Frankfurt am Main
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Frankfurt am Main
Frankfurt am Main
Deutschlandkarte, Position der Stadt Frankfurt am Main hervorgehoben
50.1118055555568.6859444444444112
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Höhe: 112 m ü. NN
Fläche: 248,31 km²
Einwohner:

679.664 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2737 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 60308–60599, 65929–65936
Vorwahlen: 069,
06101 (Harheim, Nieder-Erlenbach),
06109 (Bergen-Enkheim)
Kfz-Kennzeichen: F
Gemeindeschlüssel: 06 4 12 000
Stadtgliederung: 16 Ortsbezirke,
46 Stadtteile,
121 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Römerberg 23
60311 Frankfurt am Main
Webpräsenz: www.frankfurt.de
Oberbürgermeisterin: Petra Roth (CDU)
Lage der Stadt Frankfurt am Main in Hessen
Kassel Landkreis Kassel Werra-Meißner-Kreis Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Waldeck-Frankenberg Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-Kreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Gießen Main-Kinzig-Kreis Wetteraukreis Rheingau-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Kreis Groß-Gerau Frankfurt am Main Offenbach am Main Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Odenwaldkreis Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz Bayern Nordrhein-Westfalen Niedersachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Der Römer ist Frankfurts Rathaus und ein Wahrzeichen der Stadt.

Frankfurt am Main ist mit rund 680.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes Hessen und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte der Bundesrepublik Deutschland.

Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt zu den bedeutendsten urbanen Zentren Deutschlands. 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit dem Hochmittelalter Freie Reichsstadt und bis 1806 Wahl- und seit 1562 auch Krönungsstadt der römisch-deutschen Kaiser. Von 1816 bis 1866 war Frankfurt Sitz des Deutschen Bundes und 1848/49 des ersten frei gewählten deutschen Parlaments.

Heute ist Frankfurt ein bedeutendes europäisches Finanz-, Messe- sowie Dienstleistungszentrum und neben München die einzige deutsche Großstadt, welche zu den sogenannten Alpha World Cities, also den international bedeutendsten Metropolen, gezählt wird.[2] Die Stadt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Frankfurter Messe. Durch ihre zentrale Lage gehört sie mit dem Frankfurter Flughafen, dem Hauptbahnhof, dem Frankfurter Kreuz und dem weltweit dichtesten Autobahnnetz zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Europas.[3]

1875 zählte Frankfurt erstmals über 100.000 Einwohner, 1928 zum ersten Mal mehr als 500.000. In der engeren Stadtregion leben heute etwa 1,8 Millionen, im gesamten Rhein-Main-Gebiet 5,8 Millionen Einwohner.

Eine Besonderheit Frankfurts ist die Skyline, deren Wolkenkratzer zu den höchsten Gebäuden Europas gehören.

Inhaltsverzeichnis

Name

Die Legende der Frankenfurt

Frankonovurd auch Vadum Francorum lautet der Name der Siedlung auf dem Domhügel in den beiden ersten urkundlichen Erwähnungen 794 in althochdeutscher und lateinischer Sprache. Beides bedeutet Furt der Franken, eine Felsbarriere im Untergrund des Mains, die es ermöglichte, an dieser wahrscheinlich etwas oberhalb der Alten Brücke gelegenen Stelle den Fluss – der damals viel breiter war als heute – bei normalem Wasserstand gefahrlos zu überqueren. Die Furt hatte in der Römerzeit wohl noch keine strategische Bedeutung gehabt, da die von Mainz aus in das Innere Germaniens führenden Straßen den Domhügel und die sumpfige Mainniederung umgingen.

Nach dem Abzug der Römer um das Jahr 260 war der Domhügel von den Alamannen übernommen worden. Etwa um 530 lösten die Franken die Alamannen in der Herrschaft über das Untermaingebiet ab. Wahrscheinlich nutzten die neuen Herrscher die Furt nun als wichtigen Verkehrsweg, den ihre Handelspartner deshalb mit dem Namen Frankenfurt belegten.[4]

Bereits im Mittelalter erzählt der Chronist Thietmar von Merseburg eine bis heute bekannte Legende von der Gründung der Stadt durch Karl den Großen.[5] Er bringt sie in Verbindung mit den Sachsenkriegen:

„Die Herkunft dieses Ortsnamens soll dir nicht länger unklar bleiben, lieber Leser. Deshalb will ich dir jetzt erzählen, was ich von glaubwürdigen Männern darüber gehört habe. Unter der Regierung Kaiser Karls des Großen, des Sohnes König Pippins, kam es zwischen den Seinen und unseren Vorfahren (den Sachsen) zum Kriege. In diesem Kampfe wurden die Franken von den Unsrigen besiegt. Als sie nun, unkundig einer Furt, über den Main zurück mußten, ging vor ihnen eine Hirschkuh hinüber und zeigte ihnen so durch Gottes Erbarmen gleichsam den Weg. Ihr folgten sie und erreichten frohen Mutes das rettende Ufer. Danach heißt der Ort Frankfurt. Als sich der Kaiser auf diesem Feldzuge schon von den Feinden überwunden sah, wich er als erster zurück und erklärte: ‚Es ist mir lieber, daß die Leute mich schmähen und sagen, ich sei von hier geflohen, als ich sei hier gefallen. Denn so lange ich lebe, darf ich hoffen, die mir angetane schwere Schmach zu rächen.‘“

Thietmar von Merseburg: Chronicon VII, 75

Tatsächlich führte Karl der Große niemals in der Maingegend Krieg gegen die Sachsen. Auch der Name des Frankfurter Stadtteils Sachsenhausen, als vermeintlicher Ort der Ansiedlung gefangener Sachsen durch den siegreichen Kaiser, ist nur eine Legende.

Andere Legenden um den Namen und die Gründung Frankfurts sind heute weniger bekannt. Sie dienten vor allem in der frühen Neuzeit dazu, die Bedeutung Frankfurts mythisch zu überhöhen. Der Humanist Johannes Trithemius prägte im 15. Jahrhundert den Namen Helenopolis als Synonym für Frankfurt, das bis ins 18. Jahrhundert gelegentlich von anderen Humanisten genutzt wurde. Der Ursprung des Namens ist unklar. So soll Helenopolis eine Gründung des Helenos, eines Sohnes des Priamos, gewesen sein, der sich nach der Flucht aus Troja hier niedergelassen habe. Frankfurt hätte danach den gleichen mythischen Ursprung wie Rom, dessen legendäre Gründer Romulus und Remus Nachfahren geflohener Trojaner waren. Andere Autoren führten den Namen auf die Kaiserin Helena, die Mutter Konstantins des Großen, zurück.

Trithemius’ Mythos bietet auch eine Erklärung für den Namen Frankfurts an: Demnach soll um das Jahr 130 nach Christus ein gewisser Francus, ein Herzog der Hogier, die alte Stadt Helenopolis wiederhergestellt und nach seinem Namen Franckenfurt genannt haben.[6]

Die ursprüngliche Namensform Franconofurd entwickelte sich im Mittelalter zu Frankenfort oder Frankinfort, in der Neuzeit zu Franckfort und Franckfurth weiter. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich die Schreibweise Frankfurt gefestigt. Der Namenszusatz am Main findet sich bereits in den ältesten Urkunden, seit dem 14. Jahrhundert regelmäßig.[7] Umgangssprachlich wird der amtliche Name fast immer zu Frankfurt verkürzt, solange keine Verwechslungsgefahr insbesondere mit Frankfurt (Oder) besteht. Auch Namensformen wie Frankfurt/Main oder Frankfurt a. M. finden sich häufig, im Eisenbahnverkehr ist Frankfurt (Main) üblich. Weithin sind auch die Abkürzungen Ffm oder FFM in Gebrauch.

Geographie

Frankfurt und Nachbargemeinden

Geographische Lage

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral im wichtigsten Wirtschaftsraum Deutschlands. Etwa ein Drittel des Stadtgebiets ist als Landschaftsschutzgebiet Frankfurter Grüngürtel ausgewiesen. Dazu gehört auch der Frankfurter Stadtwald, einer der größten Stadtwälder Deutschlands. Das Stadtgebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung über 23,4 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung über 23,3 Kilometer.

Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212,6 Metern über Normalnull. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 Metern über Normalnull. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.

Der Flächenschwerpunkt sowie der geographische Mittelpunkt des heutigen Stadtgebietes liegen im Stadtteil Bockenheim in der Nähe des Westbahnhofes, also außerhalb des historischen Stadtkerns.[8]

Nachbargemeinden und Kreise

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg vor der Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Landkreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach).

Geologie

Das Frankfurter Stadtgebiet gehört größtenteils zur westlichen Untermainebene, im Osten zur Hanau-Seligenstädter Senke, im äußersten Norden bereits zur Wetterau.[9] Geologisch sind im Stadtgebiet die seit dem jüngeren Pliozän und im Pleistozän entstandenen vier Flussterrassen von Main und Nidda erkennbar. Die höchste Terrasse setzt sich aus Taunusgesteinen zusammen und ist im Stadtgebiet nur im Bereich des Berger Rückens anzutreffen. Auf der oberen Terrasse von 170 bis 120 Meter liegen die nördlichen und nordöstlichen Stadtteile, die nach Nordwesten zur Nidda und nach Süden am Bornheimer Hang und am Röderberg steil abfallen, sowie der Süden von Sachsenhausen mit dem Mühlberg und dem Sachsenhäuser Berg. Die mittlere Terrasse liegt in einer Höhenlage zwischen 100 und 115 Metern. Sie ist im Stadtgebiet zum Beispiel in der Kelsterbacher Terrasse und im Steilufer der Altstadt von Höchst zu erkennen. Die unterste Terrasse zwischen 95 und 90 Metern entstand im Holozän. Sie begleitet den Main zu beiden Seiten. Auf ihr liegen der Domhügel, die historische Keimzelle der Stadt, und der Karmeliterhügel. An einigen Stellen im Stadtgebiet, beispielsweise in Bockenheim (Basaltstraße) und im Stadtwald, finden sich im Untergrund Schichten von Vogelsberg-Basalt aus dem Miozän, deren Mächtigkeit bis zu 14 Meter erreicht.

Klima

Die ältesten Temperaturmessungen stammen aus dem Dezember 1695 und sind in der Chronik des Achilles Augustus von Lersner überliefert. Seit 1826 existieren kontinuierliche Messreihen,[10] wenn auch für unterschiedliche Stationen. Heute bestehen in Frankfurt mehrere Stationen des Deutschen Wetterdienstes, darunter diejenige am Flughafen, deren Messreihen bis ins Jahr 1949 zurückreichen.

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinischen Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 9,7 °C (Langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1961–1990) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 8,9 °C, Hamburg 9,0 °C, München 7,6 °C).

Das Frankfurter Klima ist deshalb insgesamt recht mild. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Im Winter liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur im Januar bei etwa 3,8 °C, die mittlere nächtliche Tiefsttemperatur bei −1,1 °C (Referenzzeitraum 1971–2000). Schnee liegt im Januar im Mittel an etwa sieben Tagen; die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist auch nicht lange liegen. Nur im Taunus, nordwestlich der Stadt, liegt im Winter häufiger Schnee.

Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25 °C (an durchschnittlich zehn Tagen im Jahr auch über 30 °C) recht warm; dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, jedoch ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit. Vor allem in der Innenstadt kann es im Sommer recht schwül werden.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 17,1 bis 19,4 °C und die kältesten Dezember bis Februar mit 1,6 bis 2,7 °C im Mittel. Die Extremwerte liegen bei −21,6 °C im Januar 1929 und +39,2 °C im August 2003.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Mittel der Jahre 1971 bis 2000 um 0,4 auf 10,1 °C, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge betrug 611 mm. In der Innenstadt liegen die mittleren Temperaturen aufgrund des Mikroklimas um etwa 0,6 °C höher als am Flughafen, während die Niederschläge im Lee des Taunus geringer sind als im Umland.

Die vorherrschende Windrichtung ist West. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 65 mm, der geringste im Februar mit 37 mm im Mittel der Jahre 1971 bis 2000.[11]

Frankfurt
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
43
 
4
-1
 
 
37
 
6
-1
 
 
48
 
10
2
 
 
43
 
15
4
 
 
60
 
20
8
 
 
61
 
22
12
 
 
65
 
25
14
 
 
53
 
25
13
 
 
50
 
20
10
 
 
55
 
14
6
 
 
52
 
8
2
 
 
56
 
5
0
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: [12]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Frankfurt
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,0 5,6 10,4 14,5 19,5 22,3 24,8 24,8 20,1 14,0 7,7 5,0 Ø 14,4
Min. Temperatur (°C) −1,3 −1,2 1,9 4,1 8,4 11,7 13,7 13,4 10,1 6,0 2,1 0,0 Ø 5,7
Niederschlag (mm) 42,5 37,1 47,6 42,8 60,2 60,6 64,9 52,9 50,0 54,6 51,8 55,7 Σ 620,7
Regentage (d) 9,8 7,1 9,3 8,5 9,8 10,3 9,3 7,8 8,1 9,3 9,7 9,9 Σ 108,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,0
−1,3
5,6
−1,2
10,4
1,9
14,5
4,1
19,5
8,4
22,3
11,7
24,8
13,7
24,8
13,4
20,1
10,1
14,0
6,0
7,7
2,1
5,0
0,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
42,5 37,1 47,6 42,8 60,2 60,6 64,9 52,9 50,0 54,6 51,8 55,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: [12]

Stadtgliederung

Stadtbezirke, Stadtteile und Ortsbezirke

Eingemeindungen von Frankfurt am Main

Die Stadt ist statistisch und administrativ in 46 Stadtteile aufgeteilt, werden jedoch bis 47 nummeriert (die Zahl 22 wird ausgelassen, aus technischen Gründen jedoch auch dem Stadtteil Preungesheim zugeordnet). Diese wiederum setzen sich aus 121 Stadtbezirken, 448 Wahlbezirken und 6.130 Blöcken zusammen.[13]

Politisch ist die Stadt in 16 Ortsbezirke aufgeteilt, die jeweils einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden haben. Die in den 1970er Jahren eingemeindeten Orte bilden nach wie vor eigene Ortsbezirke.

Der kleinste Stadtteil nach Einwohnerzahl ist Flughafen, nach Fläche Altstadt. Der größte Stadtteil nach Fläche und Einwohnerzahl ist Sachsenhausen; es folgen (nach Einwohnerzahl) Nordend und Bockenheim.

