Annweiler am Trifels
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Annweiler am Trifels
Annweiler am Trifels
Deutschlandkarte, Position der Stadt Annweiler am Trifels hervorgehoben
49.2033333333337.9666666666667179
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Annweiler am Trifels
Höhe: 179 m ü. NN
Fläche: 39,87 km²
Einwohner:

6.889 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 173 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76855
Vorwahl: 06346
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 501
Adresse der Verbandsverwaltung: Messplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Webpräsenz: www.annweiler.de
Stadtbürgermeister: Thomas Wollenweber (SPD)
Lage der Stadt Annweiler am Trifels im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Maikammer Sankt Martin (Pfalz) Herxheim bei Landau/Pfalz Herxheimweyher Rohrbach (Pfalz) Insheim Bornheim (Pfalz) Essingen (Pfalz) Hochstadt (Pfalz) Offenbach an der Queich Billigheim-Ingenheim Birkweiler Birkweiler Böchingen Böchingen Böchingen Eschbach (Pfalz) Frankweiler Frankweiler Göcklingen Heuchelheim-Klingen Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Impflingen Knöringen Leinsweiler Ranschbach Siebeldingen Siebeldingen Walsheim Walsheim Walsheim Bad Bergzabern Barbelroth Birkenhördt Böllenborn Dierbach Dörrenbach Gleiszellen-Gleishorbach Hergersweiler Kapellen-Drusweiler Kapsweyer Klingenmünster Niederhorbach Niederotterbach Oberhausen (bei Bad Bergzabern) Oberotterbach Oberschlettenbach Pleisweiler-Oberhofen Schweigen-Rechtenbach Schweighofen Steinfeld (Pfalz) Vorderweidenthal Albersweiler Albersweiler Annweiler am Trifels Annweiler am Trifels Dernbach (Pfalz) Eußerthal Gossersweiler-Stein Münchweiler am Klingbach Ramberg (Pfalz) Rinnthal Silz (Pfalz) Völkersweiler Waldhambach (Pfalz) Waldrohrbach Wernersberg Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Burrweiler Burrweiler Edenkoben Edenkoben Edesheim Edesheim Edesheim Edesheim Flemlingen Flemlingen Flemlingen Freimersheim (Pfalz) Gleisweiler Gleisweiler Gommersheim Gommersheim Gommersheim Großfischlingen Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Kleinfischlingen Rhodt unter Rietburg Rhodt unter Rietburg Roschbach Roschbach Venningen Venningen Venningen Weyher in der Pfalz Weyher in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landkreis Germersheim Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz FrankreichKarte
Über dieses Bild

Annweiler am Trifels ist eine Kleinstadt im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie ist zugleich Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Annweiler am Trifels ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Annweiler liegt im südlichen Pfälzerwald, dem Wasgau, nahe dessen Ostrand und wird vom Fluss Queich durchflossen. Auf drei Bergen südlich der Stadt liegen die Burgen Trifels, Anebos und Münz, die beiden Letzteren allerdings bereits auf Gemarkung der Gemeinde Leinsweiler.

Ortsteile

Zu Annweiler gehören die Ortsteile Bindersbach, Sarnstall, Gräfenhausen und Queichhambach. Zu Queichhambach gehören die Weiler Rothenhof und Neumühle.

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 910 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 79% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 4% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte

Die erste Nennung Annweilers geht auf das Jahr 1086 zurück. Die Gründung erfolgte, wie bei anderen Siedlungen mit der Endung -weiler, wohl im 7. oder 8. Jahrhundert. Benannt wurde Annweiler vermutlich nach einem Franken namens Anno oder Arno[3].

In den Jahren 1125 bis 1298 wurden die Reichskleinodien, darunter die Reichskrone, auf der Reichsburg Trifels aufbewahrt. 1193, möglicherweise auch bis 1194, wurde der englische König Richard Löwenherz als Gefangener auf dem Trifels festgehalten.

Annweiler bekam 1219 von Kaiser Friedrich II. die Stadtrechte verliehen. Im 18. Jahrhundert war Annweiler die kleinste aller Reichsstädte.

Eingemeindungen

Am 22. April 1972 wurde Queichhambach und am 10. Juni 1979 wurde Gräfenhausen nach Annweiler am Trifels eingemeindet.[4]

Politik

Stadtrat

Altes Rathaus

Der Stadtrat in Annweiler besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:[5]

  SPD CDU FDP GRÜNE FWG Gesamt
2009 9 7 2 2 2 22 Sitze
2004 9 7 2 2 2 22 Sitze

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: Von Gold und Schwarz gespalten, rechts eine wachsende rote Burg in Gestalt des Trifels mit schwarzen Fenstern, links eine blaugedeckte goldene Kirche in romanischen Formen mit blauen Fenstern und goldenen Turmkreuzen.

Es wurde 1950 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf das große Stadtsiegel aus dem Jahr 1230[6].

