French Open
Der Court A Suzanne Lenglen in Roland-Garros
Eintrittskarte aus dem Jahre 2003 für das Turnier

Die French Open (offiziell Tournoi de Roland-Garros, „Roland-Garros-Turnier“, genannt) sind das zweite Tennisturnier der Grand-Slam-Turniere und finden seit 1891 jährlich zwischen Mitte Mai und Anfang Juni in Paris statt. Die French Open sind das einzige Sandplatzturnier der Grand-Slam-Serie und stellen eine besondere Herausforderung für die Spieler dar, zumal das Spielen auf Ascheuntergrund wesentlich langsamer als beispielsweise auf Hartplatzbelägen ist. Dies hat zur Folge, dass die Matches bei den French Open im Durchschnitt länger andauern als Spiele bei anderen Grand-Slam-Turnieren. Der Center Court ist nach Philippe Chatrier (1926–2000) benannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das erste „Championnat de France international de Tennis“ (die internationalen Tennis-Meisterschaften Frankreichs) fand 1891 in Paris statt. Der erste Sieger im Herren-Einzel war der Brite H. Briggs. Die Damen durften erstmals im Jahre 1897 antreten. Bis 1925 war der Turnier-Start ausschließlich französischen und einer sehr beschränkten Anzahl ausgewählter ausländischer Athleten vorbehalten. In diesen ersten Jahrzehnten wurde noch auf Rasen gespielt und der Austragungsort wechselte zwischen dem „Racing Club de France“ und dem „Stade Français“. 1928 wurde im Zuge einer bevorstehen Daviscup-Auseinandersetzung nahe Porte d'Auteuil ein neues Tennis-Stadion errichtet. Es wurde nach dem in Frankreich als Held des Ersten Weltkrieges verehrten Kampfflieger Roland Garros benannt. Als Untergrund wählte man nun erstmals jenen Belag, der bis heute als das bestimmende Markenzeichen der French Open gilt, dem Turnier seinen spezifischen Reiz verleiht und ganz besondere Herausforderungen an den Spieler stellt: terre battue – die langsame „Rote Asche“ aus zermahlenen Ziegelsteinen, die den Spieler zu einem geduldigen Spielaufbau zwingt und Netzangriffe erschwert. Das für 8000 Zuschauer konzipierte Stade Roland Garros wurde am 19. Mai 1928 mit einem Damen-Länderkampf eröffnet.

Anfangs war das Turnier – ebenso wie die Olympischen Spiele – ausschließlich den Amateuren vorbehalten. Seit 1968, dem Beginn der sogenannten „Open Era“, der Geschichte der „Offenen Meisterschaften“, sind alle Spieler startberechtigt. Im Jahre 2000 gewann mit Mary Pierce die letzte Französin die French Open. Seit 2006 beginnen die French Open bereits am Sonntag. Die Anzahl der Spiele an diesem Sonntag wurde von 16 (2006) auf 24 (2007) und nun auf 32 (2008) gesteigert.

2010 wurden die French Open das erste Mal in 3D übertragen und waren auch an öffentlichen Plätzen dreidimensional zu sehen. Das Turnier war damit das erste Sportereignis, dessen Public Viewing in 3D stattfand.[1]

Aufgrund der deutlich geringeren Kapazität der Anlage wird jedoch ein Umzug der French Open diskutiert. Im Vergleich zu anderen Grand Slams ist das Areal der French Open nicht einmal halb so groß und auch die Zuschauerkapazität ist deutlich geringer. Ausbaupläne scheiterten bislang jedoch an Anwohnern und Umweltschützern.[2]

Rekorde

Juan Carlos Ferrero am 2. Juni 2003 im Achtelfinale der French Open

Männer:

Frauen:

Jüngste Einzel-Sieger:

Älteste Einzel-Sieger:

Alle Sieger

Einzelnachweise

  1. „French Open in 3D bei Eurosport“ (Quotenmeter.de am 15. April 2010)
  2. „French Open flirten mit Micky Maus“

Weblinks

 Commons: French Open – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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