Bevölkerung in den 46 Stadtteilen am 31. Dezember 2009
Nr.
Stadtteil
Fläche (km²)[14]
Einwohner[15]
Ausländer[15]
Ausländer (%)[15]
01 Altstadt 0,51 km² 3.475 1.122 32,3 %
02 Innenstadt 1,52 km² 6.577 2.529 38,5 %
03 Bahnhofsviertel 0,53 km² 2.125 810 38,1 %
04 Westend-Süd 2,47 km² 17.288 3.445 19,9 %
05 Westend-Nord 1,67 km² 8.854 2.184 24,7 %
06 Nordend-West 3,07 km² 28.808 5.162 17,9 %
07 Nordend-Ost 1,69 km² 26.619 5.580 21,0 %
08 Ostend 5,40 km² 26.955 7.213 26,8 %
09 Bornheim 2,66 km² 27.184 6.240 23,0 %
10 Gutleutviertel 2,20 km² 5.843 1.953 33,4 %
11 Gallus 4,22 km² 26.716 11.012 41,2 %
12 Bockenheim 8,04 km² 34.740 9.034 26,0 %
13 Sachsenhausen-Nord 4,24 km² 30.374 6.507 21,4 %
14 Sachsenhausen-Süd 34,91 km² 26.114 4.847 18,6 %
15 Flughafen 20,00 km² 211 14 6,6 %
16 Oberrad 2,74 km² 12.828 3.113 24,3 %
17 Niederrad 2,93 km² 22.954 6.569 28,6 %
18 Schwanheim 17,73 km² 20.162 3.532 17,5 %
19 Griesheim 4,90 km² 22.648 8.029 35,5 %
20 Rödelheim 5,15 km² 17.841 4.863 27,3 %
21 Hausen 1,26 km² 7.178 2.135 29,7 %
22/23 Praunheim 4,55 km² 15.761 3.197 20,3 %
24 Heddernheim 2,49 km² 16.443 3.194 19,4 %
25 Niederursel 7,22 km² 16.394 3.671 22,4 %
26 Ginnheim 2,73 km² 16.444 4.024 24,5 %
27 Dornbusch 2,38 km² 18.511 3.482 18,8 %
28 Eschersheim 3,34 km² 14.808 2.657 17,9 %
29 Eckenheim 2,23 km² 14.277 3.674 25,7 %
30 Preungesheim 3,74 km² 13.568 3.442 25,4 %
31 Bonames 1,24 km² 6.362 1.288 20,2 %
32 Berkersheim 3,18 km² 3.400 592 17,4 %
33 Riederwald 1,04 km² 4.911 1.142 23,3 %
34 Seckbach 8,04 km² 10.194 1.969 19,3 %
35 Fechenheim 7,18 km² 16.061 5.635 35,1 %
36 Höchst 4,73 km² 13.888 5.279 38,0 %
37 Nied 3,82 km² 17.829 5.224 29,3 %
38 Sindlingen 3,98 km² 9.032 2.076 23,0 %
39 Zeilsheim 5,47 km² 11.984 2.555 21,3 %
40 Unterliederbach 5,85 km² 14.350 3.511 24,5 %
41 Sossenheim 5,97 km² 15.853 4.235 26,7 %
42 Nieder-Erlenbach 8,34 km² 4.629 496 10,7 %
43 Kalbach-Riedberg 6,90 km² 8.482 1.279 15,1 %
44 Harheim 5,02 km² 4.294 446 10,4 %
45 Nieder-Eschbach 6,35 km² 11.499 1.978 17,2 %
46 Bergen-Enkheim 12,54 km² 17.954 2.764 15,4 %
47 Frankfurter Berg 2,16 km² 7.149 1.715 24,0 %
Stadt Frankfurt am Main 248,33 km² 679.571 165.418 24,3 %

Eingemeindungen

Bis 1866 bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus dem Stadtbezirk mit den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallus, Westend, Nordend. Ostend, Riederwald und Sachsenhausen einschließlich des Frankfurter Stadtwaldes sowie aus dem Landbezirk mit den acht Dörfern Bornheim, Hausen, Niederursel (zur Hälfte mit dem Großherzogtum Hessen), Bonames, Nieder-Erlenbach, Dortelweil, Oberrad und Niederrad. Nach der Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen bildete deren ehemaliges Territorium den Stadtkreis Frankfurt. Ab 1877 wurden die Gemeinden des Stadtkreises, 1910 auch des 1885 gebildeten Landkreises Frankfurt, nach und nach in die Stadt Frankfurt eingegliedert. Die letzte Eingemeindung erfolgte 1977. Von den ehemaligen Frankfurter Dörfern gehört heute nur Dortelweil nicht wieder zum Stadtgebiet.

Siehe auch


Stadtbild

Panoramaansicht vom Main Tower. Die Blickrichtungen sind Osten (links), Süden (Bildmitte) und Westen (rechts).
Panoramaansicht vom Main Tower. Die Blickrichtungen sind Osten (links), Süden (Bildmitte) und Westen (rechts).

Altstadt und Innenstadt

Rekonstruierte Häuser an der Ostseite des Römerbergs
Goethe-Denkmal auf dem Goetheplatz
Alte Stadtbibliothek
Palais Quartier an der Zeil

Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden modernen Wiederaufbau, dem die Stadt ein autogerechtes Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig geblieben, von rund 3.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden Straßendurchbrüche geschaffen (Braubachstraße) und ganze Quartiere abgerissen (Judengasse). Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik.

Die Grenzen des Stadtviertels Frankfurt-Altstadt entsprechen dem Verlauf der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der sogenannten Staufenmauer. Dies entspricht etwa den Straßenzügen Neue Mainzer Straße-Kaiserstraße-Roßmarkt-Zeil-Kurt-Schumacher-Straße. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian.

Die heutige Innenstadt, ab 1333 als Neustadt erweiterter Teil der Altstadt, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und stattdessen die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Das Fischerfeld wurde bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie die Neubauten aussehen sollten. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 teilweise zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ 2005 im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürften. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur Hauptgeschäftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, heute die größte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.

Eine radikale bauliche Veränderung hat Frankfurt an der Einkaufsstraße Zeil gerade vollzogen. Dort wurde im Februar 2009 auf dem ehemaligen Gelände der Telekom zwischen dem Eschenheimer Tor und der Zeil das exklusive Einkaufszentrum MyZeil eröffnet. Zwei Hochhäuser mit Büro- und Hotelnutzung sowie die Rekonstruktion in einem dem Original ähnlichem Zustand des zwischen 1737 und 1741 erbauten, jedoch 1944 zerstörtem Palais Thurn und Taxis, wurden gebaut. Für das Palais Quartier genannte Projekt wurde unter anderem das Fernmeldehochhaus, eines der ersten Frankfurter Hochhäuser aus dem Jahr 1956, abgerissen. Das Gebäudeensembles wurde Mitte 2010 fertig gestellt. Auf dem direkt nördlich angrenzenden Grundstück wurde das 1953 errichtete Rundschau-Haus der Frankfurter Rundschau abgerissen, um Wohn- und Geschäftshäusern Platz zu machen. Das gesamte 2,25 Hektar große Areal soll vom niederländischen Projektentwickler Bouwfonds MAB neu bebaut werden.

Die nächste große Veränderung leitete 2010 der Abriss des Technischen Rathauses zwischen Dom und Römerberg ein. An dessen Stelle soll im Rahmen des Dom-Römer-Projekts der historische Grundriss der Altstadt mit rund 40 Gebäuden wieder entstehen, mindestens acht Fachwerkhäuser werden dabei originalgetreu rekonstruiert.

Gründerzeitliche Bezirke

Kaiserstraße im Bahnhofsviertel
Friedberger Warte in Bornheim
Koreanischer Pavillon im Grüneburgpark
Ebbelwoi-Viertel in Alt-Sachsenhausen

Seit etwa 1830 entstanden außerhalb der Wallanlagen die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er-Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe.

Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten Stadtteile sowie das südlich des Mains gelegene Sachsenhausen enorm. Die Frankfurter Bürger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal ein Prozent der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier bis fünf Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut – und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils abgerissen und ersetzt. Die 1877 und 1895 eingemeindeten Stadtteile Bornheim und Bockenheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand unter Oberbürgermeister Franz Adickes der Frankfurter Alleenring, eine stark befahrene Ringstraße, welche die gründerzeitlichen Stadtviertel miteinander verband. Er folgt in weiten Bereichen etwa dem Verlauf der alten Frankfurter Landwehr.

Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere Grünanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmannpark mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend befinden sich der Holzhausenpark und der Günthersburgpark. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, in dem sich unter anderem eine griechisch-orthodoxe Kirche und ein koreanischer Garten befinden. Der Palmengarten Frankfurt ist ein seit 1871 bestehender international renommierter Botanischer Garten, der etwa 2500 Pflanzenarten kultiviert und Attraktionen wie das Papageno-Musiktheater oder die Parkeisenbahn Palmen-Express beherbergt. Direkt an diesen anschließend befindet sich der Botanische Garten der Universität. Diese drei aneinander grenzenden Gärten bilden die größte innenstadtnahe Grünanlage Frankfurts. Der Ostpark im Ostend war 1907 der erste Volkspark in Frankfurt und wurde als Erholungsort für die Anwohner, wie z. B. der Arbeiter der angrenzenden Industriegebiete, konzipiert.

Höchst und die äußeren Stadtteile

Panorama des Mainufers in Höchst
Panorama des Mainufers in Höchst

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in mehreren Schritten die nördlich der Innenstadt gelegenen Stadtteile eingemeindet. Einige dieser Stadtteile hatten bereits bis 1866 zum Besitz der Freien Stadt Frankfurt gehört, andere waren zuvor nie mit Frankfurt verbunden. Um 1914 gehörte Frankfurt zu den flächenmäßig größten Städten Deutschlands. In den neuen Stadtvierteln errichtete Ernst May in den 1920er-Jahren große Wohnsiedlungen außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Dazu gehören die Siedlungen Praunheim, Römerstadt und Westhausen im Norden, die Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Hellerhofsiedlung sowie die Heimatsiedlung im Süden.

Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist und seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1977 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben sich zum Teil bis heute ihren ländlichen Charakter bewahrt (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim).

Das Enkheimer Ried im Stadtteil Bergen-Enkheim

Grüngürtel

Der seit 1994 ausgewiesene Frankfurter Grüngürtel ist ein ringförmig um den Stadtkern gelagertes Landschaftsschutzgebiet. Es umfasst mit 8.000 Hektar etwa ein Drittel des Frankfurter Stadtgebiets und soll den weiteren Landschaftsverbrauch durch zersiedelnde Bebauung verhindern. Teile des Grüngürtels gehen nahtlos in den noch größeren Schutz- und Erholungsraum „Regionalpark RheinMain“ über.

Zum Grüngürtel gehört auch der 4902 Hektar große Frankfurter Stadtwald im Süden der Stadt. Dieser zählt zu den größten innerstädtischen Wäldern in Deutschland und bedeckt die südlichen Teile von Schwanheim, Niederrad, Sachsenhausen und Oberrad sowie den nördlichen Teil des Stadtteils Flughafen.

Daneben zählen die Schwanheimer Düne, das Niddatal und der Niddapark, der Lohrberg, der Huthpark, das Enkheimer Ried, das Seckbacher Ried, der Fechenheimer Mainbogen und zahlreiche Kleingartenanlagen zum Grüngürtel.

Geschichte

Das abgebaute Standbild Kaiser Karls des Großen vor dem Historischen Museum
Stadtansicht (etwa 1612)

Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: „… actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd“ – „gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt.“ Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge vermutlich ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.

Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Frankfurt ab 1356 als ständige Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon seit 1147 die meisten Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, als letzter 1792 der Habsburger Franz II.

1806, mit dem Ende des Alten Reiches, fiel Frankfurt unter die Herrschaft des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, der es mit seinen Fürstentümern Regensburg und Aschaffenburg zu einem selbständigen Staat innerhalb des Rheinbunds vereinigte. 1810 trat Dalberg Regensburg an Bayern ab und wurde mit den Gebieten von Hanau und Fulda entschädigt. Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Aschaffenburger Gebiet bildete dieser Territorialkomplex schließlich von 1810 bis 1813 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt.

Mit dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems wurde Frankfurt am 14. Dezember 1813 von den siegreichen Alliierten einer provisorischen Verwaltung unter dem Präfekten Friedrich Maximilian von Günderrode unterstellt.

Die Nationalversammlung in der Paulskirche 1848

Auf dem Wiener Kongress plante das Königreich Bayern die Annexion Frankfurts, doch beschloss der Kongress am 8. Juni 1815 die Wiederherstellung Frankfurts als Freie Stadt innerhalb des Deutschen Bundes. Es war damit neben Hamburg, Bremen und Lübeck eine von vier Freien Städten, die ihre traditionelle Stadtfreiheit bis in die Zeit der Moderne behaupten konnten. Der Bundestag des Deutschen Bundes richtete sich in Frankfurt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Meinung stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obwohl es auch in Frankfurt schon länger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Gründen für einen freiwilligen Anschluss an Preußen plädierten. Am 18. Juli wurde die Stadt von der preußischen Rheinarmee besetzt und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgültig ihre Unabhängigkeit verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Zahlung der Kontributionen später erlassen. 1868 führte Preußen in Frankfurt die Magistratsverfassung mit einem Oberbürgermeister als Stadtoberhaupt ein. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Annexion vorteilhaft. Frankfurt gemeindete zwischen 1877 und 1910 in mehreren Etappen zahlreiche umliegende Orte ein und vergrößerte seine Fläche von 70 auf 135 Quadratkilometer. Damit wurde es schließlich sogar Anfang des 20. Jahrhunderts für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt. Mit dem raschen Bevölkerungswachstum baute die Stadt ihre öffentliche Infrastruktur aus, darunter zahlreiche Schulen, mehrere Mainbrücken, Wasserversorgung, Kanalisation, eine moderne Berufsfeuerwehr, Vieh- und Schlachthof, die Markthalle, Straßenbahnen, Bahnhöfe und Häfen. Nachdem sich die Industrie zunächst vor allem in Bockenheim, entlang der Mainzer Landstraße und in Sachsenhausen angesiedelt hatte, entstand 1909 bis 1912 der Osthafen mit einem Industriegebiet, dessen neu erschlossene Fläche so groß war wie das gesamte Ende des 19. Jahrhunderts bebaute Stadtgebiet nördlich des Mains. Neben den traditionellen Frankfurter Branchen, Gießereien und Metallwaren, Schriftgießereien und Druckereien, entstanden nun Brauereien, chemische Fabriken und, nach der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung 1891, auch eine Elektroindustrie. 1914 wurde die von Frankfurter Bürgern gestiftete Universität eröffnet.

Zerstörte Altstadt mit Dom nach den alliierten Bombenangriffen 1944, Luftbild Juni 1945

Im Ersten Weltkrieg blieb Frankfurt von Zerstörungen verschont, litt aber aufgrund seiner Lage als preußische Grenzstadt mit hessischem und bayrischem Hinterland unter einer schlechten Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Infolge der Novemberrevolution 1918 kam es zu Unruhen und zeitweiligen Straßenkämpfen, die bis Ende 1919 anhielten.

In den 1920er Jahren erlebte Frankfurt eine kulturelle Blüte, unter anderem durch seine Theater und das städtebauliche Programm des Neuen Frankfurt. 1925 fand im neu erbauten Waldstadion die erste internationale Arbeiterolympiade statt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 11.134 Juden aus Frankfurt deportiert und ermordet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Luftangriffe auf Frankfurt etwa 70 Prozent der Gebäude, darunter fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild ging dadurch verloren, da der Wiederaufbau in den 1950er-Jahren sich nicht an den alten Strukturen orientierte. Weite Teile der einstigen Altstadt werden bis heute von den damals entstandenen schlichten modernistischen Zweckbauten und Verkehrsachsen geprägt.

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Militärregierung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt am 10. Mai 1949 gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn.[16] Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden. Es beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1998 Sitz der Europäischen Zentralbank.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main

Angaben über die Einwohnerentwicklung Frankfurts basieren bis ins 19. Jahrhundert auf ungenauen Schätzungen, erst ab etwa 1810 auf Volkszählungsergebnissen und amtlichen Statistiken. Im Mittelalter gehörte Frankfurt mit rund 10.000 Einwohnern zu den mittelgroßen deutschen Städten. Im 17. Jahrhundert überschritt die Einwohnerzahl 20.000, Mitte des 18. Jahrhunderts 30.000 und um 1810 40.000. Bis zum Ende der Freien Stadt Frankfurt 1866 stieg die Stadtbevölkerung auf über 90.000, von denen rund 78.000 innerhalb der Wallanlagen wohnten. Heute leben hier noch etwa 7000 Menschen.

