1. EV Weiden
1. EV Weiden
1. EV Weiden
Größte Erfolge
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 2003
  • Oberligameister 2003
  • Meister Regionalliga Süd 2001
  • Deutscher Regionalliga-Meister 1991
  • Aufstieg in die Bayernliga 1989 und 2010
  • Bayernkrug Pokalsieger 2010
Vereinsinfos
Geschichte 1. EV Weiden (1985−2000)
Blue Devils Weiden (seit 2000)
Spitzname Blue Devils Weiden
Stammverein 1. EV Weiden e. V.
Vereinsfarben blau, weiß
Liga Bayerische Eishockey-Liga
Spielstätte Eisstadion Weiden / Freizeitzentrum Weiden
Kapazität 2.560 Plätze (davon 1.250 Sitzplätze)
Cheftrainer Josef Hefner
2010/11 Platz 4

Der 1. EV Weiden ist ein Eishockeyverein aus Weiden. Die Profimannschaft des 1. EV Weiden mit dem Beinamen „Blue Devils“ spielte in der Eishockey-Oberliga. Nach der Saison 2007/08 zog sich der Verein aus finanziellen Gründen aus der Oberliga zurück und spielt in der Saison 2010/11 in der viertklassigen Bayernliga.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung

Nachdem bekannt wurde, dass in Weiden ein Eisstadion errichtet werden soll, gründeten ein paar Eishockeyfans 1985 den 1. EV Weiden. Bevor 1987 erstmals eine Mannschaft am Ligenbetrieb teilnahm, war der Verein eine Hobbymannschaft. Das erste Freundschaftsspiel fand am 4. September vor 2300 Zuschauern gegen den ESV Bayreuth statt und ging mit 1:19 verloren. In der ersten Saison 1987/88 spielte man in der Landesliga, am Ende war man mit 18:18 Punkten und 82:97 Toren Fünfter.

In der darauf folgenden Saison schaffte der 1. EV Weiden nach dem dritten Platz in der Hauptrunde als Erster der Aufstiegsrunde den Aufstieg in die Bayernliga. Neben dem sportlichen Erfolg konnte man zudem einen Anstieg der Zuschauerzahlen in den neun Heimspielen von durchschnittlich 1633 (1987/88; insg. 14694) auf 2078 (1988/89; insg. 18705) verzeichnen.

Von der Bayernliga in die Oberliga Süd

Nachdem in der Landesliga der Aufstieg „erst“ in der zweiten Saison gelang, schafften die Weidener in den beiden darauffolgenden Spielzeiten jeweils den Aufstieg von der Bayernliga in die Regionalliga Süd und von dort in die Oberliga Süd auf Anhieb.

In ihrer ersten Oberliga-Saison erreichte die Mannschaft zwar in der Vorrunde die Meisterschaft, wodurch sie sich erstmals im „Oberpfalz-Duell“ gegen den EV Regensburg behaupten konnte. Aufgrund einer Gesichtsverletzung von Pavel Richter konnte man in der anschließenden Meisterrunde lediglich einen Platz im Mittelfeld belegen.

1. Liga Süd / Hacker-Pschorr-Liga

Zwischen 1994 und 1998 spielten die Weidener in der 1. Liga Süd, welche ab 1996/97 umbenannt wurde in die Hacker-Pschorr-Liga. Diese war zur damaligen Zeit direkt unter der DEL angesiedelt.

1994/95 erreichte man in der Hauptrunde den siebten Tabellenplatz und war somit direkt für die Meisterrunde qualifiziert. Da man dort schließlich Vierter wurde, hatte man in den darauffolgenden Playoffs zunächst das Heimrecht im Achtelfinale. Jedoch unterlag man dort gegen den EC Wolfsburg in den ersten beiden Spielen der Best-of-three-Serie und war damit vorzeitig ausgeschieden.

In der darauffolgenden Saison belegte man nach der Hauptrunde nur den zehnten Platz. Somit musste man sich für die Meisterrunde noch qualifizieren, welche jedoch kein Problem darstellen sollte. In dieser wurde man Sechster und bekam als Gegner im Playoff-Achtelfinale den EC Bad Nauheim zugewiesen. Auch hier sollte die Saison für die Blue Devils sein Ende finden, nach einer 5:1-Niederlage im ersten sowie eines 5:2-Sieges im zweiten Spiel unterlag man im entscheidenden dritten Spiel mit 5:3.

Zur Saison 1996/97 änderte sich in der 1. Liga neben dem Namen der Südstaffel - die Staffel wurde von der Brauerei Hacker-Pschorr gesponsert - auch der Modus; dem EV Weiden gelang nach der Hauptrunde, bestehend aus einer gemeinsamen Einfachrunde sowie einer Gruppenphase, lediglich der 11. Platz, welcher bereits als „Abstiegsplatz“ zählte. Allerdings gewann man in der ersten sowie in der zweiten Runde die Serien gegen den EC Ulm/Neu-Ulm sowie den EC Peiting und sicherte sich somit einen Startplatz für die Saison 1997/98.

