Arthur Hübscher

Arthur Hübscher (* 3. Januar 1897 in Köln; † 10. April 1985 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Philologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hübscher arbeitete zunächst als Feuilletonredakteur in München, unter anderem für die Süddeutschen Monatshefte. 1936 bis 1982 leitete er die deutsche Schopenhauer-Gesellschaft in Frankfurt am Main und war als Herausgeber des Schopenhauer-Jahrbuches sowie der historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke, Briefe und Gespräche Arthur Schopenhauers tätig. Seine Schriften beschäftigen sich überwiegend mit dem Leben und Werk Schopenhauers. Von 1982 bis zu seinem Tode war er Alterspräsident der Schopenhauer-Gesellschaft.

Hübscher erhielt für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1960 anlässlich von Schopenhauers 100. Todestag die Schopenhauer-Medaille und die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main, 1967 die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main und die Goethe-Plakette des Landes Hessen, das Große Bundesverdienstkreuz (1961) mit Stern (1975) sowie 1977 die Ehrendoktorwürde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Hübschers Urne wurde auf Wunsch seiner Witwe neben Schopenhauer in dessen Grabanlage auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.[1]

Werke

  • Von Hegel zu Heidegger Gestalten und Probleme ISBN 3-15-008651-5
  • Späte Romantik. Stahlberg Verlag, Karlsruhe
  • Denker unserer Zeit mit 32 Abbildungen Piper
  • Leben mit Schopenhauer
  • Deutsche Geisteswelt Band I und Band II. Von Schopenhauer bis Heisenberg ISBN 3-7684-0621-0
  • Schopenhauer-Jahrbuch (seit 1937)
  • Späte Hymnen – Hölderlin, Friedrich. München: Piper 1942
  • Der junge Schopenhauer. München: Piper 1938
  • Arthur Schopenhauer. Leipzig: F. A. Brockhaus 1938
  • Der Klassiker der Kathederblüte - Galletti, Johann Georg August. München: Piper 1936
  • Gespräche – Schopenhauer, Arthur. Heidelberg: Carl Winter [Verl.] 1933
  • Münchner Dichterbuch. München: Knorr & Hirt 1929
  • Gegen den Einheitsstaat! München: Süddeutsche Monatshefte 1928
  • Okkultismus und Spiritismus. München: Süddeutsche Monatshefte 1927
  • Hymnen in freien Strophen – Hölderlin, Friedrich. Regensburg: Habbel & Naumann 1924

Siehe auch

  • Hübschers Nachfolger als Leiter der Schopenhauer-Gesellschaft war Rudolf Malter.

Literatur

  • Wolfgang Klötzer (Hrsg.), Frankfurter Biographie. Erster Band A-L, Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7829-0444-3
  • Andreas Hansert, Schopenhauer im 20. Jahrhundert. Geschichte der Schopenhauer-Gesellschaft, Böhlau-Verlag, Wien, Köln, Weimar 2010, ISBN 978-3-205-78589-7
  • Fabio Ciracì, In lotta per Schopenhauer. La “Schopenhauer-Gesellschaft” fra ricerca filosofica e manipolazione ideologica 1911-1948, Lecce (Italia) 2011, ISBN 978-88-8232-838-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13526537.html

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