1875 hatte Frankfurt 100.000 Einwohner. Etwa ab 1880 gehörte es zu den zehn größten Städten Deutschlands. 1910 stand es mit 414.576 Einwohnern an neunter Stelle in Deutschland und an vierter unter den preußischen Großstädten. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs stieg die Stadtbevölkerung auf 553.464.

Im Zweiten Weltkrieg kamen mehr als 4800 Zivilisten und 12.700 Frankfurter Soldaten ums Leben, fast 12.000 jüdische Einwohner Frankfurts (von ehemals 30.000) wurden im Holocaust ermordet. Ende 1945 lebten noch 358.000 Menschen in der Stadt, in der etwa die Hälfte der Wohnungen durch den Krieg zerstört worden war.

1951 überschritt die Einwohnerzahl wieder den Stand von 1939 und erreichte 1963 mit 691.257 ihren historischen Höchststand. Durch Wanderungsverluste ins Umland nahm die Zahl der Einwohner bis 1986 auf 592.411 ab, seitdem stieg sie wieder um etwa 13,4 Prozent auf 671.927 (31. Dezember 2009), wobei die jährlich Zunahme der letzten fünf Jahre im Durchschnitt etwa 7000 Personen betrug. Diese Trendumkehr ist verbunden mit einer überproportionalen Zunahme der Einpersonenhaushalte und der Ausweisung neuer Siedlungs- und Wohngebiete für Miet- und Eigentumswohnungen sowie bezahlbaren Eigenheimen.[17]

Gemäß der Frankfurter Bevölkerungsprognose 2030 vom Dezember 2010, die auf den eigenen Fortschreibungsdaten des Bürgeramtes Statistik und Wahlen zum Stichtag 31. Dezember 2009 basiert und alle Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnsitz in Frankfurt erfasst, soll Frankfurts Einwohnerzahl bis 2020 auf etwa 725.000 steigen und danach bis 2030 auf etwa 723.000 leicht sinken.[18] Nach der aktuellen Fortschreibung der Stadt lag die Einwohnerzahl am 31. Dezember 2009 bei 679.571, am 31. Dezember 2010 bei 688.249.[19] Das Hessische Statistisches Landesamt weist für das dritte Quartal 2010 in Frankfurt 679.974 Einwohner aus.[20]

Religionen und Weltanschauungen

Der Kaiserdom St. Bartholomäus ist die größte Kirche der Stadt.
Westendsynagoge, die größte Frankfurter Synagoge
Nuur-Moschee, die erste Moschee in Frankfurt

In Frankfurt existieren zahlreiche religiöse und weltanschauliche Gruppierungen, die nicht alle offiziell registriert sind. Viele Frankfurter, vor allem Atheisten, Agnostiker und Muslime, sind zudem organisatorisch ungebunden.

Bereits im siebten Jahrhundert existierte an der Stelle des Domes eine kleine Kirche. Seit Ende des 12. Jahrhunderts entstanden in rascher Folge zahlreiche weitere Kirchen und Kapellen, teils als Stiftungen Frankfurter Bürger, teils als Ordensniederlassungen.

1533 führte die Freie Reichsstadt die Reformation ein. Nach dem Augsburger Interim von 1548 wurden die katholischen Stiftskirchen und Klöster in Frankfurt an die katholische Kirche zurückgegeben, um den Konflikt mit dem katholischen Kaiser zu vermeiden und die städtischen Privilegien (vor allem die Messen und die Kaiserwahlen) nicht zu gefährden. Die wenigen verbliebenen Katholiken hatten seit dem Augsburger Religionsfrieden von 1552 Glaubensfreiheit, konnten jedoch bis 1806 nur in Ausnahmefällen das Bürgerrecht erwerben. Aus Frankreich kamen sogenannte Réfugiés, verfolgte Hugenotten, die die erste Gemeinde von Réfugiés in Deutschland im Jahre 1554 entstehen ließen.

Die Reformierte Kirche durfte in Frankfurt erst ab 1786 eigene Kirchen errichten. 1866 schlossen sich die lutherischen und die reformierten Gemeinden zu einer Frankfurter Landeskirche zusammen.

1933 vereinigte sich die Frankfurter Landeskirche unter staatlichem Druck mit den evangelischen Kirchen von Hessen-Darmstadt und Nassau zur Evangelischen Landeskirche in Nassau-Hessen, die 1947 zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wurde. Das 1976 eingemeindete Bergen-Enkheim gehört weiterhin zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Durch Zuwanderung im 18., vor allem aber im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen. Bis 1917 bildeten die damals 86.000 Katholiken Frankfurts eine gemeinsame Stadtgemeinde, dann entstanden nach und nach mehrere Pfarreien. Die katholischen Gemeinden gehören überwiegend zum Bistum Limburg, nur Bergen-Enkheim zum Bistum Fulda sowie die 1972 eingemeindeten Stadtteile Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach zum Bistum Mainz.

Neben den beiden großen christlichen Konfessionen sind auch orthodoxe Kirchen, altorientalische Kirchen, Freikirchen und andere christliche Glaubensgemeinschaften in Frankfurt vertreten, darunter die Altkatholische Kirche, die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas.

Eine Jüdische Gemeinde wird in Frankfurt erstmals 1150 erwähnt. Zweimal, 1241 und 1349, wurden die Frankfurter Juden im Mittelalter Opfer von Pogromen. Von 1462 bis 1796 mussten sie in einem Ghetto, der Judengasse, leben. Erst 1806 wurden sie den übrigen Konfessionen gleichberechtigt. 1864 gewährte Frankfurt den Juden als einer der ersten deutschen Staaten die uneingeschränkte Gleichberechtigung.

Um 1930 lebten etwa 28.000 Juden in Frankfurt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden fast alle deportiert oder vertrieben, die vier großen Synagogen während der Novemberpogrome 1938 zerstört. 11.134 Frankfurter Juden wurden während des Holocaust ermordet. Bei Kriegsende hatten nur etwa 160 in der Stadt überlebt. Bereits kurz nach Kriegsende wurde von deportierten osteuropäischen Juden eine neue jüdische Gemeinde gegründet. Sie ist heute mit ungefähr 7.200 Mitgliedern eine der großen Gemeinden in der Bundesrepublik. Größte Frankfurter Synagoge ist die Westendsynagoge.

Die 1959 in Sachsenhausen erbaute Nuur-Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat war die erste Moschee Frankfurts und eine der ersten Deutschlands. Inzwischen gibt es in Frankfurt eine Reihe weiterer Moscheen verschiedener islamischer Glaubensgemeinschaften.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) hat ihren Hauptsitz für das Gebiet Europa Mitte in Frankfurt am Main (Eckenheim). Ferner befinden sich zwei Gemeinden in Eckenheim und Höchst. Der Frankfurt-Tempel in Friedrichsdorf war 1987 der erste mormonische Tempel in der damaligen Bundesrepublik.

Außerhalb Frankfurts, in Hofheim-Langenhain, liegt seit 1964 auch das einzige Haus der Andacht der Glaubensgemeinschaft der Bahai in Europa.

Daneben existiert im Zentrum Frankfurts die 1845 gegründete und als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannte freireligiöse Unitarische Freie Religionsgemeinde mit über 1000 Mitgliedern.

Politik

Die Hauptsatzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt.

Petra Roth

Frankfurt wird zurzeit von einer Koalition aus CDU und Grünen unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert, die ihren Rücktritt zum 1. Juli 2012 angekündigt hat. Die Neuwahlen finden im März 2012 statt.[21]

Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 182 und 183 aufgeteilt. Direktmandate bekamen bei der Wahl 2009 Matthias Zimmer (CDU) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Omid Nouripour (Grüne), sowie Wolfgang Gehrcke (Die Linke) in den Bundestag ein.

Wappen

Stadtwappen von ca. 1925–1936 von Hans Leistikow
Wappen von Frankfurt am Main
Blasonierung:

„Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler, in Gold und Blau bewehrt und bezungt.“[22]

Beschreibung:

Der Frankfurter Adler geht auf den einköpfigen Reichsadler aus dem dreizehnten Jahrhundert zurück. Als Zeichen der Abhängigkeit der Reichsstadt zum Reich trägt der Adler eine Krone. Im Jahre 1841 entwarf der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz die heutige Darstellung des Wappens. Allerdings sollte in den 1920er Jahren eine radikal vereinfachte Version des Grafikers Hans Leistikow das Wappen ersetzen:[23] Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung missfiel der Vorschlag allerdings. 1936 wurde das alte Wappen wieder eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten erneut verschiedene Darstellungsweisen des Adlers, bis 1952 die Hauptsatzung das Wappen von 1936 festlegte. Der Leistikow-Adler wird heute nur noch in Einzelfällen, auf der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt oder auf der Fahne des Instituts für Stadtgeschichte, verwendet.


Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:[24]

  • FrankreichFrankreich Lyon, Frankreich – seit 1960
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham, Vereinigtes Königreich – seit 1966
  • ItalienItalien Mailand, Italien – seit 1970
  • China VolksrepublikChina Guangzhou (Kanton), Volksrepublik China – seit 1988
  • UngarnUngarn Budapest, Ungarn – seit 1990
  • TschechienTschechien Prag, Tschechien – seit 1990
  • NicaraguaNicaragua Granada, Nicaragua – seit 1991
  • PolenPolen Krakau, Polen – seit 1991
  • JapanJapan Yokohama, Japan – seit 2011

Ferner besteht seit 1967 eine Partnerschaft zwischen dem damals noch selbständigen Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre (Frankreich).

Freundschaftsverträge gibt es mit folgenden Städten:

  • AgyptenÄgypten Kairo, Ägypten – seit 1979
  • IsraelIsrael Tel Aviv-Jaffa, Israel – seit 1980
  • KanadaKanada Toronto, Kanada – seit 1989
  • DeutschlandDeutschland Leipzig, Sachsen, Deutschland – seit 1990 Kooperation
  • Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai, Vereinigte Arabische Emirate – seit 2005

Seit 2006 besteht zudem ein Städtekontakt mit der südchinesischen Stadt Shenzhen zur Förderung der wirtschaftlichen Kooperation, seit 2007 auch mit Tianjin und Peking.

Stadthaushalt

Frankfurt hatte nach einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 1980er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück den Schuldenstand von 840 Millionen Euro (1977) auf 2,25 Milliarden (1989) erhöht.[25] Unter dem rot-grünen Magistrat stieg die Verschuldung bis 1993 auf einen Höchststand von 3,4 Milliarden. Frankfurt hatte damit zeitweise die höchste Pro-Kopf-Verschuldung unter den großen Städten (ohne Stadtstaaten) Deutschlands. Da die Auflagen der Kommunalaufsicht einen weiteren Anstieg der Nettoverschuldung untersagten, begann die Stadt ab 1994 mit der Haushaltskonsolidierung. Die Verschuldung ging danach deutlich zurück, unter anderem infolge einer drastischen Erhöhung der Gewerbesteuer, einer gemäßigten Ausgabenpolitik und einer zeitweise sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung.

2006 lag Frankfurt mit einer Verschuldung von rund 2200 Euro pro Einwohner auf dem sechsten Platz unter den fünfzehn größten deutschen Städten (Bremen etwa 17.000, Berlin etwa 16.000, Hamburg etwa 13.000, Köln etwa 3800, München rund 2700 Euro pro Kopf).[26] Aufgrund guter Steuereinnahmen und hoher Haushaltsüberschüsse sank die Verschuldung bis Ende 2010 auf 983 Millionen Euro.

Am 13. Juni 2008 veröffentlichte die Stadt ihre Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2007, mit der die Umstellung auf kaufmännische Buchführung eingeleitet wurde. Die Stadt Frankfurt verfügte demnach über ein Vermögen von 12,52 Milliarden Euro, wovon 11,8 Milliarden auf das Anlagevermögen entfielen. Die Stadt ermittelte an Besitztümern unter anderem: 1145 Kilometer Straße; 44.266 Grundstücke; etwa 1800 Gebäude; 58,6 Kilometer U-Bahn-Gleise; etwa 2500 Pflanzenarten im Palmengarten; etwa 4500 Tiere aus 580 Arten im Zoo; 4902 Hektar Stadtwald. Den höchsten Buchwert aller Gebäude hat der Dom mit 58 Millionen Euro. Das städtische Eigenkapital lag bei 8,29 Milliarden, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 66,2 Prozent. Die Verbindlichkeiten lagen bei 1,8 Milliarden, die im Wesentlichen zur Deckung von Pensionsansprüchen gebildeten Rückstellungen bei 1,2 Milliarden.[27]

2007 und 2008 erzielte die Stadt Jahresüberschüsse von jeweils über 500 Millionen Euro.[28] Infolge der Finanzkrise sanken die Steuererträge um über 400 Millionen pro Jahr, deshalb erwartet die Stadt nach einem geringen Überschuss 2009 im Produkthaushalt für die Jahre 2010 und 2011 und in den Folgejahren bis mindestens 2013 deutlich negative Ergebnisse.[29]

Hauptgrund ist die Entwicklung der Gewerbesteuer als wichtigste Steuerquelle der Stadt Frankfurt. 2008 wurde ein Rekordwert von 1,64 Milliarden Euro eingenommen. Damit hat Frankfurt nach München (1,9 Mrd. Euro) die bundesweit höchsten Einnahmen aus der Gewerbesteuer, jedoch ist München gemessen an der Einwohnerzahl fast doppelt so groß wie Frankfurt. Ähnlich große Städte wie Stuttgart oder Dortmund erzielen nur etwa die Hälfte oder gar ein Fünftel der Frankfurter Einnahmen.[30] 2010 erzielte die Stadt Gewerbesteuereinnahmen von 1,3 Milliarden Euro, für 2011 werden gemäß Haushaltsplan etwa 1,1 Milliarden Euro erwartet.[31]

Wirtschaft und Standortfaktoren

Das Bankenviertel von der Zeilgalerie aus gesehen

Laut einer 2001 erstellten Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die produktivste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten (vor Karlsruhe, Paris und München).[32] Die Stadt ist heute eine der reichsten und leistungsfähigsten Metropolen Europas. Das macht sich auch an der hohen Anzahl internationaler Unternehmensvertretungen bemerkbar. In einer jährlichen Studie (European Cities Monitor, 2009) von Cushman & Wakefield hält Frankfurt seit 20 Jahren den dritten Platz als bester Standort für internationale Konzerne in Europa (nach London und Paris).[33] Für das Bundesland Hessen hat Frankfurt eine zentrale Bedeutung, 40 Prozent der 4,24 Milliarden Euro Gewerbesteuereinnahmen in Hessen stammen aus Frankfurt.[34]

Arbeiten in Frankfurt

Frankfurt ist mit 622.600 Erwerbstätigen[35] bei rund 680.000 Einwohnern die Stadt mit der höchsten Arbeitsplatzdichte und den meisten Pendlern in Deutschland. Die Zahl der täglichen Einpendler lag 2009 bei 324.097 während die Zahl der Auspendler 66.251 betrug.[36] 71.500 Menschen arbeiten am Frankfurter Flughafen, der größten lokalen Arbeitsstätte Deutschlands, und rund 73.200 Menschen waren 2010 bei Frankfurter Kreditinstituten beschäftigt.[37]

Die hohe Wirtschaftskraft der Stadt schlägt sich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des Speckgürtels hauptsächlich im Vordertaunus nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren, weshalb sich hier zwei der fünf reichsten Landkreise Deutschlands, nämlich der Hochtaunuskreis mit Bad Homburg vor der Höhe als Kreisstadt, und der Main-Taunus-Kreis mit Hofheim am Taunus als Kreisstadt befinden.

