Altfranken
Wappen von Altfranken
Wappen von Dresden

Altfranken
Ortschaft von Dresden

Lage von Altfranken in Dresden
Koordinaten 51° 2′ 0″ N, 13° 38′ 45″ O51.03333333333313.645833333333280Koordinaten: 51° 2′ 0″ N, 13° 38′ 45″ O.
Höhe 280 m ü. NN
Fläche 1,28 km²
Einwohner 1139 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 889,8 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1997
Postleitzahl 01156 (vor 1993: 8101)
Vorwahl 0351
Politik
Ortsvorsteher Hubertus Doltze
Sitzverteilung (Ortschaftsrat)
Freie Wählervereinigung Altfranken
6

Altfranken ist eine Ortschaft der Stadt Dresden in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Ortschaft Altfranken liegt im Westen Dresdens zwischen Gompitz und der Freitaler Ortschaft Pesterwitz. Gemeinsam mit Gompitz bildet sie den statistischen Stadtteil Gompitz/Altfranken und innerhalb dessen den statistischen Bezirk 998 Altfranken. Altfranken gehört zum Ortsamtsbereich Cotta.

Geschichte

Reste der Toranlage des 1939 abgerissenen Altfrankener Schlosses

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altfranken als Aldin Vrankin in einer Urkunde von 1311 als Besitz des Domstifts Meißen. Der Ortsname bedeutet „Siedlung zu den alten Franken“, steht also entweder in Bezug zum Stammesnamen der Franken, was die vermutete Gründung durch fränkische Siedler nahelegt, oder leitet sich vom Personennamen „Frank(e)“ ab. Vermutet wird eine Beziehung zu der anhand von Flurnamen angenommenen Wüstung Franken zwischen Possendorf und Golberode.

Seit 1655 gehörte das Dorf dann zum Amt Dresden. Am 1. Januar 1997 wurde das zuvor selbständige Altfranken schließlich als erster Ort des Umlandes von Dresden als Stadtteil eingemeindet.

Im Schloss Altfranken wohnten im 19. Jahrhundert die Grafen von Luckner. Der als Seeteufel berühmt gewordene Felix Graf von Luckner wurde hier geboren.

Wirtschaft

Hauptsächlich ernährten der Obstanbau und die Schafzucht die Bewohner des Dorfes im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Heute sind in Altfranken ein Möbelhaus, ein Autohaus und ein Hotel ansässig. Ansonsten ist die wirtschaftliche Bedeutung Altfrankens heute gering. Die Einwohner arbeiten größtenteils in Dresden und Freital.

Verkehr

Karte von Altfranken 1821

Altfranken ist gekennzeichnet durch zwei wichtige Verkehrswege: der B 173 und der A 17. Die A 17 führt direkt durch Altfranken, was allerdings durch den Altfrankener Tunnel etwas abgemildert wird. Durch den Bau des Tunnels wurde eine weit sichtbare Schneise in den Luckner-Park gelegt, welche inzwischen wieder mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt wurde.

Regelmäßige Busverbindungen bestehen mit der DVB-Linie 90 in das Stadtzentrum von Dresden. Am 29. November 2008 wurde die Neubaustrecke (Linie 7) vom Betriebshof Gorbitz über Altfranken/Gompitz nach Pennrich in Betrieb genommen.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohner
1552 8 besessene Mann, 4 Inwohner
1764 8 besessene Mann
1834 266
1871 375
1890 256
1910 283
1925 262
1939 351
1946 353
1950 321
1964 280
1990 195
1991 272
1992 226
1993 215
1994 278
1995 303
1996 388
2003 1093
2007 1107
2008 1139

Söhne und Töchter

Siehe auch

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Altfranken. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 1.

Weblinks

 Commons: Altfranken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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