Adolf zu Hohenlohe-Ingelfingen

Adolf Karl Friedrich Ludwig Prinz zu Hohenlohe-Ingelfingen (* 21. oder 29. Juli 1797 in Breslau; † 24. April 1873 in Koschentin) war ein deutscher Militär und Politiker.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Der Sohn von Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen. Er selbst heiratete 1819 Luise zu Hohenlohe-Langenburg). Aus der Ehe gingen fünf Söhne hervor. Darunter war auch der spätere General Kraft Karl August zu Hohenlohe-Ingelfingen und Friedrich Wilhelm zu Hohenlohe-Ingelfingen, später General der Kavallerie.

Leben

Hohenlohe-Ingelfingen nahm als Landwehroffizier an dem Feldzug von 1815 teil. In der Landwehr stieg er bis 1851 zum Generalleutnant auf.

Hauptsächlich war er Landrat in Schlesien. Er war 1847 Mitglied des Vereinigten Landtages. Auch dem Erfurter Unionsparlament gehörte er an. Er war außerdem Mitglied der ersten Kammer des preußischen Landtages. In den Jahren 1852 bis 1854 gehörte er auch der zweiten Kammer an. Nach der Umgestaltung der ersten Kammer in das preußische Herrenhaus im Jahr 1856 wurde er Präsident des Hauses.

Hohenlohe-Ingelfingen vertrat eine feudal-konservative Richtung. Er lehnte sowohl den konservativen Bürokratismus von Otto Theodor von Manteuffel wie auch die liberal-konservativen Tendenzen der Neuen Ära ab.

Nach dem Sturz von Karl Anton Fürst zu Hohenzollern-Sigmaringen im Zusammenhang mit dem Heereskonflikt wurde er preußischer Ministerpräsident. Er selbst hat seine fehlende außenpolitische Erfahrung als Belastung eingeschätzt. Er hoffte aber im Heereskonflikt eine Kompromisslösung mit der liberalen Mehrheit des preußischen Abgeordnetenhauses zu finden. Die tatsächliche Führungsrolle im Kabinett übte ohnehin August von der Heydt aus.[1]

Nach dem erneuten Sieg der Fortschrittspartei bei den Wahlen vom 6. Mai 1862 resignierte Hohenlohe-Ingelfingen. Sein Rücktrittsgesuch hat Wilhelm I. indes nicht angenommen. Stattdessen legte er aus angeblichen Gesundheitsgründen den Vorsitz im preußischen Staatsministerium nieder. Nach der Ernennung von Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten zog er sich vom politischen Leben zurück.

Einzelnachweise

  1. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. Bd. 1: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik. Beck, München 2000. S.153

Literatur

Weblinks


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