Die Stadt hat zudem die höchste Bruttowertschöpfung und das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner sowie pro Erwerbstätigen unter allen deutschen Großstädten.[38]

Lebensqualität

Laut einer Untersuchung des Unternehmens Marsh & McLennan Companies von 2010[39] belegt Frankfurt in einer Rangliste internationaler Großstädte mit der höchsten Lebensqualität weltweit den 7. Platz und teilt sich diesen mit München, Düsseldorf belegt als beste deutsche Stadt im Ranking Platz 6. Eine ähnliche Untersuchung von The Economist (2011)[40] sieht Frankfurt weltweit auf Platz 18, in Deutschland nur geschlagen von Hamburg auf Platz 14. Im Wealth Report (2011)[41] erringt Frankfurt Platz 4 im weltweiten Vergleich (beste deutsche Stadt: Berlin auf Platz 2).

Eine jährliche Bürgerbefragung der Stadt Frankfurt im Dezember 2010[42] ergab, dass 66 Prozent aller Frankfurter Bürger allgemein zufrieden oder sehr zufrieden mit der Stadt sind, lediglich 6 Prozent gaben an, sie seien mit der Stadt unzufrieden. Seit 1993 ist damit der Anteil der Zufriedenen um 22 Prozent gestiegen während der Anteil der Unzufriedenen um 8 Prozent abnahm. 84 Prozent der Frankfurter leben gerne in ihrer Stadt, 13 Prozent würden lieber woanders wohnen. Die Zufriedenheit mit der öffentlichen Sicherheit in Frankfurt beträgt 37 Prozent (1993: lediglich 9 Prozent), unzufrieden sind 22 Prozent (1993: 64 Prozent).

Kriminalität

Andererseits steht Frankfurt seit Jahren an der Spitze der Kriminalitätsstatistik aller Kommunen in Deutschland und wird als „Kriminalitätshauptstadt“ bezeichnet, da in der Stadt die meisten Straftaten bezogen auf die Einwohnerzahl registriert werden (2008 waren es 15.976 Delikte je 100.000 Einwohner).[43]

Diese Erhebung, die nur die Einwohnerzahl von 680.000 Menschen als maßgebende Größe zugrunde legt, wird jedoch regelmäßig kritisiert, da sie wichtige Faktoren außer Acht lässt: Im Falle Frankfurts ist anzuführen, dass sich durch den bundesweit höchsten Pendlersaldo täglich rund 260.000 Menschen zusätzlich in der Stadt aufhalten, hinzu kommen noch 1,5 bis 2,5 Millionen Messegäste sowie etwa 53 Millionen Fluggäste jährlich, die sich ebenfalls im Stadtgebiet aufhalten. Rund 6 Prozent aller Straftaten werden am Flughafen registriert, darunter Frachtdiebstähle, Passvergehen sowie Verstöße gegen die Einreisebestimmungen und das Luftverkehrsgesetz. Einen großen Anteil an den in Frankfurt registrierten Delikten hat die Beförderungserschleichung (rund 6,7 Prozent aller in Deutschland registrierten Fälle) sowie Kreditkarten- und Kontobetrug, da diese Delikte am Hauptsitz der Banken registriert werden, unabhängig vom tatsächlichen Tatort. Bei den sicherheitsrelevanten Straftaten, also Gewaltdelikte wie Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Raub und Körperverletzung, liegt der Anteil an allen Straftaten in Frankfurt bei 2,9 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,4 Prozent, zudem sank die Zahl der Gewaltdelikte von 2005 bis 2008 um 5 Prozent. Mit 470 Gewaltdelikten je 100.000 Einwohner (2008) liegt Frankfurt auf Rang 12 aller deutschen Großstädte, mit Berücksichtigung der Pendler wäre es sogar nur Platz 21.[44]

Ansässige Unternehmen

In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, darunter Chemiekonzerne, Werbeagenturen (u. a. die Deutschlandzentrale von Saatchi & Saatchi sowie eine Niederlassung von JWT), Softwareunternehmen und Call-Center. Die Konzernentwicklung sowie weitere bedeutende Abteilungen der Deutschen Bahn und die Tochtergesellschaft DB Netz befinden sich in der DB-Zentrale im Gallus. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als „Apotheke der Welt“. Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch finden sich in Frankfurt die Deutschlandzentralen von großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé und Ferrero, sowie der Sitz der größten Brauereigruppe Deutschlands, der Radeberger Gruppe. Mit KPMG hat eine der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ihren Europa-Sitz in Frankfurt. PricewaterhouseCoopers hat seine Deutschlandzentrale in Frankfurt, Deloitte Touche Tohmatsu eine Niederlassung und Ernst & Young eine Niederlassung jenseits der Stadtgrenze in Eschborn. Auch einige der größten Unternehmensberatungen und internationale Anwaltskanzleien sind in Frankfurt vertreten.

Finanzsektor

Frankfurt am Main ist ein bedeutender Finanzstandort und Börsenplatz und zählt zu den wichtigsten Finanzzentren weltweit. 2010 wurde Frankfurt durch das GaWC (Globalization and World Cities Research Network) aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung als "Alpha-Weltstadt" (Kategorie 3) klassifiziert, was eine Verbesserung zum Ranking von 2008 darstellte, in dem Frankfurt in Kategorie 4 vertreten war.[45][46] Seit 2010 ist auch München als "Alpha-Minus-Weltstadt" (Kategorie 4) vertreten.

In Frankfurt sind, neben der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank, die vier größten deutschen Banken (Stand: 2010)[47] angesiedelt: Deutsche Bank, Commerzbank, Kfw Bankengruppe und DZ Bank.

Deutsche Bank und Commerzbank sind als Universalbanken tätig und unterhalten Niederlassungen weltweit. Hauptaufgabe der Kfw Bankengruppe ist die Förderung des Mittelstands und von Existenzgründern, die DZ Bank ist ein Zentralinstitut des genossenschaftlichen Finanzsektors. Als Tochtergesellschaften der DZ Bank sind auch Union Investment, DVB Bank und Reisebank in Frankfurt beheimatet, zudem hat die Frankfurter Volksbank als zweitgrößte Volksbank Deutschlands hier ihren Sitz.

Die Hauptzentrale von Standard & Poor’s befindet sich im Main Tower

Unter den öffentlichen-rechtlichen Kreditinstituten haben auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die DekaBank, die Rentenbank und die Frankfurter Sparkasse ihren Sitz in Frankfurt.

Auch die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa, ist in Frankfurt beheimatet. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz oder ihre Deutschlandzentrale in Frankfurt, diese sind u. a. die SEB AG, das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser, Delbrück Bethmann Maffei, die BHF-Bank und die Corealcredit Bank. Aus dem Kreis der Nachhaltigkeitsbanken ist die Triodos Bank mit ihrer deutschen Niederlassung und die GLS Bank mit einer Filiale in Frankfurt vertreten.

Ende 2010 hatten zudem 154 Auslandsbanken ihren deutschen Hauptsitz in Frankfurt, weitere 40 waren mit einem Büro vertreten.[48]

Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen Frankfurter Wertpapierbörse und XETRA ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.

Darüber hinaus befinden sich die drei weltweit bedeutendsten (Kredit-)Ratingagenturen in Frankfurt. Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch Ratings haben hier Ihre Deutschlandzentrale. Sie gehören zu den Großen Drei ("Big Three") dieser Branche.[49][50][51]

Bau- und Immobilienwirtschaft

Rund 11.300 Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft sind in Frankfurt ansässig mit zusammen knapp 29.900 Beschäftigten (Stand: 2008). 1999 hatte die Branche noch über 36.000 Menschen beschäftigt. Zu den größten Unternehmen zählen DTZ Zadelhoff, Jones LangLaSalle, Atisreal, Bilfinger Berger, Hochtief, Porr Deutschland, Techem, Nassauische Heimstätte, ABG Frankfurt Holding, Wayss & Freytag, WISAG, Ed. Züblin und Albert Speer & Partner.[52] Der grunderwerbsteuerpflichtige Immobilienumsatz betrug 2008 über 4 Milliarden Euro.

Einzelhandel

Die Zeil ist Frankfurts bekannteste Einkaufsstraße

Die 600 Meter lange Zeil in der Innenstadt ist die bekannteste und umsatzstärkste Einkaufsstraße in Frankfurt. Mit bis zu 13.035 Passanten pro Stunde (Stichtag 5. Mai 2011) hat sie laut Kemper's Jones Lang LaSalle die dritthöchste Besucherfrequenz im bundesweiten Vergleich.[53] Den zweiten Platz nimmt die Zeil 2009 im bundesweiten Mietpreisvergleich für Einzelhandelsflächen ein. Ein Ladenbesitzer zahlt hier bis zu 265 Euro pro Quadratmeter. Im Februar 2009 wurde hier das neue Einkaufszentrum MyZeil im Palais Quartier eröffnet.

Während die auf der Zeil ansässigen Geschäfte in der günstigen bis mittleren Preiskategorie liegen, ist die nahe gelegene Goethestraße für ihre Luxusmarken bekannt. Die Goethestraße hatte 2011 die dritthöchste Besucherfrequenz unter allen deutschen Luxusmeilen mit 2.040 Passanten pro Stunde.[54] Weitere wichtige Einzelhandelsstandorte in Frankfurt sind das Nordwestzentrum in der Nordweststadt, eines der größten Einkaufszentren Deutschlands, das Hessen-Center im Stadtteil Bergen-Enkheim und das unmittelbar an der Stadtgrenze gelegene Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach.

Darüber hinaus gibt es diverse Einkaufsstraßen in den Stadtteilen, wie die Berger Straße in Bornheim, die Schweizer Straße in Sachsenhausen, die Leipziger Straße in Bockenheim, die Königsteiner Straße in Höchst oder der Oeder Weg, der sich von der Innenstadt in das Nordend erstreckt.

Eine weiterer Einzelhandelsstandort entsteht durch den 2011 begonnen Bau des Skyline Plaza[55], ein Einkaufszentrum, welches auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs im Europaviertel errichtet wird und Platz für 180 Geschäfte bietet.

Automobilhersteller

Frankfurt ist Sitz zahlreicher Deutschland- und Europazentralen ausländischer Automobilkonzerne, wie Fiat (mit Alfa Romeo und Lancia) und Kia. Vor den Toren der Stadt residieren neben Opel in Rüsselsheim auch noch Jaguar (Schwalbach a. Ts.) und Saab (Rüsselsheim). Im angrenzenden Weiterstadt haben Škoda und Seat Deutschland ihren Hauptsitz. Der japanische Hersteller Mazda betreibt in Oberursel ein Designzentrum. In Offenbach am Main ist der Sitz der Nordeuropa-Zentrale sowie der Entwicklungs- und Designabteilung von Honda und der europäischen Vertriebszentrale von Hyundai.

Darüber hinaus ist auch die Zulieferindustrie stark vertreten. So ist die Continental AG mit Produktions-, Verwaltungs- und Entwicklungsstandorten in Frankfurt, Eschborn, Schwalbach, Karben, Babenhausen und Friedberg vertreten. Die Automobilhersteller und -zulieferer der Region haben sich im Automotive Cluster Rhein Main Neckar zusammengeschlossen.

IT- und Telekommunikationsunternehmen

Frankfurt ist der Sitz zahlreicher Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche. Dazu zählen große konzerngebundene Unternehmen wie T-Systems, Finanz Informatik, DB Systel und Lufthansa Systems. Die Telekommunikationsdienstleister Colt und Level 3 sowie der Telekommunikationsausrüster Avaya haben hier ihre Deutschlandzentrale. Die zentrale Registrierung für Deutschland-bezogene Domainnamen erfolgt bei der in Frankfurt ansässigen DENIC. Das Internationale Netzmanagement-Center (INMC) am Europaturm koordiniert und sichert den Betrieb des globalen Sprach- und Datennetzwerkes der Deutschen Telekom AG. Die Firma Crytek ist ein renommierter Entwickler von Computerspielen, ebenso haben Atari-Deutschland und Konami-Europe hier ihren Sitz. Eine besonders hohe Konzentration von IT-Unternehmen findet sich in ehemaligen Industriegebieten entlang der Hanauer Landstraße, der Mainzer Landstraße und der Gutleutstraße. Im Großraum Frankfurt finden sich IT-Unternehmen vor allem in Bad Homburg, Eschborn, Kronberg, Langen und Neu-Isenburg.

Verbände und Normenkommissionen

Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband der Photoindustrie, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE), der Verband der Köche Deutschlands, der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Verband der Automobilindustrie (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Der VDA richtet auch alle zwei Jahre die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt aus. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft, verleiht zahlreiche wissenschaftliche Preise und organisiert alle drei Jahre zusammen mit der Messe Frankfurt die Achema, die weltgrößte Messe für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie.

Gewerkschaften

In Frankfurt sind mit ihrem Hauptsitz die dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angehörigen Gewerkschaften IG Metall, IG Bauen-Agrar-Umwelt und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ansässig. Außerdem befindet sich der Hauptsitz der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer in Frankfurt.

Ein Wahrzeichen der Stadt: der Messeturm am Messegelände

Messe

Handelsmessen finden in Frankfurt am Main seit dem Mittelalter statt. 1240 gewährte Kaiser Friedrich II. der Stadt das Messeprivileg, unter dessen Schutz sich die alljährlich stattfindende Herbstmesse zur Drehscheibe für den europäischen Fernhandel entwickelte. 1330 kam die Frühjahrsmesse hinzu. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden. Nach einer Zeit des Niedergangs seit dem 18. Jahrhundert konnte die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an die alte Messetradition anknüpfen.

Wichtige Messen in Frankfurt sind die Frankfurter Buchmesse, die Internationale Automobilausstellung, die Achema und die Ambiente der Messe Frankfurt. Die traditionsreichste Messe, die heute Tendence genannte Herbstmesse, hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung verloren.

Jüngere wirtschaftliche Entwicklung

Eine Studiengruppe von Ökonomen untersucht jährlich im Auftrag von MasterCard die wichtigsten Geschäftszentren der Welt. Frankfurt am Main kam dabei 2007 auf den siebten Platz, weit vor allen anderen deutschen Standorten, da diese mehr national als global ausgerichtet sind.[56] Die Bedeutung der Globalisierung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zeigt sich auch in einem umfassenden Strukturwandel, dem die Frankfurter Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt war.

Ab 1988 waren fünf, zwischen 1990 und 1996 sogar 6 von 30 DAX-Unternehmen in Frankfurt ansässig, darunter drei Banken (Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, Dresdner Bank AG) und drei Industriekonzerne (Degussa AG, Hoechst AG und Metallgesellschaft). Mitte 2007 gibt es in Frankfurt nur noch drei DAX-Konzerne, zwei Banken (Commerzbank und Deutsche Bank) und ein Dienstleistungsunternehmen (Deutsche Börse). Der Strukturwandel hatte in den 1980er-Jahren zunächst die in Frankfurt traditionell sehr starke Metall- und Elektrobranche erfasst. Unternehmen wie Hartmann & Braun, Vereinigte Deutsche Metallwerke, Demag, Naxos-Union, Adlerwerke oder VDO legten ihre Frankfurter Werke still oder verlagerten ihren Sitz, zumeist nach Fusionen oder Übernahmen. Der ehemals zweitgrößte deutsche Elektronikkonzern AEG wurde 1982 nach einem Vergleich von Daimler-Benz übernommen und 1996 nach jahrelangem wirtschaftlichem Niedergang liquidiert. Die Metallgesellschaft verlegte nach ihrer Umfirmierung als GEA Group 2005 ihren Sitz nach Bochum.