Durch die geplante Einführung einer eingleisigen Amateurliga unterhalb der DEL zur Saison 1998/99 fielen in der 1. Liga in dieser Saison die Abstiegsplätze weg, die besten 12 Mannschaften sollten direkt in die Bundesliga aufsteigen dürfen. Der EV Weiden erreichte in der Hauptrunde allerdings nur den 12.Platz - ein Aufstieg schien somit in weite Ferne gerückt, da man sich in der Qualifikationsrunde zunächst gegen 15 weitere Vereine, teilweise auch einige aus der damaligen 2. Liga, behaupten musste. Erneut traf man hier in der Gruppe A auf den EV Regensburg, der mittlerweile, nach zwischenzeitlichem Konkurs, wieder den Anschluss an den EVW gefunden hatte. In der Schlusstabelle der Gruppe A behielt der EV Weiden die Oberhand und wurde mit 29 Punkten Gruppenzweiter, noch vor dem EVR (Platz 4, 24 Punkte). Somit traf man in der ersten Playoff-Runde auf den ESV Bayreuth, gegen den man im dritten Spiel mit 4:1 gewinnen konnte und somit knapp in die zweite Runde weiterkam. Dort konnte man sich, ebenfalls erst im entscheidenden Spiel, mit 6:3 gegen den ETC Crimmitschau durchsetzen. In der dritten Runde scheiterte man jedoch am Deggendorfer EC, also musste man das somit ausstehende Duell gegen den SC Bietigheim-Bissingen gewinnen, um einen Platz in der Bundesliga zu bekommen. Im ersten Spiel verlor man in Bietigheim knapp mit 3:2, konnte allerdings zuhause prompt mit einem 4:3-Sieg die Entscheidung offen halten. Die Entscheidung fiel jedoch zu Gunsten der Schwaben, die das dritte Spiel klar mit 5:2 gewinnen konnten und somit in die Bundesliga aufgestiegen sind. Trotzdem konnte man in Weiden auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken.

Also startete man 1998/99 erneut in der - nun drittklassigen - 1. Liga Süd. Dort kam es nun auch wieder in der regulären Saison zum „Oberpfalz-Derby“ gegen den EV Regensburg. Hier sollten nun allerdings die Donaustädter die Oberhand behalten, so belegten die Regensburger nach der Hauptrunde den vierten Platz und nahmen an den Playoffs zur Bundesliga teil. Diese konnte man in Weiden nicht erreichen, so dass man sich, auf Platz 8 liegend, der Qualifikationsrunde stellen musste. In dieser allerdings wurde man abgeschlagen Letzter und ist somit sportlich in die Regionalliga abgestiegen.

Von der Oberliga über die Regionalliga in die 2. Bundesliga

Eigentlich wäre der 1. EV Weiden schon in der Saison 1998/99 aus der Oberliga abgestiegen. Da aber im Sommer 1999 einige Vereine Konkurs anmelden mussten, konnte man auch in der darauffolgenden Saison in der Oberliga Süd spielen. Man beendete die Qualifikationsrunde jedoch als Vorletzter und stieg somit in die Regionalliga ab. Zur Saison 2000/01 legte sich der EV Weiden einen Beinamen zu - man nannte sich fortan Blue Devils. Man konnte auf Anhieb Meister in der Regionalliga Süd werden, jedoch ging das entscheidende 5. Playoff-Spiel in Füssen mit 5:2 verloren.

Auch ein Jahr später schafften man den Aufstieg nicht, allerdings wurde die Regionalliga Süd nach der Saison 2001/02 mit der Oberliga fusioniert. Somit konnten die Blue Devils 2002/03 in der Oberliga Süd-Ost spielen. Man verstärkte den Kader punktuell und erreichte in der Vorrunde den dritten Platz. In den Playoffs konnte man nacheinander die Serien gegen den EHC Klostersee (Viertelfinale) und den EC Peiting (Halbfinale) gewinnen. Im Finale konnte man nach zwei Siegen gegen die Dresdner Eislöwen den Aufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga feiern. Nachdem in der Saison 2003/04 der Klassenerhalt überraschend geschafft werden konnte, mussten die Blue Devils am Ende der Saison 2004/05 den bitteren Gang zurück in die Oberliga antreten. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region und den wenigen Sponsoren fehlten die finanziellen Mittel, um eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Rennen zu schicken, die mit der finanzstärkeren Konkurrenz mithalten konnte.

Wieder in der Oberliga

In der darauffolgenden Oberligasaison erreichten die Blue Devils über die Meisterschaftsrunde die Playoffs, in der sie im Viertelfinale dem späteren Vizemeister ETC Crimmitschau unterlagen. Angesichts der sehr schlechten wirtschaftlichen Lage in der Nordoberpfalz, vor allem in Weiden, ist es eine große Leistung, dass der EV Weiden jahrelang souverän, ohne große Sponsoren, in der Oberliga mitspielen konnte. Nach der Saison 2007/2008 wurden finanzielle Schwierigkeiten bekannt, die schließlich dazu führten, dass sich der Verein aus der Oberliga zurückzog.

