Deutsche Eishockey Liga
Deutsche Eishockey Liga
Logo der DEL
Aktuelle Saison DEL 2010/11
Sportart Eishockey
Abkürzung DEL
Verband Deutscher Eishockey-Bund
Ligagründung 1994
Mannschaften 14
Land (Länder) DeutschlandDeutschland Deutschland
Titelträger Eisbären Berlin
Rekordmeister Adler Mannheim, Eisbären Berlin (5)
TV-Partner Sky Deutschland
Website www.del.org

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL), auch DEL – Die 1. Bundesliga genannt, ist die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Bei ihrer Gründung 1994 war sie die erste deutsche Profiliga, deren Spielbetrieb von einer Betriebsgesellschaft durchgeführt wurde und deren Klubs ihre Profiteams in Kapitalgesellschaften auslagerten. Die DEL Betriebsgesellschaft mbH ist heute rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch ganz selbstständig und ein Zusammenschluss der DEL-Klubs. Vorgängerliga war die zwischen 1958 und 1994 bestehende Eishockey-Bundesliga. Rekordmeister sind die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin mit jeweils fünf Deutschen Meisterschaften.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte

Im Dezember 1993 wurden die Pläne, eine neue Profiliga im deutschen Eishockey zu gründen, offiziell. Der Vorsitzende des DEB Ulf Jäkel, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sowie die Vorstandsmitglieder Gottfried Neumann (Augsburg) und Wolfgang Bonenkamp (Düsseldorf) hatten schon länger Pläne ausgearbeitet. Dafür waren sie sogar auf Erkundungstour in Nordamerika. Die National Hockey League (NHL) sollte das sportliche, die International Hockey League (IHL), in der damals alle Klubs schwarze Zahlen schrieben, dagegen das wirtschaftliche Vorbild sein.

Das Logo der DEL bis 2011

Die Entwürfe sahen unter anderem vor, den Auf- und Abstieg zur zweiten Liga abzuschaffen, was viele Kritiker auf den Plan rief. Vor allem der damalige KEV-Präsident Hans-Ulrich Urban kritisierte das Vorhaben, da eine so immense Reform im traditionsbewussten Deutschland nicht funktionieren könne. Andererseits plagten viele Vereine der ersten beiden Eishockey-Ligen massive Finanzprobleme. Hinter der in den neunziger Jahren dominierenden und viermal in Folge Deutscher Meister (1990 bis 1993) gewordenen Düsseldorfer EG gab es drei bis vier Klubs, die ein finanzielles Risiko eingingen, um Anschluss an Düsseldorf zu finden. Der Rest kämpfte um die Existenz. Die zweite Bundesliga war in der Saison 1993/94 schon mit nur elf (statt, wie vorgesehen, zwölf) Vereinen an den Start gegangen, von denen sich dann zunächst der SV Bayreuth und später der SC Memmingen aus finanziellen Gründen vom laufenden Spielbetrieb zurückzog. (Nach Saisonende gingen zusätzlich noch die bisherigen Zweitligisten ECD Sauerland und EHC Essen-West in Konkurs.) Zwar wurde auch hier vollwertiger Profisport geboten (mit Ausnahme des EV Landsberg, dessen Spieler Halbprofis waren), doch in der Realität fehlte den Zweitligaklubs Publicity und damit Geld. Deshalb erhöhten praktisch alle Bundesliga-Vereine ihren Etat, um dem Abstieg zu entgehen. Innerhalb von zwei Jahren stieg der Etat der Erstligaklubs um 25 % auf zusammen 88,6 Millionen DM.

Da die Klubs ihre Kosten nicht decken konnten, griffen sie teilweise zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Der Meister der letzten Bundesliga-Saison Hedos München gab Top-Spieler wie Georg Franz und Wally Schreiber, die zuvor auf 10 % ihres Gehalts verzichteten, ab. In Mannheim einigte man sich auf einen Gehaltsverzicht von 30 %. Zusammen hatten die Bundesliga-Vereine 50 Millionen DM Schulden. Deshalb planten die Verantwortlichen mit nur noch einer Profiliga. Franz Reindl sagte damals: „Wir haben in Deutschland nicht das Potential für ein System mit zwei Profiligen.“

Unterhalb des DEB sollte sich die Betriebsgesellschaft „Deutsche Eishockey Liga“ bilden. In diese flossen die Kapitalgesellschaften der Klubs ein, denen durch den Beirat ein Mitspracherecht zugebilligt wurde. Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der DEL waren ein vernünftiges Entschuldungskonzept, eine Antrittsgebühr von 500.000 DM und ein abgesicherter Etat, der mindestens 4,5 Millionen DM betragen musste. Des Weiteren forderte die DEL ein ligataugliches Stadion und mindestens 15 vertraglich gebundene Profispieler. Es war den Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, 10 % des Etats zurückzulegen und die Ligenleitung regelmäßig über die wirtschaftliche Situation zu informieren. Außerdem wurde ein zentraler Vermarkter für Trikots, Eis, Bande und Fernsehrechte beschlossen, der die wirtschaftlichen Disparitäten innerhalb der Liga schmälern sollte.

Gründung

Trotz erheblichen Kritiken aus Mannheim, Berlin, Rosenheim und Krefeld stimmten Mitte Januar 20 der 21 verbliebenen Erst- und Zweitligaklubs für die Reform des Ligawesens. Nur der Präsident aus Krefeld, Hans-Ulrich Urban, verweigerte das Pro.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten DEL-GmbH übernahmen Franz Reindl und der ehemalige Manager von Hedos München, Franz Hofherr, die sich auch für die Lizenzierung verantwortlich zeigten. Es bewarben sich alle Erstligisten, alle verbliebenen Zweitligisten außer dem EV Landsberg sowie der ETC Timmendorfer Strand und der ESC Wedemark aus der Oberliga Nord. Den beiden Oberligisten sowie dem EHC Nürnberg, dem EC Ratingen, dem ES Weißwasser, den Preussen Berlin, den Eisbären Berlin und auch dem amtierenden Meister EC Hedos München wurde die Lizenz vorerst verweigert. Bis auf die beiden Oberligisten konnten sich aber alle Vereine vor dem DEB-Schiedsgericht die Lizenz für die DEL erkämpfen. Dabei konnten die Eisbären und Ratingen einen erheblichen Schuldenabbau und Weißwasser einen neuen Hauptsponsor, welcher 1,2 Millionen DM investieren wollte, vorweisen. Als letzter Club bekam der deutsche Meister EC Hedos München, der unter dem Namen Maddogs München an den Start ging, kurz vor Ablauf der Lizenzierungsfrist die DEL-Lizenz. Am 20. Juni stand das 18 Mannschaften große Teilnehmerfeld schließlich.