Obwohl Frankfurt einer der größten Standorte der Chemie- und Pharmaindustrie in Europa ist, hat heute keines der großen Unternehmen mehr seinen Sitz in Frankfurt. Die Hoechst AG war in den 1970er- und 1980er-Jahren zeitweise das nach Umsatz größte Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. 1997 spaltete sie sich unter ihrem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Dormann in mehrere Unternehmen auf, die nach verschiedenen Fusionen und Übernahmen heute aus den USA (Celanese), der Schweiz (Clariant) und Frankreich (Sanofi-aventis) geführt werden. Der Industriepark Höchst, das ehemalige Werksgelände in Höchst, ist jedoch nach wie vor einer der drei größten Chemiestandorte Europas und hat heute mehr Arbeitsplätze als in den 1990er-Jahren.

1995 wurde die Cassella AG in Fechenheim, einst einer der größten Hersteller von Farbstoffen, auf die Hoechst AG verschmolzen. Der Geschäftsbereich fiel 1997 bei der Aufteilung von Hoechst an Clariant. Das ehemalige Cassella-Werk an der Mainkur besteht noch heute als Sitz der AllessaChemie GmbH. Der Name des Unternehmens enthält ein Ananym von Cassella.

Die Degussa verlegte 2001 ihren Sitz nach Düsseldorf und gehört heute zum Essener Evonik-Konzern.

Die Deutsche Bahn verlegte im Zuge der Wiedervereinigung im Jahr 2000 ihre Konzernzentrale nach Berlin, die Konzernentwicklung und andere zentrale Abteilungen sowie die Tochtergesellschaften DB Netz und DB Systel sind jedoch weiterhin in Frankfurt ansässig.

Die hohe Gewerbesteuer, die hohen Büromieten und die hohen Grundstückspreise Frankfurts brachten einige Unternehmen dazu, in den Speckgürtel vor die Tore der Stadt auszuweichen. So errichtete die Deutsche Bank ihr neues Rechenzentrum in den 1990er-Jahren in Eschborn, die BHF-Bank ihr Rechenzentrum 1997 in Offenbach.

Nach der 2011 erschienenen Konjunkturumfrage der IHK Frankfurt am Main hat sich die Stimmung trotz der Finanzmarktkrise in nahezu allen Wirtschaftsbereichen merklich verbessert.[57]

Am 26. September 2011 wurde die neue Produktionsanlage von Ticona eröffnet.[58][59] Diese Produktion wurde vom Standort Kelsterbach zum Industriepark Höchst verlegt. Ansonsten würde - bedingt durch den weiteren Ausbau des Rhein-Main-Flughafens mit einer zusätzlichen Start- und Landebahn - bei einem eventuellen Flugzeugabsturz die große Gefahr eines Störfalls mit unabsehbaren Folgen für die ganze Region bestehen. Dafür erhielt Ticona von Fraport einen Betrag von 650 Millionen Euro als Entschädigung.

Kaufkraft

Trotz des Strukturwandels behauptete Frankfurt seine Position beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Erwerbstätigen in den Jahren 2002 bis 2007 unter den deutschen Großstädten, ebenso bei der Lebensqualität und der Zuzugsattraktivität. Der Rückgang klassischer Industrien wurde zum einen kompensiert durch Wachstum im Dienstleistungssektor, darunter Unternehmen wie Fraport und Deutsche Börse, zum anderen durch Neuansiedlungen der Deutschland- oder Europazentralen ausländischer Großunternehmen, so in der Automobil- und IT-Industrie. Die Stadt versucht eine einseitige Ausrichtung auf die Finanzbranche zu vermeiden und unterstützt beispielsweise den Ausbau Frankfurts als Forschungsstandort der Biotechnologie. Bei Kriterien wie Zuwachs an Einwohnern, Arbeitslosenrate oder Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner und Erwerbstätigen hat Frankfurt daher seine starke Stellung behalten. Die Einkommen sind die höchsten Deutschlands.[60] Die meisten besserverdienenden Arbeitskräfte wohnen allerdings in den direkt an Frankfurt angrenzenden großen und dichtbesiedelten Landkreisen des Vordertaunus (in den Städten Bad Soden am Taunus, Königstein im Taunus und Kronberg im Taunus).[61] Trotzdem weist auch Frankfurt mit 114,4 (Stand 2010) einen überdurchschnittlich hohen Kaufkraftindex auf.

Tourismus

Auch der Tourismus ist von maßgeblicher und wachsender Bedeutung für Frankfurt. Neben Geschäftsreisenden und Messebesuchern wird die Stadt auch immer mehr für Touristen aus aller Welt interessant: 2007 hatte Frankfurt rund 2,5 Millionen Besucher zu verzeichnen und lag damit im Bundesvergleich hinter Berlin und München auf Platz 3 der beliebtesten Städtereiseziele.[62] 2009 stieg die Zahl der Besucher auf 3,0 Millionen und 2010 auf 3,4 Millionen, dennoch rutschte Frankfurt damit hinter Hamburg auf Platz 4 der beliebtesten deutschen Städte. Weiterhin hat Frankfurt jedoch das höchste Einwohner/Gast-Verhältnis: Auf jeden Einwohner kommen statistisch gesehen rund 5 Gäste.[63]

Verkehr und Infrastruktur

Die Stadt Frankfurt am Main ist dank ihrer zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Europa. Hier treffen Bahn, Straßenverkehr, Binnenschifffahrt und Luftverkehr aufeinander. Nach einer Untersuchung von Marsh & McLennan Companies (2009)[39] hat Frankfurt die achtbeste Infrastruktur aller Städte weltweit (bezogen u. a. auf Luftverkehr, öffentlicher Personennahverkehr und Verkehrsbelastung) und liegt damit vor Weltstädten wie London, Paris, Sydney, Tokio oder New York. In Deutschland schneiden lediglich München (Platz 2) und Düsseldorf (Platz 6) besser ab.

In Frankfurt wurde 1909 die erste Fluggesellschaft der Welt (DELAG) gegründet.

Flughafen und Frankfurter Kreuz

Flughafen

Hauptartikel: Flughafen Frankfurt am Main

Die Stadt verfügt mit dem Flughafen Frankfurt am Main über einen der größten internationalen Flughäfen der Welt. In Europa ist er gemessen an der Zahl der Passagiere der drittgrößte nach den Flughäfen London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle. Beim Frachtaufkommen steht der Frankfurter Flughafen an erster Stelle in Europa. Im Jahr 2010 wurden 53 Millionen Passagiere und 2,2 Millionen Tonnen Fracht befördert.

Anders als es der Name vermuten lässt, befindet sich der Flughafen Frankfurt-Hahn nicht in Frankfurt, sondern liegt etwa 120 Kilometer westlich in Lautzenhausen (Rheinland-Pfalz). Der elftgrößte Passagierflughafen Deutschlands transportierte 2007 4,0 Millionen Fluggäste.

Der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach liegt ebenfalls nicht im Frankfurter Stadtgebiet, sondern 17 Kilometer südlich in Egelsbach.

Straße

Am Frankfurter Kreuz in der Nähe des Flughafens kreuzen sich die Bundesautobahnen A 5 (Hattenbacher DreieckBasel) und A 3 (ArnheimLinz). Es ist mit etwa 320.000 Fahrzeugen pro Tag das meist befahrene Autobahnkreuz in Deutschland.

Weitere an Frankfurt angeschlossene Autobahnen sind die A 66, die im Westen bis Wiesbaden und im Osten bis Fulda führt, die kurze A 648 als wichtiger Zubringer zum Messegelände und der Innenstadt sowie die A 661, die in Nord-Süd-Richtung von Oberursel nach Egelsbach verläuft. Die A 5 im Westen, die A 661 im Nordosten und die A 3 im Süden umgeben Frankfurt als Autobahnring. Dieser Autobahnring begrenzt die am 1. Oktober 2008 eingerichtete Umweltzone.[64]

Im Einzugsbereich der Stadt liegen ebenfalls die Bundesstraßen B 3, B 8, B 43 und B 44.

In kommunalen Besitz befinden sich 1145 Kilometer Straße. Frankfurt hat mit 715 Autos pro 1000 Einwohner die größte Autodichte aller deutschen Großstädte. Durch zahlreiche Stadtautobahnen (teilweise als Bundesautobahn, teilweise als autobahnähnlich ausgebaute Bundes- oder Landesstraßen) ist die Stadtregion für den Individualverkehr gut erschlossen.

Mehrere Fernbuslinien verbinden Frankfurt unter anderem mit Berlin, Hamburg, Mannheim und München.

Hauptbahnhof
Hbf-Halle mit niederländischem ICE-3M
S-Bahn Rhein-Main
U-Bahn
Straßenbahn

Bahnverkehr

Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof einen der verkehrsreichsten Personenbahnhöfe Europas. Die Deutsche Bahn bezeichnet ihn als die wichtigste Verkehrsdrehscheibe im Eisenbahnverkehr in Deutschland.[65] Mit 13 Linien ist er der wichtigste Knotenpunkt im nationalen ICE-Netz.

Mit etwa 350.000 Fahrgästen und Besuchern pro Tag belegt er in Deutschland zusammen mit dem Münchener Hauptbahnhof den zweiten Platz nach dem Hamburger Hauptbahnhof (etwa 450.000 Fahrgäste und Besucher täglich). Seiner Fläche nach gehört er zusammen mit dem Leipziger Hauptbahnhof und dem Zürcher Hauptbahnhof zu den größten Bahnhöfen Europas. Seit dem Jahr 2002 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf 1¼ Stunden verkürzt. Zudem existiert eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris im Rahmen des Rhealys-Projekts. Passagiere können in weniger als vier Stunden zwischen dem Frankfurter Hauptbahnhof und dem Gare de l’Est in Paris verkehren.

Mit dem Flughafen-Fernbahnhof existiert auf dem Stadtgebiet ein weiterer Bahnhof von herausragender Bedeutung vor allem im Hochgeschwindigkeitsnetz. Zusammen mit dem Südbahnhof sorgt er für eine Entlastung des an der Kapazitätsgrenze operierenden Hauptbahnhofs.

Die Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene ist allerdings zurückgegangen: Die Deutsche Bahn hatte 1996 beschlossen, den großen Hauptgüterbahnhof im Westen Frankfurts zu schließen. Die freien Flächen werden heute teilweise von der angrenzenden Frankfurter Messe genutzt; zudem entsteht auf dem Areal der neue Stadtteil Europaviertel. Mit dem Ostbahnhof ist heute nur noch ein kleinerer Rangierbahnhof im Betrieb.

Öffentlicher Nahverkehr

Das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der teilweise zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Stadtbussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Von neun S-Bahn-Linien befahren acht den sieben Stationen umfassenden City-Tunnel durch die Innenstadt. An den Stationen Hauptbahnhof, Hauptwache, Konstablerwache und Südbahnhof bilden S- und U-Bahn gemeinsame unterirdische Schnellbahnknoten.

Das größte Verkehrsunternehmen für die lokalen Verkehrsmittel in der Stadt ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH übernimmt die Koordination und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), der für die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zuständig ist.

Am Frankfurter Flughafen entstand 1994 die 3,8 Kilometer lange vollautomatische fahrerlose Hochbahn SkyLine. Sie verbindet die beiden Terminals und soll durch eine neue Verbindung zwischen Fernbahnhof und zukünftigem Terminal 3 erweitert werden.

Binnenschifffahrt

Hauptartikel: Häfen in Frankfurt am Main

In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt über den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden. Frankfurt besitzt nach der Umwandlung des Westhafens in ein Wohn- und Büroquartier noch den Osthafen, den Flusshafen Gutleutstraße und den Hafen des Industrieparks Höchst.

Elektronische Kommunikation

Auch für das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Unter anderem befindet sich hier der größte deutsche Internet-Knoten DE-CIX und die DENIC, die Domainregistrierungsstelle für die Top-Level-Domain „.de“. Gemessen am gesamten durchschnittlichen Datenverkehr ist der DE-CIX weltweit die Nummer eins.[66]

Krankenhäuser

In der Stadt befinden sich 27 Kliniken.

Siehe auch: Kategorie:Krankenhaus in Frankfurt am Main

Kanalisation

Das Rohrsystem der Frankfurter Kanalisation verläuft rund 1600 Kilometer lang unter den Straßen. 1877 wurden die ersten Abwasserkanäle an der Alten Oper verlegt, bereits 1897 ging die erste Kläranlage in Betrieb. Frankfurt und Hamburg waren die beiden ersten Städte auf dem Kontinent, die so versuchten die latente Seuchengefahr zu bekämpfen.

Die Investitionen, die vergraben unter der Straßendecke allen zugute kommen, entsprechen einem Buchwert von etwa einer halben Milliarde Euro.

Staatliche Einrichtungen und Organisationen

Eurotower, der Sitz der Europäischen Zentralbank

Seit 1957 hat die Deutsche Bundesbank ihren Sitz in Frankfurt. Seit 1998 ist die Europäische Zentralbank, verantwortlich für die Geldpolitik der siebzehn EU-Länder in der Eurozone, hier beheimatet. Seit 2004 ist Frankfurt Sitz der Europäischen Versicherungsaufsicht (CEIOPS).[67]

Daneben haben die KfW Bankengruppe und das deutsche International Finance Corporation-Büro (als Teil der Weltbankgruppe) ihren Sitz hier.

Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Nationalbibliothek. Die Gerichtsbarkeit ist mit dem für Hessen zuständigen Oberlandesgericht Frankfurt, dem Hessischen Landesarbeitsgericht, dem Landgericht Frankfurt am Main, dem Sozialgericht Frankfurt am Main, dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main, dem Verwaltungsgericht Frankfurt am Main und dem Amtsgericht Frankfurt am Main vertreten. Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt zudem Sitz des Bundesdisziplinargerichts.

Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main ist eines der sieben hessischen Polizeipräsidien. Kommunale Sicherheits- und Ordnungsaufgaben sind der Stadtpolizei Frankfurt(Hilfspolizei im Sinne des § 99 HSOG)übertragen. Frankfurt ist Sitz der Oberfinanzdirektion Hessen. In Frankfurt findet man auch ein Hessisches Amt für Versorgung und Soziales. Die aus einer 1874 gegründeten Berufsfeuerwehr und 28 Freiwilligen Feuerwehren bestehende Feuerwehr Frankfurt betreibt zehn Feuerwachen.

Frankfurt ist zudem Sitz von 92 Konsulaten.[68] Nur New York und Hamburg haben mehr ausländische Vertretungen, ohne dabei Hauptstadt eines Staates zu sein. China und Russland haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet. Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Eckenheim ist das größte US-amerikanische Konsulat der Welt.

Medienstandort

Zeitungen und andere Printmedien

Frankfurt, eine der ältesten Zeitungsstädte der Welt, ist Sitz von zwei überregionalen Tageszeitungen. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhält Redaktion und Verlagshaus an der Mainzer Landstraße im Gallus. Die linksliberale Frankfurter Rundschau hat beides seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zudem erscheint in Frankfurt noch die Börsen-Zeitung. Eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung ist die Frankfurter Neue Presse, im Verlag der Frankfurter Societät in direkter Nachbarschaft zur F.A.Z. In Frankfurt erscheint die russischsprachige Wochenzeitung MK-Deutschland als Tochter der russischen Tageszeitung Moskowski Komsomolez.

