Chevrolet Cruze


Chevrolet Cruze
Chevrolet
Chevrolet Cruze Stufenheck (seit 2009)

Chevrolet Cruze Stufenheck (seit 2009)

Cruze
Hersteller: GM Daewoo
Produktionszeitraum: seit 2009
Klasse: Untere Mittelklasse
Karosserieversionen: Stufenheck, viertürig
Schrägheck, fünftürig
Motoren: Ottomotoren:
1,6–1,8 Liter
(83–104 kW)
Dieselmotoren:
2,0 Liter
(92–120 kW)
Länge: 4597 mm
Breite: 1788 mm
Höhe: 1477 mm
Radstand: 2685 mm
Leergewicht: 1360–1580 kg
Vorgängermodell: Chevrolet Nubira, Chevrolet Lacetti, Chevrolet Cobalt
Nachfolgemodell: keines

Der Chevrolet Cruze ist ein Pkw-Modell der südkoreanischen General Motors-Tochter GM Daewoo.

Auf der Automobil-Ausstellung Mondial de l’Automobile im Oktober 2008 wurde der Cruze als Nachfolger der Modelle Chevrolet Nubira (Europa/Asien) und Chevrolet Cobalt (USA/Kanada) vorgestellt. In Südkorea kam das Fahrzeug Ende Oktober 2008 unter der Bezeichnung Daewoo Lacetti auf den Markt, in Europa wird der Cruze seit Mai 2009 angeboten.

In den USA war die Markteinführung zunächst für April 2010 anvisiert, inzwischen wurde jedoch verlautbart, dass auf Grund der gegenwärtigen Konsolidierungschwierigkeiten von General Motors nicht mehr mit einer Einführung des Modells vor 2011 zu rechnen ist.[1][2] Die Versionen für USA und Kanada werden in Lordstown, Ohio gefertigt.[3]

Zwei Jahre nach der Vorstellung der Stufenhecklimousine wurde im Oktober 2010 in Paris die fünftürige Schrägheckvariante als seriennahes Konzeptfahrzeug vorgestellt. In Europa soll diese ab Mitte 2011 verkauft werden.[4] Einen Kombi soll es vom Cruze erst 2012 geben, der Markt wird bis dahin durch den Chevrolet Orlando bedient werden.

Inhaltsverzeichnis

Design

Das Design von Taewan Kim orientiert sich jetzt mehr an amerikanischen Modellen des Herstellers wie zum Beispiel am Chevrolet Malibu. Die Frontpartie ist kantig gestaltet und verfügt über den für Chevrolet typischen, zweigeteilten Kühlergrill mit einem größeren Markenemblem. Die Seitenansicht ist durch eine Lichtkante oberhalb der Türgriffe und ein angedeutetes drittes Fenster geprägt. Die Heckansicht wird durch rundliche, zweigeteilte Leuchten und eine Chromleiste gegliedert. Im Innenraum wird das Twin-Cockpit-Prinzip angewendet, bei dem eine breite Mittelkonsole die Bereiche für Fahrer und Beifahrer festlegt.

Ausstattung

Sonstige Messwerte
Sterne im Euro NCAP-Crashtest[5] 5 Sterne im Euro NCAP-Crashtest

Für den Cruze stehen drei verschieden Ausstattungsvarianten zur Verfügung, die an verschiedene Motorisierungen gebunden sind. Das Basismodell verfügt über ein ABS, eine elektronische Stabilitätskontrolle mit Traktionskontrolle sowie Front-, Seiten- und Kopfairbags vorn. Weiterhin gibt es eine Servolenkung, eine elektronische Wegfahrsperre, ein CD-Radio, elektrische Fensterheber rundum sowie höhenverstellbare Fahrer- und Beifahrersitze. Darüber rangiert die LS-Version und die wiederum höherwertige Ausstattung namens LT. Je nach Modell gibt es wahlweise ein sprachgesteuertes DVD-Navigationssystem mit 7,0-Zoll-Farbbildschirm oder CD-Radio-Anlagen mit USB-Anschluss, vier oder sechs Lautsprechern und Festplattenspeicher. Der Grundpreis für das Basismodell mit 1,6-Liter-Ottomotor beträgt 14.990 Euro.[6]