Gründungsmitglieder

Name vor der DEL-Gründung Name zur ersten DEL-Saison Heutiger Name Heutige Liga Platzierung vor der Premierensaison
Augsburger EV Augsburger Panther DEL Meister 2. BL
EHC Dynamo Berlin EHC Eisbären Berlin DEL Platz 10, 1. BL
BSC Preussen Berlin ECC Preussen Juniors Berlin Oberliga Platz 4, 1. BL
Düsseldorfer EG DEG Metro Stars DEL Deutscher Vizemeister
Frankfurter ESC Frankfurt Lions Löwen Frankfurt Oberliga Platz 4, 2. BL
EC in Hannover Hannover Indians 2.BL Platz 6, 2. BL
EC Kassel Kassel Huskies EC Kassel Huskies Oberliga Platz 2, 2. BL
ESV Kaufbeuren Kaufbeurer Adler ESV Kaufbeuren 2.BL Platz 8, 1. BL
Kölner EC Kölner Haie DEL Platz 3, 1. BL
Krefelder EV Krefeld Pinguine DEL Platz 5, 1.BL
EV Landshut Landshut Cannibals 2.BL Platz 6, 1.BL
Mannheimer ERC Adler Mannheim DEL Platz 7, 1.BL
EC Hedos München Maddogs München Deutscher Meister
EHC 80 Nürnberg Nürnberg Ice Tigers DEL Platz 3, 2. BL
EC Ratingen EC Ratingen "Die Löwen" Platz 12, 1. BL
Sportbund DJK Rosenheim Starbulls Rosenheim 2.BL Platz 9, 1. BL
ES Weißwasser ESG Füchse Sachsen Weißwasser/Chemnitz Lausitzer Füchse 2.BL Platz 7, 2.BL
Schwenninger ERC Schwenninger ERC Wild Wings SERC Wild Wings 2.BL Platz 11, 1.BL

Turbulente Premierensaison

Das DEL-Logo in den ersten beiden Saisons

Das erste Spiel der Saison 1994/95 fand im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion zwischen den Augsburger Panthern und den Maddogs München statt, das München mit 6:1 gewann. Das erste Bully führten die Ehrengäste Bobby Hull und Paul Ambros aus. Auch die übrigen Spiele des ersten Spieltags waren gut besucht, insgesamt kamen 45.000 Zuschauer in die Hallen.

Nach dem erfolgreichen Start geriet die DEL aber schon am zweiten Weihnachtsfeiertag in eine Krise. Der amtierende Meister aus München meldete Konkurs an. Der Zulassungsausschuss hatte den Maddogs die Lizenz unter Auflagen erteilt und Bürgschaften der Vorstandsmitglieder verlangt, die aber letztlich nicht werthaltig waren.

Am 18. Februar 1995 kam DEB-Präsident Ulf Jäkel seiner Abwahl zuvor und trat von seinem Posten zurück. Vor allem zwei Ungereimtheiten wurden ihm angekreidet: Eine Firma, an der Jäkel selbst beteiligt war, übernahm das Controlling in der DEL und ein anderes Unternehmen aus Jäkels Heimat Kaufbeuren kreierte das erste DEL-Logo.

Einige NHL-Spieler wie Brendan Shanahan (Düsseldorf), Pawel Bure (Landshut), Scott Young (Landshut und Frankfurt), Robert Reichel (Frankfurt), Doug Weight (Rosenheim), Uwe Krupp (Landshut), Glenn Anderson (Augsburg) oder Vincent Damphousse (Ratingen) überbrückten den Lockout der NHL in der DEL und sorgten für sportlich positive Meldungen.

Schließlich konnten sich die Kölner Haie mit Trainer Bob Murdoch, der nach dem Konkurs aus München kam, in den Play-offs durchsetzen und wurden erster Meister der DEL.

Die Saison 1995/96 begann mit einem Streit zwischen dem neuen DEB-Präsidenten Rainer Gossmann, der sich auch für die kleinen und Amateur-Vereine einsetzte, und dem Wortführer der DEL-Klubs Bernd Schäfer III aus Köln. Dieser wollte die Liga noch weiter vom Verband trennen. Deshalb plante er die Gründung der Nationalen Eishockey-Liga (NEL) als Nachfolger der DEL und erhielt aus vielen DEL-Vereinszentralen Zustimmung. Erst durch das Einschalten des Weltverbandes IIHF, der die NEL zur wilden, also rechtlosen Liga erklärte, wurde das Weiterbestehen der DEL gesichert.

Die Bosman-Entscheidung und ihre Folgen

Logo des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften

Durch die Bosman-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 15. Dezember 1995 konnten auch die Vereine in der DEL noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Spieler aus EU-Staaten fielen nun nicht mehr unter das zwei (ab 1995/96: drei) Spieler umfassende Ausländerkontingent. Vor allem die späteren Play-off-Finalisten aus Köln und Düsseldorf verstärkten ihre Kader.

Im Finale der Play-offs 1996 setzten sich die Düsseldorfer im Rhein-Derby nach vier Spielen schließlich gegen die Haie durch. Der Triumph wurde nach einem schwierigen Verlauf der Vorrunde und souveränen Auftritten in Zwischenrunde und Play-offs von 30.000 Fans auf dem Rathausplatz gefeiert.

Vor der Saison 1996/97 war die Bosman-Entscheidung ein entscheidender Faktor für die Kader-Zusammenstellung. Die Vereine konnten dadurch, dass die deutschen Spieler jetzt Konkurrenz aus der ganzen EU hatten, deren Personalkosten deutlich senken. In der Saison 1996/97 spielten 97 EU-Ausländer in der DEL. Die häufigen Spielerwechsel, auch während der Saison, führten auf der anderen Seite aber auch zu einem Zuschauerrückgang.

Die Bosman-Entscheidung war vor allem eine Chance für die kleineren Vereine. So stießen die Kassel Huskies und die Eisbären Berlin in der Saison 1996/97 in die Ligenspitze vor, während der deutsche Meister aus Düsseldorf sogar die Play-offs, die zum ersten Mal mit dem Viertelfinale (vorher: Achtelfinale) begannen, verpasste. Ein zweiter großer Verlierer der Saison war der EV Landshut, dessen Manager Max Fedra sich den Vorwurf gefallen lassen musste, zu wenig EU-Ausländer geholt zu haben. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen DEL-Klubs holte Landshut nur wenige EU-Ausländer und setzte immer noch vermehrt auf deutsche Kräfte.