Neben den Tageszeitungen gibt es in der Frankfurter Medienlandschaft noch einige Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitschrift der Stadt für Veranstaltungen, Feste und sogenannte Insidertipps. Wie auch die F.A.Z. und die FNP hat das Journal Frankfurt seine Redaktion im Frankfurter Stadtteil Gallus. Auf „ökologische Zeitschriften“ hat sich der Öko-Test Verlag in Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist darunter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Ebenfalls in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire-Zeitschrift Titanic. Die führenden Fachzeitschriften in Deutschland für Betriebsräte (Arbeitsrecht im Betrieb) und für Personalräte (Der Personalrat) erscheinen in dem seit 1997 im Frankfurter Stadtteil Heddernheim ansässigen Bund-Verlag.

Radio, Film und Fernsehen

Frankfurts ältester Rundfunksender war die 1924 gegründete private Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG. Heute ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem „Funkhaus am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen für Hörfunk und Fernsehen. Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte, die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste) über ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von August 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg TV hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Innenstadt sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group. Auch reine Radiosender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Radiosender ist Radio X. Sein Studio ist unweit der Konstablerwache. Der älteste und größte private Radiosender der Region, Hit Radio FFH, wurde 1989 in Frankfurt gegründet. Seit 2001 hat er seinen Sitz in der an Frankfurt angrenzenden Stadt Bad Vilbel. Des Weiteren befindet sich in Frankfurt die Sendezentrale des Jugendszene- und Musiksenders IM1-TV. In der Darmstädter Landstraße befindet sich die Deutschland-Zentrale des Home Entertainment und Kino-Unternehmens 20th Century Fox. Ebenfalls in Frankfurt befindet sich die deutsche Kino-Abteilung von Universal Pictures. Radio Bob hat in Frankfurt eine Zweigstelle für das Marketing in Teilen der Räume der Frankfurter Rundschau.

Auch in Frankfurt beheimatet sind die Nachrichtenagenturen Reuters Deutschland (im Messeturm) und Associated Press Deutschland. Zudem befindet sich die Bildzentrale der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

Bildung und Forschung

I.G.-Farben-Haus, heute Teil der Goethe-Universität
Max-Planck-Institut für Biophysik auf dem Campus Riedberg

In Frankfurt am Main befinden sich zwei Universitäten sowie mehrere Fachhochschulen. Die bekannteste und älteste Universität der Stadt ist die 1914 gegründete Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad.

Die 1971 aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen gegründete Fachhochschule Frankfurt am Main bietet Studiengänge mit Schwerpunkt in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften.

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen ist die älteste private wissenschaftliche Hochschule Frankfurts. Sie wird von der Deutschen Provinz der Jesuiten getragen und hat seit 1926 ihren Sitz im Stadtteil Sachsenhausen. Darüber hinaus gibt es mehrere private Fachhochschulen in Frankfurt. Die Frankfurt School of Finance & Management ist hervorgegangen aus der Bankakademie und der Hochschule für Bankwirtschaft und liegt mit ihrem Campus im Frankfurter Ostend. Seit 2001 betreibt die Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM) ein Studienzentrum im Westend. Die 2003 gegründete Provadis School of International Management and Technology befindet sich im Industriepark Höchst. Seit 2007 hat die International School of Management einen Studienstandort in Sachsenhausen.

Im künstlerischen Bereich verfügt Frankfurt zum einen über die Staatliche Hochschule für bildende Künste (Städelschule), gegründet 1817 von Johann Friedrich Städel, die später in Besitz der Stadt gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden Künste erhoben wurde. Die andere bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegründeten privaten Stiftung Dr. Hoch’s Konservatorium – Musikakademie hervorgegangene Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main – Fachhochschule für Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule für den gehobenen Dienst in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein.

Des Weiteren existieren in der Stadt die Max-Planck-Institute für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung. Mit der Universität eng verbunden ist das Frankfurt Institute for Advanced Studies, eine von zahlreichen institutionellen und privaten gesponserte interdisziplinäre Einrichtung zur theoretischen Grundlagenforschung in der Physik, Chemie, Biologie, Neurologie und Informatik.

Die Frankfurter Volkshochschule ist als Eigenbetrieb der Stadt Frankfurt organisiert und hat ihre Zentrale im Frankfurter Ostend.

Die Katholische Erwachsenenbildung – Landesarbeitsgemeinschaft Hessen, das Diözesanbildungswerk Limburg,[69] die Bildungswerke Frankfurt, Main-Taunus und Hochtaunus haben ihren Sitz im Haus am Dom.

Auch die Games Academy hat eine Niederlassung in Frankfurt.

Von der Stadt vergebene Auszeichnungen

Ehrenbürger Otto Hahn (1954)

Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Hauptartikel: Frankfurt-Altstadt
Frankfurter Paulskirche
Kaiserdom und Haus Großer Engel

Drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche.

Der katholische Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Archäologische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit.

Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes. Auf dem Rathausbalkon des Römers, werden die Titelgewinne der regionalen Vereine (Eintracht Frankfurt, Frankfurt Lions) aber auch Fußballweltmeisterschaften mit den Fans zusammen gefeiert.

Die Paulskirche wurde 1789 bis 1833 anstelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen Barfüßerkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Georg Christian Hess tagte 1848/49 die Nationalversammlung. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés.

Zwischen Römerberg und Liebfrauenberg liegt die Neue Kräme. Am Liebfrauenberg befinden sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche, der Liebfrauenbrunnen von 1770 und das 1775 errichtete Haus Zum Paradies/Grimmvogel, einer der wenigen erhaltenen Barockbauten in Frankfurt.

Die Kleinmarkthalle, ein Neubau von 1954 nach der Kriegszerstörung 1944, ist das kulinarische Zentrum der Stadt. Über 150 Marktstände bieten an jedem Werktag alle Arten von Lebensmitteln an. In der westlichen Altstadt liegt das Goethe-Haus im Großen Hirschgraben. Der Kornmarkt, heute eine ruhige Nebenstraße, war im Mittelalter eine der Hauptverkehrsadern der Stadt.

Mainufer und Mainbrücken

Der Eiserne Steg gehört zu den bekanntesten Mainbrücken
Frankfurter Mainbrücken, Blick vom Main Tower
Leonhardskirche

Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung des Museumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen, der Aufbau eines neuen Wohn- und Gewerbegebietes im ehemaligen Frankfurter Westhafen oder die architektonisch anspruchsvollen Mainbrücken bei. Die Alte Brücke (1222 erstmals urkundlich erwähnt) galt jahrhundertelang als bedeutendstes Bauwerk der Stadt. Seit 2006 befindet sich auf der Maininsel die Ausstellungshalle Portikus. Der Eiserne Steg, eine 1869 eröffnete Fußgängerbrücke, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Saalhof und die katholische Leonhardskirche am nördlichen Brückenkopf sind zwei Baudenkmäler, deren Ursprünge in die Stauferzeit zurückreichen.

Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-Mainbrücken auf Altstadt und Skyline wird in den Medien gern als Illustration für Beiträge aus Frankfurt verwendet. In den letzten Jahren entstanden im Osten der Innenstadt zwei große Beach Clubs am nördlichen und südlichen Mainufer. Die Gerbermühle, als Treffpunkt Goethes mit Marianne von Willemer in die Literaturgeschichte eingegangen, ist heute ein beliebtes Ausflugslokal.

Das Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne ist eine der wenigen Binnendünen Europas und befindet sich nahe dem Main im Westen des Stadtteils Schwanheim. Es umfasst 58,5 Hektar und beherbergt viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- sowie Pflanzenarten.

Dotationskirchen

Eine Besonderheit Frankfurts sind die Dotationskirchen. Die Stadt ist seit 1802 Eigentümerin aller neun Kirchen in der Innenstadt und der Dreikönigskirche in Sachsenhausen und durch einen Staatskirchenvertrag seit 1830 zu ihrem Unterhalt verpflichtet. Viermal im Jahr, zu den Hochfesten des Kirchenjahres, findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläute statt.

The Squaire

The Squaire ist das größte Bürogebäude in Deutschland

The Squaire, auch bekannt unter dem Namen (Airrail Center Frankfurt), ist mit einer Gesamtfläche von 140.000 m² das größte Bürogebäude in Deutschland. Es hat eine Länge von 660 Metern, ist mit 9 Etagen 45 Meter hoch und hat eine Breite von 65 Metern. Das Gebäude befindet sich vollständig über dem Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt am Main und ist durch eine Brücke mit dem Terminal 1 des Flughafens verbunden. Das Bauwerk wird gemischt genutzt. In ihm befinden sich 2 Hilton Hotels sowie diverse Einzelhandelsläden wie z.B. REWE.[70] Darüber hinaus befindet sich hier auch die neue Niederlassung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Mit Baukosten von etwa einer Milliarde Euro gehört es zu den teuersten Immobilien in Frankfurt am Main. Die Eröffnung erfolgt Abschnittsweise bis 2012.[71]

Wolkenkratzer

Blick auf die Frankfurter Skyline vom Goetheturm (August 2010)
Blick auf die Frankfurter Skyline vom Goetheturm (August 2010)

Frankfurt ist eine der wenigen Städte Europas mit einer ausgeprägten Skyline und wird deshalb auch manchmal als Mainhattan bezeichnet – eine Anspielung auf Manhattan in New York City. Besonders viele Hochhäuser stehen im sogenannten Bankenviertel, wo die westliche Innenstadt, das östliche Bahnhofsviertel und das südliche Westend aufeinander treffen. Die ersten Hochhäuser entstanden in den 1950er Jahren, seit Mitte der 1970er Jahre auch Wolkenkratzer mit über 150 Metern Höhe.

Seit 1953 beschäftigte sich die Bauleitplanung in Frankfurt auch mit der Reglementierung des Hochhausbaus. 1998 wurde der erste Hochhausrahmenplan aufgestellt, der 2008 fortgeschrieben wurde. Er schreibt fest, wo und wie Hochhäuser gebaut werden dürfen. Ziel ist es Hochhäuser in Gruppen (Pulks) anzuordnen, allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie zum Beispiel der Neubau der Europäischen Zentralbank im Ostend oder der Bahntower am Hauptbahnhof.

Die Höhe der Neubauten stieg seit den 1950er Jahren ständig an. Das 1951 errichtete Junior-Haus war 35 Meter hoch, das 1953 eröffnete AEG-Hochhaus 45 Meter. 1956 war das Fernmeldehochhaus an der Hauptwache mit 69 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Ähnliche Höhen erreichten Anfang der 1960er Jahre das Hotel Inter-Continental (67 Meter) und das Zürich-Haus (68 Meter). Bis auf das Junior-Haus und das Hotel sind alle diese Gebäude mittlerweile abgerissen und durch höhere Neubauten ersetzt worden. Der Henningerturm in Sachsenhausen war 1961 das erste Frankfurter Gebäude, das mit seiner Höhe von 120 Metern den Westturm des Kaiserdoms überragte. Das erste Frankfurter Bürogebäude mit einer Höhe über 100 Meter war allerdings das 1966 eröffnete Büro Center Nibelungenplatz im Nordend. Weitere Hochhäuser der 1960er Jahre sind u. a. das BHF-Bank-Hochhaus und das Rhein-Main-Center.

Die ersten Wolkenkratzer waren das 1976 eröffnete Plaza Büro Center mit 159 Metern und der 1978 errichtete Silver Tower der Dresdner Bank mit 166 Metern, damals die höchsten Gebäude der Bundesrepublik. Mit dem Eurotower, dem City-Hochhaus und dem Helaba-Hochhaus erfolgte eine Verdichtung der Hochhäuser im Stadtzentrum. Die in den 1980er Jahren entstandenen Gebäude überschritten die bisherigen Höhen nicht. Die bekanntesten Gebäude aus dieser Zeit sind die 1984 fertiggestellten 155 Meter hohen Zwillingstürme der Deutschen Bank, die im Volksmund auch Soll und Haben genannt werden.

In den 1990er Jahren stellte die zweite Hochhausgeneration wieder neue Rekorde auf: Der Messeturm war 1991 mit seiner Höhe von 257 Metern das höchste Gebäude Europas, 1997 erreichte der Commerzbank Tower 259 Meter. Zwei weitere Gebäude überschritten in dieser Zeit ebenfalls die 200-Meter-Marke: Der Westend Tower der DZ Bank und der Main Tower. Heute ist der Main Tower das einzige Hochhaus in Frankfurt mit einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform auf dem Dach, darüber hinaus gibt es ein Restaurant im 25. Stockwerk des Japan Centers und eine Bar im 22. Stock des Eurotheums. Während des Wolkenkratzer-Festivals, welches in unregelmäßigen Abständen veranstaltet wird, sind aber auch andere Hochhäuser für die Öffentlichkeit geöffnet.

Im 21. Jahrhundert sind in Frankfurt weitere Hochhäuser entstanden, darunter Tower 185, Opernturm, Skyper, Gallileo, Nextower und Westhafen Tower. 2011 gab es in Frankfurt zwölf Gebäude mit einer Höhe ab 150 Metern, darunter die acht höchsten Gebäude Deutschlands. Mit dem Neubau der Europäischen Zentralbank und dem Taunusturm sind gegenwärtig zwei weitere Wolkenkratzer in Bau.

Höchstes Bauwerk der Stadt ist seit 1978 der Europaturm (von den Frankfurtern Ginnheimer Spargel genannt), ein Fernmeldeturm der Telekom, mit einer Höhe von 337,5 Metern. Der Europaturm verfügt über Besucherbereiche, diese sind mangels Wirtschaftlichkeit allerdings seit 1999 geschlossen.

Sachsenhausen

Hauptartikel: Frankfurt-Sachsenhausen
Schweizer Straße, März 2011
Main Plaza und Dreikönigskirche
Sachsenhäuser Wahrzeichen – der Henninger Turm

Der 1192 erstmals erwähnte Stadtteil Sachsenhausen auf der südlichen Mainseite wird in Frankfurter Mundart auch Dribbdebach (dribbe = drüben, jenseits des Flusses) genannt, im Gegensatz zur Hibbdebach (diesseits des Flusses) gelegenen Innenstadt. Seit dem Mittelalter wohnten hier hauptsächlich Fischer, Landarbeiter und Handwerker, deren derbe Sprache und Umgangsformen sprichwörtlich waren. Im 18. und 19. Jahrhundert siedelten sich zunehmend auch wohlhabende Bürger an. Die Sachsenhäuser Altstadt wurde ein beliebtes Ausgeh- und Kneipenviertel. Doch der Besucherrückgang nach dem Wegfall der amerikanischen Militärstandorte machte dem Viertel zu schaffen. Leerstand und Verfall waren seitdem nicht mehr zu übersehen. Es gibt allerdings noch einige traditionelle und teilweise sehr alte Apfelwein-Kneipen. Die Stadt bemüht sich seit einiger Zeit, das Viertel wieder voranzubringen. Ziel ist es, neben Kneipen auch kleine Geschäfte und Ateliers zu etablieren, um das Viertel auch tagsüber stärker zu beleben.

Das dominierende Bauwerk am Sachsenhäuser Mainufer ist die 1875 bis 1881 errichtete Dreikönigskirche. Entlang des Mains liegen die Museen des Museumsufers. Hier findet auch jeden zweiten Samstag einer der größten Flohmärkte Deutschlands statt.

Die Altbauten im nördlichen Sachsenhausen rund um den Schweizer Platz sind ein beliebtes Wohnviertel mit einer ausgewogenen Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Neben bekannten Apfelweinlokalen wie dem Wagner und dem Gemalten Haus finden sich moderne Cocktailbars.

