Thalkleinich

Thalkleinich
Thalkleinich
Ortsgemeinde Kleinich
Wappen der ehemaligen Gemeinde Thalkleinich
Koordinaten: 49° 54′ N, 7° 11′ O49.89757.1872222222222420Koordinaten: 49° 53′ 51″ N, 7° 11′ 14″ O
Höhe: 420 m ü. NN
Fläche: 2,33 km²
Einwohner: 42 (2008)
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 54483
Vorwahl: 06536

Thalkleinich ist ein Ortsteil der im rheinland-pfälzischen Landkreis Bernkastel-Wittlich gelegenen Ortsgemeinde Kleinich. Bis 1969 war Thalkleinich eine selbstständige Gemeinde, ehe sie im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform der neu gebildeten Gemeinde zugeschlagen wurde. Der Ortsteil hat 42 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 2,33 Quadratkilometern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Thalkleinich von Kleinich aus gesehen

Thalkleinich liegt im Hunsrück zwischen der Hunsrückhöhenstraße und der Mittelmosel. Nächstgelegene Mittelzentren sind Bernkastel-Kues und Morbach. Der Flughafen Frankfurt-Hahn liegt nur wenige Kilometer östlich. Der Kleinicher Bach fließt nur wenige Meter am Ort vorbei und bildete bis zur Verwaltungsreform 1969 die Grenze zwischen den Landkreisen Zell und Bernkastel.

Nachbarorte

Fronhofen Beuren Büchenbeuren
Emmeroth Nachbargemeinden Hirschfeld
Kommen Kleinich Oberkleinich

Geschichte

Vermutlich gab es in Thalkleinich bereits zu römischer Zeit eine Hofstelle. Das heutige Dorf wird 1390 erstmalig als „in dem dale zu Kleinche“ erwähnt, 1399 als „ym dale zu Cleyniche“ und 1421 als „Cleynche ymme dale“ bezeichnet. 1790 nannte sich die Siedlung „Kleinicher Tal“. Der Name „Thalkleinich“ wurde vermutlich erst nach 1800 gebräuchlich. Das Dorf wurde zu jener Zeit von Kleinich aus besiedelt, als das Hochgericht noch nicht als abgegrenzter Rechtsbezirk bestand.

Über Jahrhunderte hatte Thalkleinich eine enge Beziehung zu Irmenach und Beuren. Diese drei Orte bildeten eine Einheit, die sog. „Großgemeinde Irmenach“, die erst 1828 endgültig aufgelöst wurde.

Am 15. Mai 1936 wurde der Ortsname von Thal-Cleinich in Thalkleinich umgewandelt. Der Ort wechselte mehrmals seine Zuständigkeit und gehörte zu den Verbandsgemeinden Enkirch (1967/68), Bernkastel (1968/69) und Bernkastel-Kues (seit 1969). Am 7. Juni 1969 wurde Thalkleinich aus dem Landkreis Zell aus- und in die Gemeinde Kleinich im neu gegründeten Landkreis Bernkastel-Wittlich eingegliedert.[1]

Religion

Früher war der Ort wegen des protestantischen Grafen von Sponheim evangelisch geprägt, 2008 waren 65,9 Prozent der Einwohner evangelischen Glaubens.

Einwohnerentwicklung

Wappen

Da Thalkleinich vor der kommunalen Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz 1969 zum Landkreis Zell gehörte, ist keine Genehmigungsurkunde für ein Wappen vorhanden. Das nebenstehende Wappen scheint das der Thalkleinicher Genossenschaftsmühle zu sein.

Das Schachbrettmuster im oberen Teil weist auf die Zugehörigkeit zur Hinteren Grafschaft Sponheim hin. Der untere Teil zeigt in Grau eine Mühle am Kleinicher Bach. Die Farbe Grün verweist hingegen auf die Landwirtschaft.

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Über grünem Schildfuß, darin eine silberne Wassermühle, dreireihig geschacht von Silber und Rot.

Politik

Ortsvorsteher

Der Thalkleinicher Ortsvorsteher ist Edgar Kleinmann, der nach den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009 vom Gemeinderat am 10. Juli 2009 bestätigt wurde.[2]

Zeit Ortsvorsteher
1900-1910 Wilhelm Kirst
1910-1914 Hermann Neusius
1914-1919 Adolf Schmidt
1919 Hermann Neusius
1919-1923 Oskar Neu
Zeit Ortsvorsteher
1923-1924 Wilhelm Weirich
1924-1945 Ernst Bohr
1945-1946 Hermann Kirst
1946-1951 August Schug
1951-1956 Albert Klei
Zeit Ortsvorsteher
1956-1960 Fritz Gerhardt
1960-1969 Otto Schug
1969-1999 Günter Schell
seit 1999 Edgar Kleinmann

Kulturdenkmäler

Der Ortskern, die Thalkleinicher Genossenschaftsmühle, das Backhaus und die Häuser Nummer 8, 9, 15, 16, 18, 19 und 20, bilden zusammen eine Denkmalzone, da es sich um eine ungewöhnliche Dichte historischer Hofanlagen handelt. Die meisten stammen aus dem 19. Jahrhundert. Hervorzuheben sind die baugleichen Häuser Nummer 8 und 9, die nach einem Brand im Jahr 1911 im folgenden Jahr errichtet worden sind.

Literatur

  • Martin Sinemus: Die Geschichte des Kirchspiels Cleinich, Cleinich 1925.
  • Erik Zimmermann: Das Kirchspiel Kleinich − Neun Dörfer im Hunsrück, Kleinich 2009.

Einzelnachweise

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 182 (PDF)
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009 – Ortsvorsteher

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