Das große Überraschungsteam der Saison waren aber die Kassel Huskies, die sich bis ins Finale vorkämpften und dann gegen die Adler Mannheim scheiterten. Deren Manager Marcus Kuhl und Trainer Lance Nethery holten Spieler aus weniger starken Eishockey-Nationen (Italien, Frankreich, Österreich), die sich in der DEL beweisen wollten, und schlossen die Hauptrunde als Erster ab.

Trennung zwischen Liga und Verband und Dominanz der Adler

Der Streit zwischen den DEL-Klubs und dem DEB eskalierte während der Saison 1996/97. Bernd Schäfer III war inzwischen zum DEL-Geschäftsführer erklärt worden, als der Verband wirtschaftliche Probleme eingestand. Daraufhin hatte der Franchise-Vertrag vor dem DEL-Schiedsgericht keinen Bestand mehr und unter Druck der IIHF einigte man sich auf die Eigenständigkeit der DEL, die mit der Taurus-Gruppe von Leo Kirch gleich noch einen neuen Fernsehvertrag schließen konnte. Der DEB blieb als Dachverband unangetastet.

In den kommenden Jahren dominierten weiterhin die Adler Mannheim die Liga, die in ruhigerem Fahrwasser als noch ein Jahr zuvor fuhr. Die Mannheimer Dominanz war erst 1999/2000 durch das Viertelfinal-Aus gegen die Kassel Huskies beendet. Erfolgstrainer Lance Nethery wechselte vor der Saison zu den Kölner Haien und führte diese sogleich ins Finale, in welchem sie gegen die München Barons von US-Milliardär Philip Anschutz aber verloren. Anschutz übernahm vor der Saison nach Werbung von Bernd Schäfer III die Lizenz der finanziell geschwächten Landshut Cannibals und zog nach München.

2001 gewannen wieder die Adler das Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den Titelverteidiger aus München.

In der Saison 2001/02 wurde das Ziel, welches seit Gründung der DEL verfolgt wurde, erstmalig erreicht, denn in beiden Spielzeiten gehörten exakt dieselben Mannschaften der DEL an. Dieser Umstand, dass das Starterfeld gleich blieb, wurde aber teuer erkauft. Die Berlin Capitals hatten kurz vor Saisonbeginn aufgrund von Lizenz- und finanziellen Probleme zunächst nur neun Spieler im Kader, weshalb sie mit einer Geldstrafe über 100.000 Euro und sechs Minuspunkten belegt wurden. In Schwenningen und Essen sicherten die Fans mit Spenden den Fortbestand des DEL-Eishockeys an ihren Orten.

Die Ära der Multifunktionsarenen

Multifunktionsarenen in der DEL (zur Spielzeit 2008/09)
Stadion
Eröffnung
Heimverein Kapazität
Köln deutz kölnarena.jpg Lanxess Arena
17. Oktober 1998
Kölner Haie 18.500
O2 World Berlin.JPG O2 World
10. September 2008
Eisbären Berlin 14.500
SAP Arena.jpg SAP-Arena
2. September 2005
Adler Mannheim 13.600
ISS Dome Düsseldorf Straßensicht.jpg ISS-Dome
2. September 2006
DEG Metro Stars 13.400
Color Line Arena.JPG O2 World Hamburg
8. November 2002
Hamburg Freezers 12.947
TUI-Arena Innen.JPG TUI Arena
April 2000
Hannover Scorpions 10.767
ArenaNuernbergerVersicherung.JPG Arena Nürnberger Versicherung
1. Februar 2001
Nürnberg Ice Tigers 8.228
KönigPALAST.jpg Königpalast
4. Dezember 2004
Krefeld Pinguine 8.029
Saturn Arena.JPG Saturn-Arena
3. Oktober 2003
ERC Ingolstadt 4.681

Mit den Revierlöwen Oberhausen ging 1997/98 die erste Mannschaft den Schritt in eine neue Ära in der DEL. So zog das Team in eine Multifunktionsarena, die Arena Oberhausen. Diese Arenen zeichnen sich dadurch aus, dass sie innerhalb kurzer Zeit einem Nutzungswandel unterzogen werden und demnach unterschiedliche Funktionen annehmen können, welches die Wirtschaftlichkeit dieser Spielstätte erhöht.

Weitere Clubs folgten diesem Modell und bezogen ebenfalls moderne Großarenen. Die Kölner Haie zogen 1998 in die Kölnarena – die heutige Lanxess Arena – und besaßen damit die größte Arena aller DEL-Vereine, während die Stadt Nürnberg im Jahr 2001 mit dem Bau der Arena Nürnberger Versicherung eine neue Heimstätte für die Ice Tigers errichtete. In Hannover wurde anlässlich der EXPO 2000 die Preussag Arena eröffnet, die 2005 in TUI Arena umbenannt wurde. Diese drei Arenen bildeten gleichsam das Zentrum der Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland als Spielstätten.

In Hamburg ließ 2002 der finnische Unternehmer Harry Harkimo die Color Line Arena errichten, weshalb die Lizenz der München Barons vom Teameigner Philip F. Anschutz zu den neu gegründeten Hamburg Freezers umzog. Am 2. September 2005 erfolgte die Eröffnung der SAP Arena in Mannheim, die den Adler Mannheim als Ersatz für das mittlerweile marode Eisstadion am Friedrichspark diente. Mit der Einweihung des Düsseldorfer ISS-Domes am 2. September 2006 nutzte mittlerweile die fünfte DEL-Mannschaft eine Multifunktionsarena mit einer Kapazität von mindestens 10.000 Zuschauern als Heimspielstätte.

Als aktuellstes Projekt ließ Anschutz in Berlin die O2 World, die neue Heimat für die Eisbären, mit 14.500 Plätzen errichten[1], welche damit die zweitgrößte Arena der Deutschen Eishockey-Liga ist. Somit spielen mittlerweile acht der 16 Teams aus der höchsten deutschen Eishockeyliga in einer Multifunktionsarea.