Weiter im Süden liegen Villenviertel wie der Lerchesberg, der in den 1960er-Jahren entstand. Seit den 1990er-Jahren entstand auf dem ehemaligen Schlachthofgelände östlich der Sachsenhäuser Altstadt das Deutschherrnviertel, das sich inzwischen zum beliebten Wohngebiet entwickelt hat. Wahrzeichen des neuen Viertels ist das Hochhaus Main Plaza.

Auf Sachsenhäuser Gebiet stehen auch der Goetheturm im Stadtwald, eines der höchsten Holzbauwerke in Deutschland, und der Henninger-Turm, ein ehemaliges Getreidesilo und bekannt durch das Radrennen Rund um den Henninger-Turm.

Hauptbahnhof und Bahnhofsviertel

Beleuchteter Hauptbahnhof während der Luminale
Kaiserstraße im Bahnhofsviertel

Der Hauptbahnhof, eröffnet 1888, ist nach der Anzahl der Fernverkehrszüge und am Passagieraufkommen gemessen einer der größten seiner Art in Europa. Die riesige fünfschiffige Bahnsteighalle, deren Tragwerk und Dach zuletzt vollständig restauriert wurden, das stilgleich erhaltene Empfangsgebäude und das unüberschaubare Gewirr über- und unterirdischer Anlagen macht ein beeindruckendes Bauwerk aus, das eine Sehenswürdigkeit für sich ist.

Das Bahnhofsviertel ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Dort befinden sich Geschäfte und Restaurants verschiedenster Art aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Das Bahnhofsviertel lebt 24 Stunden am Tag, nicht nur wegen des Rotlicht-Milieus, das sich vor allem rund um die Taunusstraße erstreckt. Das Viertel kann auch als ein Musterbeispiel für urbane Gegensätze angesehen werden, die ein internationaler Verkehrsknotenpunkt mit sich bringt. Bettler, Alkoholiker und Junkies sind dort neben den Strömen angestellter Berufspendler ebenso gegenwärtig wie Banker, internationale Messegäste und Tagestouristen. Die Kaiserstraße, auf die der Besucher direkt vom Haupteingang des Hauptbahnhofs aus blickt, ist ein städtischer Boulevard, auf dem Reichtum und Elend, multikultureller Einzelhandel, moderne Bankhochhäuser in nächster Nachbarschaft zu Rotlichtbetrieben in gründerzeitlichen Altbauten zu beobachten sind.

Kultur

Hauptartikel: Kultur in Frankfurt am Main

Museen und Galerien

Das Städel
Senckenbergmuseum
Liebieghaus
C- D- und F-Triebwagen in der Westhalle des Verkehrsmuseums in Schwanheim
Frankfurter Kunstverein im Steinernen Haus

Die Stadt bietet ein vielfältiges kulturelles Programm. Dazu zählt die einzigartige Museumslandschaft mit über 60 größeren und kleineren Museen und Ausstellungshäusern, die sich vor allem auf beiden Seiten des Mains angesiedelt hat. Die von Till Behrens bereits 1968 entworfene Frankfurter Grüngürtel-Mainufer-Konzeption, die als Vorlage für das Museumsufer diente, wurde durch die Politik seit Anfang der 1980er Jahre umgesetzt und wird auch heute noch verfolgt.

Das Museumsufer auf der Sachsenhäuser Mainseite umfasst bekannte Häuser wie das Städel, das Liebieghaus, das Museum für Kommunikation (ehemals: Postmuseum), das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Deutsche Filmmuseum, das Museum der Weltkulturen und das Museum für Angewandte Kunst (ehemals: Kunstgewerbemuseum). Hier findet auch alljährlich das Museumsuferfest statt.

An Kunstmuseen und Galerien finden sich das Städel (Gemälde), das Liebieghaus (Skulpturen), das Museum für Moderne Kunst (MMK), die Kunsthalle Schirn, das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Deutsche Filmmuseum und das Museum für Angewandte Kunst.

Historische Museen sind das Archäologische Museum im Karmeliterkloster, das Historische Museum (Stadtgeschichte) und das Jüdische Museum.

Technikmuseen sind das Museum für Kommunikation, das Frankfurter Feldbahnmuseum, das Verkehrsmuseum Frankfurt am Main, die Experiminta, die Museumseisenbahn des Vereins Historische Eisenbahn Frankfurt und die Technische Sammlung Hochhut. Im Nordend ist die EXPLORA, ein Museum für optische und andere Täuschungen zu finden. Dort können viele Anaglyphenbilder, Stereobildpaare, SIRDs, Hologramme und andere Formen der optischen Wahrnehmung ausprobiert werden.

Ein Naturwissenschaftliches Museum ist das weltberühmte Naturmuseum Senckenberg, in dem unter anderen Fossilienfunde aus der Welterbestätte Grube Messel zu sehen sind, ein ethnologisches Museum das Museum der Weltkulturen.

Die Kunstszene trifft man im Frankfurter Kunstverein gegenüber der Schirn, der Städelschule (Staatliche Hochschule für Bildende Künste Städelschule), privaten Kunstgalerien und auch in einer Reihe von alternativen Ausstellungsräumen. Die Galerien zeigen Kunst von Alter Kunst über verschiedene Spezialgebiete bis hin zur Gegenwart. Von den alternativen Ausstellungsräumen werden viele von Künstlern oder jungen Kunstwissenschaftlern betrieben, u. a. die Ausstellungshalle in Sachsenhausen oder der ausstellungsraum EULENGASSE 65 in Bornheim.

Oper, Konzerthäuser und Bühnen

Festhalle auf dem Messegelände
Alte Oper am Opernplatz
Städtische Bühnen am Willy-Brandt-Platz

Frankfurt weist eine lebendige Theaterszene auf. Die Städtischen Bühnen vereinen mehrere Sparten unter einem Dach: Die Oper Frankfurt ist ein weltweit renommiertes Haus und erhielt mehrmals (zuletzt im Jahr 2003) die Auszeichnung Opernhaus des Jahres. Das Schauspiel Frankfurt machte vor allem in den 1960er – durch Harry Buckwitz – sowie in den 1970er- und 1980er-Jahren unter der Leitung von Peter Palitzsch durch sein Mitbestimmungsmodell von sich reden. Zwei weitere Sparten der städtischen Bühnen, das Ballett Frankfurt und das Theater am Turm (TAT), mussten im Jahr 2004 schließen, jedoch besteht seit 2005 wieder eine Balletkompanie als privates Ensemble unter dem Namen Forsythe-Ballet.

Die Alte Oper, eröffnet 1881, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1981 als Konzerthaus wiedereröffnet. Die Alte Oper besitzt einen sehr schönen Konzertsaal und hat heute große Bedeutung als ein wichtiges Musikzentrum in Europa. Weitere bekannte Konzerthäuser sind die Jahrhunderthalle in Unterliederbach, die Festhalle in Bockenheim und der Sendesaal der Hessischen Rundfunks.

Die Komödie in der Neuen Mainzer Straße und das Fritz-Rémond-Theater im Zoo-Gesellschaftshaus sind zwei bekannte Boulevardtheater Frankfurts. Das Volkstheater Frankfurt pflegt neben klassischen Mundartstücken auch mundartliche Bearbeitungen von Klassikern und zeitgenössischen Dramen. Das English Theatre ist die größte englischsprachige Bühne auf dem Kontinent.

Neben dem Tigerpalast, dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Stalburg Theater und dem Gallus Theater bestehen im Bereich Kabarett und Kleinkunst u. a. Die Schmiere (seit 1950 „das schlechteste Theater der Welt“) im Karmeliterkloster und das Neue Theater im Stadtteil Höchst. Weitere freie Theater sind Die Dramatische Bühne im Café Exzess, das Theater Willy Praml und die experimentelle Bühne teAtrum VII in der Naxoshalle im Frankfurter Ostend, die Fliegende Volksbühne des Schauspielers Michael Quast oder das Frankfurter Autorentheater in der Brotfabrik im Stadtteil Hausen. Ein besonderes Kindertheater bestand von 1975 bis 2005 mit dem Klappmaul-Puppentheater.


Orchester und Chöre

In Frankfurt haben zwei große symphonische Orchester ihre Heimat, das 1808 gegründete Frankfurter Opern- und Museumsorchester der städtischen Bühnen und das hr-Sinfonieorchester. Auch das Ensemble Modern und die Junge Deutsche Philharmonie haben ihren Sitz in Frankfurt. Bekannte Chöre sind der 1818 gegründete Cäcilien-Chor, die Frankfurter Singakademie und die Frankfurter Kantorei.

Logo der Frankfurter Buchmesse

Buchmesse

Die seit dem 15. Jahrhundert stattfindende Frankfurter Buchmesse ist nicht nur ein wirtschaftliches (als größte Buchmesse der Welt), sondern auch ein bedeutendes kulturelles Ereignis. Während der alljährlichen Messe finden in Frankfurt zahlreiche Begleitveranstaltungen statt, als Höhepunkt die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche.

Dialekt

Die Frankfurter Stadtmundart in ihrer ursprünglichen Form zählt zu den Rheinfränkischen Dialekten. Die eng verwandten Dialekte, die im Rhein-Main-Gebiet gesprochen werden, decken nur einen kleinen Raum ab. Im restlichen Hessen wird merklich anders gesprochen. Noch bis mindestens in die 1980er-Jahren hinein konnte man bei älteren Einwohnern deutlich unterscheiden, ob sie aus der ursprünglichen Kernstadt stammten oder zum Beispiel aus den nördlichen, eingemeindeten Stadtteilen. Es gibt ferner zahlreiche Berichte darüber, dass die Einwohner der Altstadt am Sprachklang hören konnten, ob jemand aus Bornheim stammte oder aus Bockenheim.

Wie in vielen anderen Großstädten vermischte sich die Frankfurter Stadtmundart, vor allem infolge der Bevölkerungsverschiebungen nach der vollständigen Zerstörung der Frankfurter Altstadt im Zweiten Weltkrieg, mit benachbarten Varianten und aufgrund der intensiveren Hörfunk- und Fernsehnutzung seit den 1950er-Jahren auch mit dem Hochdeutschen, wodurch ein Regiolekt entstand, der häufig als Neuhessisch oder selbstironisch als RMV-Hessisch[72] bezeichnet wird.

Batschkapp in Frankfurt-Eschersheim

Nachtleben

Commerzbank-Arena, Spielstätte der Eintracht Frankfurt, im Stadtwald
JPMorgan Chase-Lauf, der größte Stadtlauf der Welt (2007)
Rund um den Henninger-Turm

Sport

Hauptartikel: Sport in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist Heimat zahlreicher bekannter Sportvereine:

Bedeutende, jährlich stattfindende, sportliche Ereignisse sind

Die wichtigsten Sportstätten der Stadt sind

Frankfurt ist außerdem Sitz der wichtigsten deutschen Sportverbände, u. a.:

Regelmäßige Veranstaltungen

Wäldchestag im Stadtwald
Museumsuferfest
Abschluss-Feuerwerk beim Wolkenkratzer-Festival 2007
Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg 2010
Dippemess am Ratsweg

Das seit 1988 jährlich im August veranstaltete Museumsuferfest mit seiner Mischung aus Musik und Kultur ist das größte Volksfest im Rhein-Main-Gebiet. 2007 kamen an drei Tagen etwa 3,5 Millionen Besucher.

Am Wäldchestag, dem Dienstag nach Pfingsten, ziehen viele Besucher zu einem Volksfest in den Frankfurter Stadtwald. Bis in die 1990er-Jahre hatten an diesem Tag die meisten Frankfurter Geschäfte nachmittags geschlossen und die Arbeitnehmer hatten ab 12 Uhr frei. Deshalb wurde der Wäldchestag scherzhaft im Volksmund auch als Frankfurts Nationalfeiertag bezeichnet.

Ein weiteres traditionelles Volksfest ist die Dippemess, die zweimal jährlich für drei Wochen im Frühjahr und für zehn Tage im Herbst jeweils etwa zwei Millionen Besucher anzieht. Die Dippemess geht zurück auf einen seit dem Mittelalter überlieferten Verkaufsmarkt für Haushaltswaren aller Art, insbesondere Keramikschüsseln (Dippe).

Der 1393 erstmals urkundlich erwähnte Frankfurter Weihnachtsmarkt findet jährlich in der Adventszeit statt. Er ist heute mit rund drei Millionen Besuchern einer der großen Weihnachtsmärkte in Deutschland. Über 200 Stände erstrecken sich vom Mainkai über Römerberg, Paulsplatz Neue Kräme, Liebfrauenberg bis zur Zeil.

Der Frankfurter Fastnachtsumzug ist mit über 6000 aktiven Teilnehmern, über 300.000 Zuschauern und 1,5 Kilometern Zuglänge der größte Karnevalsumzug in Hessen. Von 2003 bis 2008 fand jährlich im Sommer die Parade der Kulturen statt, ein Demonstrationszug für ein friedliches Miteinander der Menschen verschiedener Kulturen. An der letzten Parade 2008 nahmen etwa 1700 Aktive und 100.000 Zuschauer teil.

Ebenfalls seit 2003 findet das Down-Sportlerfestival, eine Veranstaltung, bei der sich mehrere hundert Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) in verschiedenen Wettbewerbssportarten messen können, in Frankfurt statt.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das Mainfest, der Christopher Street Day (CSD), das Rosen- und Lichterfest im Palmengarten, das Opernplatzfest, der Rheingauer Weinmarkt in der Freßgass und das Stöffchefest auf dem Römerberg.

Beliebt sind zudem die Nacht der Museen im April mit etwa 40.000 Besuchern und die Nacht der Clubs.

Zu den genannten Festen gibt es noch Stadtteilfeste wie das Höchster Schloßfest, das Berger Straßenfest in Bornheim, das Schweizer Straßenfest in Sachsenhausen, den auf das Jahr 1839 zurückgehenden Fastnachtszug in Heddernheim (Klaa Paris) oder das von Oberbürgermeister Walter Kolb 1951 ins Leben gerufene jährliche Lohrbergfest, Frankfurts leichtathletisches Bergsportfest für Kinder und Jugendliche.

In unregelmäßigen Abständen findet das sogenannte Wolkenkratzer-Festival statt, zuletzt im Mai 2007 nach einer sechsjährigen Pause. Dabei waren 15 Hochhäuser in der Innenstadt für die Öffentlichkeit zugänglich und lockten 1,2 Millionen Besucher an. Eine Fortsetzung wird es 2013 geben.

Das 1994 bis 2004 alljährlich organisierte Musikfestival Sound of Frankfurt zog bis zu 500.000 meist jüngere Besucher an.

Skurriles

Frankfurt und Offenbach

Wie zwischen vielen benachbarten Städten besteht von jeher auch zwischen Frankfurt und Offenbach am Main eine gutnachbarliche Rivalität, die ihren Ausdruck unter anderem in zahlreichen Witzen über die Bewohner der jeweils anderen Stadt findet.

Hintergrund ist hier, dass die beiden Städte Frankfurt und Offenbach unterschiedlicher nicht sein können. Bereits seit dem Mittelalter bestanden Territorialkonflikte zwischen der Reichsstadt Frankfurt und ihren Nachbarstaaten. Nach der Reformation lagen das lutherische Frankfurt und das reformierte Offenbach in konfessionellen Streitigkeiten. Seit dem 18. Jahrhundert förderten die Grafen von Isenburg zudem die Ansiedlung von Manufakturen, die im bürgerlichen Frankfurt nicht erwünscht waren. Auch im 19. Jahrhundert sah sich Frankfurt weiterhin als reine Handelsstadt, während sich die Industrie in den umliegenden Gemeinden Fechenheim, Griesheim, Höchst und Offenbach ansiedelte. Erst nach der Annexion durch Preußen zog auch Frankfurt mit der Industrialisierung nach und überflügelte bald seine Rivalen. Im 20. Jahrhundert wuchs Frankfurt vor allem durch Eingemeindungen preußischer Vororte, während Offenbach keine Ausdehnungsmöglichkeiten hatte. Bis 1945 bildete die Grenze zwischen beiden Nachbarstädten immer zugleich auch eine Landesgrenze.

