Bad Suderode
Bad Suderode
Wappen von Bad Suderode
Koordinaten: 51° 42′ N, 11° 7′ O51.69972222222211.116666666667199Koordinaten: 51° 41′ 59″ N, 11° 7′ 0″ O
Höhe: 199 m
Fläche: 8,21 km²
Einwohner: 1.814 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Jan. 2011
Eingemeindet nach: Stadt Quedlinburg
Postleitzahlen: 06507 (derzeit), 06485 (geplant)
Vorwahl: 039485
Bad Suderode vor 1900

Bad Suderode ist ein Ortsteil der Stadt Quedlinburg im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort liegt im Harz, unweit der Welterbestadt Quedlinburg.

Geschichte

Suderode trägt seit 1914 die amtliche Bezeichnung Bad.

Vom 1. Januar 1994 an gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz. Die Gemeinde Bad Suderode wurde per Gesetz [1] zum 1. Januar 2011 in die Stadt Quedlinburg eingemeindet und verlor dadurch seine politische Selbstständigkeit. Sie gehörte bis zu ihrer Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Gernrode hatte und ebenfalls am 1. Januar 2011 aufhörte zu existieren. Eine Klage gegen die Zwangseingemeindung hatte keine aufschiebende Wirkung.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 49,8 % zu folgendem Ergebnis:[2]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
CDU 17,2 % + 3,0 2 ± 0
FDP 33,9 % - 3,3 4 ± 0
SPD 9,6 % - 4,6 1 - 1
Wählergruppen1 39,3 % - 1,6 5 + 2

1 Das Statistische Landesamt fasst alle Wählergruppen zusammen.

Letzter Bürgermeister und Ortsbürgermeister ist Gert Sauer.

Wappen

Das Wappen wurde am 26. März 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „In Blau auf grünem Boden ein silberner Brunnentempel mit Kuppeldach und Brunnenstock in der Mitte, ruhend auf einem dreistufigen Unterbau und vier Säulen. Der Schildfuß ist belegt mit einem roten Schildchen, worin sich zwei schrägaufwärts gekreuzte silberne Vorlegemesser mit goldenen Griffen befinden.“

Das Hauptwappen stellt den Brunnentempel des Behringerbrunnens in Bad Suderode dar. Der aufgelegte Schild ist das Wappen des Stifts Quedlinburg, von dem aus Suderode gegründet worden ist und zu dessen Gebiet es jahrhundertelang gehört hat.

Das Wappen wurde vom Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Flagge

Die Flagge des Ortes ist blau - weiß - blau gestreift und mittig mit dem aufgelegten Ortswappen belegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das Ortsbild wird wesentlich durch ein weitestgehend geschlossen gehaltenes Ensemble von Gründerzeithäusern im sogenannten Bad Suderöder Pensionshausstil geprägt. Die meist traufseitig angebauten Veranden und Balkone mit den filigranen Verzierungen erinnern an den Badebetrieb um 1900.
  • Alte romanische Dorfkirche (mit spätromanischem Bogenfries), Preußenturm, Behringer Brunnentempel im Kurpark, Preußischer und Anhaltinischer Saalstein, Opferstein, Selketalbahn.
Kurzentrum und Kurpark, Panoramabild
Behringer Brunnentempel im Kurpark

Geschichtsdenkmal

  • Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof für sechs unbekannte Häftlinge des KZ Dora-Mittelbau, die bei einem Todesmarsch im April 1945 in der Nähe des "Reiß-aus-Berges" von SS-Männern erschossen und später hier begraben wurden

Behringer Brunnentempel

Der Behringer Brunnentempel wurde 1934 errichtet und ist das Wahrzeichen des Heilbads von Bad Suderode. Er befindet sich im Kurpark und ist der Mittelpunkt des alljährlichen Behringer Brunnenfests.

Badebetrieb

Badehaus im Kurpark

Der als Calciumsole-Heilbad klassifizierte Kurort ist im Besitz eines ganz besonderen Heilwassers. Der Behringer Brunnen zählt zu den stärksten Calciumquellen Europas.

Im Kurzentrum gibt es ein 32 °C warmes Calciumsolebad mit Saunalandschaft, Badehaus und Tagungszentrum. Die Heilwirkung betrifft vor allem Knochen, Rücken, Kreislauf und Atemwege.

Daneben existieren 245 km ausgeschilderte Wander- und Radwanderwege, zum Beispiel zum Bremer Teich.

Verkehr

Bad Suderode besitzt einen Haltepunkt an der Selketalbahn. Vorher lag dieser Bahnhof an der Bahnstrecke Frose-Quedlinburg, die Harzer Schmalspurbahnen kauften jedoch den Streckenabschnitt Quedlinburg–Gernrode und bauten die Strecke danach zwischen Quedlinburg und Gernrode auf Schmalspur um. Am Bahnhof halten täglich zwölf Zugpaare, davon vier Dampfzugpaare.

Durch mehrere Buslinien der Q-Bus Nahverkehrsgesellschaft ist Bad Suderode aus Ballenstedt, Harzgerode, Quedlinburg, Aschersleben, Thale und Güntersberge erreichbar.

Weblinks

 Commons: Bad Suderode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt den Landkreis Harz betreffend.
  2. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt abgerufen am 5. August 2010

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