Der Umzug in diese Arenen wirkte sich ebenfalls positiv auf die Zuschauerentwicklung der Liga aus. So wuchs der Besucherschnitt aus der Saison 1999/2000 von 4.414 Zuschauern im Laufe der nächsten Jahre auf über 6.000 Zuschauer an, welcher sich in den letzten Jahren auf diesen Schnitt stabilisierte.[2][3] Im europäischen Vergleich liegt die Liga damit im Jahr 2009 hinter der schwedischen Elitserien und der schweizerischen Nationalliga A auf dem dritten Platz.[4]

Darüber hinaus waren die Lanxess Arena und die SAP-Arena Austragungsstätten bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010.


NHL-Glanz in deutschen Hallen

Marco Sturm spielte während des NHL Lockouts 2004 für den ERC Ingolstadt

Genau zehn Jahre nach dem ersten Lockout wurden die NHL-Spieler 2004 erneut von ihrer Liga ausgesperrt. Diese traten daraufhin in den Streik, den einige Spieler in der DEL überbrückten. Die Iserlohn Roosters machten mit der Verpflichtung von Mike York den Anfang und auch die Nationalspieler Marco Sturm, Jochen Hecht und Olaf Kölzig spielten in der DEL. Vor allem der ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim profitierten vom Lockout, indem sie jeweils vier NHL-Spieler lizenzierten. Der Meister aus Frankfurt sicherte sich zu Saisonbeginn die Dienste von Stéphane Robidas und während des Jahres zudem von US-Star Doug Weight. Beide hatten entscheidenden Anteil daran, dass die Lions die reguläre Saison als Erster abschlossen. Als ebenfalls ein NHL-Vertreter wurde Erik Cole von den Eisbären Berlin zum MVP der DEL-Play-offs gewählt.

Einsatz von Profischiedsrichtern

Für Diskussionen sorgte in der Spielzeit 2005/06 die Verpflichtung des Profi-Schiedsrichters Rick Looker aus den USA. Er war der erste ausländische Unparteiische in der DEL und galt gleichzeitig aber auch als einer der umstrittensten Schiedsrichter unter den DEL-Vereinen.[5] Nach der Saison 2009/10 beendete Looker sein Engagement in der DEL. Zur Saison 2006/07 waren Looker mit Frank Awizus und Daniel Piechaczek weitere Profi-Schiedsrichter zur Seite gestellt.[6] Awizus hat seine Karriere mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen beendet und am 1. Januar 2009 erhielt Georg Jablukov einen Vertrag als Profi-Schiedsrichter in der DEL.[7][8]

Modus und Starterfeld

Teilnehmer der DEL 2010/11. Black pog.svg Multifunktionsarena, Blue pog.svg Große MF-Arena, Red pog.svg Eishalle.

In ihren ersten beiden Jahren spielten 18 Mannschaften in der DEL. Nach einer Vorrunde, in der jeder einmal in eigener Halle und einmal auswärts auf alle anderen Klubs traf, wurde die Liga 1994/95 in drei regionale Gruppen (West/Nord, Mitte, Süd) mit jeweils sechs Mannschaften unterteilt, die noch einmal eine Einfachrunde untereinander austrugen. Nach diesen 44 Spielen waren die ersten 16 Mannschaften der Tabelle für die Play-offs qualifiziert. Durch den vorzeitigen Rückzug der MadDogs München, die in der Saison 1996/97 vom SC Riessersee ersetzt wurden, waren die Eisbären Berlin das einzige Team, deren Saison nach der Hauptrunde beendet war.

In jener zweiten Spielzeit wurde zwar wiederum zuerst eine Einfachrunde, in der jedes Team zweimal gegen jedes andere spielte, ausgetragen. Doch nach diesen 34 Spielen wurde die Liga nicht mehr nach regionalen Kriterien unterteilt, sondern es spielten die Teams, die auf den geraden Plätzen standen untereinander eine Einfachrunde aus und die auf den ungeraden Plätzen ebenso. Danach begannen die Play-offs erneut mit dem Achtelfinale.

Zur Saison 1996/97 wurde die Liga um zwei Teams auf 16 Mannschaften verkleinert. Der SC Riessersee, EC Hannover und die Füchse Sachsen schieden aus der Liga aus und mit den Wedemark Scorpions wurde nur ein Nachrücker bestimmt. So wurde die Vorrunde, die erneut als Einfachrunde ausgetragen wurde, auf 30 Spiele verkürzt. Es folgte die Meisterrunde für die besten sechs Teams, in der die Play-off-Reihenfolge ausgespielt wurde, und die restlichen Mannschaften kämpften in der Qualifikationsrunde um die beiden anderen Endrunden-Plätze. Die Teams, die in der Qualifikationsrunde auf den Plätzen drei bis zehn standen, spielten in den Play-downs. Nach einem Viertel- und einem Halbfinale mussten die Verlierer in einer Relegationsrunde gegen die beiden besten Teams der zweithöchsten Spielklasse antreten. Die Play-offs begannen in dieser Spielzeit mit dem Viertelfinale.

Die Relegationsrunde wurde im Jahr danach direkt wieder abgeschafft. Stattdessen spielten die Top 8 der Qualifikationsrunde in Vor-Play-offs die übrigen beiden Endrunden-Teilnehmer aus. Kaufbeuren wurde schon während der Vorrunde die Lizenz entzogen, weshalb nur die Starbulls Rosenheim zwar in der Qualifikationsrunde, nicht aber in den Vor-Play-offs vertreten waren.

Nach wiederum nur zwei Spielzeiten erfolgte 1998/99 die Verkleinerung der DEL auf 14 Mannschaften, da neben Kaufbeuren auch die Düsseldorfer EG freiwillig abstieg und damit dem Lizenzentzug zuvorkam. In dieser Saison wurde erstmals eine Doppelrunde ausgetragen, so dass jedes Team jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen alle anderen DEL-Klubs hatte. Diesmal schlossen sich direkt Play-offs, die mit dem Viertelfinale begannen, an.

Zur Saison 1999/2000 ergänzten die Moskitos Essen das Starterfeld der DEL, doch am Modus änderte das nichts, da weiterhin eine Doppelrunde mit anschließenden Play-offs ausgetragen wurden. Eine Änderung erfuhren nur die Teams, die die Play-offs verpassten. Sie spielten eine Abstiegsrunde, deren Schlusslicht (Essen) eigentlich absteigen sollte, aber doch in der Liga blieb. Stattdessen mussten sich die Starbulls Rosenheim wegen finanzieller Schwierigkeiten zurückziehen. Ihre Lizenz wurde an die Iserlohn Roosters verkauft. Außerdem rückte die Düsseldorfer EG wieder in die DEL auf.