Technik

Das knapp 4,60 Meter lange Fahrzeug mit Platz für fünf Personen basiert auf der Delta-Plattform von GM, die beispielsweise beim Opel Astra J Verwendung findet. Gebaut wird der von internationalen Ingenieuren entwickelte Wagen weltweit in verschiedenen GM-Werken.

Als Motorisierungen werden in Europa zwei Otto- und zwei Dieselmotoren angeboten. Der 1,6-Liter-Basismotor leistet 91 kW (124 PS) und der größere 1,8-Liter-Motor 104 kW (141 PS). Beide verfügen über eine variable Ventilsteuerung. Bei den Dieseln handelt es sich um einen neuen 2,0-Liter-Common-Rail-Motor mit 92 kW (125 PS) oder 110 kW (150 PS). Anfang 2011 wurden die beiden Diesel durch die neuere Version des 2,0-Liter Common-Rail-Motors mit 120 kW (163 PS) ersetzt. Die Kraftübertragung erfolgt bei den 2009er und 2010er Modellen entweder durch ein manuelles Fünfganggetriebe oder eine neu entwickelte Sechsstufen-Automatik. Beim neuen 2,0-Liter Common-Rail-Motor kommt ein neues manuelles Sechsganggetriebe zum Einsatz. Die Sechsstufen-Automatik wurde beibehalten.[7]

Sondermodell

Auf der IAA 2009 wurde der Cruze Irmscher Edition auf Basis der LT-Ausstattung vorgestellt. Dieser wurde gemeinsam mit Irmscher entwickelt und verfügt über 18-Zoll-Leichtmetallräder, eine Fahrwerkstieferlegung, Einstiegsleisten mit Irmscher-Schriftzug und eine Edelstahl-Auspuffblende.[8]

Motorsport

Chevrolet Cruze in der Tourenwagen-WM

Seit 2009 setzt das Chevrolet-Werksteam RML Group eine Super-2000-Rennversion des Cruze in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft ein. Der Cruze löste damit den Lacetti ab, welcher ab 2005 im Einsatz war. Angetrieben wird der Cruze von einem 2,0-l-Vierzylindermotor mit 284 PS bei 8500 min−1 und einem Drehmoment von 260 Nm bei 5800 min−1.

Einzelnachweise

  1. www.egmcartech.com vom 30. Oktober 2008 (Englisch): „Chevrolet Cruze goes on sale in Korea as Daweoo Lacetti
  2. www.egmcartech.com vom 25. Oktober 2008 (Englisch): „Chevrolet Cruze delayed until 2011, Malibu until 2013
  3. The 2011 Cruze: Chevrolet Unveils U.S. Version Of The Popular, Fuel-Efficient Global Compact Sedan. In: GM. 29. November 2009, abgerufen am 9. September 2010.
  4. Chevrolet Cruze: Jetzt auch fünftürig. In: Auto-News Online-Ausgabe. 3. September 2010, abgerufen am 4. September 2010.
  5. Ergebnis beim Euro NCAP-Crashtest
  6. Auto-News Online-Ausgabe vom 13. März 2009: „Chevrolet gibt die Preise für den Cruze bekannt
  7. Auto-News Online-Ausgabe vom 21. August 2008: Schnittiger Gleiter: Chevrolet präsentiert den neuen Cruze
  8. auto, motor und sport Online-Ausgabe vom 21. September 2009: Chevrolet Cruze – Als Irmscher-Sondermodell auf der IAA 2009

Weblinks

 Commons: Chevrolet Cruze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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