Altes Gymnasium Oldenburg
Altes Gymnasium
Portal 2007
Schulform Gymnasium
Gründung 1573
Ort Oldenburg
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 8′ 16,9″ N, 8° 12′ 40,1″ O53.1380258.2111416666667Koordinaten: 53° 8′ 16,9″ N, 8° 12′ 40,1″ O
Schüler 800
Lehrer 62
Leitung Jürgen Herold, Cornelia Meyer-Brinkmann, Dieter Deckarm, Frank Marschhausen, Marie-Lyne Klostermann, Egbert Bohnen, Dr. Peter Hawighorst
Website http://www.altesgymnasium.de/
Wiederaufbau 2001 nach dem Brand

Das Alte Gymnasium (AGO) ist die älteste Schule der ehemaligen Residenzstadt des Großherzogtums Oldenburg und heutigen niedersächsischen Universitätsstadt Oldenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Alte Gymnasium zu Oldenburg wurde 1573 von Graf Johann als Lateinschule gegründet und 1792 von Herzog Peter Friedrich Ludwig reformiert. Seit 1815 war es Hort und Zentrum humanistischer Bildung im Oldenburger Land.

1878 wurde das neugotische Gebäude am Theaterwall 11 errichtet und 1927 um den „Turm“ erweitert. Die Mauern blieben beim Schulbrand am 3. März 1998 weitgehend verschont; in Mitleidenschaft gezogen wurden aber die Aufbauten aus den 70er Jahren und die historische Aula mit ihrem Wandmalereien und Deckentäfelungen; sie konnten im Jahre 2001 wiederhergestellt werden. Auch wurde die alte Dachkonstruktion rekonstruiert, die 1971 durch den Aufbau der Dachgeschosse verändert worden war.

Den heutigen Namen erhielt die Schule 1957. 1968 bekam die Schule aus Platzmangel zusätzliche Unterrichtsräume in einer alten Villa in der Roonstraße.

Die bekanntesten Schüler der Schule sind
Am AGO gibt es zwei traditionelle Schülerverbindungen

Heute

Villa Roonstraße

Durch den Wegfall der Orientierungsstufe seit dem Schuljahr 2004/2005 ist die gymnasiale Oberstufe aus Platzgründen in Räume des Schulzentrums Osternburg ausgelagert worden. Die ehemals für die Oberstufe benutzen Räume der Villa Roonstraße werden inzwischen für die Mittelstufe verwendet. Bei der Villa Roonstraße handelt es sich um die ehemalige bayerische Botschaft. Zudem erhielt die Schule einen Neubau, der an der Westseite des Schulhofes errichtet wurde. Der am 16. November 2007 in Betrieb genommene Neubau umfasst neben neuen Kunst- und Musikräumen auch eine Mensa.

Das Alte Gymnasium ist eines der fünf allgemeinbildenden städtischen Gymnasien in Oldenburg. Es steht in humanistischer Tradition und bietet aufbauend auf das Englische Latein-, Französisch- und Spanischunterricht an. Nachdem das Altgriechische seit dem Jahr 2000 nur noch als Wahlfach angeboten wurde, endete seine Ära endgültig im Jahre 2009, als der letzte Gräzist des Alten Gymnasiums die Schule verließ.

Schulleiter sind aktuell Jürgen Herold und Cornelia Meyer-Brinkmann.

Schüleraustauschprogramme bestehen mit Schulen in Alaska, Frankreich, Ungarn, England und Polen. Es bestehen Kontakte zu weiteren Partnerschulen in Chile, Finnland, Israel und Indien.

Das Logo des Alten Gymnasiums, das eine Frontalansicht des Hauptgebäudes zeigt, wurde vom Kunsterzieher und Germanisten Harry Schäfer entworfen und gezeichnet. Das Holocaust-Mahnmal vor der Aula wurde vom Kunsterzieher und Ethiker Heinrich Gode entworfen; die grüne Farbe versinnbildliche, wie er in einem Artikel im AGO-Jahrbuch 2002 darlegt, das Prinzip Hoffnung.

Besonderheiten des Lehrplans

Das Alte Gymnasium bietet als einziges Oldenburger Gymnasium das Programm Latein plus Englisch an; der in der Grundschule begonnene Englischunterricht wird bereits in Klasse 5 durch Lateinunterricht ergänzt.

Außerdem ist es das erste Oldenburger Gymnasium, das eine Streicherklasse anbietet, wobei in dieser auch ein Kontrabass gespielt wird.

Von Klasse 7 bis zur Klasse 9 wird ein Wahlpflichtkurs Wirtschaft und Informatik angeboten.

Am Alten Gymnasium gibt es die Sommerschule: die Schüler können in den Ferien in maximal zwei Schulfächern Unterricht erhalten, der von Abiturienten erteilt wird.

Literatur

  • Jürgen Weichardt (Hrsg.): Von der Lateinschule zum Alten Gymnasium Oldenburg 1573-1973. Holzberg Verlag, Oldenburg 1973 ISBN 3-87358-062-4.
  • Jürgen Weichardt (Hrsg.): Altes Gymnasium Oldenburg 1973-1993. Beiträge zu seiner Gegenwart und Geschichte. Isensee Verlag, Oldenburg 1993 ISBN 3-89598-145-1.
  • Ottheinrich Hestermann: Schulzeit im Dritten Reich. Isensee Verlag, Oldenburg 1994 ISBN 3-89598-222-9.
  • Klaus Modick: Schwarten, Pauker, Blaue Briefe. Oldenburger Schulzeit in den 60er Jahren. Isensee Verlag, Oldenburg 1998 ISBN 3-89598-524-4.

Weblinks


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