Anton Klamroth
Anton Klamroths Pastell Adolf Wach, Leipzig 1907, Museum der bildenden Künste Leipzig.

Anton Klamroth (* 29. April 1860 in Moskau; † 11. Februar 1929 in Leipzig) war ein deutscher Porträtmaler, spezialisiert auf Pastell- und Aquarellmalerei.

Klamroth, Sohn des deutschen Konzertmeisters an der Moskauer Oper Carl Klamroth, studierte nach dem Gymnasialbesuch in Moskau und Gotha ab 1883 an der Berliner Akademie der Künste, unter anderem bei Paul Thumann und Carl Gustaf Hellqvist. Er lebte 1890–1892 in Meiningen als selbständiger Porträtmaler und eröffnete 1893 in Leipzig, seiner wichtigsten Wohn- und Wirkungsstätte, eine Mal- und Zeichenschule für Damen. Die größte Bekanntheit erlangte er durch seine Pastellporträts Leipziger Bürger, die auch in Berlin und Paris ausgestellt wurden.

Klamroth heiratete 1903 seine Schülerin Hermine von Walther (* 12. Juli 1877). Er war Mitglied der Pariser Société nationale des beaux-arts (frz.) und der Deutschen Kunstgenossenschaft. 1909 wurde er zum königlich-sächsischen Hofrat ernannt. Auch als Sammler von Zinnsoldaten machte er sich einen Namen:

„K. ist Besitzer der bedeutendsten Zinnsoldatensammlung in Europa und hat über dieses Gebiet auch gelegentlich geschrieben.“

Thieme/Becker (1927).

Literatur

  • Ausstellung Anton Klamroth, Leipzig. Unter dem Rektorate Sr. Königlichen Hoheit des Herzogs Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Veranstaltet vom Kunstverein zu Gotha, 27. April 1913–18. Mai 1913, Leipzig [1913]. (10 S.)
  • Georg Brand: Anton Klamroth. Ein Beitrag zur Geschichte der Pastellmalerei. Wigand, Leipzig [1908]. (68 S.)
  • Klamroth, Anton. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 20, E. A. Seemann, Leipzig 1927, S. 406f
  • Anton Klamroth. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Bd. 3. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. 56

Weblinks


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