Deshalb bildete sich 2000/01 erneut eine 16er-Liga, die mit einer Doppelrunde (60 Spiele) in die Saison startete. Danach schloss sich direkt das Viertelfinale der Play-offs an. Mit demselben Starterfeld wurde die Saison 2001/02 ausgetragen. Der Modus wurde nur durch die Einführung von Play-downs zur Ermittlung eines Absteigers verändert. Als erste Mannschaft traf es die Berlin Capitals, die durch Aufsteiger ERC Ingolstadt ersetzt wurden.

2002/03 kehrte die DEL zu einer Liga mit 14 Mannschaften zurück, da den Moskitos Essen und den Revierlöwen Oberhausen die Lizenz entzogen wurde. Weiterhin folgten auf die Doppelrunde direkt die Play-offs mit dem Viertelfinale, was auch 2003/04 nicht verändert wurde. Auch die Play-downs wurden in beiden Spielzeiten ausgetragen. 2003 stiegen die Wölfe Freiburg aus der zweiten Liga auf und nahmen den Platz der Schwenninger Wild Wings (Lizenzentzug) ein. Doch direkt in ihrer ersten DEL-Spielzeit waren die Wölfe in den Play-downs unterlegen und mussten deshalb den Grizzly Adams Wolfsburg Platz machen. Diese hielten sich auch nur ein Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse, bis ihnen die Lizenz entzogen wurde und die Füchse Duisburg aufstiegen. Der vorerst letzte sportliche Absteiger waren dann die Kassel Huskies, die 2006 die Play-downs verloren und von den Straubing Tigers ersetzt wurden. Der Play-off-Modus blieb unverändert.

In der Saison 2006/07 wurden die Pre-Play-offs eingeführt. Nur die ersten sechs Teams der Hauptrunde sind demnach direkt für die Play-offs qualifiziert. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln in einer Qualifikationsrunde die beiden übrigen Play-off-Teilnehmer. Die Play-downs wurden abgeschafft.

Durch den Aufstieg der Grizzly Adams Wolfsburg 2007 sowie der Kassel Huskies 2008 wurde die Liga auf 16 Mannschaften aufgestockt. Die Anzahl der Spiele in der Hauptrunde wurde 2008/09 auf 52 Spiele je Mannschaft reduziert, dazu wurden die Clubs nach ihrer Platzierung im Vorjahr in vier Gruppen eingeteilt; innerhalb der Gruppen spielen die Mannschaften nur je einmal gegeneinander, sonst zweimal. Die geplante Einführung von Relegationsspielen mit der 2. Bundesliga wurde verschoben, da man sich mit der ESBG nicht auf einen gemeinsamen Modus einigen konnte.

Durch das Ausscheiden der Füchse Duisburg reduzierte sich die Teilnehmerzahl anschließend an die Saison 2008/09 wieder auf 15 Mannschaften, die in der Saison 2009/10 eine Doppelrunde mit 56 Spielen austrugen.

Die Saison 2010/11 wird mit 14 Mannschaften (Ausscheiden der Frankfurt Lions und Kassel Huskies wegen Verweigerung der Lizenz aus wirtschaftlichen Gründen und Aufstieg des EHC München) und damit 52 Spielen in einer vollständigen Doppelrunde durchgeführt.

Im November 2009 einigten sich die DEL-Clubs darauf, alle Play-off-Runden mit Ausnahme der Qualifikation ab der Saison 2010/11 nach nordamerikanischem Vorbild im Modus „Best of Seven“ auszutragen. Zuvor waren je nach Runde unterschiedliche Modi zum Einsatz gekommen. Die Play-off-Qualifikation wird weiterhin im Best-of-Three-Modus ausgespielt.[9] Im Juli 2010 wurde diese Neuregelung annulliert.[10] Damit werden die Play-offs ab dem Viertelfinale im Modus „Best of Five“ ausgespielt.

Saison Mannschaften Hauptrunde Anzahl Spiele Play-off-Teilnehmer Abstiegsregelung
1994/95 18 Einfachrunde mit regionalen Gruppen 44 16 -
1995/96 Eineinhalbfachrunde 50
1996/97 16 Einfachrunde, dann:
Meisterrunde (6 Teams, 2x),
Qualifikationsrunde (10 Teams, 1x)
48/50 8 Play-down (8 Teams), Relegation
1997/98 14 -
1998/99 14 Doppelrunde 52 8
1999/2000 15 56 Abstiegsrunde
2000/01 16 60 -
2001/02 Play-down (2 Teams)
2002/03 14 52
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07 10 -
2007/08 15 56
2008/09 16 1.75-fach Runde 52
2009/10 15 Doppelrunde 56
2010/11 14 52
2011/12

Erfolgreiche Klubs

Deutsche Meister

Siehe auch: Deutscher Meister (Eishockey)

Die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin sind mit jeweils fünf Titeln DEL-Rekordmeister, gefolgt von den Kölner Haien mit zwei Meisterschaften.

Ewige Tabelle

Die Ewige DEL-Vorrundentabelle wird von den Adler Mannheim angeführt, die nur einen Punkt vor den Kölner Haien liegen. Die DEL-Vereine der aktuellen Saison 2011/12 sind gelb unterlegt.
Abkürzungen: Sz = Spielzeiten, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, Pkt = Punkte, T = Erzielte Tore, GT = Gegentore

