Apples
Apples
Wappen von Apples
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Waadt
Bezirk: Morgesw
Gemeindenummer: 5421i1f3f4
Postleitzahl: 1143
UN/LOCODE: CH APL
Koordinaten: (522520 / 156161)46.5522356.428325630Koordinaten: 46° 33′ 8″ N, 6° 25′ 42″ O; CH1903: (522520 / 156161)
Höhe: 630 m ü. M.
Fläche: 12.89 km²
Einwohner: 1247 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.apples.ch
Karte
Frankreich Genfersee Lac de Joux Frankreich Frankreich Bezirk Gros-de-Vaud Bezirk Jura-Nord vaudois Bezirk Lausanne Bezirk Nyon Bezirk Ouest lausannois Aclens Allaman Apples Aubonne VD Ballens Berolle Bière Bougy-Villars Bremblens Buchillon Bussy-Chardonney La Chaux (Cossonay) Chavannes-le-Veyron Chevilly VD Chigny VD Clarmont Cossonay Cottens VD Cuarnens Denens Denges Dizy VD Echandens Echichens Eclépens Etoy VD Féchy Ferreyres Gimel VD Gollion Grancy L’Isle VD Lavigny VD Lonay Lully VD Lussy-sur-Morges Mauraz Moiry VD Mollens VD Montherod Mont-la-Ville Montricher VD Morges Orny VD Pampigny Pompaples Préverenges Reverolle Romanel-sur-Morges Saint-Livres Saint-Oyens Saint-Prex La Sarraz Saubraz Senarclens Sévery Tolochenaz Vaux-sur-Morges Villars-sous-Yens Vufflens-le-Château Vullierens YensKarte von Apples
Über dieses Bild
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Apples ist eine politische Gemeinde im Distrikt Morges des Kantons Waadt in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Apples liegt auf 630 m ü. M., 7 km nordwestlich der Bezirkshauptstadt Morges (Luftlinie). Das Haufendorf erstreckt sich auf einer Kuppe am Rand des Hochplateaus, das am Jurafuss liegt, im Waadtländer Mittelland, an aussichtsreicher Lage über dem Tal der Morges.

Die Fläche des 12.9 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt in der westlichen Randzone des Mittellandes. Der östlichste Gemeindeteil liegt im Einzugsgebiet des Flüsschens Morges und des Seitenbaches Le Curbit. Im weitaus grösseren westlichen Gemeindeteil befindet sich eine eiszeitlich überformte Molassehügellandschaft mit ausgedehnten Wäldern und teils moorigen Senken. Dazu gehören der Wald von Les Bougeries (bis 704 m ü. M. im Südwesten), der Bois de Saint-Pierre (bis 684 m ü. M. im Norden) sowie der Bois de Savoye und der Bois de Fermens im Nordwesten. Der höchste Punkt von Apples wird mit 708 m ü. M. auf der Waldhöhe La Chaux-Derrière erreicht. Ganz im Westen reicht das Gemeindegebiet an den Rand des Trockentals von Grand Marais, das einst als Schmelzwasserrinne am Rand des eiszeitlichen Rhonegletschers diente. Dieses Tal wird nach Nordosten vom Veyron entwässert. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 48 % auf Wald und Gehölze und 47 % auf Landwirtschaft.

Zu Apples gehören die beiden isolierten Neubausiedlungen En Lèvremont (600 m ü. M.) und La Motte (615 m ü. M.) an den sanften Hängen des Morges-Tals sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Apples sind Ballens, Mollens, Pampigny, Sévery, Colombier, Clarmont, Reverolle, Bussy-Chardonney und Yens.

Bevölkerung

Mit 1247 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) gehört Apples zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 86.2 % französischsprachig, 7.3 % deutschsprachig und 1.9 % portugiesischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Apples belief sich 1900 auf 546 Einwohner. Nach 1970 (652 Einwohner) setzte eine rasche Bevölkerungszunahme mit fast einer Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb von 30 Jahren ein.

Wirtschaft

Apples war bis ins 20. Jahrhundert ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute spielt die Landwirtschaft als Erwerbszweig der Bevölkerung nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie konzentriert sich auf Ackerbau und Viehzucht respektive Milchwirtschaft. Nördlich des Dorfes entstand eine kleine Industriezone, unter anderem mit der Herstellung von Schaltanlagen und Edelstahlrohren. Weitere Arbeitsplätze sind im Dienstleistungssektor vorhanden. In Apples gibt es eine Reithalle, ein Sport- und Schulzentrum sowie ein regionales Alters- und Pflegeheim. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die vor allem in den Städten Morges und Lausanne arbeiten.

1981 wurde auf einem Bauernhof in Apples das Unternehmen Logitech von Daniel Borel und einigen seiner Studienkollegen der Stanford University gegründet.

Verkehr

Die Gemeinde ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse, die von Morges nach Bière führt. Am 1. Juli 1895 wurde die Schmalspurbahn Bière–Apples–Morges (BAM) mit einem Bahnhof in Apples in Betrieb genommen. Am 12. September 1896 folgte die Einweihung der ehemaligen Schmalspurbahn Apples–L'Isle (AL). Auf der Bahnstrecke von Apples nach L'Isle werden infolge des geringen Verkehrs und der weit von den Bahnstationen abgelegenen Dörfer mehrere Zugsverbindungen mit Kleinbussen statt Zügen ausgeführt.

Geschichte

Apples kann auf eine lange Siedlungstradition zurückblicken. Auf dem Gemeindegebiet wurden Spuren aus dem Neolithikum (Schalensteine), aus der Bronzezeit und aus der Römerzeit gefunden. Die erste richtige Siedlung wurde im 5. Jahrhundert von den Burgundern gegründet und hiess vermutlich Iplingen. Dieser Name wandelte sich mit der Romanisierung wahrscheinlich über Iplens in Aplis. Unter dieser Bezeichnung wurde das Dorf im Jahr 1011 erstmals in einer Urkunde erwähnt, als König Rudolf III. die Kirche mit dem Dorf dem Kloster Romainmôtier schenkte. Später erschien die Schreibweise Aples (1222) und 1328 der heutige Ortsname.

Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 kam Apples als Exklave unter die Verwaltung der Vogtei Romainmôtier. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte das Dorf von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde Apples zunächst dem Bezirk Morges, 1803 dem Bezirk Aubonne zugeteilt.

Sehenswürdigkeiten

Die mittelalterliche Kirche von Apples steht auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus. Sie wurde 1838 und 1905 umgestaltet.

Weblinks

 Commons: Apples VD – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

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