Babette von Bülow
Babette von Bülow um 1900

Clara Bertha Friederike „Babette“ von Bülow, Pseud. Hans Arnold, geb. Eberty, (* 30. September 1850 in Warmbrunn[1], Niederschlesien; † 8. März 1927 in Arendsee, heute Ortsteil von Kühlungsborn, Mecklenburg-Vorpommern) war eine deutsche Autorin von Novellen, Lustspielen und Schwänken.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sie wurde als Tochter des Juristen und Parlamentariers Felix Eberty (1812-1884), Professor an der Universität Breslau, und der Marie Hasse in Schlesien geboren und wuchs in Breslau auf. Sie erhielt ihre Erziehung in Breslau und in einem französischen Internat. Am 10. Juni 1876 heiratete sie dort den späteren königlich preußischen Oberstleutnant Adolf von Bülow (* 29. April 1851 auf Gut Dietrichshagen bei Warnemünde; † 25. Juni 1932 in Breitbrunn, heute Ortsteil von Herrsching am Ammersee), den Sohn des Gutsbesitzers Herrmann von Bülow (1820-1870), Gutsherr auf Dietrichshagen, und der Marie Erdmann (1830-1893).[2]

Durch den Militärdienst ihres Mannes lebte sie in unterschiedlichen Garnisonen, u.a. 1891 in Engers am Rhein, 1893 in Hannover, 1896 in Erfurt, 1900 in Frankfurt (Oder), 1902 in Potsdam und ab 1905 erneut in Erfurt.[3] Sie war persönlich bekannt mit Theodor Fontane.

Werke

  • Novellen (enth. Die Hausgenossen, Und doch!, Der tolle Junker, Finderlohn, Glück muß man haben; 1881)
  • Neue Novellen (ent. Die kranke Familie, Angenehme Gäste, Schach der Königin, Eine Landpartie, Papas Zahnschmerzen;1884)
  • Geburtstagsfreuden (1884)
  • Fünf neue Novellen (enth. Ein Regentag auf dem Lande, Der Papagei, Im Mondlicht, Der nette Student, Die junge Frau Doktorin; 1885)
  • Berlin-Ostende mit zehntägigem Retourbillet (1886)
  • Ein neues Novellenbuch (1886)
  • Der Umzug und andere Novellen (1889)
  • Theorie und Praxis (Lustspiel, 1890)
  • Lustige Geschichten (1890)
  • Zwei Friedfertige (Schwank, 1891)
  • Einst im Mai! und andere Novellen (1892)
  • Dornen um die Rose (1893)
  • Sonnenstäubchen. Neue Novellen (enth. Richards Uhr, Onkel Karls Verlobung, Viel Lärm um nichts, Der Waschtag, Alcibiades, Ein ruhiger Migränetag, Ein Leutnantsstreich; 1894)
  • Theorie und Praxis (Lustspiel, 1895)
  • Aus alten und neuen Tagen (1896)
  • Maskiert und andere Novellen (1898)
  • Christel und andere Novellen (1899)
  • Zwei Affen und andere Novellen (1902)
  • Perücke? Neue Novellen (enth. Perücke?, Eingeschneit, Unser Don Juan, Aschenbrödel; 1904)
  • Herbstsonne. Neue Novellen (1907)
  • Vom „Drachenfels“ des Lebens. Beobachtungen und Betrachtungen (1907)
  • Ausgewählte Novellen (1907)
  • Aus der Kinderzeit. Erinnerungen (1909)

Literatur

  • Fritz Abshoff: Bildende Geister. Band 1. Oestergaard, Berlin 1905, S. 20.
  • Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Reclam, Leipzig 1913, S. 377.
  • Babette von Bülow. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, S. 728., Erwähnung im Familienartikel von Bülow
  • Walther Killy, Hans Fromm: Literatur-Lexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache. Bertelsmann Lexikon, München 1988, ISBN 3570046729 bzw. ISBN 9783570046722, S. 293.
  • Gisela Brinker-Gabler: Deutsche Literatur von Frauen. Verlag C.H. Beck, München 1988, ISBN 3406331181 bzw. ISBN 9783406331183, S. 160.
  • Susanne Kord: Ein Blick hinter die Kulissen. Deutschsprachige Dramatikerinnen im 18. und 19. Jahrhundert. Metzler, Stuttgart 1992, S. 345.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Laut ihrer Selbstbiografie in Bildende Geister, hg. von Fritz Abshoff (1905) wurde sie in Breslau geboren.
  2. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A, Band XIX, Seite 105, Band 92 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1987, ISBN 3-7980-0700-4
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905

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