Pos Verein Sz Sp S U N T GT Pkt Titel Teilnahme
1 Adler Mannheim 17 896 523 21 352 2957 2505 1467 5 seit 1994
2 Kölner Haie 17 896 509 14 373 3094 2458 1466 2 seit 1994
3 Eisbären Berlin 17 896 488 15 393 3069 2812 1414 5 seit 1994
4 Nürnberg Ice Tigers 17 890 466 27 397 2775 2613 1365 0 seit 1994
5 Krefeld Pinguine 17 890 463 16 411 2914 2676 1306 1 seit 1994
6 Frankfurt Lions 16 842 433 20 389 2647 2537 1225 1 1994-2010
7 DEG Metro Stars 15 786 446 11 329 2478 2141 1215 1 1994-1998, seit 2000
8 Augsburger Panther 17 890 392 20 478 2741 3067 1119 0 seit 1994
9 Hannover Scorpions 14 748 354 6 388 2295 2381 1032 1 seit 1997
10 Kassel Huskies 14 732 337 23 372 2099 2195 960 0 1994-2006, 2008-2010
11 Iserlohn Roosters 11 596 258 0 338 1732 1895 784 0 seit 2000
12 ERC Ingolstadt 9 476 257 0 219 1427 1327 759 0 seit 2002
13 Hamburg Freezers 9 476 242 0 234 1400 1392 715 0 seit 2002
14 BSC Preussen/ Preussen Devils/ Berlin Capitals 8 416 216 20 180 1433 1257 567 0 1994-2002
15 SERC Wild Wings 9 466 190 19 257 1507 1612 535 0 1994-2003
16 Grizzly Adams Wolfsburg 5 268 128 0 123 814 785 389 0 2004/05, seit 2007
17 Landshut Cannibals 5 242 152 11 79 922 605 352 0 1994-1999
18 München Barons 3 176 113 0 63 560 446 331 1 1999-2002
19 Straubing Tigers 5 268 107 0 161 705 902 311 0 seit 2006
20 Starbulls Rosenheim 6 290 111 19 160 875 1075 291 0 1994-2000
21 Revierlöwen Oberhausen 5 272 103 4 165 776 977 289 0 1997-2002
22 Moskitos Essen 3 176 59 0 117 464 650 180 0 1999-2002
23 Duisburger Füchse 4 212 58 0 154 509 847 175 0 2005-2009
24 Kaufbeurer Adler[11] 3 142 42 16 84 449 661 108 0 1994-1997
25 Ratinger Löwen 3 142 39 10 93 419 628 94 0 1994-1997
26 EHC München 1 52 26 0 26 163 161 76 0 seit 2010
27 EC in Hannover 2 94 25 8 61 258 428 59 0 1994-1996
28 ESG Füchse Sachsen Weißwasser 2 94 17 8 69 215 418 46 0 1994-1996
29 SC Riessersee 1 50 16 4 30 147 213 37 0 1995/96
30 Maddogs München 1 27 17 1 9 110 84 36 0 1994
31 Wölfe Freiburg 1 52 11 0 41 142 241 34 0 2003/04
32 Wedemark Scorpions 1 52 11 0 34 150 241 28 0 1996/97
Stand: nach der Saison 2010/2011.

Anmerkungen

Von 1994 bis 1997/98 gab es für einen Sieg zwei Punkte und für eine Niederlage nach Verlängerung einen Punkt. Seit der Spielzeit 1998/99 gibt es drei Punkte für einen Sieg in der regulären Spielzeit, zwei Punkte für einen Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen und einen Punkt für eine Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschießen.

Sieben Clubs (Mannheim, Köln, Eisbären Berlin, Nürnberg, Krefeld, Frankfurt, Augsburg) nahmen an allen 16 Spielzeiten der DEL teil. Die unterschiedliche Anzahl der Spiele erklärt sich durch die Austragung von Meisterschafts- und Qualifikationsrunden in den Spielzeiten 1996/97 und 1997/98.

Die Ratinger Löwen zogen 1997 nach Oberhausen um und wurden in Revierlöwen Oberhausen umbenannt, genauso die Wedemark Scorpions in Hannover Scorpions nach dem Umzug nach Hannover. Juristisch gesehen sind also die Ratinger Löwen und die Revierlöwen Oberhausen, sowie die Wedemark Scorpions und die Hannover Scorpions jeweils als ein Klub zu verstehen. Die Lizenz der Landshut Cannibals ging 1999 an die neu gegründeten München Barons, die 2002 nach Hamburg umzogen und sich dort in Hamburg Freezers umbenannten. Alle drei DEL-Teams spielten also mit derselben Lizenz und gelten als dieselbe GmbH. Ebenso ging 2000 die Lizenz der Starbulls Rosenheim an die Iserlohn Roosters.

Die Maddogs München zogen ihre Mannschaft in der Saison 1994/1995 nach dem 27. Spieltag zurück. Alle ausstehenden Partien wurden mit 0:0 Toren und einem Punkt für den jeweiligen Gegner gewertet.

Tabellenführer

In der folgenden Tabelle sind alle DEL-Tabellenführer seit 1994 aufgeführt. In der Saison 2002/03 standen die Eisbären Berlin an 44 von insgesamt 52 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz und stellten damit den bis heute gültigen DEL-Rekord auf.[12] In der Spalte „Durchschnitt in %“ befindet sich der prozentuale Anteil der Tabellenführung in Bezug auf die insgesamte Verweildauer in der DEL des jeweiligen Teams.

Die aktuellen DEL-Klubs sind wiederum gelb unterlegt.

Klub Anzahl Durchschnitt in %
Adler Mannheim 146 17,30
Eisbären Berlin 136 16,11
Kölner Haie 103 12,20
München Barons 53 30,11
Nürnberg Ice Tigers 52 6,20
Frankfurt Lions 50 5,94
Berlin Capitals[13] 47 11,30
ERC Ingolstadt 44 10,38
Krefeld Pinguine 32 3,82
Hannover Scorpions 26 3,74
EV Landshut 20 8,26
DEG Metro Stars 15 2,04
Augsburger Panther 6 0,72
Schwenninger Wild Wings 4 0,86
Hamburg Freezers 2 0,47
Iserlohn Roosters 2 0,37
Grizzly Adams Wolfsburg 1 0,61
Stand: nach der Hauptrunde der Saison 2008/2009

Erfolgreiche Spieler

Hauptartikel: DEL-Rekorde

Alle Statistiken sind auf dem Stand nach der Hauptrunde 2008/09.

Top-Scorer
Spieler Spiele Tore Assists Punkte
Robert Hock 676 196 398 594
Mike Bullard 460 218 303 521
Steve Walker 509 185 335 520
Wallace Schreiber 555 205 301 506
Dwayne Norris 613 208 296 504
Top-Torschützen
Spieler Spiele Tore Assists Punkte
Mike Bullard 460 218 303 521
Dwayne Norris 613 208 296 504
Wallace Schreiber 555 205 301 506
Top-Vorlagengeber
Spieler Spiele Tore Assists Punkte
Robert Hock 676 196 398 594
John Chabot 366 102 341 443
Leonard Soccio 504 156 336 492
Steve Walker 509 185 335 520
Rekordspieler
Spieler Spiele Tore Assists Punkte
Andreas Renz 834 18 60 78
Mirko Lüdemann 782 142 258 400
Sven Felski 776 188 283 471
Tino Boos 771 104 160 264
Robert Hock 676 196 398 594
Top-Torhüter
Spieler Spiele Shut-outs
Jimmy Waite 433 40
Boris Rousson 473 33
Mike Rosati 330 31
Ian Gordon 517 31
Chris Rogles 453 30
Andreas Renz ist mit 834 DEL-Einsätzen Rekordspieler