Eine langjährige sportliche Rivalität pflegen die beiden Fußballvereine Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt sowie ihre jeweiligen Anhänger. Im Laufe der Jahre standen sich beide Mannschaften häufig in einem Derby gegenüber, besonders häufig in den 1950er-Jahren (zum Beispiel im Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1959), im DFB-Pokal (zuletzt 2009) und in der Fußball-Bundesliga bis zum Abstieg der Kickers 1984.

Kulinarische Spezialitäten

In Frankfurt entwickelte sich infolge der zahlreichen wohlhabenden Gäste, die während der Kaiserkrönungen und der Messen in die Stadt strömten, bereits im 17. und 18. Jahrhundert eine hochentwickelte Gastronomie- und Hotelkultur. Im 19. Jahrhundert galt Frankfurts Küche neben der Hamburger und der Wiener als führend in Deutschland.[73]

Zu den ältesten und bekanntesten Delikatessen gehören die seit dem Mittelalter hergestellten Frankfurter Würstchen aus Schweinefleisch, denen sich seit dem 19. Jahrhundert die Frankfurter Rindswurst zugesellte. Die Frankfurter Metzger[74] durften bis zur Einführung der Gewerbefreiheit 1864 jede Woche nur eine Sorte Vieh schlachten. In einer Verordnung von 1628 hieß es: „waß er eynen Tag geschlachtet, es sey Viehes Rind, Hammel oder Schwein, er die gantze woche bey stehen bleiben und keine Schaaf bei Hammel schlachte. Er hat aber Macht, alle woch eyn ander Viehe zu schlachten.““ Somit konnten, da es noch keine Kühltechniken gab, auch keine Fleischerzeugnisse aus unterschiedlichen Fleischsorten hergestellt werden.

Eine besondere Spezialität Frankfurts ist die Grüne Sauce, die traditionell aus sieben Kräutern hergestellt wird: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Bekannte Süßigkeiten aus der Frankfurter Küche sind die Frankfurter Brenten und die Bethmännchen, der Haddekuche und der Frankfurter Kranz.

Mit dem Niedergang des Weinbaus im 19. Jahrhundert wurde der bis dahin geringgeschätzte Apfelwein (Ebbelwoi) in Frankfurt populär, der hier seit etwa 1600 nachgewiesen ist. Er gilt heute als Frankfurter Traditionsgetränk, unter anderem durch den Erfolg der Fernsehsendung Zum Blauen Bock. Zum Apfelwein sind vor allem deftige Gerichte beliebt, wie Rippchen mit Kraut und Handkäs mit Musik.

Heute gibt es in Frankfurt mit dem Lohrberger Hang nur noch eine Weinlage. Sie ist die kleinste und östlichste Weinlage im Rheingau und wird vom Weingut der Stadt Frankfurt bewirtschaftet. Jährlich werden in dieser Lage rund 10.000 Flaschen Riesling erzeugt, der meist trocken ausgebaut wird und in guten Jahren Spätlese-Qualität erreicht.

Persönlichkeiten

Prominente Bewohner sowie Söhne und Töchter der Stadt sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Frankfurt am Main aufgeführt, Ehrenbürger in der Liste der Ehrenbürger von Frankfurt am Main. Auch liegen viele bekannte Persönlichkeiten auf dem Hauptfriedhof Frankfurt und anderen Frankfurter Friedhöfen.

Namenspatenschaften

Airbus A380 Frankfurt am Main der Lufthansa

Ein Einsatzgruppenversorger der Deutschen Marine trägt den Namen Frankfurt am Main. Zuvor waren schon der Kleine Kreuzer SMS Frankfurt der Kaiserlichen Marine während des Ersten Weltkrieges sowie die hölzerne Dampfkorvette Frankfurt der Flotte des Deutschen Bundes nach der Stadt benannt. In der Handelsflotte gab es unter anderem von 1900 bis 1918 den Schnelldampfer Frankfurt des Norddeutschen Lloyd sowie von 1981 bis 2007 die Frankfurt Express der Hapag-Lloyd, welche bei ihrer Indienststellung das größte Containerschiff der Welt war.

1960 übernahm die Stadt Frankfurt eine der ersten Namenspatenschaften für ein Flugzeug der Deutschen Lufthansa.[75] Von 1960 bis 1975 trug die Boeing 707 D-ABOD ihren Namen, von 1975 bis 1985 eine DC-10 und 1985 bis 1990 eine B747-200. 1991 taufte die Lufthansa die B747-430 mit dem Kennzeichen D-ABVF auf den Namen der Stadt, den sie bis Mai 2010 trug. Am 19. Mai 2010 erhielt der erste Airbus A380 D-AIMA der Lufthansa den Namen Frankfurt am Main.[76]

Ein 2007 entdeckter Asteroid im Asteroidengürtel trägt den Namen (204852) Frankfurt.

Auszeichnungen

Siehe auch

 Portal:Frankfurt Rhein-Main – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Frankfurt Rhein-Main

Literatur

Geschichte

  • Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6 (Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission 17).
  • Friedrich Bothe: Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. Verlag Wolfgang Weidlich, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-8035-8920-7.
  • Lothar Gall (Hrsg.): FFM 1200. Traditionen und Perspektiven einer Stadt. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1994, ISBN 3-7995-1203-9 (Katalog zur 1200-Jahrfeier 1994 mit wiss. Aufsätzen).
  • Walter Gerteis: Das unbekannte Frankfurt. 3 Bände. Verlag Frankfurter Bücher, Frankfurt am Main 1960–1963 (populäre, essayistisch-anekdotische Stadtgeschichte).
  • Hessisches Städtebuch. Bd 4. 1. Teilb. aus: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Kohlhammer, Stuttgart 1957.
  • Waldemar Kramer (Hrsg.): Frankfurt Chronik. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1987 (3. Auflage), ISBN 3-7829-0321-8.
  • Ernst Mack: Von der Steinzeit zur Stauferstadt. Die frühe Geschichte von Frankfurt am Main. Verlag Josef Knecht, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7820-0685-2.
  • Bernhard Müller: Bilderatlas zur Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt am Main 1916, Reprint im Verlag W. Weidlich, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-8035-8904-5.

Architektur

  • Bernd Kalusche, Wolf-Christian Setzepfand: Architekturführer Frankfurt am Main. Reimer, Berlin 1992, ISBN 3-496-01100-9.
  • Bau-und Informationsamt Frankfurt am Main: Kunst + Bau in Frankfurt am Main. Text: Günther Vogt, 1971
  • Christof Bodenbach (Hrsg.): Neue Architektur in Frankfurt am Main. Junius Verlag, Hamburg 2008 ISBN 978-3-88506-583-8
  • Heinz Ulrich Krauß: Frankfurt am Main. Daten, Schlaglichter, Baugeschehen. Societäts-Verl., Frankfurt am Main 1997 (Chronik mit Schwerpunkt auf Architektur und Baugeschichte), ISBN 3-7973-0626-1.
  • Dieter Bartetzko: Frankfurts hohe Häuser. Insel, Frankfurt am Main – Leipzig 2001 (Darstellung des Hochhausbaus in Frankfurt), ISBN 3-458-34353-9
  • Christian Freigang, Markus Dauss und Evely Brockhoff: Das „Neue“ Frankfurt, Innovationen in der Frankfurter Kunst vom Mittelalter bis heute. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 2010 ISBN 978-3-86539-673-0
  • Christian Grau, André Risto und Willi Bucher (Hrsg.): Frankfurt. Der andere Blick. Theiss Verlag, Stuttgart 2010 (Aufnahmen aus der Luft) ISBN 978-3-8062-2388-0
  • Ulf Jonak: Die Frankfurter Skyline. Campus, Frankfurt am Main – New York 1997 (Kritische Betrachtung des Hochhausbaus), ISBN 3-593-35822-0
  • Angela Pfotenhauer, Elmar Lixenfeld und Uwe Dettmer: Frankfurt am Main. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, 2009 ISBN 978-3-86795-008-4, broschiert: ISBN 978-3-86795-009-1
  • Heinz Schohmann: Frankfurt am Main und Umgebung. Von der Pfalzsiedlung zum Bankenzentrum. Dumont Kunstreiseführer. Dumont, Köln 2003 (mit Schwerpunkt Architektur), ISBN 3-7701-6305-2.
  • Hugo Müller-Vogg: Hochhäuser in Frankfurt. Societäts-Verl., Frankfurt am Main 1999 (Vorstellung aller Hochhäuser in Frankfurt), ISBN 3-7973-0721-7.

Verschiedenes

  • Barbara M. Henke, Thomas Kirn, Ruth Rieger: Edition Die deutschen Städte – Frankfurt. C. J. Bucher, München 1994, ISBN 3-7658-0873-3.
  • Matthias Alexander, Gerd Kittel: Hochhäuser in Frankfurt. Societäts-Verlag Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-7973-1000-5
  • Christian Setzepfandt: Geheimnisvolles Frankfurt am Main. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1347-4.
  • Martin Mosebach: Mein Frankfurt. Mit Photographien von Barbara Klemm. Insel-Taschenbuch. Bd 2871. Insel, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-458-34571-X.
  • Benno Reifenberg: Das Einzigartige von Frankfurt. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-7829-0220-3.
  • Ausgewählte Frankfurter Mundartdichtung. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1966, ISBN 3-7829-0067-7.
  • Helmut Bode: Frankfurter Sagenschatz. 100 Sagen und sagenhafte Geschichten, nach den Quellen und älteren Sammlungen sowie der Lersnerschen Chronik neu erzählt. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-7829-0209-2.
  • Alice Selinger: Frankfurt am Main. Stadtführer Geschichte Kultur. Verlag Waldemar Kramer/Marix Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-86539-683-9.

Weblinks

Wikinews Wikinews: Frankfurt am Main – in den Nachrichten
 Commons: Frankfurt am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Frankfurt am Main – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
  2. GaWC 2010
  3. Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main Band 3
  4. Elsbet Orth, Frankfurt am Main im Früh- und Hochmittelalter. In: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6, S. 11.
  5. Robert Holtzmann (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum, Nova series 9: Die Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg und ihre Korveier Überarbeitung (Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon) Berlin 1935, S. 490 (Monumenta Germaniae Historica; Digitalisat)
  6. Barbara Dölemeyer: Helenopolis – Frankfurt am Main in Mythos und Chronik (16.–18. Jahrhundert). In: Bernhard Kirchgässner, Hans-Peter Becht (Hrsg.): Städtische Mythen. Band 28 der Reihe Stadt in der Geschichte der Veröffentlichungen des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung, Jan-Thorbecke-Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-6428-4, S. 75–90. (Tagungsbericht, PDF)
  7. In den Mitte des 15. Jahrhunderts entstandenen deutschen Abschriften der Goldenen Bulle beispielsweise als Frankinfurd uf den Meyn. Näheres zur Namensgebung in Der Name Frankfurt. In: Wolfgang Klötzer: Keine liebere Stadt als Frankfurt. Studien zur Frankfurter Geschichte 45. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main, ISBN 3-7829-0509-1, S. 10–15.
  8. [1]
  9. Umweltatlas Hessen
  10. Institut für Stadtgeschichte
  11. Das Klima in Frankfurt (Main)
  12. Deutscher Wetterdienst 1971-2000: WMO.int
  13. Die Gliederung des Frankfurter Stadtgebietes
  14. Statistisches Jahrbuch Frankfurt am Main 2009
  15. a b c Statistisches Jahrbuch Frankfurt am Main 2010
  16. Mit 33:29 Stimmen im Parlamentarischen Rat, sowie mit 200:176 Stimmen am 3. November 1949 im Bundestag.
  17. Statistisches Landesamt Bevölkerung der hessischen Gemeinden
  18. Frankfurter Bevölkerungsprognose 2030, Statistik aktuell 26/2010 (PDF-Datei)
  19. Frankfurt Statistik aktuell 20/2011
  20. Einwohnerzahlen hessischer Gemeinden beim Hessischen Statistischen Landesamt
  21. Frankfurter Rundschau
  22. Hauptsatzung, §7. Abgerufen am 1. November 2011 (PDF).
  23. Vom Reichsadler zum gerupften Spatz
  24. Quellen: Online-Datenbank des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt
  25. F.A.Z vom 20. Oktober 1997
  26. Rede der Oberbürgermeisterin Petra Roth in der Stadtverordnetenversammlung am 14. September 2006 anlässlich der Debatte um die Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes von 490 v.H. auf 460 v.H. (PDF, 44 kB, Zugriff am 2. November 2006)
  27. Solide Vermögenslage, Bericht in der F.A.Z. vom 14. Juni 2008
  28. Jahresabschluss 2008
  29. Haushaltsplanentwurf 2010/2011
  30. F.A.Z., 9. Januar 2009 – Gewerbesteuerrekord in Frankfurt
  31. F.A.Z., 10. Dezember 2009: Frankfurter Doppeletat – Mit voller Fahrt durch die Krise
  32. Nick Swift: European cities outperform their English counterparts. citymayors.com (Zugriff am 1. November 2006)
  33. ECM 2009v1:V1
  34. Frankfurt soll Land Millionenbetrag erstatten, FAZ, 8. Februar 2009
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  37. Finanzplatzbaromter 2010
  38. Bruttowertschöpfung in Frankfurt – IHK Frankfurt am Main. Siehe auch Frankfurter Statistik aktuell Nr. 21/2007 (PDF, 37 kB)
  39. a b Quality of Living global city rankings 2010
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  41. The Wealth Report 2011
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  43. Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2008
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  47. Bankenverband: Die 100 größten deutschen Kreditinstitute 2010
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  60. Zweiter im Niveau-Ranking mit den höchsten Einkommen (Link nicht mehr abrufbar)
  61. Kaufkräftigste Deutschen wohnen im Raum Frankfurt am Main
  62. N24: Ranking „Die beliebtesten Städtereiseziele“
  63. N-TV: Ranking „Die beliebtesten Städtereiseziele 2010“
  64. Quelle: Seite der Stadt Frankfurt zum Thema der Frankfurter Umweltzone
  65. Quelle: Informations- und Statistikseite der Deutschen Bahn auf www.bahnhof.de
  66. Frankfurter Internet Knoten weltweit auf Platz 1
  67. Frankfurter Allgemeine Zeitung – Ceiops: Der große Auftritt der unbekannten Aufseher
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  69. Startseite – Diözesanbildungswerk Limburg
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  72. Das RMV-Hessisch breitet sich aus. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Juni 2007, abgerufen am 27. Mai 2010.
  73. Literatur zu diesem Abschnitt: Siehe Wolfgang Klötzer: Zu Gast im alten Frankfurt. Heinrich Hugendubel-Verlag, München 1990, ISBN 3-88034-493-0. Norbert Brieke, Köstlichkeiten aus Frankfurts Küche und Keller, Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-7829-0409-5.
  74. Im Jahr 1831 waren in Frankfurt 154 Metzgerbetriebe ansässig.
  75. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Oktober 1995
  76. Lufthansa tauft ersten A380. Spiegel online, 19. Mai 2010, abgerufen am 28. Mai 2010.

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