Bahnstrecke Szolnok–Arad
Szolnok–Arad
Bahnhof in Békéscsaba
Bahnhof in Békéscsaba
Strecke der Bahnstrecke Szolnok–Arad
Kursbuchstrecke: CFR: 200, MÁV: 120
Streckenlänge: 153 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 25 kV, 50 Hz ~ ~
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Legende
Strecke – geradeaus
von Budapest
   
von Hatvan
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Kiskunfélegyháza
Bahnhof, Station
Szolnok
   
Szolnok-Alcsi
Brücke über Wasserlauf (groß)
Theiß
Haltepunkt, Haltestelle
Szajol
   
nach Debrecen
   
Tenyőszállás
Haltepunkt, Haltestelle
Tiszatenyő
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Kunszentmárton
Haltepunkt, Haltestelle
Pusztapó
Haltepunkt, Haltestelle
Kétpó
Haltepunkt, Haltestelle
Csugar
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Szarvas
   
von Túrkeve
Bahnhof, Station
Mezőtúr
Brücke über Wasserlauf (groß)
Hortobágy-Berettyó
Haltepunkt, Haltestelle
Nagylapos
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Kisújszállás
Brücke über Wasserlauf (groß)
Körös
Bahnhof, Station
Gyoma
Haltepunkt, Haltestelle
Csárdaszállás
Bahnhof, Station
Mezőberény
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Békés
Haltepunkt, Haltestelle
Murony
   
Mezőmegyer
   
von Szeged
Bahnhof, Station
Békéscsaba
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Oradea
Haltepunkt, Haltestelle
Szabadkígyós
   
Kétegyházi tanyák
Bahnhof, Station
Kétegyháza
Abzweig – in Fahrtrichtung: geradeaus und nach rechts
nach Makó und Országút
   
Bánhídymajor
Bahnhof, Station
Lőkösháza
Grenze
Grenze UngarnRumänien
Bahnhof, Station
646,81 Curtici
Haltepunkt, Haltestelle
639,54 Sofronea
Haltepunkt, Haltestelle
635,30 Canton
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Brad
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Mezőhegyes
Bahnhof, Station
629,79 Arad
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Timișoara
Strecke – geradeaus
nach Alba Iulia

Die Bahnstrecke Szolnok–Arad ist eine Hauptbahn in Ungarn und Rumänien, die ursprünglich durch die k.k. privilegierte Theiss-Eisenbahn erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft im Osten der Großen Ungarischen Tiefebene.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Während der Entstehung lag die Bahnstrecke auf dem Territorium Ungarns innerhalb der habsburgischen Doppelmonarchie. Der Bau der Strecke erfolgte im Rahmen der planmäßigen Erschließung des Ostteils der Großen Ungarischen Tiefebene, nachdem 1847 die Eisenbahn von Budapest nach Szolnok und 1857 die von Szolnok nach Debrecen eröffnet worden war.

Am 10. November 1856 wurde der k.k. privilegierten Theiss-Eisenbahn (ungarisch: Tiszavidéki vasút) – einer privaten Bahngesellschaft – von der Regierung Österreich-Ungarns eine am 1. Januar beginnende, 90 Jahre laufende Konzession für den Bau und den Betrieb der Bahnstrecke erteilt.[1] Eine Auflage war, die Strecke bis Ende 1859 fertigzustellen.

Die Bahnstrecke schloss wenige Kilometer östlich von Szolnok im Dorf Szajol an die bereits vorhandene Linie von Szolnok nach Debrecen an. Für den Bau mussten 37 Holzbrücken errichtet werden, von denen die über die Körös (deutsch Kreisch) die längste war.[2]

Am 25. Oktober 1858 wurde die Strecke eröffnet[3] und zunächst von der Theißbahn betrieben. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 wurde ein Teil der Aktien der Bahngesellschaft vom ungarischen Staat übernommen; 1880 erfolgte die vollständige Verstaatlichung.[4]

Nach Ende des Ersten Weltkrieges gelangte der südöstliche Teil der hier beschriebenen Strecke an Rumänien und wurde von der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFR übernommen. Seitdem sind in Lőkösháza und Curtici Grenzbahnhöfe.

Heutige Situation

Die Strecke ist elektrifiziert und zweigleisig bis Békéscsaba. Zwischen Békéscsaba und Arad ist sie eingleisig. Sie ist eine der wichtigsten und leistungsfähigsten Verbindungen zwischen Ungarn und Rumänien und Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridors IV. Es verkehren täglich mehrere Schnell- und Nahverkehrszüge. Auch für den Güterverkehr zwischen Rumänien und den Ländern Mittel- und Westeuropas ist die Linie von großer Bedeutung.

Weblinks

 Commons: Bahnstrecke Szolnok–Arad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Adalbert Theodor Michel: Oesterreichs Eisenbahnrecht. Verlag W. Braumüller, 1860. S. 9
  2. Julius Michaelis: Deutschlands Eisenbahnen. Verlag C. F. Amelang, 1859. S. 357–361
  3. Peter Friedrich Kupka: Die Eisenbahnen Österreich-Ungarns 1822–1867. Verlag Duncker & Humblot, 1888. S. 274
  4. Adam Wandruszka et al.: Die Habsburgermonarchie, 1848–1918: Die Wirtschaftliche Entwicklung. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1973. S. 296

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