Gremien und Organisation

Das höchste DEL-Entscheidungsgremium ist die Gesellschafterversammlung, in der die Klubs jeweils eine Stimme haben. In diesen Versammlungen werden unter anderem auch die DEL-Geschäftsführung (Geschäftsführer ist seit Mai 2000 Rechtsanwalt Gernot Tripcke) und folgende Kommissionen gewählt, die die Geschäftsführung im jeweiligen Aufgabenbereich unterstützen sollen:

Aufsichtsrat * Sport-Kommission Rechts- und Wirtschaftskommission Medien- und Marketingkommission
Jürgen Arnold (Ingolstadt)
Wolfgang Brück (Iserlohn)
Detlef Kornett (Berlin)
Daniel Hopp (Mannheim)
Ulrich Voll (Straubing)
Karl-Heinz Fliegauf (Wolfsburg)
Marcus Kuhl (Mannheim)
Peter-John Lee (Berlin)
Karsten Mende (Iserlohn)
Rodion Pauels (Köln)
Matthias Binder (Mannheim)
Wolfgang Brück (Iserlohn)
Wilfrid Fabel (Krefeld)
Rudolf Kugler (Ingolstadt)
Klaus Sturm (Hamburg/Berlin)
Matthias Binder (Mannheim)
Thomas Eichin (Köln)
Bernd Kress (Frankfurt)
Sven Zywitza (Ingolstadt)
Marco Stichnoth (Hannover)

* beratend und kontrollierend neben der Geschäftsführung

Kooperation mit ESBG/DEB

Als die vollständige Trennung von Verband und Liga 1997 initiiert wurde, bestand die Internationale Eishockey-Föderation auf einen Kooperationsvertrag, der die Liga unter dem Dach des DEB hielt. Dadurch ist die Liga auch vom DOSB anerkannt. Der im Mai 2011 ausgelaufene Kooperationsvertrag, der seit dem 1. Mai 2006 bestand, verband nicht nur die DEL mit dem DEB, sondern auch mit der ESBG[14]. Gemeinschaftliche Nachwuchsförderung, das Pass- und Schiedsrichterwesen, sowie die internationale Vertretung werden durch den Vertrag geregelt. Nach langen Diskussionen wurde der Kooperations-Vertrag vor der Saison 2006/07 beschlossen. Vor allem die Abschaffung des sportlichen Abstiegs aus der DEL war strittig.

Der neuen Kooperationsvertrag, der im Juli 2011 vereinbart wurde und bis Mai 2018 gilt, wurde nur zwischen DEL und DEB abgeschlossen - die ESBG lehnte eine Beteiligung ab. Als Folge

  • gibt es grundsätzlich keinen Aufstieg aus der 2. Bundesliga in die DEL und auch keine Regelung im Falle eines Ausscheidens einer Mannschaft aus der DEL über eine Teilnahme an der 2. Bundesliga und
  • es werden Spieler mit einer DEL-Förderlizenz nicht mehr in der 2. Bundesliga - dafür in den unteren Spielklassen eingesetzt werden können.[15]

Um den deutschen Nachwuchs zu fördern, wurden sogenannte Kontingentstellen für ausländische Spieler geschaffen. Nach aktuellem Reglement darf eine Mannschaft nur 12 ausländische Spieler während der Saison unter Vertrag nehmen, von denen ab 2008/09 nur 10 in einem Spiel eingesetzt werden dürfen. Unter anderem fordert Ex-Nationaltrainer Uwe Krupp eine weitere Reduktion der Kontingentspieleranzahl, um den deutschen Spielern zu mehr Eiszeiten zu verhelfen. Einige DEL-Teams sind dagegen, weil sie eine Schwächung des Niveaus befürchten.

Vermarktung

Liga-Sponsoren

Die DEL hatte schon bei ihrer Gründung 1994 mit der Krombacher Brauerei einen Ligensponsor gefunden, der auch im damaligen DEL-Logo erschien. Nach zwei Jahren beendete die Brauerei ihr Engagement. 2003 übernahm die GelbeSeiten Marketing Gesellschaft mbH mit den Gelben Seiten das Liga-Sponsoring. Seitdem sind in jeder Halle der DEL einige Werbeflächen wie die Kickleiste (unterster Teil der Bande), eine Untereisfläche im Mitteldrittel und die Helme der Unparteiischen für die Gelben Seiten reserviert. Daneben existiert ein Doppellogo DEL/Gelbe Seiten, das auf jeder Vereins-Website zu sehen ist. Im März 2006 verlängerte der Telefonbuchverlag seinen Sponsoring-Vertrag bis 2009.[16]

Des Weiteren sind die Unternehmen Azimut (Hotelpartner) und Europcar (Mobilitätspartner und Sponsor auf den Schiedsrichter-Trikots) Sponsoring-Partner der DEL. Die WestLB unterstützt durch die „WestLB Fairplay-Trophy“ die DEL. Nach der Saison erhält das Team, an das die wenigsten Strafzeiten vergeben wurden, eine Prämie von 10.000 Euro für die Nachwuchsförderung.

Der Internetauftritt der DEL wird ebenfalls durch die Gelben Seiten und zusätzlich von ea-sports gesponsert.

TV-Rechte

Die Pay-TV-Rechte der DEL liegen bis 2012 beim Pay-TV-Sender sky (früher: Premiere). Hierbei werden in der Hauptrunde wöchentlich mindestens zwei Partien übertragen; in den Play-offs wird in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. Seit 2009 werden vereinzelt Spiele über den Free-TV-Sender Eurosport ausgestrahlt, in der Saison 2011/12 acht Spiele. Auf der Ligen-eigenen Internet-Plattform DEL TV werden seit der Saison 2005/06 Spiel-Zusammenfassungen gesendet.[17]ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte, wobei Bildmaterial von der DEL geliefert wird.

Namenssponsoring

Seit Einführung der DEL 1994, als sich viele Mannschaften Tiernamen gaben, benannte sich Frankfurt nach einem Schokoriegel des Sponsors Nestlé (Lions). Am 1. März 2002 wurde auch bei der Düsseldorfer EG mit der Metro AG ein Namenssponsor vorgestellt, nachdem der Club zuvor ständigen Belastungen durch hohe Altschulden ausgesetzt war. Die Mannschaft spielt seitdem unter dem Namen DEG Metro Stars. Die Nürnberg Ice Tigers traten in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 als Sinupret Ice Tigers auf und sind damit der erste DEL-Klub, der ganz auf den Ortsnamen verzichtet. Seit der Saison 2009/10 geht die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers an den Start.

