Engelbert II. von der Mark

Engelbert II. von der Mark († 18. Juli 1328) war Graf von der Mark und durch Heirat Graf von Aremberg.

Familie

Er war Sohn und Erbe von Graf Eberhards II. Am 25. Januar 1299 heiratete er Mechtilde von Aremberg († 18. März 1328), Tochter von Johann von Aremberg und Katharina von Jülich. Erbe der Grafschaft Mark wurde der Sohn Adolf. Der Arenbergsche Besitz fiel an den Sohn Eberhard.

Leben

1299 erbt Engelbert die Grafschaft Arenberg (auch Aremberg genannt) von seinem Schweidervater dessen Linie 1299 im Mannesstamm erloschen ist. Seit 1308 war er auch Nachfolger seines Vaters als Graf von der Marck und setzte dessen Politik fort. Die Aufrechterhaltung der märkischen Machtstellung konnte aber nur in Konfrontation mit dem Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg, der auch das benachbarte Herzogtum Westfalen beherrschte, sowie Bischof Ludwig II. von Münster gelingen. Dieser wurde 1323 vom Grafen gefangen genommen und nur nach Zahlung eines hohen Lösegeldes freigelassen. Im Zusammenhang mit den Wirren während des Thronstreites zwischen Friedrich von Habsburg und Ludwig von Bayern hat sich Engelbert zeitweise mit dem Kölner Erzbischof verbündet, der Friedrich unterstützte. Kurze Zeit später trat der Graf aber auf die Seite des Bayern. Er hat den Erzbischof danach derart in Bedrängnis gebracht, dass dieser um einen Waffenstillstand bitten musste.

Graf Engelbert II. gilt als Förderer der Entwicklung von Bochum. Entgegen vereinfachter Darstellung verlieh er aber nicht die Stadtrechte. Am 8. Juni 1321 bestätigte er auf der Burg Blankenstein nur tatsächliche Zustände im Bereich der Befugnisse des Schultheißen. Durch Erbteilung wird sein erstgeborener Sohn Adolf II. von der Mark Nachfolger in der Mark (auch Marck), in Aremberg hingegen erbte sein zweiter Sohn Eberhard II. von der Marck-Arenberg. Dieser begründete die 1541 im Mannestamm erfolschene Linie Marck-Arenberg die fortan die Grafen von der Marck zu Arenberg stellten.

Literatur

Vorgänger Amt Nachfolger
Eberhard II. Graf von der Mark
1308–1328
Adolf II.
Johann Graf von Arenberg
1299–1328
Eberhard I.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Engelbert III. von der Mark — Engelbert Statue auf dem Stadtbrunnen in Neuenrade Graf Engelbert III. von der Mark (* um 1330; † 21. Dezember 1391) regierte die Grafschaft Mark von 1346 bis 1391 …   Deutsch Wikipedia

  • Engelbert I. von der Mark — Graf Engelbert I. von der Mark († 16. November 1277 auf Burg Bredevoort) war Graf von der Mark. Engelbert war Nachfolger seines Vaters Adolf I. als Graf von der Mark. Da sein Bruder Otto, der bisher Kanoniker in Lüttich gewesen war, nach dem Tod… …   Deutsch Wikipedia

  • Engelbert III. von der Mark (Kurköln) — Graf Engelbert von der Mark (* 1304; † 25. August 1368) war von 1364 bis 1368 Erzbischof des Erzbistums Köln. Als Erzbischof von Köln ist er als Engelbert III. von der Mark (nach Kurkölnischer Zählung) bekannt, er ist jedoch nicht der Graf… …   Deutsch Wikipedia

  • Engelbert III. von der Mark (Köln) — Wappen der Grafen von der Mark Engelbert von der Mark (* 1304; † 25. August 1368) war als Engelbert III.[1] von 1364 bis 1368 Erzbischof des Erzbistums Köln. Zuvor war er Bischof von Lüttich …   Deutsch Wikipedia

  • Adolf II. von der Mark — Adolf II. († 1346) regierte die Grafschaft Mark und später auch die Grafschaft Kleve. Er war der erstgeborene Sohn von Graf Engelbert II. von der Mark und dessen Frau Matilda von Arenberg. Adolf II., der auch Vogt des Stifts Essen war, erreichte… …   Deutsch Wikipedia

  • Adolf II. von der Mark (Lüttich) — Adolf II. von der Mark (* August 1288; † 3. November 1344 in Clermont sur Meuse, heute Clermont sous Huy, ein Ortsteil der Gemeinde Engis) war von 1313 bis zu seinem Tod Fürstbischof von Lüttich. In der genealogischen Zählung des Adelsgeschlechts …   Deutsch Wikipedia

  • Engelbert III von der Marck — (English: Engelbert III of the Mark) (1304 ndash; 25 August 1368) was the Archbishop of Cologne from 1364 until 1368 and the Bishop of Liège (as Engelbert) from 1345 until 1364.Engelbert was the second son of Count Engelbert II of the Marck.… …   Wikipedia

  • Engelbert II. von Berg — Die Essener Reliquienbüste Engelberts in der Ausstellung Gold vor Schwarz. Westfälische, versilberte und vergoldete Holzschnitzerei, gotisch, Ende 15. Jahrhundert …   Deutsch Wikipedia

  • Eberhard I. von der Mark — Eberhard I. Graf von der Mark († 4. Juli 1308 in Fröndenberg), Vogt zu Essen, war der erstgeborene Sohn von Graf Engelbert I. von der Mark († 1277) aus dessen erster Ehe mit Kunigunde von Blieskastel, einer Tochter von Graf Heinrich. In der… …   Deutsch Wikipedia

  • Adolf I. von der Mark — Adolf I. Graf von der Mark (* vor 1182; † 28. Juni 1249), bis 1226 auch Adolf I. Graf von Altena Mark genannt, war der Sohn von Friedrich von Berg Altena und der Alveradis von Krieckenbeck (* um 1155; † nach 1220, urkundlich erwähnt zwischen 1173 …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”