. Zudem wird das Ibis Tianjin in China eröffnet. Accor Services entwickelt Aktivitäten in Panama and Peru, das neue Novotel Zimmer „Novation” kommt erstmals zum Einsatz.

Accor wird 2004 Hauptaktionär des Club Méditerranée, zwei Jahre später wird Gilles Pélisson neuer Generaldirektor der Accor S.A.. Accor verkauft daraufhin seine Anteile an Club Méditerranée und Carlson Wagonlit Travel. 2007 baut Accor seine Marktführerschaft in Deutschland aus: Übernahme von 52 Dorint-Hotels; Gründung der The NewGen Hotels AG mit 90 Prozent Beteiligung durch Accor S.A.. Accor verkauft 91 Hotelimmobilien in den Niederlanden und Deutschland und 30 Immobilien in Großbritannien. Es kommt zur Einführung der neuen Marken All Seasons (2 Sterne Plus) und Pullman (4 Sterne Plus). Accor Services wird durch Übernahme von Kadéos französischer Marktführer.

Im Februar 2009 traten 6 der 17 Verwaltungsratsmitglieder der Hotelgruppe zurück, weil sie sich in ihrer Kontrollfunktion eingeschränkt sahen.[2] Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Konzern unter starken Umsatzrückgängen zu leiden hat.[3]

Im Zuge einer Neuausrichtung der Marken des Accor-Konzerns werden einige der Hotelketten ab 2012 umbenannt. Die Häuser der Marke Etap heißen zukünftig ibis budget, die Hotels der Marke All Seasons tragen zukünftig den Namen ibis styles.[4]

Konzernstruktur

Zum Konzern gehören Hotels der folgenden Marken mit insgesamt 4065 Hotels mit 475,433 Zimmern in 100 Ländern sowie weitere Unternehmen:

  • Sofitel (Luxushotels, 182 Hotels)
  • Pullman (First-Class Hotels, ab 2015 weltweit 150 Hotels)
  • Novotel (weltweit 412 Hotels)
  • MGallery
  • Mercure (weltweit 750 Hotels)
  • Suite Novotel (28 Hotels in 7 Ländern)
  • Adagio (21 Hotels in 4 Ländern)
  • Orbis (27 Hotels)
  • All Seasons (zukünftig ibis styles; weltweit 31 Hotels)
  • Ibis (ca. 900 Hotels in 40 Ländern weltweit)
  • Etap (zukünftig ibis budget; europaweit ca. 430 Hotels)
  • Hotel Formule 1 (373 Hotels in 14 Ländern)
  • Motel 6 (USA 884 Hotels)

Sponsoring

Accor ist seit der Saison 2006/07 der Hauptsponsor des siebenfachen französischen Fussballmeisters Olympique Lyonnais. Ticket-Restaurant wird in der französischen Liga und Novotel im Europacup das Trikot zieren.

Weblinks

 Commons: Accor-Hotels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Accor S.A.: Geschäftsbericht 2009. Abgerufen am 24. Februar 2011 (PDF, englisch).
  2. Handelsblatt: Eklat beim Hotelriesen Accor, 25. Februar 2009
  3. FAZ: Das Ende der Beschaulichkeit, 5. März 2009
  4. immobilien-zeitung.de - Accor: Ibis wird zentrale Budgetmarke 13. September 2011

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