Städtepartnerschaft

Eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Ambert im Département Puy-de-Dôme (Region Auvergne) wurde 1988 geschlossen, mit Gorgonzola in der italienischen Region Lombardei 2008.

Seit Ende der 1980er Jahre besteht eine Partnerschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Annweiler und den Sapeurs-Pompiers Jargeau im Département Loiret.

Kultur

Sehenswürdigkeiten

Der Marktplatz in Annweiler
Schipkapass

Der historische Stadtkern mit Stadtmühle und Gerberviertel (samt Durchlass „Schipkapass“) ist eine Sehenswürdigkeit von Annweiler, genauso wie die über der Stadt liegende Reichsburg Trifels, die teilrestauriert ist und bewirtschaftet wird. Das Museum unterm Trifels ist in drei Fachwerkhäusern untergebracht und zeigt die Geschichte der Stadt, der Burg und der Annweilerer Gerber auf, die im 16.-17. Jahrhundert die Stadt wirtschaftlich prägten. Unterhalb des 493 m hohen Sonnenbergs befindet sich das Museum der Burgruine Trifels, im Stadtzentrum die protestantische Stadtkirche, das Wahrzeichen der ehemaligen Reichsstadt. Der Erholung dienen der Kurpark und der Ambertpark.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Annweiler am Trifels

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Jahr 2005 wurde im historischen Stadtkern zum ersten Mal das Richard-Löwenherz-Fest veranstaltet. Dieser Mittelaltermarkt, ein „mittelalterliches Spektakulum mit Rittern, Gauklern, Edel- und Spielleuten“, hat sich mit weit über 10000 Besuchern auf Anhieb zur größten Veranstaltung der Stadt entwickelt.

Zu weiteren regelmäßigen Veranstaltungen der Stadt Annweiler gehören der Kultursommer, welcher Konzerte auf dem Rathausplatz und in der Parkanlage der Stadt bietet, das Keschdefescht rund um die Esskastanie im Oktober eines jeden Jahres und Märkte wie der alljährliche Kunsthandwerker- oder Weihnachtsmarkt.

Im Kaisersaal der Burg Trifels werden als Konzertveranstaltungen die Trifels-Serenaden angeboten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Annweiler am Trifels
Bushaltestelle an der Realschule

Wirtschaft

Größter Arbeitgeber in Annweiler ist die Kartonfabrik Buchmann. Sie produziert – überwiegend aus Recyclingpapier – Faltschachtelkarton als Ausgangsmaterial für Verpackungen vor allem der Konsumgüterindustrie. Die Firma Stabila stellt Präzisionsmessgeräte her. Außerdem gibt es Zulieferbetriebe der Automobilindustrie.

Verkehr

Annweiler ist erreichbar über die B 10 (Landau in der PfalzPirmasens), die bei Landau-Nord an die A 65 (Ludwigshafen am RheinKarlsruhe) angebunden ist. Innerhalb von Annweiler ist das Ziel „Trifels“ ausgeschildert. Ab Annweiler führt die B 10 in Richtung Pirmasens durch vier Tunnel (Barbarossatunnel, Staufertunnel, Löwenherztunnel und Kostenfelstunnel). Auch die B 48 (BingenBad Bergzabern) verbindet Annweiler mit dem überregionalen Straßennetz.

Annweiler ist durch die Queichtalbahn (Landau–Pirmasens) an das Schienennetz angebunden.

Bildung

Annweiler verfügt über eine Grund-, eine Haupt- und eine Realschule. Weiterhin gibt es eine Schule für Lernbehinderte sowie eine Berufsbildende Schule. Das Trifels-Gymnasium steht unter kirchlicher Trägerschaft, es ist zum Teil als Internat organisiert.

Religionen

2007 waren 40,4 Prozent der Einwohner evangelisch und 38,1 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos[7].

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Georg Biundo, Hans Heß: Annweiler. Geschichte einer alten Reichsstadt. Kraemer, Landau 1968. (1. Teil: Nachdruck von Biundos Annweiler. Geschichte einer alten Reichsstadt; 2. Teil: Der Trifelsstadt neues Gesicht)
  • Annweiler anno dazumal. Bilder aus der Stadtgeschichte von 1870–1930. Hrsg. in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Annweiler a. Tr. Verlag Pfälzer Kunst Blinn, Landau i.d. Pfalz 1980. ISBN 3-922580-03-3
  • Annweiler anno dazumal. Bilder aus der Stadtgeschichte von 1930–1950. Hrsg. vom Verkehrsverein Annweiler a. Tr. Stock, Annweiler 1982
  • Georg Biundo, Dennis Castens: Annweiler families. 1477–1927. Bd. 1-5. Kastens, Colorado Springs Co.

Weblinks

 Commons: Annweiler am Trifels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Annweiler am Trifels – Quellen und Volltexte
Wikinews Wikinews: Annweiler am Trifels – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Erich Keyser (Hrsg.): Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Stuttgart 1964, S. 56
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 168 (PDF)
  5. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Stadtrat
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  7. KommWis, Stand: 31. Dezember 2007

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