Neustart in der Landesliga

Für die Saison 2008/09 übernahm die erste Mannschaft den Platz der zweiten Mannschaft in der Bayerischen Landesliga, Gruppe Nord.[1] Nachdem die Mannschaft in der Gruppenphase unter den ersten vier Mannschaften platziert war, konnte man in der Aufstiegsrunde antreten. Dort musste man in der Aufstiegsrunde den ersten Platz belegen, um aufzusteigen. Wiederum kam es hier zum Duell gegen den „Nachbarn“ aus Regensburg, da der EV Regensburg nach einer Insolvenz ebenfalls in der Landesliga gestartet war. Nachdem in der Hauptrunde die beiden Duelle mit 5:3 und 5:4 verloren wurden, konnte am 6. Februar 2009 zuhause ein 4:4-Unentschieden über die Zeit gebracht werden - die Entscheidung sollte zwei Wochen darauf in Regensburg fallen. Aufgrund einiger Verletzungen und Erkrankungen konnte die Mannschaft nicht in voller Kaderstärke antreten und erlebte eine 10:0-Niederlage, durch das der Aufstieg in die Bayerische Eishockey-Liga unmöglich geworden war. Zur Saison 2009/10 wurde die Mannschaft erneut in die Landesliga Gruppe Nord eingeteilt, wurde "Bayerischer Landesliga-Meister" und stieg in die Bayernliga auf. Zugleich gewann das Team den Bayernkrug, den bayerischen Eishockeypokal.

Spieler

Die Blue Devils Weiden dienten vielen Spielern als Sprungbrett für höhere Ligen. Unter anderem schafften die Topspieler der 2. Bundesliga, Conny Strömberg (jetzt Örebro Vipers), Dustin Whitecotton (Straubing Tigers) und Carl-Johan Johansson (jetzt HYS Den Haag) ihren Durchbruch in Weiden. Das wichtigste Fundament des Vereins ist allerdings die vorbildliche Nachwuchsarbeit und die zahlreichen Eigengewächse, die alle Jugendmannschaften durchlaufen haben und das Gerüst der 1. Mannschaft bilden. Benedikt Schopper (Krefeld Pinguine) gelang als erstem „echten“ Weidener der Sprung in die DEL, 2007 folgte ihm das Weidener Eigengewächs Michal Bartosch (EHC Wolfsburg). Einheimische ehrgeizige Spieler gepaart mit guten, aber meist unbekannten und somit bezahlbaren Ausländern ergeben eine Mannschaft, die durch Teamgeist, Moral und Leidenschaft besticht.

Tomáš Jelínek ist bislang der einzige Spieler der Vereinsgeschichte, der auch in der National Hockey League spielte. In der Saison 1992/93 spielte dieser für die Ottawa Senators.

Rekordspieler

Name Position Spiele Tore Assists Punkte Strafminuten
Jan Penk Verteidiger 532 128 338 466 1077
Michal Piskor Stürmer 294 158 248 406 344
Stefan Peschek Stürmer 233 165 224 389 128
Milan Blaha Stürmer 211 206 148 354 475
Joe Hayse Stürmer 105 142 141 283 196
Pavel Richter sen. Stürmer 61 100 169 269 114
Florian Zellner Stürmer 505 118 138 256 567
Jiri Hlinka Stürmer 171 108 148 256 382
Mark Butler Stürmer 63 132 117 249 66
Lubos Thür Stürmer 236 108 137 245 216
Sergej Agejkin Stürmer 111 133 106 239 123
Miikka Jäske Stürmer 143 84 149 233 201
Marcel Waldowsky Stürmer 148 94 121 215 264
Conny Strömberg Stürmer 109 84 130 214 209

Trainer

  • Josef Hefner (seit 9. Dezember 2010)
  • David Musial (31. Mai - 7. Dezember 2010)
  • Wiktor Proskurjakow (8. August 2008 - April 2010)
  • Alex Stein (3. Juni 2007 – 31. März 2008)
  • Jiří Neubauer (Mai 2005 – Juni 2007)
  • Sergei Swetlow (29. Januar 2005 – Mai 2005)
  • Alexej „Leos“ Sulak (2002/03 bis 20. Januar 2005)
  • Miroslav Klapac (Vorrunde 1999/2000 – 2002)
  • Jiří Holík (August - November 1999)
  • Steven Polgar (1995 - 1999)
  • Wilbert Duszenko (1994/1995)
  • Hans Schulz (1992 - 1994)
  • George Quinn (1992)
  • Dr. Richard Pergl (1990 - 1992)
  • Svetozar Materak (1987 - 1990)

weitere Mannschaften des Vereins

In der Saison 2009/10 nahmen beim 1. EV Weiden

  • die Junioren in der Landesliga
  • die Jugend in der Bezirksliga
  • die Schüler in der Landesliga
  • die Knaben in der Leistungsklasse C
  • die Kleinschüler in der Leistungsklasse B
  • die Kleinstschüler in der Leistungsklasse A

teil.

Einzelnachweise

  1. http://www.evweiden.de/index.php?option=com_content&task=view&id=963&Itemid=2

Weblinks


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