Veranstaltungen

Neben dem normalen Ligen-Spielbetrieb veranstaltet die DEL noch ein All-Star-Game und zusammen mit der ESBG und dem DEB den Deutschen Eishockey Pokal.

All-Star-Game

Das DEL All-Star Game feierte 1998 in Frankfurt Premiere. Seitdem findet jährlich eine solche Veranstaltung, bei der eine Auswahl der besten europäischen DEL-Spieler gegen die besten Nordamerikaner antritt, statt. Von 1998 bis 2006 spielte noch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft gegen die besten Ausländer der Liga. Neben dem Freundschaftsspiel finden am Veranstaltungsort noch einige andere Aktionen wie die so genannten „Skills Competition“ (Wettbewerbe zur Ermittlung der schnellsten Skater, pucksichersten Spieler usw.) und eine Autogrammstunde statt. Das bislang letzte All-Star-Game gewannen die Nordamerikaner am 31. Januar 2009 in Berlin mit 9:8 Toren gegen das Team Europa.

DEB-Pokal

In Kooperation mit DEL und ESBG wird seit 2002 wieder ein Pokal-Wettbewerb ausgetragen. Amtierender Pokalsieger (DEB-Pokal 2010/11) sind die Starbulls Rosenheim. Mehrfach wurde schon über die Abschaffung dieses Wettbewerbs nachgedacht, da er, dadurch, dass viele Spiele unter der Woche stattfinden und der Wettbewerb keinen sportlichen Mehrwert habe, bei einigen DEL-Vereinen als unattraktiv gilt. Trotz des Antrages der Hamburg Freezers im November 2007, den Pokalwettbewerb in der Saison 2008/09 auszusetzen[18], wurde dieser in der Saison mit einem etwas geänderten Modus durchgeführt. Für die Saison 2009/10 wurde die Teilnahme der DEL-Clubs aufgrund der Olympischen Spielen in Vancouver und der WM im eigenen Land ausgesetzt.[19] Neben allen Clubs der 2. Eishockey-Bundesliga durfte auch Oberligist EC Peiting sowie die deutsche U20-Nationalmannschaft an diesem Turnier teilnehmen.

Kurioses

  • Das längste DEL-Spiel aller Zeiten wurde am 22./23. März 2008 zwischen den Kölner Haien und den Adler Mannheim ausgetragen. Die Kölner Haie gewannen das Spiel in der 6. Verlängerung nach 168:16 Minuten mit 5:4. Es ist damit das zweitlängste Spiel im Profi-Eishockey. Das entscheidende Tor für die Kölner Haie schoss Philipp Gogulla. Das längste Spiel fand am 24. März 1936 zwischen den Montreal Maroons und den Detroit Red Wings statt und dauerte 176:30 Minuten.
  • Das zweitlängste DEL-Spiel aller Zeiten wurde am 20. März 2008 zwischen den Iserlohn Roosters und den Frankfurt Lions ausgetragen. Das Viertelfinal-Spiel dauerte insgesamt 117:47 Minuten. Torschütze zum 3:2 war Michael Wolf.
  • Das drittlängste DEL-Spiel aller Zeiten wurde am 17. März 2011 zwischen dem EHC München und den Kölner Haie ausgetragen. Die Kölner Haie gewannen das Spiel in der 3. Verlängerung nach 110:00 Minuten durch ein Tor von Philipp Gogulla. Es war die erste Begegnung der Pre-Play-offs 2010/2011.
  • Möglich wurden diese Rekorde erst durch die Entscheidung der DEL, ab der Saison 07/08 kein Play-off-Spiel im Penaltyschießen zu entscheiden, sondern alle Spiele im Sudden Death zu beenden.
  • Im Aufeinandertreffen des EHC München gegen die Straubing Tigers, wurde am 21. November 2010 ein Weltrekord im Penalty-Schießen aufgestellt. Beide Mannschaften mussten je 21 Mal antreten, ehe die Straubing Tigers das Stadion als Sieger verlassen konnten.

Fußnoten

  1. WELT ONLINE: „Arena am Ostbahnhof heißt jetzt O2-World
  2. del.org: Zuschauerentwicklung DEL, Zugriff am 24. April 2009
  3. stadionwelt.de: Zuschauerentwicklung DEL der letzten 6 Jahre, Zugriff am 24. April 2009
  4. hockeyarenas.net: Zuschauerstatistik Europa 2009
  5. schiedsrichter-welt.de: Rick Looker in der Kritik, Zugriff am 24. April 2009
  6. deb-online.de: DEB-Schiedsrichter Informationen bei deb-online.de
  7. schiedsrichter-welt.de: Georg Jablukov neuer Profischiedsrichter, Zugriff am 24. April 2009
  8. del.org: DEL-Profischiedsrichter für die WM nominiert, Zugriff am 24. April 2009
  9. Focus Online, DEL: Neue Saison, neuer Play-off-Modus
  10. handelsblatt.com, DEL macht bei Play-off-Modus Rolle rückwärts
  11. 15 Spiele gehen wegen Disqualifikation der Kaufbeurer Adler nicht in die Wertung ein
  12. Hockeyweb.de: „Tabellenführer–Die „Adler“ aus Mannheim dominierend
  13. Hierin enthalten sind 19 Tabellenführungen als BSC Preussen/Preussen Devils und 28 als Berlin Capitals.
  14. Der vollständige Kooperationsvertrag zwischen DEL, DEB und ESBG
  15. Lausitzer Füchse: "Pure Enttäuschung über neuen Kooperationsvertrag" (online abgerufen am 25. Juli 2011)
  16. Pressemitteilung Sutter Telefonbuchverlag: „[1]“ vom 29. März 2006
  17. [2]
  18. sportal.de: Pokal vor dem Aus
  19. derwesten.de: „DEB-Pokal und All-Star-Match werden nächste Saison ausgesetzt

Literatur

  • Patrick Reichelt: Superliga DEL. Die Chronik der Deutschen Eishockeyliga. AGON Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-247-2 (formal falsche ISBN).
  • Patrick Bernecker: Titel, Tore, Tränen: Die Geschichte einer Liga. Copress Verlag, München 2004, ISBN 3-7679-0876-X.

Weblinks

 Commons: Deutsche Eishockey-Liga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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